Gezimmert ist sie aus Zirbenholz,
Drauf steht der Name der Sippe stolz.
Die Bäuerin sieht ihn, sie liest ihn kaum,
Doch immer geht er durch ihren Traum.
Sie schaukelt sinnend das Wiegenband.
Die Urahn hält ihre Treue Hand.
Die Wiege ist bunt mit Blumen bemalt,
Drin ruht der Frühling in Kindes Gestalt.
Keine Bauernstube ist gut und gerecht,
In der nicht gewiegt wird ein junges Geschlecht.
Die heilige Zahl an der Wiege blieb,
Vor dreihundert Jahr sie der Bauer schrieb.
Und lächelt das Kind zu der Bäuerin Lied,
Dann singen dreihundert Jahre mit!
Deutsche Dichter & Denker
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