Ich hatte einst ein schönes Vaterland,
Die Eichen im Walde waren hoch und alt,
Und über den Gipfeln der Berge stand
Ein ewiger Frühling, ein goldnes Licht.
Ich liebte das Land und seine Leute,
Die Sprache, die Lieder, die alten Sagen,
Und wenn ich träumte von deutscher Größe,
Da war es mir, als ob ich flöge.
Doch kam die Zeit, da ward es anders,
Die Freiheit war tot, die Liebe war kalt,
Und über den Gipfeln der Berge wanders
Ein Nebel, ein grauer, ein trüber Schatten.
Nun bin ich fern von dem schönen Land,
Doch träume ich oft von den alten Zeiten,
Und wenn ich denke an deutsche Bande,
Dann fühl ich mich heimisch in allen Landen.
Jahr: 1844