Ein Frühling so hold, der Sommer war nah,
so viel versprechend erschien er uns da,
Hoffnung schürend auf wärmende Sonne,
auf Vogelzwitschern und süße Wonne.
Dann kam der Sommer in rauem Gewand,
kein lauschiges Plätzchen im warmen Sand.
War morgens noch sonnenglitzernd der Tau,
bezog sich am Mittag der Himmel grau.
Nun tanzen schon Blätter bunt und leise,
Vogelscharen rüsten zur großen Reise.
Ich hab diesen Sommer nur selten getroffen,
muß frohgemut auf den nächsten hoffen.
Deutsche Dichter & Denker
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