Von den eigenen Politikern geht gegenwärtig (wieder einmal) die größte Bedrohung für unser Volk aus!
Von den eigenen Politikern geht gegenwärtig (wieder einmal) die größte Bedrohung für unser Volk aus!
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Von den eigenen Politikern geht gegenwärtig (wieder einmal) die größte Bedrohung für unser Volk aus!
Wer ein gutes Buch verschenkt,
der gibt mehr als Geld, Brot und Arbeit,
er gibt Friede, Freude, Frohsinn!
Beizeiten öffne deine Seele für den Sturm,
er befreit sie so von Unrat und vom Plunder,
holt dich aus des Trübsals engem Turm
und stellt dich wieder in des Lebens Wunder.
Beizeiten gib deinen Augen weiten Blick,
so nur zeigt sich dir die Welt, das Eins.
Laß` alle Kleinlichkeit tief unter dir zurück,
dann erkennst Du klar den Sinn des Seins.
Beizeiten gib hin dich deinem warmen Herz,
fühle, spüre in dir deines Blutes Rauschen.
Sein Strömen reißt hinfort den Weltenschmerz
und läßt dich seinem Schlage innig lauschen.
Beizeiten schließlich lasse deinem Geist den Flug,
laß` vertrauensvoll dich von ihm tragen.
So kannst du meiden allen Flitter, jeden Trug
Und wirst guten Mutes Großes wagen!
Beim Gottesdienst auf freiem Felde hielt
Ein wütend Pfäfflein eine Donnerpredigt.
Mit seines Herrgotts schärfsten Blitzen spielt
Das Männlein ungeniert und unbeschädigt.
Er spricht von einer fernen großen Stadt,
Wo eine Seuche alt und jung verschlingt,
Wo Tag und Nacht durch Werk- und Schlummerstatt
Der Wimmerton der Sterbeglocke klingt.
Seht, ruft er, seht allda den Finger Gottes!
Seht, wie der Herr die Glaubenslosen schlägt!
Gott ist gerecht! Wie auf die Stadt des Spottes
Der Herr nun endlich seine Hand gelegt —
Er hob den Blick. Da flog ein Vogel, und
Der schloß durch ein Geschenk aus seinem Schoß —
Ein seltner Glücksfall — ihm den losen Mund —
Der Vogel, wie mir schien, war ziemlich groß.
Hier sah der Mann den Finger Gottes nicht,
Und das mit Recht. Denn es bedünkt mich schier:
So viel Gefühl, zu strafen diesen Wicht,
So viel Vernunft besitzt wohl auch ein Tier!
Im ersten Lichte flüstern die Auen,
regen zart sich Halm und Blatt.
Farben erwachen im Morgengrauen,
leise Ahnungen schimmern matt.
Mittagsstille liegt noch überm Feld,
als in der Ferne ein Grollen erklingt.
Zuckendes Leuchten die Wolken erhellt,
der Himmelsschmied den Hammer schwingt.
Das Feuer der Blitze zeichnet grell ihre Spur
dem Donnerschlag voraus und entgegen.
Dann erfaßt ein Beben die ganze Natur;
Aus blauem Schwarz bricht stürmischer Regen.
Es bersten Dämme, die lange gehalten,
die Flut schießt schäumend heran.
Vergeblich stehn Wehre gegen Gewalten.
Allmutter Natur zieht uns in Bann!
Wenn du noch einen Funken hast
in dir, von deinen deutschen Ahnen,
so wird, wenn du's vergessen hast,
dich dein Gewissen daran mahnen.
Der Muttersprache schäm' dich nie,
gebrauche, übe, liebe sie!
Wenn du auch fortgepilgert bist,
aus deinem deutschen Vaterland
und um dich her erloschen ist
der traute Laut, dir wohlbekannt,
oh, da gerade, präg' dir's ein,
bleib' treu der Muttersprache dein!
Und wenn man sie dir nehmen will,
die liebe Muttersprache, wehr',
oh wehre dich, es sei dein Ziel!
Und fällt es dir auch manchmal schwer,
mein Deutschtum lass' ich nicht, oh nein,
ich setz' dafür mein Leben ein!
Oh deutscher Laut, mir tief ins Herz
von frühester Kindheit eingegraben,
dein Lob erschalle allerwärts,
wo Deutsche eine Heimat haben.
Ihr Deutschen, pfleget, liebt und ehrt
die Muttersprache, sie ist's wert!
Wenn der Wind, wenn der Wind
über die Heide zieht,
dann summt der Machangel
ein seltsames Lied…
Ein Lied von Blumen, von Liebe und Treu,
alt ist das Lied, und das Lied das ist so neu.
Wenn der Sturm, wenn der Sturm
über die Heide jagt,
dann weint der Machangel
und trauert und klagt…
Ein Lied von Pflicht und von blutigem Muß
Zerreißt aus der Ferne ein Kugelschuß.
Wenn der Herbst, wenn der Herbst
über die Heide rauscht,
dann steht ein Soldat still
am Wege und lauscht…
Er kommt aus dem Nebel vom Abendrot,
bleich ist sein Mund, und sein Herz, das ging tot.
Wenn der Lenz, wenn der Lenz
Über die Heide springt,
dann schweigt der Machangel
kein Lied er jetzt singt…
Dann steht der Soldat und horcht in den Wind,
vieltausend Kameraden bei ihm sind!
Sicheres Deutschland, schläfst du noch?
