Dort wo die Eichen heimlich Raunen
Dein Herz mit heil`ger Andacht füllt,
Wo aus der Erde rings, der braunen,
Ein starkes, herbes Duften quillt,
Wo alte Städte heimlich träumen
Von längst vergangner, alter Zeit,
Wo Meereswellen wogend schäumen,
Und um den Strand die Möwe schreit,
Wo trotz`ge Berge mächtig ragen
Und breite Flüsse nordwärts ziehn,
Wo alte Märchen dich und Sagen
Auf allen Wegen bunt umblühn,
Wo traute Worte dich umklingen
Und fleißig wirket jede Hand,
Wo Freiheitslieder mächtig schwingen –
Dort, Deutscher, ist dein Heimatland!
Jahr: 1965