Wohl dem, der Herd und Hütte weiß,
Und dem ein Weib am Abend harrt,
Wenn nach des Tagwerks Müh’ und Schweiß
Der volle Wagen heimwärts knarrt.
Wohl dem, der dann bei Brot und Wein
In Kinderaugen schauen kann,
Wo all des Lebens Sorg’ und Pein
So tief vergessen werden kann.
Wohl dem, des Schlaf in Träumen ruht,
Aus denen alle Wahrheit stammt.
Im Ofen leuchtet noch die Glut,
Ihr Schein den Schlafenden umflammt.
Wohl dem, der Kraft zum neuen Werk
Aus Traum und Schlaf dem Morgen bringt.
Fort aus der Hütte und vom Herd
Das Tal, die Welt ihn wieder zwingt.
Wohl dem, der dann im Herzen trägt
Der eignen Heimat festes Band.
Wohin ihn auch die Welt verschlägt,
Er weiß die Wurzel, die ihn bannt!
Deutsche Dichter & Denker
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