Ach, wie nah ist dir dein Joch,
das dich hart wird drücken
und dein Antlitz dürr und bleich,
jämmerlich ersticken.
Wach auf, du Deutsches Reich!
Seine Berge über alles
rühmt der Schwabe allenthalb
drum ertöne lauten Schalles
dieses Lied auch unsrer Alb
Preis den schönen stolzen Bergen
ihre Gipfel burggekrönt
kühne Felsen , licht und helle
und von Sonnengold verschönt
Preis dem Wald, so maienträchtig
unsrer Berge Schmuckgewand
tönet doch sein Rauschen mächtig
oft wie Mahnruf in das Land
Wahrt die Freiheit, haltet Frieden
kräftig durch der Eintracht Band
Felsenfest wie eure Berge
steht zum deutschen Vaterland
Wasser springen aus den Klüften
stürzen über Felsen kühn
fließen durch die saftgen Triften
stiller Täler sanft dahin
Höhlen in der Berge Tiefen
welche zauberische Welt
die gar viel des Wunderbaren
aller Zeit verborgen hält
Und auf all den luftgen Höhen
unserm liebsten Aufenthalt
spüren wir ein heilig Wehen
freien Geistes Allgewalt
unter blauem Himmelsbogen
tönet stets in vollrem Klang
wie von Gottes Hauch getragen
Deutsches Wort und deutscher Sang
Darum loben wir und feiern
unsere Berge allzumal
ob sie Wolken auch umschleiern
ob sie glühn im Sonnenstrahl
immer wo wir sie nur schauen
hebt ihr Anblick unsre Brust
sie sind unsrer Heimat Zierde
unser Stolz und unsere Lust
Sehet euch um!
Sind wir nicht wieder verraten?
Wieder durch Diplomaten?
Feinde ringsum!
Sehet euch um!
Ringsum feige Philister
Reaktionäre Minister
Feinde ringsum!
Sehet euch um!
Ringsum Konstabler, Soldaten
Ringsum Kosaken, Kroaten
Feinde ringsum!
Sehet euch um!
Schergen und Freiheitswürger
wider die friedlichen Bürger
Feinde ringsum!
Brüder, Glückauf!
Lieber für Freiheit sterben
als in der Knechtschaft verderben!
Feinde ringsum!
Richte dich auf Germania, Richte dich auf
Nicht mehr beweinen
sollst du der deinen
Zwietracht und Neid
Jammer und Leid
Hörst du das Jauchzen im Süden und Norden
trauliches Grüßen von Herz zu Herz
Richte dich auf aus Kummer und Schmerz
einig sind all deine Kinder geworden
Richte dich auf Richte dich auf Germania
Siehe der Morgen der Freiheit ist nah
Richte dich auf Germania, Richte dich auf
Nicht mehr mit Klagen
sollst du ertragen
bübischen Spott
Knechtschaft und Not
Richte dich auf in gebietender Schöne
weithin strecke dein flammendes Schwert
um dich geschart, der Freiheit wert
mächtig gerüstet sind all deine Söhne
Richte dich auf Richte dich auf Germania
Siehe der Morgen der Freiheit ist nah
Richte dich auf Germania, Richte dich auf
Finstre Gewalten
wollen dich halten
scheuche sie fort
sprich nur ein Wort
Stolz kannst du, nicht mehr in Flören, entfalten
weithin strahlend das heil’ge Panier
siehe Alldeutschland steht zu dir
einig und frei und nicht mehr zu spalten
Richte dich auf Richte dich auf Germania
Siehe der Morgen der Freiheit ist nah
Noch sind uns Herz und Hände
nicht kraftlos und müd geworden
Frisch ruft zu Taten und zu Pflicht
der junge deutsche Orden
Was Not und Bruderhaß zerbrach
wir bauen es aufs neue
wir glauben an den künft´gen Tag
und an die deutsche Treue
Wir wollen furchtlos Hand in Hand
die deutsche Zukunft zimmern
Neu soll das alte Vaterland
erstehen aus den Trümmern
Dann soll´n ihr altes Eisenlied
die deutschen Schwerter singen
und welsche Speere stumpf und müd
an unserm Schild zerspringen
Drum frisch, ihr Brüder, schließt die Reih´n
in allen deutschen Gauen
Der alte Gott wird mit uns sein
ihm wollen wir vertrauen
Am Kreuzweg wähl mit klarem Blick
Den rechten Weg zum wahrem Glück!
Welch eine Sprach' ist schön,
welch eine Sprach' ist reich?
Verschieden an Getön,
im Sinn sind alle gleich.
Nicht dies' und jene Sprach'
entzückt, erfreuet mich;
Was mich erfreut, entzückt,
das ist die Sprach' an sich:
Daß eine Sprach' es gibt, die,
was du fühlst und denkest,
Dir deutlich macht, je mehr
du dich in sie versenkest;
Daß eine Sprach' es gibt,
Kraft deren du verkündest
Der Welt geheimen Sinn,
so weit du sie ergründest:
Drum ist die schönste Sprach'
und beste, die du nennst,
Die Muttersprache, weil du sie
am besten kennst!
Heut, da die Ohnmacht sich brüstet und Meinungen jeder zu Markt trägt,
Die er vom Baume gerupft, eh die Vernunft sie gereift,
Sei dir ein Weggenoß im tollen Gedränge der Zweifel;
Aber im Frieden für dich pflanze der Zukunft die Tat!
