Unschuldsvolle Augensterne
schau'n uns traurig fragend an,
klagen stumm und wüßten gerne,
welches Unrecht sie getan.
Dürfen leben nicht und sterben,
nie den Frühling kommen sehn.
Über Unrat, Schutt und Scherben
müssen ihre Füße gehn.
Bunte Blumen, grüne Bäume,
Sonnenschein und Waldgeruch
kennen sie als stille Träume
nur aus ihrem Märchenbuch.
Im Bereich von Schmutz und Ratten
fließt des Tages träger Lauf...
Immer, immer nur im Schatten
wächst ihr junges Leben auf.
Doch nicht fern von ihrem Leide
grüßen Felder ernteschwer,
dehnt sich irgendwo die Heide,
lichtdurchglüht und menschenleer.
Jahr: unbekannt