Des Sommers gewaltige Hitze verging
allmählich verkürzen die Tage sich bald
nun öfter die Wolke den Himmel verhing
und Regen fällt nieder, es wird langsam kalt
Erfrischend die Brisen des Windes nun sind
er faucht durch die Bäume, durch Gras und durchs Haar
er treibet die Drachen hinauf hoch geschwind
das Laub von den Bäumen, das farbig schon war
Und sieh all die Tiere, sie decken sich ein
Mit Eckern, Kastanien, mit Eicheln und Nuss
verhüllet vom Schnee werden bald sie nun sein
wer dann noch nichts hat, durch den Schnee stiefeln muß
In herrliche Farben die Landschaft getaucht
so bunt und so schön, doch auch neblig und still
Geheimnisvoll Morgens die Wiesen behaucht
vom Geiste des Herbstes, der grüßen dich will
Welch prächtige Zeit für die Ankunft all hier
du Herbstkind, sei fröhlich, dein Herze sei leicht!
Die Blätter im Winde, sie tanzen mit dir
bis du eines Tages ein Alter erreicht,
das stolz wie die Eiche, so alt und so treu
die Borke so kräftig, die Äste so stark
steht durch Wind und Wetter und jedesmal neu
erfreut sie die Menschen, die wandeln im Park
Sei rein wie der Regen, sei frisch wie der Wind,
der zauselnd die Blätter im Tanze bewegt
sei keck wie die Böen, die eigen ihm sind,
und erst wenn er selbst will, zur Ruhe sich legt
Sei froh wie die Farben, die Augen erfreu'n,
im Sonnenlicht schimmern, so warm und so bunt
die Hürden des Lebens brauchst du nicht zu scheu'n
wenn Wahrheit verkündet dein mutiger Mund!
Jahr: 2021