Siebenbürgen, Land des Segens
Land der Fülle und der Kraft
mit dem Gürtel der Karpathen
um das grüne Kleid der Saaten
Land voll Gold und Rebensaft
Siebenbürgen, Meeresboden
einer längst verflossnen Flut
Nun ein Meer von Ährenwogen
dessen Ufer waldumzogen
an der Brust des Himmels ruht
Siebenbürgen, Land der Trümmer
einer Vorzeit stark und groß
Deren tausendjähr´ge Spuren
ruhen noch in deiner Fluren
ungeschwächtem Ackerschoß
Siebenbürgen, grüne Wiege
einer bunten Völkerschar
Mit dem Klima aller Zonen
mit dem Kranze von Nationen
um des Vaterlands Altar
Siebenbürgen, grüner Tempel
mit der Berge hohem Chor
Wo der Andacht Huldigungen
steigen in so vielen Zungen
zu dem einen Gott empor
Siebenbürgen, Land der Duldung
jedes Glaubens sichrer Hort
Mögst du bis zu fernen Tagen
als ein Hort der Freiheit ragen
und als Wehr dem treuen Wort
Siebenbürgen, süße Heimat
unser teures Vaterland
sei gegrüßt in deiner Schöne
und um alle deine Söhne
schlinge sich der Eintracht Band!
Ich bin ein deutscher Jüngling
Mein Haar ist kraus, breit meine Brust
Mein Vater war ein edler Mann
ich bin es auch
Wenn mein Aug Unrecht siehet
sträubt sich mein krauses Haar empor
Und meine Hand schwellt auf und zuckt
und greift ans Schwert´
Ich bin ein deutscher Jüngling
beim süßen Namen Vaterland
Schlägt mir das Herz
und mein Gesicht wird feuerrot
ich weiß ein deutsches Mädchen
Ihr Aug ist blau, und sanft ihr Blick
und gut ihr Herz
und blau, o Hertha, blau ihr Aug
Wer nicht stammt von Thuiskon
Der blicke nach dem Mädchen nicht
Er blicke nicht
Wenn er nicht von Thuiskon stammt
Denn ihres blauen Auges
soll sich ein edler Jüngling freun
Sie soll geliebt, soll eines edlen Jünglings sein
Ich bin ein deutscher Jüngling
und schaue kalt und kühn umher
ob einer sei
der nach dem Mädchen blicken will
Ein Mensch ist ernstlich zu beklagen,
Der nie die Kraft hat, nein zu sagen.
Obwohl er’s weiß, bei sich ganz still:
Er will nicht, was man von ihm will!
Nur, dass er Aufschub noch erreicht,
Sagt er, er wolle sehn, vielleicht ...
Gemahnt, nach zweifelsbitteren Wochen,
Dass er’s doch halb und halb versprochen.
Verspricht er’s, statt es abzuschütteln,
Aus lauter Feigheit zu zwei Dritteln,
Um endlich, ausweglos gestellt,
Als ein zur Unzeit tapferer Held
In Wut und Grobheit sich zu steigern
Und das Versprochne zu verweigern.
Der Mensch gilt bald bei jedermann
Als hinterlistiger Grobian –
Und ist im Grund doch nur zu weich,
Um nein zu sagen – aber gleich!
Heldenheimat, die wir schauen
von der Alpen steilem Rand,
blaue Berge, grüne Auen
und der Ströme helles Band,
bis an jenes weit entleg´ne
Dünenfeld am Nordseestrand!
Treue Frauen, starke Recken
trug von je dein tiefer Grund.
Tausend blanke Schilde decken
deiner Bruderstämme Bund.
Zitternd sank sie, die verweg’ne
ländergier’ge Feindeshand!
Hohes Erbteil edler Ahnen:
reine Sitte, strenges Recht,
leite auf des Friedens Bahnen
unbeirrt ein frei Geschlecht.
Ob dir Glück, ob Leid begegne
jedem Schicksal hältst du stand!
Es sei mein Herz und Blut geweiht
dich Vaterland zu retten.
Wohlan, es gilt, du seist befreit
wir sprengen deine Ketten!
Nicht fürder soll die arge Tat
des Fremdlings Übermut, Verrat
in deinen Schoss sich betten!
Wer hält, wem frei das Herz noch schlägt
nicht fest an deinem Bilde?
Wie kraftvoll die Natur sich regt
durch deine Waldgefilde,
so blüht der Fleiss, dem Neid zur Qual
in deinen Städten sonder Zahl,
und jeder Kunst Gebilde.
Der deutsche Stamm ist alt und stark
voll Hochgefühl und Glauben.
Die Treue ist der Ehre Mark´
wankt nicht, wenn Stürme schnauben.
Es schafft ein ernster, tiefer Sinn
dem Herzen solchen Hochgewinn,
den uns kein Feind mag rauben.
So spotte jeder der Gefahr
die Freiheit ruft uns allen.
So wills das Recht und es bleibt wahr
wie auch die Lose fallen.
Ja, sinken wir der Übermacht
so woll’n wir doch zur ew’gen Nacht
glorreich hinüberwallen!
Wir müssen durch!
Sorgen wir nur dafür, daß wir mit jedem Tage reifer und besser werden!
Wir sind kein Spiel des blinden Zufalls, sondern wir stehen in Gottes Hand, und die Vorsehung leitet uns!
Wir sind nicht Puristen von der törichten Art, die alle Fremdwörter unserer Sprache vertreiben möchten, um ungewohnte, weniger verständliche deutsche, von eigener schlechter Mache, an ihre Stelle zu setzen; wo aber gute deutsche Ausdrücke vorhanden sind, diesen die Fremdwörter vorzuziehen, finden wir geschmacklos und verwerflich!
Gute Nacht!
Allen Müden sei's gebracht!
Neigt der Tag sich still zu Ende, ruhen alle fleiß'gen Hände,
bis der Morgen neu erwacht:
Gute Nacht!
Geht zur Ruh!
Schließt die müden Augen zu
Stiller wird es auf den Straßen, und den Wächter hört man blasen,
und die Nacht ruft allen zu:
Geht zur Ruh!
Schlummert süß!
Träumt euch euer Paradies!
Wem die Liebe raubt den Frieden, sei ein sanfter Traum beschieden,
als ob Liebchen ihn begrüß':
Schlummert süß!
Gute Nacht!
Schlummert, bis der Tag erwacht!
Schlummert, bis der neue Morgen kommt mit seinen neuen Sorgen,
ohne Furcht, der Vater wacht;
Gute Nacht!
Herz, aufglühe dein Blut
Brüder, nun laßt uns schwören
daß wir dem Vaterland gehören
in dessen sicheren Händen
unser Geschick, das Schicksal der Deutschen ruht
Was unser Spruch auch schwört
Wir schwören dem eigenen Leben
Daß wir nur wiedergeben
Was unsern Vätern, den Helden
Die es erstritten, was allen Deutschen gehört
Deutschland, dem wir geweiht
Die Arbeit unserer Hände
An deines Schicksals Wende
Stehn wir erhobener Seele
Und weihen uns dir voll Dankbarkeit
Treue, glüh unverzehrt
Treue, die mit uns geboren
Treue, von der nichts verloren
Wenn auch unsere ewige Seele
Zur ewigen Heimat kehrt
Es ruht versenkt an stillem Ort
Tief unter Urwalds Eichen
Ein teurer, bergentrückter Hort
Ein Wunschhort ohnegleichen
Da liegt Herrn Wotans Runenspeer
Dabei Frau Friggas Spule
Dort blinkt der Becher, goldesschwer
Des Königs Ring von Thule
Der Amalungen weißer Schild
Das Schwert Herrn Karls, das scharfe
Leis tönet, wie verträumt, so mild
Des Vogelweiders Harfe
Der Schöppenspruch auf Pergament
Der Schapel holder Maide
Manch Lied, des Sänger niemand kennt
Und steinbespängt Geschmeide
Des Rotbart flatternd Kreuzpanier
Des Rathausdaches Giebel
Der Hansa stolze Flaggenzier
Und Doktor Luthers Bibel
Darüberhin ein Hauch, ein Duft
Kernfirnen Rheinweins brütet
O dringet kühn in diese Gruft
Die quellend Leben hütet
Allauf, Genossen, unverwandt
Laßt nach dem Schatz uns schürfen
Nur reines Herz und reine Hand
Wird ihn erheben dürfen
Er ist nicht tot: er wächst, er blüht
Er steigt uns selbst entgegen
Er will in Geist und in Gemüt
Uns seinen Segen legen
Den Segen deutscher Herrlichkeit
Die Heldenschaft der Ahnen
Laßt uns ihn heben allezeit
Den Volkshort der Germanen
Es liegt in sonn´gen reichen Landen
in ferner Sagen stillem Glanz
die Stadt um die sich innig wanden
der Schönheit und des Ruhmes Glanz
Es streben ihre alten Dome
zum Himmel an in hehrer Macht
und spiegeln sich im hellen Strome
in Herrlichkeit und Zauberpracht
Ich kam als deutscher Bursch gezogen
zu ihrer Burgen stolzem Bau
frischfröhlich wie der Moldau Wogen
im weiten grünen Böhmergau
und drinnen perlte warmes Leben
in deutscher Lust bei Becherklang
das war ein gutes freies Streben
Gott grüß dich froher Burschensang
Wenn Kampfesruf begeisternd hallte
da flammte heiß das deutsche Herz
hoch schwarz-rot-gold uns mahnend wallte
Alldeutschtum dein in Glück und Schmerz
Die Hochwacht, die wir einst erkoren
zu Prag, der deutschgeweihten Stadt
wir geben nimmer sie verloren
wenn auch die Brust oft kampfesmatt
Ob slawisch du dich auch gekleidet
und slawisch nun der Gasse Laut
ob ängstlich man die Deutschheit meidet
du bist aus deutschem Geist erbaut
Dich haben Deutsche einst geschaffen
mit deutschem Fleiß zur goldnen Stadt
es war allzeit auch deutsch Gewaffen
das trutzig dich geschirmet hat
Streitkühnes Prag, so fest gebauet
hast du dich mir ins Herz hinein
wenn auch das Auge nicht mehr schauet
wohl deiner Schönheit lichten Schein
Dahin sind der Begeisterung Stunden
die reich dem Wandrer du geschenkt
doch ist dein Bild ihm nicht entschwunden
wie weit er auch den Schritt gelenkt
Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit.
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut!
Ganz verborgen im Wald kenn' ich ein Plätzchen, da stehet
Eine Buche, man sieht schöner im Bilde sie nicht.
