Zunächst der Elternliebe ist die Vaterlandsliebe der stärkste natürliche und moralische Instinkt,
der im Menschen besteht!
Kraft ist die Moral der Menschen,
die sich vor anderen auszeichnen,
und sie ist auch die meinige!
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Zunächst der Elternliebe ist die Vaterlandsliebe der stärkste natürliche und moralische Instinkt,
der im Menschen besteht!
Kraft ist die Moral der Menschen,
die sich vor anderen auszeichnen,
und sie ist auch die meinige!
Auf und durch!
Schlag um Schlag!
Fragt nicht, was es kosten mag!
Immer neu berennt die Mauern,
trotzig stürmend lacht der Mächte,
die am Weg im Dunkel lauern
in der langen Nacht der Nächte!
Nur die Zweifelnden verdarben,
nur die Zagenden versanken -
Kämpfern wird um tiefe Narben
sich der ewige Lorbeer ranken.
Auf und durch!
Schlag um Schlag!
Nur dem Kühnen strahlt der Tag!
Ihr glaubt nicht, wie ich mich auf Weihnachten freue, das wunderschöne Weihnachten!
Weihnachten macht alles gut!
Wenn man den menschlichen Geist von einer Hypothese befreit,
die ihn unnötig einschränkte,
die ihn zwang,
falsch oder halb zu sehen,
falsch zu kombinieren,
anstatt zu schauen zu grübeln,
anstatt zu urteilen zu sophistisieren,
so hat man ihm schon einen großen Dienst erzeigt!
Wir sind und bleiben ein Teil des Landes unserer Väter.
Deutschland ist unser Vaterland,
mögen Niedersachsen oder Thüringen,
Bayern oder Mecklenburg unsere Heimat sein!
Der Geist ist frei, und ohne Zwang der Glaube,
Dies haltet fest, auf daß Euch's niemand raube!
Die freie Überzeugung ist an sich kein Recht zum Irrtum und zur Lüge,
sondern die freie innere Selbstbestimmung zur Wahrheit ohne äußeren Zwang!
Sie haben mit dem Beile dich zerschnitten,
Die Frevler – hast du viel dabei gelitten?
Ich selber habe sorglich dich verbunden
Und traue: Junger Baum, du wirst gesunden!
Auch ich erlitt zu schier derselben Stunde
Von schärferm Messer eine tiefre Wunde.
Zu untersuchen komm’ ich täglich deine
Und unerträglich brennen fühl’ ich meine.
Du saugest gierig ein die Kraft der Erde,
Mir ist, als ob auch ich durchrieselt werde!
Der frische Saft quillt aus zerschnittner Rinde
Heilsam. Mir ist, als ob auch ich’s empfinde!
Indem ich deine sich erfrischen fühle,
Ist mir, als ob sich meine Wunde kühle!
Natur beginnt zu wirken und zu weben,
Ich traue: Beiden geht es nicht ans Leben!
Wie viele, so verwundet, welkten, starben!
Wir beide prahlen noch mit unsern Narben!
Man sieht, ihr wollt nur Honorare,
Man sieht's aus allem was ihr schreibt;
Die Freiheit ist euch eine Waare,
Womit ihr nur Geschäfte treibt.
Ihr laßt um euer lumpig Ichlein
Die Welt sich drehn bei Tag und Nacht;
Für Freiheit macht ihr nicht ein Strichlein,
Wenn ihr's zugleich für euch nicht macht.
Und liegt die Freiheit auf der Bahre,
Dann lebet ihr noch fort und schreibt,
Dann habt ihr eine andre Waare,
Womit ihr noch Geschäfte treibt!
Widerstand zu leisten und eine gegenteilige Meinung durchzusetzen ist nicht leicht und erfordert viel Mut und eigene Überzeugung,
Willensstärke und Selbstbewußtsein!
Den Raum, wo du gewachsen bist, den halte hoch und wert:
Dein Glück und dein Gedeihen ist nur an der Heimat Herd.
O Heil dem Mann, der wohnen kann, wo seine Wiege stand:
Da sieht ihn alles freundlich an, was ihn als Kind gekannt.
Das Brünnlein und der Gartenzaun, der Nußbaum auf dem Plan
mit treuen Augen auf ihn schau’n als alten Spielkumpan.
Hausgeister hüpfen rings um ihn, sein Schutzgeleit zu sein,
und jede Straße grüßet ihn, ihm redet jeder Stein.
Und wem die Welt ins Herz gezielt, – Heil wer nach Haus entrann:
Die Scholle, drauf das Kind gespielt, sie heilt den wunden Mann.
