Der Himmel strahlt in falschem
Licht,
die Sonne scheint, doch wärmt sie nicht,
Eisiger
Wind, der durch die Kleider braust,
die Seele zittert, dem
Herzen graust.
Im nahen Wald die Vögel schweigen,
Wipfel
biegen sich im Trauerreigen.
Auf Straßen wandeln Menschen
gleich,
den Gestalten aus dem Totenreich.
Von überall
her hört man die Klänge
der Sirenen Lockgesänge.
Am
Abend lädt in jedem Heim,
der Teufel selbst zum Lichtspiel
ein.
Am Himmel fliegt schon längst nicht mehr
der
Kranich-Vögel stolzes Heer.
Sterbend sinken sie
hernieder,
blutbefleckt ist ihr Gefieder.
Phrenetisch
kreischen jetzt die Weiber,
wie im Veitstanz winden sie die
Leiber.
Dem von Gier durchdrungenen Geschlecht,
gilt
weder das Gesetz noch Recht.
Wie wunderlich scheint doch die
Welt vereint,
im Geiste dessen, der stets verneint.
Während
zum letzten Tanze nun die Musik erklingt,
der Nihilisten-Heer
im Nichts versinkt.
Deutsche Dichter & Denker
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