Hochaufgerichtet
stand der Freie
auf dem Felsen
und schaute in die Niederung
des weiten Landes.
Sein Blick verlor sich
In der Dämmerschicht
des fernen Ungewissen.
Sein Herz schlug schneller
in der Ahnung
dort hinten jäh
sich ballender Gefahr.
Einsam bereit,
so strotzte dort der Freie.
Der Mund war hart.
Die Kiefern preßte
Kampfentschlossener Wille.
Die Faust hielt fest
Das Schwert umklammert.
So wartete der Freie,
jenseits der Furcht.
Verachtung kündeten die Augen
der feigen Ungewißheit
in der Dämmerung.
Ein Blick noch
in das helle Licht
der unbesiegten Sonne –
dann schritt er festen Herzens
in des weiten Landes Niederung,
der Sonne ewiges Gesetz
im Kampfe sieghaft zu verkünden
oder – der Nacht ein Opfer –
sterbend im Schatten zu vergehn!
Deutsche Dichter & Denker
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