Steht, Pferde, steht!
Der Jahreskreis ist geendet, des Nordlands Völker senken tief, Ihr Haupt voll Hoffnung, daß die Zeit sich endlich wendet, die sie der Sonne Blick so lang beraubt.
Der Alpen Kämme schon, die holde Ferne, das Band der Flüsse – Pferde, greift nur aus!
Nah ist die Weltenzeit, wo Sommersterne erhellen froh der Erde grünes Haus.
In Eis und Schnee begraben alle Zonen, gefroren blickt der blanke See herauf.
Du, schönes Land, in dem die Deutschen wohnen, mach wieder deine blauen Augen auf!
Eilt, Sommerpferde, eilt!
Die goldenen Lanzen werf ich mit Macht durchs dunstene Gezelt.
Die Nebelfahnen flattern, doch wir pflanzen des Lichtes Zeichen in die Winterwelt!
Deutsche Dichter & Denker
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter