Wahnsinn, Wahnsinn allerorten
Aufruhr, Chaos überall
drischt an des Vernünft'gen Pforten
zu bringen letztlich ihn zu Fall
Die Welt, die Welt kommt nicht zur Ruh'
es ist, als würde sie getrieben
von wildgeword'nen immerzu
mit wütend heißen Peitschenhieben
Zeter, Zeter, Mordio!
so prägend ist in uns'ren Tagen
wer steuert es, wer will es so,
daß nach Vernunft wir ständig fragen?
Es liegt, es liegt dem Wahnsinn ferne
Vernunft zu schaffen überall
Vernunft jedoch der Dinge Kerne!
Der Wahnsinn will's auf keinen Fall.
Wie oft, wie oft ist es im Leben
daß umgekehrt die Dinge sind,
die sich gern als Vernünft'ge geben
den Wahnsinn treiben an geschwind
Und sollt', und sollt' erkannt er werden
des Wahnsinns Treibers Ungesicht
voll Jammerklagen und Beschwerden
wünscht er Vernünft'gen vor Gericht
Und hat, und hat nicht immerdar
verkleidet sich zur Täuschung dreist
als Gutes, was da Böse war
was die Verlogenheit beweist
Und auf, und auf der and'ren Seit'
dem Wahne einer stellt sich kühn
es fortzuwischen weit und breit
er Undank erntet für sein Müh'n?
Vernunft, Vernunft den Bann gebrochen!
Nur Wissen kann der Schlüssel sein
und Wahrheit stets hat Lüg' gestochen
sie hat verlor'n von vornherein!
Deutsche Dichter & Denker
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter