Schon wieder rinnt, von Lasten schwer,
ein Jahr dahin, ein Tropfen Zeit
ins uferlose Meer
Irdischer Vergänglichkeit.
Wirf beim Jahresglockenschlage
Dein Herze in die Schicksalswaage.
Von des Stromes Flut getrieben,
alle Segel straff gespannt-
frage dich, ist dir geblieben:
wacher Sinn fürs Heimatland?
Bist du willens, dankerfüllt
von der Väter Lebensbild?
Wandel schafft des Menschen Streben-
Liebe sei der Wurzelgrund!
Deiner Heimat hingegeben,
gibt sie ihre Wunder kund!
Friede, Freude, holde Labe,
Heimat - schönste Gottesgabe.
Deutsche Dichter & Denker
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