In der Wahlurne verwelken die Versprechen der Politiker wie Blumen in einer Vase ohne Wasser!
Nach den Wahlen kommen die Politiker in den Stimmbruch, das heißt, sie reden nun nicht mehr in den höchsten Tönen!
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
In der Wahlurne verwelken die Versprechen der Politiker wie Blumen in einer Vase ohne Wasser!
Nach den Wahlen kommen die Politiker in den Stimmbruch, das heißt, sie reden nun nicht mehr in den höchsten Tönen!
Komm Du Spritze, unser Glück
Gib das Leben uns zurück
Füll den Saft in unsre Adern ein
Dann werden unsre Herzen wieder rein
Zu Dir wenden selig wir den Blick
Komm Du Spritze, komm oh Glück
Komm Du Spritze, unser Heil
Segen liegt in Deinem Pfeil
Wandle mit den Genen unser Blut
bis dass im Körper brennt die heiße Glut
Dankbar bieten wir die Seele feil
Komm Du Spritze, komm oh Heil
Oh Du Spritze, unser Gott
Führ die Ketzer zum Schafott
Schlag dem frechen Zweifler hart aufs Haupt
Der widerborstig Deinem Wort nicht glaubt
Stoß zu Boden aller Frevler Rott
Oh Du Spritze, unser Gott!
Wer nicht sagt,
was er für wahr hält,
ist entweder ein Heuchler oder ein Feiger oder ein gebrechlicher Mensch.
Wer den Star stechen will, muß können sehend machen und den Leuten beweisen, daß Sehen besser sei als Blindsein!
Ich bin der Herr, du bist der Knecht!
So gilt's nach freiem Herrenrecht –
Und muckst du noch und willst du trutzen,
So werd' ich dir den Kamm schon stutzen –
Du wirst gesperrt nach meinem Recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht!
Für mich des Überflusses Horn,
Für dich die Peitsche und der Sporn –
Für mich die Polster und die Kissen,
Für dich des Lebens Bitternissen –
So ist es gut, so ist es recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht!
Für mich Wein, Weiber und Gesang,
Für dich die Arbeit und der Zwang,
Die Hörigkeit bis fort zum Grabe,
Damit ich alles, alles habe. –
So ist es gut, so ist es recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht!
Ja, ich bin Herr und du bist Knecht! –
Was faselst du von Menschenrecht,
Die blöde, alberne Tirade?
Du, der nur lebt von meiner Gnade,
Von meinem angestammten Recht,
Denn ich bin Herr und du bist Knecht!
So war's und muß es immer sein,
Darum, du Sklav', ergib dich drein –
Die ganze Welt zeigt dir die Spuren
Von Herren- und von Knechtsnaturen. –
Ich bin zum Herren auserseh'n,
Du kannst als Knecht nur fortbesteh'n...
Daß die Freiheit des Volkes in der parlamentarischen Regierungsform gewährleistet sei, glaubt man schon lange nicht mehr.
Dieses Jahrhundert hat gezeigt, daß die Mißwirtschaft, Willkür, Kliquenherrschaft, und Korruption der Parlamente noch schlimmer sein kann als die einer bureaukratischen Verwaltung, und daß sie, einmal eingerissen, noch weit schwerer auszurotten ist!
Wenn die Menschen sich weiterhin die Lügen von gestern
als die Wahrheiten von heute aufreden lassen,
dann wird die Peitsche von morgen
ihnen zu spät schmerzhaft bewußt machen,
welche Gefahren die Denkfaulheit im Gefolge hat!
Wer unter allen Umständen Duldung zeigt, ist entweder ein Dummkopf oder ein Heuchler.
Als ersteren können wir ihn nur bemitleiden, als letzterer aber verdient er, daß ihm jeder rechtschaffene Mensch aus dem Wege geht!
Unsre Seele brennt,
unser Herz zerreißt,
wenn man dich unfrei nennt,
wenn man dich ehrlos heißt,
Deutschland!