Dein Tagwerk sollte sein
Was in deinem Herzen sich verbirgt
So lasse dich drauf ein
Dass dein Herz nach außen wirkt
Die Welt in der du bist
Ändert sich mit dir
Die Welt so wie sie ist
Steht und fällt mit dir!
Und dennoch!
Stolzes Losungswort!
Mag’s brechen oder biegen,
du scheuchst die matten Ängste fort und rufst zu Kampf und Siegen.
Ob auch der Sturmwind uns umbraust mit harten Schicksalsschlägen,
wir halten ihm,
geballt die Faust,
das trotz’ge Wort entgegen:
Und dennoch!
Das ist das Einzige, was uns bleibt.
Sich wehren:
Das ist das Stärkste, das uns treibt.
So war’s vor Zeiten,
so wird es bleiben immerdar:
Nur wenn wir streiten,
wird unser Bestes offenbar.
Nur wenn wir ringen,
noch wenn wir matt und wund,
wird unsrer Schwingen
gestählte Flugkraft kund.
Sich wehren:
Das ist’s, was Breschen bricht...
Sich wehren:
Das ist das Männliche, das Kron’ und Stern verspricht!
Die Zensur ist das lebendige Geständnis der Großen, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können.
Die Zensur ist etwas, was tief unter dem Henker steht, denn derselbe Aufklärungsstrahl, der vor sechzig Jahren dem Henker zur Ehrlichkeit verholfen, hat der Zensur in neuester Zeit das Brandmal der Verachtung aufgedrückt!
Schlagen
ist besser als Tragen!
Kampf ist zum Siege die Saat!
Wagen
ist besser als Zagen –
Unheil bannt einzig die Tat!
Ringen
nür führt zum Gelingen,
Härte, noch härter als Stahl!
Schwingen
des Glaubens vollbringen
Aufflug aus Dunkel und Qual!
Halten
wir den geballten
Willen, der Berge versetzt -
Walten
ob uns die Gestalten
krönender Freude zuletzt.
Es wird geschehn
Es wird geschehn, es wird geschehn,
die Zeit ist nicht mehr fern,
da werdet ihr gehangen sehn,
den Adel an die Latern.
Der Despote mag am ersten Tag
zu dem Schafotte wallen,
das Land ist frei von Tyrannei,
sobald sein Haupt gefallen.
Es wird geschehn, es wird geschehn,
die Zeit ist nicht mehr fern!
da werden all die hohen Herrn
gehangen an die Latern.
Die nächsten, ei! die nenn' ich gern,
es sind die Herrn Minister,
dann kommen Höflinge und Herrn,
und ekle geile Priester.
Und wenn der Wut des Volks ihr Blut
in Strömen ist geflossen,
kann hoch und hehr aus blut'gem Meer
die junge Freiheit sprossen.
Mein Volk! Mein Volk! Nimm in die Hand
die Waffen und die Wehren!
Schon höret man im ganzen Land
des Aufruhrs dumpfes Gären.
Drum seht ihr wo Tyrannen froh
und schwelgend beim Gelage,
so hungert gern und denkt: nicht fern
ist mehr die Zeit der Rache!
O heiliges Licht,
das ruhelos in seinem ungeheuren Reiche wirksam,
dort oben über uns wandelt und seine Seele auch mir mitteilt in den Strahlen,
die ich trinke:
dein Glück sei meines!
Von ihren Taten nähren die Söhne der Sonne sich,
sie leben vom Sieg,
mit eignem Geist ermuntern sie sich,
und ihre Kraft ist ihre Freude!
Ich bin aus Deutschlands Mitte, dort, wo die Eichen stehen,
Wo die Fluren sich dehnen, wo die Wälder säuseln,
Dort bin ich geboren, dort will ich auch sterben.
Die Heimat ist mein Leben, mein Herz schlägt für sie.
Sklavenhandel! weh, ich zittre
bei dem Worte schon;
Alles Grauenvoll´ und Bittre
liegt in diesem Ton.
Nun, den Frevel hat gerochen
endlich unsere Zeit,
endlich ward der Stab gebrochen
dieser Grausamkeit.
Aber ach, es schwand im Kleinen
nur der Menschenkauf,
denn im Großen, will es scheinen
hört er niemals auf
Hat man doch auf den Kongressen
Seelen genug verkauft,
hat zur Wohltat die Finessen
gnädigst umgetauft!
Kämpfen mußt du mit dem Schwerte,
Mit dem Worte, mit der Feder,
Aber kämpfen muß ein jeder.
Die schweigende Mehrheit ist das Fundament jeder Herrschaft!