Rein und glatt, in gediegenem Wuchs erhebt sie sich einzeln,
Keiner der Nachbarn rührt ihr an den seidenen Schmuck.
Rings, so weit sein Gezweig der stattliche Baum ausbreitet,
Grünet der Rasen, das Aug' still zu erquicken, umher;
Gleich nach allen Seiten umzirkt er den Stamm in der Mitte;
Kunstlos schuf die Natur selber dies liebliche Rund.
Zartes Gebüsch umkränzet es erst; hochstämmige Bäume,
Folgend in dichtem Gedräng', wehren dem himmlischen Blau.
Neben der dunkleren Fülle des Eichbaums wieget die Birke
Ihr jungfräuliches Haupt schüchtern im goldenen Licht.
Nur wo, verdeckt vom Felsen, der Fußsteig jäh sich hinabschlingt,
Lässet die Hellung mich ahnen das offene Feld.
– Als ich unlängst einsam, von neuen Gestalten des Sommers
Ab dem Pfade gelockt, dort im Gebüsch mich verlor,
Führt' ein freundlicher Geist, des Hains auflauschende Gottheit,
Hier mich zum erstenmal, plötzlich, den Staunenden, ein.
Welch Entzücken! Es war um die hohe Stunde des Mittags,
Lautlos alles, es schwieg selber der Vogel im Laub.
Und ich zauderte noch, auf den zierlichen Teppich zu treten;
Festlich empfing er den Fuß, leise beschritt ich ihn nur.
Jetzo, gelehnt an den Stamm (er trägt sein breites Gewölbe
Nicht zu hoch), ließ ich rundum die Augen ergehn,
Wo den beschatteten Kreis die feurig strahlende Sonne,
Fast gleich messend umher, säumte mit blendendem Rand.
Aber ich stand und rührte mich nicht; dämonischer Stille,
Unergründlicher Ruh' lauschte mein innerer Sinn.
Eingeschlossen mit dir in diesem sonnigen Zauber-
Gürtel, o Einsamkeit, fühlt ich und dachte nur dich!
Euch, deutschen Frauen, keusch und rein
euch soll mein Lied erklingen
Und schaut ihr heitern Blickes drein
ist reich belohnt mein Singen.
Der Lande hab ich viel gesehn
hat manche mir gefallen
doch was mir Liebes auch geschehn
euch lob ich mir vor allen.
Was mag so hold und züchtig sein
und was so schön zu schauen
als zwischen Donau, Elb und Rhein
die blonden deutschen Frauen.
Wer Treu und Tugend nirgends fand
auf weitem Erdenrunde,
der komm zu uns ins deutsche Land
daß ihm das Herz gesunde!
Und wird auch mal der Himmel grauer,
Wer voll Vertrauen die Welt besieht,
Der freut sich, wenn ein Regenschauer
Mit Blitz und Sturm vorüberzieht!
Voor het eerste feest des Duitsch-Vlaemschen Zangsverbonds 14 en 15 juny 1846 – für das erste Fest des Deutsch-Vlämischen Sängerbundes gedichtet.
O Moederspraak, du bist my waard
En lief als geest en goed,
Dy hang ik aan met trouven aard,
Met zuiver jonglingsbloed;
Des vaderlands eerwaarde schoot,
Dien Arndt bezong , is breed en groot,
En wie`s lands grootheid af kan meten,
Zal dy, myn wellust, nooit vergeten.
In`t vlaamsch blonk myner moeder zang,
By`t teeder wiegenlied,
En zulk een dierbren zielenklank
Vergeet myn harte niet.
Doch duitsch en vlaamsch zyn nauv verwant,
Zoo nauv als rechte en linker hand,
En duitsch is duitsch , `t zy hoog of neder-
Dat klinke in onze zangen weder.
En duitsch zy duitsch ! Verdorr`geen telg
Aan Duitschland`s eikenboom,
By zyne schaduv ruste elk Belg
Van Maas en Scheldezoom.
Ja, duitsch zu duitsch ! Die taal alleen
Zegt ons van waar, zegt ons waarheen;
Der wetenschappen neveldalen
Verlicht zy met haar zonnenstralen.
Wie offer voor den Frank, verstomm`
Die woordenbedelaar,
Hy duizelt in het donker om,
En nimmer ziet hy klaar;
Gebonden ligt in zuider oord
Des beedlaars geest aan`t vreemde woord :
Athene , trots zyn wondergaven,
Noch Rome kan zyn ziele laven.
Slechts waar de spraakbron rein en klaar
Ter volksgeestlaving vloeit,
Slechts daar gedyt, wat recht en waar,
Wat godlyk ons doorgloeit.
Des roep ik van den Keulschen dom,
Waarop ik vol begeestring klom:
Verbindt u, Rhyn – en Scheldebroeders,
Blyft eeuwig uwer tale hoeders!
Deutsch und Vlämisch
Du Muttersprache bist mir lieb,
Mir lieb wie Geist und Blut,
Dir hang` ich an mit frommem Trieb,
Mit reiner Jünglingsglut.
Des Vaterlandes hehrer Schoß -
Wie Arndt es sang – ist breit und groß,
Und wer die Größe kann ermessen,
Wird er die Liebste je vergessen?
Daß Vlämisch mir die Mutter sang
Und mich als Kind beglückt,
Das weiß ich, und ihr Seelenklang
Noch heute mich entzückt;
Doch Deutsch und Vlämisch sind verwandt,
So nah` als recht` und linke Hand,
Und Deutsch ist Deutsch ,ob hoch ob nieder,
Das zeugen unsre Bundeslieder.