Keiner ist wehrlos,
dessen Faust sich noch regt.
Keiner ist ehrlos,
dessen Gewissen noch schlägt:
Deutschland!
Wir harren Tag und Nacht
mit heißen Sinnen
auf das Signal zur Schlacht,
dich zu gewinnen:
Deutschland!
Rings liegt im Frührotschein
dämmernde Weite:
Deutschland wird unser sein
nach diesem Streite,
Deutschland!
Auf blutigen Auen,
wo die Freiheit erstand,
woll’n wir dich bauen,
du heiliges Land,
Deutschland!
Hütet euch vor Liberalen,
die nur reden, die nur prahlen,
aber arm an Tagen sind,
die bald hier-, bald dorthin sehen,
bald nach rechts, nach links sich drehen
wie die Fahne vor dem Wind.
Hütet euch vor Liberalen,
die bei schwelgerischen Wahlen,
bei gefüllten Festpokalen
Turm der Freiheit sich genannt
und die doch um einen Titel
Zensor werden oder Büttel;
oder gar ein Denunziant!
Die Heuchler und Schmeichler sind ärger als die Raben;
diese stechen den Toten die Augen aus;
die Heuchler und Fuchsschwänzer aber verblenden die Lebendigen, daß sie die Wahrheit nicht sehen können!
Das Weltübel ist die Machtgier im Großen und Kleinen,
in Staaten,
Korporationen,
Parteien,
auch im einzelnen Individuum!
Siege und Staatsumwälzungen gehen aus dem unendlichen Planen der Vorsehung hervor.
Wir dürfen uns nicht länger dawider sträuben!
Ich spüre einen Wind aufsteigen
Spür wie er meine Haut sanft streicht
Wie er die Gräser und die Bäume
Umtanz und ihre Blätter Streift
Ich spüre ihn nun stärker werden
Und merke ihn nun auch in mir
Wie er Bewegt was festgefahren
Und Klarheit schaffen will dafür.
Der Sommer geht nun sanft zur Neige
Die Sonne hat sich schon gesenkt
Die große Mutter hat uns alle
Mit so viel Fruchtbarkeit beschenkt.
Der Wind, er singt ein Lied vom Fliegen.
Er kündigt an die Zeitenwende.
Holt runter was noch oben hängt
Und Bringt dem Sommer rasch sein Ende.
So lasse ich den Wind hinein
Bewege mich! Mach mich bereit!
Will gehen mit dir Schritt für Schritt
In die dunkle Zeit!
Es gibt den Tropfen,
der das Fass zum Überfließen bringt,
die eine Stimme,
die die Wahl entscheidet,
das eine überzeugende Bild,
das die Gesinnung umschwenken lässt,
das freundliche Wort,
mit dem niemand mehr gerechnet hat.
Damit wird erfüllt, was nötig war,
um die Entwicklung weitergehen zu lassen.
Es geht nicht darum,
allein die Welt zu retten.
Aber vielleicht
ist die eine Tat der Hoffnung
oder das eine Leben,
das der Hoffnung gewidmet ist,
ausschlaggebend für die Verwandlung.
Niemand ahnt es,
doch plötzlich fällt die Mauer:
Es waren dein Blick,
dein Wort, dein Wachsein,
dein bewegliches Denken,
die sie einstürzen ließen.
Der Weg ist frei
für eine neue Art zu denken,
eine neue Art zu handeln,
eine neue Art zu leben.
Die kleine Treue
ist immer auch die große Treue!
Rotdorn meiner Kinderjahre.
Unterm roten Rotdorndach
Bin ich ein und aus gegangen.
Und der Rotdorn ging mir nach.
Roter Rotdorn meiner Kindheit.
Straßenbaum der kleinen Stadt,
Die ich liebte, die mich liebte,
Die mich aufgezogen hat.
Ein Mensch ist Möbelspediteur,
Doch fällt ihm das zunehmend schwer.
Die Kosten treiben ach oh’ Graus
Die allerletzten Haare aus.
