In heil’ger Stille ragst du auf,
Du deutsche, alte Eiche,
Der Winde scharfer, wilder Lauf
Beugt dich in keinem Streiche.
Du stehst in ernster Hoheit da,
Von Wodans Geist umwittert,
Der einst an deinem Stamm, so nah,
Dem Volk die Kraft erflittert.
Noch hallt dein heil’ger Widerhall,
Wenn Donnerwogen rollen,
Noch tönt dein Lied im Blätterall,
Das frei von Furcht erschollen.
So steh auch ferner, stark und treu,
Du Denkmal alter Tage,
Und zeuge, daß das deutsche Neu’
Das alte nie versage!
Deutsche Dichter & Denker
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