Und Deutsch sei Deutsch! Kein einz`ger Ast
Verdorr` am Eichenbaum,
Dann findet auch der ferne Gast
In seinem Schatten Raum.
Ja Deutsch sei Deutsch ! Die Sprache nur
zeigt uns des Wissens grade Spur,
Nur sie mit ihrem Glanzesstrahle
Erhellt des Forschens Nebelthale.
Wohl kennet seines Denkens Bild
der stolze Bettler nicht *)
Drum tölpelt er auch wirr und wild,
Drum wird es ihm nie licht:
Gefesselt lieget fort und fort
Des Bettlers Geist am fremden Wort:
Nicht Rom kann seinen Mangel enden,
Nicht Hellas mit den reichsten Spenden.
Es gibt einen Titel, der ewig der höchste ist,
Ob du Kumpel, ob Dichter, ob Student, ob Minister bist;
Der strahlt wie ein Stern noch über dem einsamsten -Pfad –
Und ist doch ein Wörtlein nur – nur das Wort:
Kamerad.
Da verbleichen die Orden an manchem geschmückten Kleid;
Da bricht noch ein Leuchten aus lang verborgenem Leid –
Was Willkür einst krummgebogen, ward wieder grad
Durch ein Wörtlein nur, nur das Wort:
Kamerad!
Das bricht durch die Mauern, die schwer und verschwiegen sind.
Das ist wie der große, der ewige Frühlingswind.
Und wer sich ihm opfert, ist niemals dafür zu schad',
Denn er starb, um das Beste zu sein, was es gibt:
Kamerad.
Weh jedem, der frevelnd dies stumme Opfer vergißt!
Doch jedem, der es aus großem Herzen ermißt,
Strahlt einmal in dunkelster Stunde die Sonnengnad',
Zu wissen, du bist nicht allein – denn du warst
Kamerad!
Es kommt nicht darauf an, was wir äußerlich in der Welt leisten, sondern was wir menschlich geben in allen Lagen!
Ihr nennt voll Haß uns Heiden
Und denkt uns so zu schmäh`n,
Weil wir das Finst`re meiden
Und stolz zum Lichte gehen.
Wir wollen`s euch nicht wehren,
Doch nehmen wir das Recht,
Das Göttliche zu ehren
In Freiheit deutsch und echt.
In dumpfen Kirchenmauern
Bei Weihrauch, Kerzenschein,
Da mögt ihr zagend kauern
Bei Kreuz und Leichenschrein.
Wir wollen es nicht glauben,
Was Judas Gott gelehrt,
Und lassen uns nicht rauben
Der Ahnen Ehr und Schwert.
Wir knien nicht im Staube
Wie Knechte wimmernd hin.
Zu hell ist deutscher Glaube,
Zu gottdurchseelt der Sinn!
Gegrüßt du Land der Treue, du deutsches Vaterland!
Froh leist' ich dir auf's neue den Eid mit Mund und Hand.
Gegrüßt du Land der Treue, so reich an Korn und Wein!
O Wonne sonder Neue, dein eigen stets zu sein!
Gegrüßt du Land der Treue, mit Eichen frisch und grün!
O gib, daß ich mich freue noch lang an deinem Blüh'n!
Gegrüßt du Land der Treue, so stark in Zeit der Noth!
Begehrst du mein, so scheue ich Qualen nicht und Tod.
Gegrüßt du Land der Treue, das mir das Leben gab!
Von deinen Eichen streue ein Blatt mir auf das Grab!
Leben ist Brückenschlagen über Ströme, die vergehn...
Frei und unerschütterlich wachsen unsre Eichen,
mit dem Schmuck der grünen Blätter steh'n sie fest in Sturm und Wetter, wanken nicht noch weichen.
Wie die Eichen himmelan trotz den Stürmen streben,
wollen wir auch ihnen gleichen, frei und fest wie deutsche Eichen
unser Haupt erheben.
Darum sei der Eichenkranz unser Bundeszeichen,
daß in Thaten und Gedanken wir nicht schwanken oder wanken, niemals muthlos weichen!
Willst du sprechen über mich und die Meinen,
so gehe nach Hause und betrachte die Deinen.
Und findest Du an ihnen kein Gebrechen,
so kannst Du über mich und die Meinen sprechen!
Klar wie des Deutschen Himmel,
fest wie sein Land,
ursprünglich wie seine Alpen und stark wie seine Ströme,
bleibe seine Sprache!
Gen Augsburg zog der ritterliche Sänger
Ulrich von Hutten, aus dem fernen Süd;
Italien mag dulden den nicht länger,
Der für die Wahrheit und die Freiheit glüht.
Der Meuchler Dolche sind für ihn gedungen,
Im goldnen Becher schäumt ein tödlich Gift,
Ein Anathem’ von strengen Priesterzungen
Wirft in den Bann des Neurers Lied und Schrift.
So kehrt er zu dem deutschen Vaterlande
Sein treuster Sohn, und vor ihm zieht sein Ruf,
Der Name, den Begeistrung preisend nannte,
Den ihm sein Lied, sein Heldentum erschuf.
Und Augsburgs hochgelahrter Bürgermeister,
Peutinger, öffnet gastlich ihm sein Haus,
Hochehrend grüßen ihn verwandte Geister,
In alle Lande schallt sein Ruhm hinaus.