Ob Nebenlohn- und Autokosten,
Container die darob verrosten.
Ob Schwarzarbeiter beim Kollegen,
Der Mensch verzweifelt fast deswegen.
Dann noch die Maut und Ökosteuer,
Die ganze Arbeit wird so teuer,
Daß ihn der Umzugskunde fragt,
woher das alles kommen mag.
Der Mensch erklärt und protestiert,
Läßt Leute geh’n – subventioniert –
Die Arbeit von dem hart Ersparten
Und hofft – worauf wir alle warten,
Dass sich die Zeiten bessern mögen.
Doch was der Mensch denkt, ist verwegen.
Nichts besser, keine Zeitenwende,
Rot-Grün-Schwar-Gelb regiert uns an das Ende,
Bis keiner mehr von dem was hat,
Was er Jahrzehnte angespart.
Der Mensch denkt nach, ist gar nicht heiter,
So, bitte, geht es doch nicht weiter.
Dann schließt die Spedition er zu,
Lässt seinen Job für immer ruh’n.
Und die Moral von der Geschicht’:
Der Mittelstand verträgt es nicht,
Wenn ihm der Staat die Luft zum atmen
- Mit all den vielen Bürokraten –
Auch die noch nimmt und dann verbal
Behauptet weil die Welt global,
Sei diese Zeit so, wie sie ist.
Doch selbst der größte Optimist,
Glaubt nicht was Politik verspricht.
Der Mensch deshalb als Spediteur,
Vertraut der Politik nicht mehr.
Und ist Vertrauen erst verspielt,
Führt jeder gegen jeden Krieg!
Ohne Ehe hängt unsere Sittlichkeit in der Luft, im Familienleben allein gewinnt sie den festen Grund und Boden, den echt menschlichen Charakter, ein Gemüt, das sich in Liebe und Treue dem Himmel entgegenbildet!
Von Wolken verhangen das Himmelszelt war
schwer drückt auf des Vaters Gemüt
vom Sohne gedrängt wurd' ihm Bang wieder klar
warum er sich hat abgemüht
Wo Gott hat die Erde ganz innig geküßt
vom Geiste der Freiheit behaucht
da wurde am meisten die Freiheit vermisst
der Geist in das Dunkle getaucht
Denn immer er wußte, ja hier ist der Ort
die Schmiede des Fortschritts erbaut
vom Geiste erdacht und geflossen in's Wort
wo brüderlich man sich vertraut
Wo dichterisch kunstvoll geschmiedet das Wort
die Kultur von Gedicht und von Lied
wo Einigkeit leitet den Geist immerfort
Gemeinsamkeit überall blüht
Doch wie auch er auch nun der Sohne erkennt
vergiftet des Reich's Menschenschar!
Verführerisch von ihrem Geiste getrennt
zu halten das Reich wie es war
So stolz einst geschmiedet und endlich geglückt
von Männern die nie sich geschont
vom Wesen der Freiheit unendlich verzückt
durch fleißige Hand stets belohnt
So brach liegt es heute in Feindeshand dar
bei Männern die spalten das Land
bei Wesen die ahnen der Freiheit Gefahr
wenn wieder im Reich sie entbrannt
Verfolgt und gemordet, beraubt und gebrannt
so lang' schon doch schließlich für nichts
der Deutsche hat stets in sich Freiheit gekannt
sie harren den Tag des Gerichts
Dann endlich auch ist es dem Vater so klar
der Sohn ist nach Norden geritten
zu schaffen das Bild, das so innig ihm war
gemeinsam nur wird es erstritten
So nehmt euer Recht, das auf Ehre gebaut
das Unrecht zu lang schon bestand
ihr findet es in euren Herzen, vertraut!
Denn einst küsste Gott dieses Land
Wenn man jung ist und modern,
möchte man natürlich gern
alles neu und umgestalten,
doch, wer meckert dann? Die Alten!
