Siehst Du die Sonne den Osten erklimmen
Langsam färbt der Himmel sich rot
Hör doch der Vögel fröhliche Stimmen
Bald schon dampft auf dem Teller das Brot
Spiegelt sie nicht in dem täglichen Steigen
Gottes nie ergründlichen Rat
Einst werden auch die Mächtigen schweigen
Deren Hand niemals taugte zur Saat
Strahlend geblendet vom eigenen Scheinen
Bringen kein Erleuchten hervor
Keinen Gesang in grünenden Hainen
Sinken ein in das finstere Moor
Dir aber kündet die Sonne vom Lichte
Spricht vom alten ewigen Brauch
Trägt Deines Lebens schwere Gewichte
Weckt den Mut und die Heiterkeit auch!
Deutsche Dichter & Denker
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