Der Bauer vom Riedhof fand ein Schwert,
Verrostet, tief unten im Moor,
Er rieb es blank und hielt es wert
Und hing es auf am Tor.
Und als der Bauer im Sterben lag,
Da raunten die Nornen ihm zu:
Den Ältesten ruf vor dem neuen Tag,
Dann gehe zur ewigen Ruh.
Und laß ihn schwören auf das Schwert,
Daß er immer zum Hofe hält
Und heilig bleiben Haus und Herd
Und Sitte und Recht nicht fällt.
Wenn einst den Schwur der Erbe bricht,
Dann glänzt das Eisen nicht mehr,
Das Schicksal geht über ihn zu Gericht,
Das Urteil wird hart und schwer.
Das Wort ward erfüllet seit der Zeit.
Die Waffe blieb rein und blank,
Und bargen die Stunden auch Not und Leid,
Der Acker bot fruchtbar den Dank!
Jahr: 1909