Seele des Waldes,
wie zart bist du,
wenn der Lenz dich beflügelt;
wie geht
in schimmerndem Grün
dein Hauch über Hänge und Hügel.
Völker mögen gewandert sein
über die Hügel;
Völker mögen gefallen sein,
wie die Stämme am Hang.
Seelen rauschen dahin
nun mit der Seele des Waldes;
uralter Kampfruf ertönt
wieder im nächtigen Sturm.
Abends aber,
wenn bräunlicher Glanz
aufglimmt am Pfade,
sprichst du der Liebe ewiges Wort
aus den Jahrtausenden her
in die Jahrtausende hin.
Seele des Waldes,
wie zart bist du,
wenn Allvater dich wachruft
im Lenz!
Deutsche Dichter & Denker
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