Vergib nicht gar so schnell Dein liebend Herz,
im späten Frühling nicht, wie auch im März.
Wohl gewogen will das des anderen sein,
zu scheiden ist zuerst, was doch nur Schein.
Bist du zu rasch mit deinem Geben,
blüht dir meist nicht erhoffter Segen.
Verborgen in der Eile oft der klare Blick,
auf's Wesentliche im liebenden Geschick.
Gestalt allein nicht selten trügerisch,
bannend wohl und gar verführerisch:
Fehlt in Geist und Seele gleicher Klang,
noch selten liebe Zweisamkeit gelang.
Vergib dein Herz, wenn du gewiß bist,
daß gegenüber auch das andere ist.
Dann wirf es voller Liebe weit voran,
so das andere deinem folgen kann!
Jahr: 2021