Ich hatte einst ein schönes Vaterland,
Die Eichen wuchsen drin so hoch und dicht,
Und wenn der deutsche Sang im Winde klang,
Wie war es doch im Schatten der Eichen licht!
Und wenn ich nun im fremden Lande bin,
Und höre einen deutschen Klang,
So schwillt mein Herz, als wollt es brechen,
Und sehne mich nach dem deutschen Land,
Nach dem deutschen Rhein, nach dem deutschen Wein,
Nach dem deutschen Vaterland.
Doch ach, das Vaterland der Deutschen,
Das ist zerrissen und zerstört,
Die Eichen sind gefällt, die Lieder sind verstummt,
Und wo einst deutscher Sang erklang,
Da wächst jetzt Unkraut und Disteln,
Und wo einst deutsche Herzen schlugen,
Da schlägt jetzt fremdes Blut.
Doch in meinem Herzen lebt es noch,
Das schöne deutsche Vaterland,
Und wenn ich sterbe, will ich ruhen
Im deutschen Boden, deutscher Erde,
Denn meine Seele ist deutsch,
Und deutsch soll auch mein Grab sein.
Jahr: 1844