Ja, lieber Vater, ich will Soldat werden, will das hier gewonnene glückliche und sorgenfreie Leben mit Freuden hinwerfen, um, sei's auch mit meinem Blute, mir ein Vaterland zu erkämpfen.
Nenn's nicht Übermut, Leichtsinn, Wildheit!
Vor zwei Jahren hätte ich es so nennen lassen;
jetzt, da ich weiß, welche Seligkeit in diesem Leben reifen kann, jetzt, da alle Sterne meines Gefühls in schöner Milde auf mich nieder leuchten, jetzt ist es ein würdiges Gefühl, das mich treibt, jetzt ist es die mächtige Überzeugung, daß kein Opfer zu groß ist für das höchste menschliche Gut, für seines Volkes Freiheit.
Vielleicht besagt Dir Dein bestochenes väterliches Herz:
Theodor ist zu größeren Zwecken da; er hätte auf einem anderen Felde Wichtigeres und Bedeutenderes leisten können; er ist der Menschheit noch ein großes Pfund zu berechnen schuldig."
Aber, Vater, meine Meinung ist die:
Zum Opfertode für die Freiheit und für die Ehre seiner Nation ist keiner zu gut, aber sind viele zu schlecht dazu!
Deutsche Dichter & Denker
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