Ein langer Festzug wogt durch Augsburgs Gassen
Bei stolzer Rythmen jubelndem Geleit,
Ein Jauchzen von der Reichsstadt Volkesmassen
Preist laut des deutschen Kaisers Herrlichkeit.
Zum Reichstag war der Kaiser Max gekommen,
Der, noch ein Feuergeist im Silberhaar,
Von allen Fürsten, Habsburg Stamm entglommen
Der edelste, der Held’ und Dichter war.
Den Helden und den Dichter will er grüßen,
Ulrich von Hutten, dessen kühner Sang
Und Heldenthaten Anrecht wohl verhießen
Auf einen Dank des Helden Theuerdank.
Trompetenstoß und drauf des Herolds Kunde:
Zum Ritter schlug des Kaisers eigne Hand
Vor aller Fürsten feierlicher Runde,
Den Hutten, der begeistert vor ihm stand.
Er beugt sein Knie zu einem süßern Lohne:
Peutingers Tochter naht, die schönste Maid,
Und drückt aufs Haupt ihm eine Lorberkrone,
Dem Dichter feierlich zum Ruhm geweiht.
Da loht Begeist’rung hell in seinen Blicken,
Er küßt das Schwert, das ihn zum Ritter schlug,
Er küßt die weiße Hand im Hochentzücken,
Die ihm den Lorberkranz entgegentrug.
Wie reich an Wonne diese eine Stunde!
Sein deutscher Kaiser, selbst ein Dichterheld,
Sein deutsches Volk jauchzt ihm mit einem Munde,
Sein Name klingt hinaus in alle Welt.
Und vor ihm sie, die minnigliche Schöne,
Die liebdurchglüht ihm reicht den Lorberkranz
Er weiht das deutsche Mädchen zur Kamöne,
Wie strahlt sein Aug’ von sel’gem Himmelsglanz!
Wo ist ein Held wie er so hochbeglücket?
Sein Bildnis mit dem Lorberkranz und Schwert
Im deutschen Land Palast und Hütte schmücket,
Von Fürst und Volk wird er zugleich geehrt.
Und doch! – die sel’ge Stunde zog vorüber,
Nicht Ruhm, noch Glück, noch Liebe hält ihn auf,
Bald wird sein Auge wieder trüb’ und trüber
Und immer dorniger sein Heldenlauf.
Was ist ein Held, der nicht in Thaten zeiget,
Daß er ein Ritter, dem das Schwert zur Hand?
Was ist ein Dichter, der erschrocken schweiget
Wenn man sein Lied zu kühn und trotzig fand?
Kein Hutten ist’s! ein Hutten kann entbehren
Der Fürsten Huld – ein Hutten überragt
Mit seinem Geistesfluge Glück und Ehren,
Der Wahrheit treu ruft er: Ich hab’s gewagt!
Ich hab’s gewagt für meines Volkes Sache,
Ich habs gewagt für Wahrheit und für Recht!
Der deutschen Freiheit stellt er sich zur Wache,
Wird keines Kaisers, keines Fürsten Knecht.
Und sollt er auch der Minne Glück verlieren,
Und sollt er flüchten auch vervehmt, verklagt –
Im Unglück noch bleibt ihm sein Triumphieren,
Das stolze Dichterwort: Ich hab’s gewagt!
Schweigsame Gipfel
grüßen den Burschen,
der da mit pochendem Herzen
über die Wasserscheide
nach Süden geht.
In des Bergmittags sengender Sonne,
geduckt in den Latschensaum,
spart er die Kräfte,
die das Gebirge des Nachts
dem eilenden Wolfe raubt.
Treu und stumm sind die Brüder.
In aller Antlitz steht
das Bewußtsein des heiligen Handelns.
Ihres Gottesdiensts
wuchtiges Haus –
ist Tirol,
letzter
Felsen und gletschergekrönter
Tempel Deutschlands.
Ihnen allen voran –
ein Führer.
Pfotenleicht
auf tatzenstummem Nagelschuh
der Amplatz –
oder der Klotz.
Schmalhüftig und kühn.
Denkmäler sind sie
aus Jugend und Tapferkeit,
letzte Realität
des verschollenen Traumes
vom Reiche.
Ich wandle auf weiter, bunter Flur
Ursprünglicher Natur;
Ein holder Born, in dem ich bade,
Ist Überlieferung, ist Gnade!
Traute Heimat meiner Lieben
Sinn ich still an dich zurück
Wird mir wohl: Und dennoch trüben
Sehnsuchtstränen meinen Blick
Stiller Weiler, kleine Hütte
immer seufz ich nach euch hin
deine alte fromme Sitte
bleibt stets in meinem Sinn
Deine Fenster, die mit Reben
einst mein Vater selbst umzog
und der Birnbaum, der daneben
über unser Dach sich bog
Nachts in meinen schönsten Träumen
schiff ich oft auf deinem See
Schüttle Äpfel von den Bäumen
wäss´re deiner Wiesen Klee
Pflück im Walde Heidelbeeren
wo ich sonst im Schatten lag
lösch aus deines Brunnen Röhren
meinen Durst am schwülen Tag
Wie wir uns als Kinder freuten
alles kommt mir leibhaft vor
Unser Feierabendläuten
tönet wieder an mein Ohr
Wann erblick ich jene Linde
auf den Kirchenplatz gepflanzt
Wo gekühlt vom Abendwinde
unsre muntre Jugend tanzt
Wann des Kirchturms Giebelspitze
Halb im Fruchtbaumwald versteckt
Wo der Storch auf hohem Sitze
Friedlich seine Jungen heckt?
