Deutsche Dichter & Denker

Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige!
https://t.me/deutschedichter

Dichtung am 2022-06-15

Dichtung am 2022-06-15

Gebt deutschen Kindern deutsche Namen!

1.
Ein Volk, das im schärfsten Kampfe um seine Zukunft und gegen fremde Herrschaftsansprüche steht, sollte auf fremdvölkische Namen verzichten.
Die Vornamen der nordländischen, uns artverwandten Völker sind nicht grundsätzlich abzulehnen; jedoch ist der Reichtum an eigenen Namen so groß, daß man die skandinavischen ohne weiteres entbehren kann.
Man wähle deshalb auch die heimische Namensform statt der skandinavischen (z. B. Ingeburg statt Ingeborg oder Zusammensetzungen mit Bern statt Björn).

2.
Der deutsche Vorname soll dem Kinde ein Beispiel und ein Hochziel für das Leben mitgeben!
In der Besinnung auf unsere eigene Art sollten wir deutschen Kindern nur Namen deutscher Herkunft geben.
Die überlieferten Vornamen germanischen Ursprungs enthalten samt und sonders in edler Form und Sprache Bilder deutschen Wesens und deutscher Sinnesart.
Sie künden von Kampf und Sieg, von Ruhm und Ehre, von Trotz und Treue, von Mut und Kraft, Kühnheit und Adel.
Nach diesen Wunschbildern sollte die Namenswahl erfolgen.
Der Wunsch aber ist, daß das Kind seinem Namen Ehre machen möge.

3.
Die Überlieferung soll gewahrt bleiben.
Deutsche Namen, die in der Familie gang und gäbe sind, sollte man möglichst in ihr weitervererben.
Oftmals sind undeutsche Namen seit einigen Generationen in einer Familie gebräuchlich; man sollte in diesen Fällen zu den älter üblichen Namen zurückkehren.
Der undeutsche Name ist gewöhnlich nur etwa in zehn Geschlechterfolgen üblich gewesen. Hunderte von vorangegangenen Geschlechtern aber hatten germanische Vornamen getragen.

4.
Das deutsche Namensgut ist so formenreich, daß es nicht angebracht ist, krampfhaft nach ausgefallenen Vornamen zu suchen.
Ebenso ist davor zu warnen, ausgesprochene Modenamen zu wählen, z. B. Namen aus Tanzschlagern und Liedern, von Filmstars oder Modehelden; denn das einst erwachsene Kind wäre dann für alle Zeiten mit einem Namen behängt, der für seinen Träger selbst nichts besagt und dessen Ursprung schon vergessen ist.
Ebenso sollte die modische Sitte verschwinden, zwei einander fremde Namen zusammenzukoppeln (z. B. Annerose, Heidemarie).

5.
Der Name kann nach einem Vorbild aus Gegenwart und Geschichte gewählt werden.
Vielfach erhält das Kind den Namen seines Treumundes.
Indem man den Vornamen eines berühmten Deutschen wählt, kann man damit den Wunsch verbinden, das Kind möge diesem Vorbild nacheifern.
Es ist ebenso möglich, seinem Kinde den Namen eines gefallenen Helden zu geben.

6.
Der Vorname soll zum Familiennamen passen.
Zu einem einsilbigen Familiennamen wird im allgemeinen ein mehrsilbiger Vorname besser klingen als ein einsilbiger und umgekehrt (z. B. Waldemar Schulz, Ulf Gattermann).
Auch der Stabreim kann für die Namenswahl mitbestimmend sein (z. B. zum Familiennamen Hagen die Vornamen Helga, Harro, Herbert, Hilde).
Jedoch sollte für die Wahl eines Namens niemals allein der Wohlklang ausschlaggebend sein. Wichtiger ist die Namensbedeutung.

7.
Neben den allgemeindeutschen Vornamen sollten die in den Stämmen gebräuchlichen Sonderformen möglichst erhalten bleiben.
Es soll damit keiner Eigenbrötelei der Stämme Vorschub geleistet werden.
Jedoch sind in den einzelnen Landschaften besondere Formen der germanischen Vornamen überliefert, die es verdienen, lebendig zu bleiben.
Es ist dagegen unerwünscht, solche stammesgebundene Namen willkürlich zu verpflanzen oder zu verallgemeinern.

8.
An Stelle der Kurzformen sollten möglichst die Vollformen gewählt werden.
Neben den gemeindeutschen Vollformen sind landschaftlich verschiedene Kurzformen gebräuchlich, die als Rufnamen gebraucht werden können (z.B. Vollform: Friedrich, Kurzform: Fritz, Frerk, Friedel, Friedo, Frieder, Fredel usw.).
In unserer Namensgebung sollten jedoch die Vollformen bevorzugt werden.