Wohlan, das Tor ist aufgetan!
Wir stehn an seiner Schwelle.
Die Augen blicken himmelan
und suchen wach die Helle,
zu lösen sich von Dunkelheit,
die lastend auf uns lag.
O Morgenröte neuer Zeit
begrüß' den jungen Tag.
Durch Wolkenmeere fahl und dicht
drängt sich der erste Morgen
zu zögernd-stillem Hoffnungslicht.
Was hält sein Schoß verborgen?
Licht, mehre dich zum hellen Tag,
daß freie, echte Mühe
der Menschen das Gebot vermag:
Das Leben atme, blühe.
Wir stehen am Tore schon bereit!
Wie rasch die Zeit verrinnt...
Uns tröste die Zufriedenheit,
so wir Licht vom Lichte sind.
Jahr: 1908