Es lag vor mir die Bibel,
das "Alte Testament",
des Christenglaubens Fibel,
die jeder sattsam kennt.
Doch, als ich drin gelesen,
da fühlt ich mich verwahr
von einem Wahn genesen,
da wurde es mir klar:
Ob jüdisch, ob chaldäisch,
ob syrisch, ob latein,
ob griechisch, ob hebräisch -
das kann nicht unser sein!
Von Ruth und Jeremias,
David und Salomon,
von Isaak und Elias -
wir brauchen nichts davon!
Den schönen Deutschen Glauben
an unsre Deutsche Kraft,
den lassen wir nicht rauben
von fremder Priesterschaft.
Wir Enkel der Germanen,
wir sind vom anderem Holz:
Die Taten unsrer Ahnen
sind unseres Volkes Stolz.
Der Treue starke Einheit
sei unser Heidentum,
der Sitte hehre Reinheit
ist unser Heiligtum.
Ob nun Brünhildens Klage,
ob Wodans wilder Fluch,
die alte deutsche Sage
ist uns Erbauungsbuch.
Und, wer darin gelesen,
in seinem Herzen kennt:
Es sei des Deutschen Wesen
sein Deutsches Testament!
Der gute Freund hört dir gern zu,
wenn du ihm was zu sagen hast,
der gute Freund ist da, im Nu,
und trägt mit dir die schwerste Last.
Der gute Freund, der steht zu dir,
er begleitet dich durchs Leben,
der gute Freund sagt immer – wir,
wird dir stets sein Bestes geben.
Der gute Freund versteckt sich nicht,
er nimmt sich gerne für dich Zeit,
führt dich gewiss nicht hinters Licht,
kennt weder Missgunst, weder Neid.
Noch keinem Menschen auf der Welt,
ist ein Freund – mal so – erschienen,
den wahren Freund, der wirklich zählt,
den – muss man sich verdienen!