Was mir Verblieb wenn ich einmal frei sein werde,
Frag´ ich mich, wie wird das sein?
Grabe dann in deine Erde,
Heimat, tief die Hände ein.
Gehe einsam durch die Straßen,
Wie in einem stillen Traum;
Kann die Freiheit noch nicht fassen,
Lehn den Kopf an einen Baum.
Wenn mich jemand wollte fragen,
Wo ich denn gewesen bin -
Werde ich verhalten sagen:
Ich war in Allvaters Mühlen drin.
Sah die Müller Spuren mahlen
In der Menschen Angesicht
Mußte mit dem Herzblut zahlen
Wie in meinem Leben nicht.
Wenn ich einmal frei sein werde,
Frag´ ich mich, was mir verblieb:
Dich du deutsche Heimaterde,
Dich hab ich von Herzen lieb!
Jahr: 1946