Deutsche Dichter & Denker

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Der Nordische Gedanke am 2020-02-11

Der Nordische Gedanke am 2020-02-11

Ohne Alkohol, ohne Rauchen, ohne jegliche materielle Substanzen von außen, glückselig, spirituell wachsend, achtsam, geistig und physisch fit und produktiv zu sein – das ist keine Meisterleistung. Es ist menschlich und natürlich.
Eine gesunde, lebensbejahende Einstellung und Lebensweise zu leben und zu vertreten – das ist keine Meisterleistung. Es ist menschlich und natürlich.
Gutes Benehmen, Manieren, vorbildliche Erziehung und ein feines, wohlwollendes, tief in sich tragendes Gefühl der Güte, Achtung und Herzlichkeit gegenüber der Schöpfung – das ist keine Meisterleistung. Es ist menschlich und natürlich.
Sich nicht an jedem noch so sinnbefreiten Gespräch beteiligen zu müssen, sondern den Segen und den lieblichen Klang der Stille auch unter Menschen genießen zu können und stets zu wissen, wann es besser ist zu schweigen – das ist keine Meisterleistung. Es ist menschlich und natürlich.
Männer auch Männer, Frauen auch Frauen und Kinder auch Kinder sein lassen und anzuerkennen – das keine Meisterleistung. Es ist menschlich und natürlich.
Für den Erhalt der Werte und Moral, Tradition und Kultur, zu kämpfen und für sein Volk, für Recht und Freiheit einzustehen sowie seiner Wurzeln bewusst zu sein – das ist keine Meisterleistung. Es ist menschlich und natürlich.
Sich der Realität annehmen und nicht vor ihr zu fliehen, oder sie gar zu verleugnen – das ist keine Meisterleistung. Es ist menschlich und natürlich.
Verantwortungsbewusstsein für seine Mitmenschen, seine Familie und Mitgeschöpfe zu übernehmen – das ist keine Meisterleistung. Es ist menschlich und natürlich.
Sich stets zu besinnen und nicht zu vergessen, sich immer weiter zu entwickeln, zu lernen, zu denken und zu fühlen – das ist keine Meisterleistung. Es ist menschlich und natürlich.

Die eigentliche Normalität und Selbstverständlichkeit sollte die Menschen keineswegs verwundern und ins Staunen versetzen, als wäre all das etwas komplett Neues und wie nicht von dieser Welt, doch wenn man genauer hinsieht, ist genau das der Fall und mitunter erkennen wir gesellschaftliche, destruktive Züge der Charakterlosigkeit und Niveaulosigkeit, welche uns im wahrsten Sinne des Wortes manchmal das bloße Fürchten lehren können – allen voran bewiesenermaßen bei den jungen Erwachsenen und Jugendlichen, die in ihren sozialen Kreisen nicht selten dazu geneigt sind, zum Beispiel, die stille, mit sich beschäftigte, höfliche, junge Frau, die vielleicht auch bei jeder Raucherpause alleine im Raum blieb und in irgendeinem Buch herumblätterte, sich aus dem Gelächter und dem Geschwafel der Gruppierungen herausgehalten hat und auf die Frage: Warum sie die so allbekannten und coolen Partys und Clubs nie besucht?, zaghaft aber selbstbewusst erwidert, dass sie kein Interesse daran hat, oder auch der junge Mann, der anstatt sich mit seinen Kumpels völlig betrunken, brüllend und pfeifend auf die Straße begibt am Männertag, viel lieber im Garten weiter arbeiten oder sein anderes, kreatives Projekt und seine lobenswerte Handarbeit fortführen wird, augenblicklich komisch angesehen werden und man mit diesen Persönlichkeiten sozial schlicht nichts weiter anfangen kann und an den Rand der Unsichtbarkeit drängt. Die zunehmende Entfremdung von seinem eigenen Menschsein und der Verfall der Werte, der Moral und der Wärme mancher Verhaltensweisen, aller Schönheit und des Wunders des Lebens, ist in den westlichen Industrienationen so voran geschritten und haben sich in die Seele der Menschen wie ein Krebsgeschwür hineingefressen, dass das Wesentliche und letztendlich über unseren Fortbestand Entscheidende und über Jahrtausende in Würde und Ehre gehaltene, hart erarbeitete und von Generation zu Generation weiter gegebene Grundsätze und Leitmotive unserer Vorfahren, längst aus dem noch so kleinsten Winkel jeglicher Existenz des modernen Menschentums entglitten und ins Vergessene geraten sind.