Du Maler mit Worten, du weißt da von einer Kunst
die ist so althergebracht und langweilig nie!
umschreibest die Bäume und das Wildschwein wie es grunzt
Des Sonnenlichts Schönheit und den Auerhahn wie er schrie
So sitzest du behaglich in der Stube deines Heimes
Die Muse in Gesellschaft und ein köstlicher Wein
So fröhnst du nun geschicklich dem Wahne des Reimes
den die Muse dir schenket, ja so sollte es sein
Der Ideen sind's viele, sind da mehr noch als reichlich
es kritzelt der Kiele auf dem rauhen Pergament
so fließet da die Tinte flink in Verse unvergleichlich
ja, bis sie dann vollendet in Strophen eloquent
Die Freude und der Schmerz ja, die sind dein ein und alles
Dein Herz lacht und weinet, in Liebe und in Pein
Du fröhnst mit deinen Worten des Aufbaus, des Verfalles
Ziehst die Leser des Geschehens in den Bann mit hinein
Mit Hingabe geschrieben und mit solcher auch gelesen
So ist dir das nun das Dichten die reinste pure Lust
Wenn der Leser, dort wo du warst, ist genauso auch gewesen
Dann der Kreis sich geschlossen, hast es hoffend so gewusst
Du Da Vinci mit Worten, Leonardo mit den Versen
Fange all die Gedanken, die da stark sind echt und rein
Dein Gemälde sind Gedichte, reisen durch die Universen
gibt es dich gibt's auch Leser und so wird's auch immer sein
Deutsche Dichter & Denker
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