Will dynamische Ideen
endlich man verwirklicht sehen,
zieh'n sich sorgenvolle Falten;
ja, so sind sie, unsere Alten!
Krieg und Elend, Hungersnot;
manchen Freundes frühen Tod;
doch sie haben durchgehalten,
ja, das haben sie, die Alten!
Was sie unter Müh' und Plagen
neu erbaut in ihren Tagen,
wollen sie jetzt gern erhalten:
Habt Verständnis für die Alten!
Bändigt Eure jungen Triebe,
zeigt den Alten Eure Liebe,
laßt Euch Zeit mit dem Entfalten,
kümmert Euch um Eure Alten!
Wozu jagen, warum hetzen?
Nach den ewigen Gesetzen
ist die Zeit nicht aufzuhalten.
Plötzlich seid Ihr dann die Alten!
Und in Euren alten Tagen
hört Ihr Eure Kinder klagen;
ach, es ist nicht auszuhalten,
immer meckern diese Alten!
Ja, des Lebens Karussell
dreht sich leider viel zu schnell;
drum sollten sie zusammenhalten,
all die Jungen und die Alten!
Nur das gemeinsame Interesse zwingt uns zu gemeinsamem Handeln.
Nur das einmütige Zusammenstehen des arbeitenden Volkes auf dem Lande und in den Städten, nur das Zusammenfassen der geeinten Kraft vermag den Despoten Kapital zu stürzen, der uns mit goldnem Huf schonungslos zertritt!
Die Überzeugung, daß wir im Leben darum zu ringen haben, so denkend und so empfindend zu bleiben, wie wir es in der Jugend waren, hat mich wie ein treuer Berater auf meinem Wege begleitet.
Instinktiv habe ich mich dagegen gewehrt, das zu werden, was man gewöhnlich unter einem "reifen" Menschen versteht!
Früher waren die Helden vom harten Kampf und dem grossen Einsatz gezeichnet.
Heute werden Helden leider nur noch gezeichnet…
Die Sterne, die begehrten nicht,
Sie standen still und klar;
Die Blumen, die erwachten nicht,
Sie schliefen fest und wahr.
Doch mitten in der Nacht, da kam
Ein holder Knabe gegangen;
Der hat die Blumen aufgetan,
Die Sterne hat er gefangen.
Und wie der Knabe weiterging,
Da wurden alle Blumen wach;
Die Sterne aber, die er fing,
Die folgten ihm auf seinem Dach.
Es ist eine weise Fügung der Weltordnung,
daß wir nicht wissen, wieweit wir selbst
das Leben vergangener Menschen fortsetzen,
und daß wir nur zuweilen erstaunt merken,
wie wir in unseren Kindern weiterleben!
Vergehe Zeit!
Vergehe Zeit und mach einer besseren Platz!
Wir haben doch nun genug verloren.
Setz einen Punkt hinter den grausamen Satz
"Ihr habt mich heraufbeschworen."
Was wir, die Alten, noch immer nicht abgebüßt,
Willst du es nicht zum Wohle der Jugend erlassen?!
Kaum kennen wir's noch, daß fremde Hände sich fassen
Und Fremdwer zu Ungleich sagt: "Sei herzlich gegrüßt."
Laß deine Warnung zurück und geh schnell vorbei,
Daß wir aufrecht stehen.
Vergönne uns allen zuinnerst frei
Das schöne Grün unsrer Erde zu sehen!
Federkauen in einem Winkel im Sessel und spazieren gehen, was seinerseits sehr in Mode war, muß für ewige Zeit abgeschafft sein,
man muß Pflichterfüllung verlangen von jedermann, der im Verbande eine Stellung einnimmt und am strengsten von den Spitzen, denn von deren guten Willen allein hängt alles Gelingen ab!
Ihr lehret und lernet, ihr lernet und lehrt,
So wird denn das Wissen
Von Tage zu Tage gewaltig gemehrt.
Was nützet uns eure Gelehrsamkeit?
Wohl wisset ihr Vieles –
Was wißt ihr für uns und für unsere Zeit?
