Wer von Erbsünde spricht, macht es sich leicht, auf den Kampf zu verzichten.
Jeder Schurke kann sich auf die Erbsünde berufen und mit ihr seine Schwachheit wirkungsvoll bemänteln.
Man setzt an die Stelle der Erbsünde den Begriff Erbkampfes.
Der Erbkampf ist jedem, der reinen Blutes ist, angeboren.
Er ist der Ausdruck der nach Gestaltung drängenden Sehnsucht.
Wer von verderbten Vätern ist, mag von Erbsünde sprechen.
Wer sich seines Blutes freut, wird sich gegen das Wort Erbsünde im heiligen Zorn erheben. –
Die Gemeinschaft muß eifersüchtig darüber wachen, daß alle Lehren ausgeschaltet werden, die den Erbkampf verdrängen, die die Weltfreude aufheben, die das Bekenntnis zur Kraft entwerten wollen!
Deutsche Dichter & Denker
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