Unseres ganzen Wohlstands Quellen
siehst du alle hell und klar
Übersichtlich in Tabellen
Jahr für Jahr und bis aufs Haar
Hier zehn Schafe mehr geschoren
dort ein neues Lagerbier
dort drei Ochsen mehr geboren
und ein Drittel Seele hier
Welch ein Wachstum zum Entzücken!
Lauter höhere Kultur!
Lauter Streben zum Beglücken!
Und wir sind das Glückskind nur!
Unser Schicksal wird gewebt
und was auch komme,
erkenne deinen Weg
und strebe zur Sonne!
Leben heißt kämpfen!
Nur Freiheit oder Tod! Nur Freiheit oder Tod!
Weh dem! Fluch dem! Der je es wagt und unsrer Freiheit droht.
Nur Freiheit oder Tod!
Wir pflügten lange unsre Äkker, viel träge Prasser nährten wir.
Und seht! Sie wurden immer kecker, erniedrigten uns bis zum Thier.
Sie blendeten uns mit Glanze, den ihnen unser Fleiß verschafft;
und so war stark durch unsre Kraft
Manch träger Pfaff, manch geiler Schranze. Wohlan! Die Wahl ist leicht!
Wir selbst wir machen die Gesetze; denn wer weiß besser, was uns nützt?
Dadurch behalten wir die Schätze, die dann kein Schwelcher mehr besitzt.
Wir wählen uns gerechte Richter, die keines Schurken Gold besticht,
Vertrauen wecket ihr Gesicht,
schrökt nie, wie jene Amtsgesichter. Wohlan! Die Wahl ist leicht!
Sie liegen im Westen und Osten
sie liegen in aller Welt,
und ihre Helme verrosten
und Kreuz und Hügel zerfällt.
Sie liegen verscharrt und versunken
im Massengrab und im Meer,
aber es leben Halunken,
die ziehen über sie her.
Heut tobt man mit frechem Gebaren
durch Flitter und Lüge und Glanz.
Sie fielen mit achtzehn Jahren
in einem anderen Tanz.
Sie waren nicht ausgezogen
um Beute und schnöden Gewinn,
was heute verlacht und verlogen,
es hatte für sie einen Sinn!
Sie hatten ihr junges Leben
nicht weniger lieb als die,
die heut’ höhnen: Es hinzugeben
sei reine Idiotie!
Sie konnten nicht demonstrieren:
Mehr Freizeit bei höherem Lohn!
Sie mußten ins Feld marschieren,
der Vater, der Bruder, der Sohn.
Sie gingen, die Heimat zu schützen
und haben allem entsagt.
Was kann uns der Einsatz nützen?
hat keiner von ihnen gefragt!
Sie haben ihr Leben und Sterben
dem Vaterland geweiht
und wußten nicht, welchen Erben
und welcher Erbärmlichkeit!
Die Sonne strahlt mit lichter Kraft,
In meinem Herzen Gesundung schafft.
Wärme auf mich nieder scheint
Meine Seele seltener weint.
Das Meer rauscht mit aller Macht,
Herrlich und glänzend in seiner Pracht.
Kraftvoll steigend in die Helle,
Strebt unablässig jede Welle!
Es irrt der Mensch, solang‘ er lebt,
Oberflächlich er seine Geschicke webt.
Mag die Welt noch so kaltherzig erscheinen,
Liebe wird in mir immer keimen.
Der Adler wachsam durch die Lüfte eilt,
Sein Schweigen meine Seele heilt.
Ruhig kreist er mit Weitsicht,
Lehrt mich Hoffnung und Zuversicht!
Nach jedem Verlust neu geboren,
Mein Herz für Neues auserkoren.
Jeder Herzschlag ist auserwählt,
Dessen Liebe den Anderen am Leben hält.
Auf dem stillen Wasser gleitet der Schwan,
Und beichtend er zu mir kam:
Erlösung findest Du nur bei dir selbst,
Das Glück Du in deinen Händen hältst!
Es klopft, und leise knarrt die Tür im Wind.
Schneeflocken fallen weiß auf unsre Dielen.
Die Kinder jubeln, wollen damit spielen,
und wundern sich, wie schnell der Glanz zerrinnt.
Und dann kommt jemand aus der Dunkelheit.
Es ist, als wären seine müden Schritte,
vom Sturm umweht, allein schon stumme Bitte.
So klopft es heute wohl an jede Tür.
Und, wer da draußen steht, müd' und zerrissen,
ist unser eignes, innerstes Gewissen,
das kommt und fragt: Hast du noch Zeit dafür?
Schick es nicht fort in dieser heil'gen Zeit.
