Längst ist Zeit für Rast und Speise,
Doch die Holde mäht und mäht,
Keiner tritt in ihre Kreise,
Die zu bergen schon zu spät.
Ahnt von ihrem Mühen keiner?
Setzt sich eigenhold der Sinn?
Gings nach Wünschen, wäre meiner
Bei der schönen Schnitterin.
Mählich wird der Schatten länger,
Webt ins Gold den Hauch von Blut,
Es verwundert sich der Sänger,
Wie sie wahr den frischen Mut –
Ob ein Abendbrot ihr munde?
Ob sie stetig neu beginn?
Oder träumt im Wiesengrunde
Jemand bloß die Schnitterin?
Jahr: 1888