Wann die Stauden, wo ich Meisen
im Holunderkasten fing
Wann des stillen Weihers Schleusen
wo ich sonntags fischen ging
Wann den Zaun am Blumenraine
wo ich mit Mariechen stand
als wir uns im Mondenscheine
Treue schwuren, Hand in Hand
Gutes Mädchen, denk ich deiner
wird mein Herz so eng und schwer
Ach vielleicht vergaßt du meiner
wähnst, wir fänden uns nicht mehr
Nein, vor meinem Blick erweitert
sich die Aussicht hell und weit
welch ein Strahl der Ahndung heitert
meines Trübsinns Dunkelheit
Wenn die Bäume wieder blühen
kehr ich Wanderer froh nach Haus
und von allen meinen Mühen
ruh in deinem Arm ich aus
Bei den Gräbern meiner Väter
an der Gottesackertür
wird dann früher oder später
auch ein Ruheplätzchen mir!
Leb' wohl! leb' wohl! – Mit dumpfen Herzensschlägen
Begrüß' ich dich und folge meiner Pflicht.
Im Auge will sich eine Thräne regen.
Was sträub' ich mich? Die Thräne schmäht mich nicht.
Ach! wo ich wandle, sei's auf Friedenswegen,
Sei's wo der Tod die blut'gen Kränze bricht:
Da werden deine teuern Huldgestalten
In Lieb' und Sehnsucht meine Seele spalten.
Verkennt mich nicht, ihr Genien meines Lebens,
Verkennt nicht meiner Seele ernsten Drang!
Begreift die treue Richtung meines Strebens,
So in dem Liede wie im Schwerterklang!
Es schwärmten meine Träume nicht vergebens;
Was ich so oft gefeiert mit Gesang,
Für Volk und Freiheit ein begeistert Sterben:
Laßt mich nun selbst um diese Krone werben!
Wohl leichter mögen sich die Kränze flechten,
Errungen mit des Liedes heit'rem Mut;
Ein rechtes Herz schlägt freudig nach dem Rechten.
Die ich gepflegt mit jugendlicher Glut,
Laßt mich der Kunst ein Vaterland erfechten,
Und gält' es auch das eigne wärmste Blut.
Noch diesen Kuß! und wenn's der letzte bliebe!
Es gibt ja keinen Tod für unsre Liebe.
Was der Frühling nicht säte,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen!
Auf Arkonas Berge
ist ein Adlerhorst
wo vom Schlag der Woge
seine Spitze borst
Spitze deutschen Landes
willst sein Bild du sein
Riff und Spalten splittern
deinen festen Stein
Adler, setz dich oben
auf den Felsenthron
deutschen Landes Hüter
freier Wolkensohn
Schau hinaus nach Morgen
schau nach Mitternacht
schaue gegen Abend
von der hohen Wacht
Ließ der deutsche Kaiser
fliegen dich zugleich,
als er brach in Stücke
ach das deutsche Reich
Hüte, deutscher Adler
deutsches Volk und Land
deutsche Sitt und Zunge
deutsche Stirn und Hand!
Geh hin und wäge dein erstes Wort,
Das du erst seit Wochen besitzt,
Und gib es nur dem zu Schutz und Hort,
Der dir dein Eigenstes schützt.
Geh hin und bringe ein Opfer dar
Dem Lande, das zwiefach bedroht
Und lege dein Frauenwort an den Altar
Für dein Heim in der Stunde der Not.
Geh hin und überwinde die Scheu,
dein Wort es sei Gebet: Mein
Land, mein Heim und mein Kind bleibe frei
Solange die Erde besteht!
Was habt ihr denn noch großes Allgemeines,
Welch Band, das euch als Volk zusammenschließet?
Seit ihr den Kaiserzepter brechen ließet,
Und euer Reich zerspalten, habt ihr keines!
Nur noch ein einz`ges Band ist euch geblieben,
Das ist die Sprache; die ihr sonst verachtet,
Jetzt müßt ihr sie als euer Einz`ges lieben.
Wir werden es niemals glauben,
daß Gott in den Schwachen wohnt!
Man will uns den Mut nur rauben,
indem man die Büßer belohnt!
Sie sagen, wir könnten nicht beten,
weil unser Knie sich nicht beugt!
Wenn wir vor die Fahne hintreten,
uns Gott seinen Willen bezeugt!
Und mag man uns auch verdammen,
weil eifernder Hass nicht versteht:
Wir steh’n um die Fahne zusammen,
und unser Appell ist Gebet!
Einsam Wachender, sei voller Zuversicht,
wenn über den weißen, leeren Blättern
tief in der Nacht dir die Lampe erlischt,
bang’ nicht um die ungeschriebenen Lettern…
Auf der Riesenberge Kamme
reichen wir euch treu die Hand
Brüder, ihr vom gleichen Stamme
Freunde aus dem fremden Land
Froh schweift unser Blick nach beiden
Seiten weit ins Tal hinein
gleiche Sprache – gleiche Leiden
deutsch das Herz und deutsch das Sein
Brüderlich der Druck der Hände
und der Schlag der Herzen gleich
Einst hat Deutschlands Not ein Ende
und ihr findet heim ins Reich!