Wenn ich zu dir in deine Wiege sehe, lachst du mich an.
Ich und du, wir sind aus einem Blut, mein Junge.
Du fühlst es, und ich weiß es.
Du magst mir später fluchen oder mir für deinen Namen danken:
du kannst aus deinem Blute nicht heraus, mein Junge.
Und du hast kämpferisches Blut.
Du wirst die Schlacht um ihrer Schönheit willen suchen,
und um der Ehre willen wirst du niemals wanken.
Wer weiß, ob du nicht einmal kämpfend über Felder schreitest,
die deines Vaters Blut getrunken haben.
Wenn du dann ein Gedenken mir bereitest
Und meinen Namen still mit Blumen schmückst,
brauchst du dich der Tränen nicht zu schämen,
die du, scheu um dich blickend, schnell zerdrückst.
Vielleicht auch wird ein Kamerad dich neben mir begraben.
Wir beide sind ja Glied der Kette,
die uns von grauer Vorzeit an die Zukunft bindet.
Drum sei Du, mein Junge, wie ich gewesen bin,
daß, wer dich einmal auf dem Schlachtfeld findet,
jener weiß, daß du dem Wir auch wert gewesen bist.
Du ballst deine Fäuste, mein Junge? Recht so!
Der Hand, die sich öffnet, entgleitet das Schwert.
Offene Hand, mein Junge, ist nicht viel wert in stürmischen Zeiten.
Schwert und Zügel entgleiten der offenen Hand.
Drum balle die Fäuste, mein Junge!
Jahr: 1943