Deutsche Dichter & Denker

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Mein Heim!

Mein Heim!

Seit früher Kindheit wollte ich mein Heim-
Wie schwer ist`s heut zu finden.
Jedoch die Art, die trieb mich auf die Suche
Zu erreichen es um jeden Preis.
Das riet die inn`re Stimme stetig mir.
So lief ich meine Straße unentwegt.
Oft war ich nah`
Doch dann, dann lief ich wieder ferne.
Der Umweg forderte auf zum heftigen Kampfe.
Mit mächtigem Einsatz strebte ich zu Falschem.
Nun lieg ich nieder – meiner Kraft beraubt
Jedoch im Geiste und dem Blute lauschend
Marschiere ich mit schwerem Schritt
Nach diesem Berg – nach jenem Hügel
Vorbei an vielem fremd` Gesicht
Und schon geht auf die Sonn`
Da steht das Heim im Licht
Das Heim wo schon die Ahnen lebten
Sie raunen: Komm herzu, es ist auch dein
Nun laßt uns allesamtdrin wohnen
So nimm dein Weib – das mit seltner Treue dir gefolgt.
Und deine Kinder – komm, es ist soweit
Wenn schaffen es die Kräfte nicht
So hab ich`s schon gesehn.
In tiefster Seele habe ich`s gefühlt :
Ja ! Es ist mein.
Das allein ist höchstes Glück
Und reicht mir aus im Leben
Mein Sohn, der geht den letzten Schritt
Er wird`s im Kampf erstreiten.
Und`s Töchterlein?
Sie beschenkt das alte – neue Heim
Mit vielen hellen Leben.
Drauf wird`s mit neuem art`gen Lachen angefüllt
Das ist der Sinn von meinem Streben!


Jahr: 1995