Ein Wort der Liebe nur, zum Trost gesprochen,
ein Stückchen Brot, den Hungrigen gebrochen,
sie wirken fort in alle Ewigkeit.
Und jede gute Tat ist wie ein Licht
am Weltenbaum, von dem die Väter sagten,
daß seine Zweige in die Sterne ragten,
und der uns Weistum ist und Weltgericht!
Laß die Körnchen nicht in der Samentüte;
säe sie aus!
Angst ist gewiß ein harter Boden,
doch du kannst ihn lockern
durch deine Arbeit,
deinen Mut und deinen Willen!
Ich bin nicht mehr ich selbst; ich war.
Ich bin ein Glied der heiligen Schar,
die sich dir opfert, Vaterland!
Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt,
Der ihrem Wesen nachforscht, ihren Sitten,
Die Wege wandelt, die sie einst geschritten,
Zu ihnen rückwärts die Gedanken lenkt.
Dem die Geschichte seines Heimatlandes
Das Schönste, Wissenswerteste erscheint,
Der nie vergißt des wundersamen Bandes,
Das ihn mit jenen inniglich vereint.
Das heilige Mutterland der Erde ist kein Handels- und auch kein Amüsierobjekt;
darf nie dazu werden oder alles Volk soll sich gegen die Schacherer oder Tändler erheben –
es müssen auch Liebe und treuer Fleiß geboten werden,
sonst wehe dem, der sich daran wagt!
Hohe Tannen weisen die Sterne
An der Iser in schäumender Flut.
Liegt die Heimat auch in weiter Ferne,
Doch du, Rübezahl, hütest sie gut.
Hast dich uns auch zu eigen gegeben,
Der die Sagen und Märchen erspinnt,
Und im tiefsten Waldesfrieden,
Die Gestalt eines Riesen annimmt.
Komm zu uns an das lodernde Feuer,
An die Berge bei stürmischer Nacht.
Schütz die Zelte, die Heimat, die teure,
Komm und halte bei uns treu die Wacht.
Höre, Rübezahl, laß dir sagen,
Volk und Heimat sind nimmermehr frei.
Schwing die Keule wie in alten Tagen,
Schlage Hader und Zwietracht entzwei.
Drum erhebet die Gläser und trinket
Auf das Wohl dieser Riesengestalt,
Daß sie bald ihre Keule wieder schwinge
Und das Volk und die Heimat befreit.
Weiße Lilie im Lichte dort droben
halte aus in Kämpfen und Streit
denn dir, Lilie im Lichte dort droben
Sei der Kampf unseres Lebens geweiht.
Odalrune auf blutrotem Tuche,
Weh voran uns zum härtesten Streit.
Odalrune dir Zeichen aller Freien
Sei der Kampf unseres Lebens geweiht!
Als neulich der Schnee lag und meine Nachbarskinder ihre kleinen Schlitten auf der Straße probieren wollten, sogleich war ein Polizeidiener nahe, und ich sah die armen Dingerchen fliehen, so schnell sie konnten.
Jetzt, wo die Frühlingssonne sie aus den Häusern lockt und sie mit ihresgleichen vor ihren Türen gern ein Spielchen machten, sehe ich sie immer geniert, als wären sie nicht sicher und als fürchteten sie das Herannahen irgendeines polizeilichen Machthabers.
Es darf kein Bube mit der Peitsche knallen, oder singen, oder rufen, sogleich ist die Polizei da, es ihm zu verbieten.
Es geht bei uns alles dahin, die liebe Jugend frühzeitig zahm zu machen und alle Natur, alle Originalität und alle Wildheit auszutreiben, so daß am Ende nichts übrig bleibt als der Philister!
Wo ist das Gefühl geblieben
für die Dinge, die wir lieben?
Wird das Dasein uns vergällt,
weil es der Natur gefällt?
Oder will uns wer bestrafen,
weil wir so viel Böses schaffen?
Ist da jemand, der bestimmt,
dass man uns die Freude nimmt
an all den vielen schönen Sachen,
die das Leben reizvoll machen?
Warum dürfen wir nicht wählen
und alle Dinge, die uns quälen,
aus diesen Zeiten zu vertreiben,
damit wir alle glücklich bleiben?
Früher waren Winter kalt
und voll eisiger Frostgewalt,
so dass es eine Freude war,
wenn das Wetter wieder klar
und der Frühling Wärme schenkte,
unser Leben trefflich lenkte.
Die Unterwelt gebar die SONNE.
Die Wärme weckte Lebenswonne,
wenn sie im Lenzmond uns beglückte,
dahinschmolz, was uns kalt bedrückte.
