Wolkenballen flattern, wallen,
Regenschauer sprühen, falten,
Monoton klatscht’s Frist zu Frist,
Bis man Zeit und Raum vergisst.
Weiße Wellen, weiße Wogen
Kommen wiesenlang gezogen,
Folgen einem Zauberstab.
Schwaden geistern auf und ab.
Hinsichtbar in Wassers Krallen
Blähn sich Schwämme wie die Quallen.
Jeder Maulwurfshügel schwillt,
Jedes Moos im Forste quillt.
Matte Dünste auf den Wehren.
Will das Chaos wiederkehren?
Wie die Wolke fällt und sinkt
Und der Wald sie gierig trinkt!
Sachte lösen sich die Spuren,
Fasernd schwinden die Konturen.
Über Sumpf und Kolke weit
Wandert die Unwirklichkeit.
Flussabwärts schwebt die Nebelfrau,
Sie kommt, der Segel Grau gespannt,
Geheimnisvoll im Silberkahn
Zum Erlenstrand.
Deutsche Dichter & Denker
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