Ihr habt euch zu Knechten der Vorwelt gemacht;
Studieret und grübelt,
Was Plato, was Cato sich haben gedacht.
Ihr seid an Gedanken und Kenntnissen reich,
Doch fehlt euch die Liebe
In euerem Dichten und Trachten zugleich.
Die Liebe hat immer ein Vaterland:
Germania ist euch
Allein aus dem Tacitus etwas bekannt!
Ein Volk und ein Geschlecht haben dir vieles gegeben, sie verlangen hierfür ebenso viel von dir.
Sie haben dir den Leib behütet, den Geist geformt, sie fordern auch deinen Leib und Geist für sich.
Wie frei du als einzelner die Flügel regst, diesen Gläubigern bist du für den Gebrauch deiner Freiheit verantwortlich!
Sterben kann ich,
Knecht sein kann ich nicht.
Auch Deutschland geknechtet
sehen kann ich nicht!
Das ist nicht Sommer mehr, das ist September ... Herbst:
diese großen weichen Wolken am Himmel,
diese feinen weißen Spinnwebschleier in der Ferne
und hinter den Gärten mit den Sonnenblumen
der ringelnde Rauch aufglimmender Krautfeuer ...
und diese süße weiche Müdigkeit und diese
frohe ruhige Stille überall und trotzdem wieder
diese frische, satte, erntefreudige, herbe Kraft ...
das ist nicht Sommer ... das ist Herbst.
Gerade der einzelne,
meine ich,
ist das Saatkorn,
dem die Ernte entwächst,
die die Gesamtheit nährt!
Ich war geplagt, ich war verirrt,
auf das ich mich stets verlaufe,
sie erschien und ich verwirrt
mit ständig Haargeraufe.
Fing mich ein mit heilenden Blicken,
verloren ward’ ich sofort
und wie Wild, versucht zu flüchten,
fand jedoch kein’n schön'ren Ort.
Empfangen wurd’ ich mit offenen Armen
und den sel'gen Lippen,
die Lieb’, sie kennt kein Erbarmen
und lässt sich auch nicht bitten.
Schau, das heil’ge Weib,
welches begehrt und mich bezirzt,
entfernt mit Lieb’ ihr Kleid
und sich mit allem auf mich stürzt.
Das Haar, den Hals, die schöne Ohren,
ich küss’ sie jeden Tag,
dieser Bund, er ist geboren,
auf das es dieses Versprechen gab.
Holdes Glück, wächst und wächst,
ist in aller Munde,
sich von uns niemand versteckt,
verkündet allen die frohe Kunde.
Ehrwürdig und mit großem Segen
geht’ auf zum gelobten Land,
freilich auch auf schweren Wegen,
weil ich mit Wonn’ die Liebe fand.
Der Vorhang nun schliesst sich
kurz undurchdringlich für Eure Augen,
doch seiet darauf nicht verdrießlich,
manchmal gibt es nichts zu schauen.
Ich werde die Wahrheit sagen, ob sie mir auch mit Waffen und dem Tod drohen, denn du weißt:
Ohne Gefahr geschieht keine große und denkwürdige Tat!
Hielte diesen frühen Segen,
Ach, nur eine Stunde fest!
Aber vollen Blütenregen
Schüttelt schon der laue West.
Soll ich mich des Grünen freuen,
Dem ich Schatten erst verdankt?
Bald wird Sturm auch das zerstreuen,
Wenn es falb im Herbst geschwankt.
Willst du nach den Früchten greifen,
Eilig nimm dein Teil davon!
Diese fangen an zu reifen,
Und die andern keimen schon;
Gleich mit jedem Regengusse
Ändert sich dein holdes Tal,
Ach, und in demselben Flusse
Schwimmst du nicht zum zweitenmal.
Du nun selbst! Was felsenfeste
Sich vor dir hervorgetan,
Mauern siehst du, siehst Paläste
Stets mit andern Augen an.
