Aber nicht nur das Wissen, sondern auch der Wissen schaffende Geist, der sich so selbstherrlich gebärdet, bedarf der Vereinigung im Geiste der lebendigen Weltordnung. Die Sprach- und Begriffsverwirrung der Gegenwart ist eine periodisch wiederkehrende notwendige Folgeerscheinung des entwurzelten Geistes. Natur und Geist müssen wieder eine untrennbare lebendige Einheit bilden. Oder, wie Goethe sagt: ,,Wer das Höchste will, muß das Ganze wollen. Wer im Geiste handelt, muß die Natur, wer von der Natur spricht, muß den Geist voraussetzen oder im Stillen mit verstehen. Der Gedanke lässt sich nicht vom Gedachten, der Wille nicht vom Bewegten trennen. Diese deutliche Absage an die naturentwurzelte reine Geistigkeit und den Rationalismus in jeglicher Form ist Ausdruck wahren Denkens.
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