Ich bin vom Berg der Hirtenknab
seh auf die Schlösser all herab.
Die Sonne strahlt am ersten hier
am längsten weilet sie bei mir.
Ich bin der Knab vom Berge.
Hier ist des
Stromes Mutterhaus,
ich trink ihn frisch
vom Stein heraus.
Er braust vom Fels
im wilden Lauf
ich fang ihn
mit den Armen auf.
Ich bin der Knab vom Berge.
Der Berg, der ist mein Eigentum
da zieh'n die Stürme ringsherum.
Und heulen sie von
Nord und Süd,
so überschallt sie doch mein Lied.
Ich bin der Knab vom Berge.
Sind Blitz und Donner unter mir
so steh ich hoch im blauen hier.
Ich kenne sie und rufe zu
"Laßt meines Vaters Haus
in Ruh!
Ich bin der Knab' vom Berge!"
Deutsche Dichter & Denker
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