Weggeschwunden ist die Lippe,
Die im Kusse sonst genas,
Jener Fuß, der an der Klippe
Sich mit Gemsenfreche maß.
Jene Hand, die gern und milde
Sich bewegte, wohlzutun,
Das gegliederte Gebilde,
Alles ist ein andres nun.
Und was sich an jener Stelle
Nun mit deinem Namen nennt,
Kam herbei wie eine Welle,
Und so eilt's zum Element.
Laß den Anfang mit dem Ende
Sich in eins zusammenzieh'n!
Schneller als die Gegenstände
Selber dich vorüberflieh'n.
Danke, daß die Gunst der Musen
Unvergängliches verheißt:
Den Gehalt in deinem Busen
Und die Form in deinem Geist!
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit goldenem Kamme,
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.
Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh'.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Loreley getan.
Ich will euch erzählen und will auch nicht lügen:
Ich sah zwei gebratene Ochsen fliegen,
sie flogen gar ferne-
sie hatten den Rücken gen Himmel gekehrt,
die Füße wohl gegen die Sterne.
Ein Amboss und ein Mühlenstein,
die schwammen bei Köln wohl über den Rhein,
sie schwammen gar leise-
ein Frosch verschlang sie alle beid'
zu Pfingsten wohl auf dem Eise.
Es wollten vier einen Hasen fangen,
sie kamen auf Stelzen und Krücken gegangen,
der erste konnte nicht sehen,
der zweite war stumm, der dritte war taub,
der vierte konnte nicht gehen.
Nun denkt sich einer, wie dieses geschah:
Als nun der Blinde den Hasen sah
auf grüner Wiese grasen,
da rief es der Stumme dem Tauben zu,
und der Lahme erhaschte den Hasen.
Es fuhr ein Schiff auf trockenem Land,
es hatte die Segel gen Wind gespannt
und segelt' im vollen Laufen –
da stieß es an einen hohen Berg,
da tät das Schiff ersaufen.
In Straßburg stand ein hoher Turm,
der trotzte Regen, Wind und Sturm
und stand fest über die Maßen,
den hat der Kuhhirt mit seinem Horn
eines Morgens umgeblasen.
Ein altes Weib auf dem Rücken lag,
sein Maul wohl hundert Klaftern weit auftat,
's ist wahr und nicht erlogen,
drin hat der Storch fünfhundert Jahr
seine Jungen großgezogen.
So will ich hiermit mein Liedlein beschließen,
und sollt's auch die werte Gesellschaft verdrießen,
will trinken und nicht mehr lügen:
bei mir zu Land sind die Mücken so groß,
als hier die größesten Ziegen!
Ich kenn ein Kind, das mag nicht brav sein,
Das will nicht hören, was die Leute sagen.
Es will nicht beten, will nicht gehorsam sein,
Das will ich dir, mein Kind, zur Weihnachtszeit nicht klagen.
Ich bin der Knecht Ruprecht, alle Kinder kennt ich gut,
Die frommen und die bösen, die fleißigen und die faulen.
Ich hab sie alle gern, doch die bösen, die bestraf ich heut,
Die frommen, die belohn ich, die sollen Freude haben.
Ich hab in meinem Sack für jedes Kind was Richtiges,
Für die Frommen hab ich schöne Äpfel und Nüsse,
Für die Bösen hab ich Ruthen und Kohlen,
Damit sie wissen, was sie anrichten.
So, mein Kind, sei brav und fromm,
Dann wird dir's gut ergehen,
Dann bring ich dir zu Weihnachten,
Was du dir nur kannst wünschen.
Jedes Volk wird nur dadurch das Beste und Edelste werden und das Beste und Edelste hervorbringen können,
daß es immer das Kräftigste und Schönste seines Stammes ausliest und miteinander zeugen lässt!
