Deutsche Dichter & Denker

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gewidmet den Heimatvertriebenen

gewidmet den Heimatvertriebenen

Niemals werde ich es fassen,
Heimat liebe Heimat mein,
dass ich dich einst musst, verlassen,
durfte nicht mehr bei dir sein.

Musst von allem Abschied nehmen,
was ich doch so sehr geliebt.
Aus den Augen fließen Tränen,
weil es kein zurück mehr gibt.

Allda, wo meine Schule stand,
wo ich gelernt, gespielt, gelacht,
dort ist die Erde schwarz verbrannt
schwärzer noch als jede Nacht.

Häuser, die so schwer erschaffen,
nichts mehr ist heil geblieben.
Alles fiel in Schutt und Aschen,
auch Freunde sind vertrieben.

Fremde waren einst gekommen,
mit lautem Schrei und Lieder.
Haben alles mir genommen
und nichts bekam ich wieder.

Nun bist du dort, weit in der Ferne,
Heimat, du mein Heimatland.
Ach, wie hielt ich dich jetzt gerne,
fest in meiner schwachen Hand.

Sind die Jahre auch vergangen,
hab ich oft an dich gedacht
und mein sehnendes Verlangen,
hat mich nicht zu dir gebracht.

Jetzt bin ich müde, schwach und alt,
ich find nicht mehr zu dir.
Seh mein Ende auch schon bald,
auf dieser Erde hier.

Doch mit allen meinen Schmerzen
und Gedanken voller Pein
werd ich tief in meinem Herzen,
ewig Heimat, bei dir sein!