Ich kenn ein Kind, das mag nicht gern zur Ruh, Drum kommt der Ruprecht ins Haus dazu. Der Ruprecht, der mit dem struppigen Bart, Der bringt den Kindern die Rute ganz hart. Doch wenn das Kind brav war und fromm, Dann bringt der Ruprecht ihm was Gutes mit nach Haus. Ein Apfel, ein Nuss und ein goldener Stern, Das ist des Kindes schönster Lohn. Drum sei nur brav und fromm und gut, Dann kommt der Ruprecht und bringt dir was mit.
Wir wissen den getreuen Freund zu ehren!
Dem falschen wehren ist der Klugheit Pflicht!
Man muß die Schlösser der Reichen stürmen,
nicht die Strohhütten der Alten verbrennen!
Wer wissen will, wo es am besten,
der reise nach Wikinger Art.
Der segle nach Osten nach Westen,
dann weiß er, wo es am besten,
Wir wünschen ihm Gute Fahrt!
Im Fremdland wird er es wissen,
was Heimat und Heimweh heißt.
Er wird wieder heimwärts müssen.
Er wird seine Segel hissen,
weil sonst ihm das Herz zerreißt.
O, Heimat, du hälst uns umfangen,
wie eine Mutter, so zart.
Du stillst unser Sorgen und Bangen,
du stillst unser wildes Verlangen.
Leb wohl, schöne Wikingerfahrt!
Manch einer ist Sympathisant,
der mit den falschen Leuten singt.
Doch schlimmer ist der Denunziant,
der jenen an den Galgen bringt!
Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmen Golde fließen!
Sie stehen hier seit Tausenden von Jahren,
die grauen Steine, und du hörst ganz leise,
wie sie, versammelt ernst im weiten Kreise
von Menschen raunen, die einst vor uns waren.
Wie sie beschlossen, diesen Platz zu bauen,
wie sie stumm lauschten auf der Priester Worte,
und Steine brachen am entfernten Orte
mit stolzer Kraft und Mut und Vertrauen.
Du willst die alten grauen Steine fragen:
Was mussten diese Menschen einst ertragen,
um euch so hoch und stolz hier aufzurichten?
Ihr steht nun hier seit endlos langen Tagen,
und um euch ranken sich mit vielen Fragen
uralte Mythen, Sagen und Geschichten!
Höre fleißig auf alle Volkslieder!
Sie sind eine Fundgrube der schönsten Melodien und öffnen dir den Blick in den Charakter der deutschen Nation!
Hätte man doch nur die alte Sitte, daß sich die Könige vor die Fronten ihrer Armeen riefen und ihre Händel durch Zweikampf ausmachten
– Einige Gänge –
und Ruhe und Friede wäre in der Welt!
Vorbei ist nun die dunkle Nacht,
in der ich lange wach gelegen
und sich die Geister konnten regen,
an die ich lange nicht gedacht.
Denn aus den Fugen ist die Welt,
es herrschen Lügen, Krieg und Mord.
Was tot zu sein schien, lebt nun fort –
der lauteste ist jetzt der Held.
Doch soll die Angst mich nicht erdrücken,
die Angst vor Krankheit, Leid und Tod.
Die Nachtgespenster sind verflogen,
als ich nun schaue voll Entzücken
aufs leuchtend helle Morgenrot
und auf den bunten Regenbogen!
Tabakrauch verstopft Arterien,
in Eiern hausen Salmonellen,
Kliniken sind voll Bakterien,
so schreiben es die Prüfgesellen.
Antibiotika im Futter,
Legionellen im Trinkwasser,
Erreger selbst in Markenbutter,
trotz der viel gelobten Aufpasser.
Unternehmer sind so kalt wie Eis,
Geld steht für sie an erster Stelle,
Konsumenten, wie ein jeder weiß,
verwehrt man Zugang zu der Quelle.
Das Geld von der Magnatenriege,
wandert weiter an Politiker,
die finanzieren damit Kriege,
und erscheinen als Pragmatiker.
Erst wenn jede Medizin versagt,
Verbraucher reihenweise sterben,
dann wird dieses Raffsuchtpack verjagt,
in Richtung Hölle – samt den Erben!