Die PERCHTA war des GOTTES Ziel,
weil SIE ihm so gut gefiel.
So senkte ER zum Zeitvertreib
die Fruchtbarkeit in IHREN Leib.
BALDURS Dienst an MUTTER ERDE
gab, dass uns're Ernte werde
in IHREM warmen weichen Schoss.
Und kraftvoll zog das SONNENROSS
am Himmel seine weiten Bahnen,
um alle Menschen zu ermahnen,
nachzueifern nun den GÖTTERN,
die uns helfen mit den Wettern,
selbst zu schaffen, so wie SIE,
für die Ernte und das Vieh.
GOTT und GÖTTIN Schenkten Liebe
und uns Menschen heisse Triebe,
die uns selbst zu GÖTTERN machten
und lehrten, die Natur zu achten.
LOKI konnte einst verhindern,
dass die GÖTTER IHREN Kindern
schadeten mit IHREM Treiben
und IHRE Kräfte milde bleiben.
Deshalb musste BALDUR sterben,
damit auf Erden seine Erben
nicht verbrennen in der Glut
und nicht verlieren Hab und Gut.
Dann schläft auch der ERDE SCHOSS
wie Dornröschen fest im Schloss.
So übertrugen uns're GÖTTER
den Lebenskreislauf und das Wetter
auf IHRE Kinder und ihr Bestreben,
im Gleichklang der Natur zu leben.
Wer stört nun diesen Jahreslauf?
Nehmen wir Menschen jetzt in Kauf,
dass wir in Furcht auf Erden wandeln,
weil unser negatives Handeln
unser Midgart heut bedroht,
die MUTTER ERDE stürzt in Not?
LOKI scheint die Lust verloren,
nachdem der SONNENGOTT geboren,
dessen Feuersglut zu mindern,
der ERDE Sterben zu verhindern.
Uns Menschen sollte das beflügeln,
damit wir uns're Kräfte zügeln,
die MUTTER ERDE zu verschandeln,
anstatt SIE göttlich zu behandeln.
Die Sonne ist versunken,
Nacht über Wald und Feld.
Im Dunkel tief ertrunken
all süße Luft der Welt.
Lass fahren, Herz, lass fahren!
Sei stark in Not und Pein.
Bald wird auf Nordlands Erbe
ein neuer Frühling sein.
Und liegt im Schoß begraben
das Land so weiß und weit,
und rufen rau die Raben,
erfüllt ist bald die Zeit.
Es soll uns nimmer schrecken
ein Dunkel noch so groß;
das Licht wird neu geboren
aus ewgem Mutterschoß.
Ist eine Nacht der Nächte,
da wächst das Wunder leis,
die ewgen Gottesmächte
bezwingen Nacht und Eis.
Lass helle Kerzen brennen
in Saal und Seele dein,
bald wird auf Nordlands Erbe
ein neuer Frühling sein!
Der Löwe saß auf seinem Thron von Knochen
Und sann auf Sklaverei und Tod.
Ein Igel kam ihm in den Weg gekrochen;
Ha! Wurm! so brüllte der Despot
Und hielt ihn zwischen seinen Klauen,
Mit einem Schluck verschling ich dich!
Der Igel sprach: Verschlingen kannst du mich;
Allein du kannst mich nicht verdauen!
Deutsch sei dein Geist,
dein Lied,
dein Wort,
dein Volk,
dein Stolz und höchster Hort –
und deutsch,
was droh’n und kommen mag,
dein Herz bis zu dem letzten Schlag!
Gegen die Regierung mit allen Mitteln zu kämpfen ist ja ein Grundrecht und Sport eines jeden Deutschen!
Die hohen dichtgedrängten Wälder thronen
Auf Hügeln sanft gewölbt und abgedacht –
In Heimatschwermut rauschen ihre Kronen.
Sie sind erfüllt von Flucht und Wetterweben
Der zündenden Gewölke, die bei Nacht
Mit schwerem Flügelschlage drüber schweben.
Zu ihren Füssen, wo die breiten Pflüge
Gleichmässig Furchen ziehn im Ackerland,
Baut still ein enges Dasein sich Genüge.
Und von der Spanne Leben und dem Sterben
Webt Jahr um Jahr geheimnisvoll ein Band
Zu ihrem Blätterprangen und Verfärben.
Ein paar Ästlein von den schönsten Tannen,
Breitgenadelt, grün und voll,
Hast du mir im Heimatland gebrochen,
Hast ein liebes Wort dabei gesprochen
Früh im Bergwald unter hohen Tannen,
Das die Heimat von mir grüßen soll.
Fernher spür ich unter diesen Zweigen,
Wie der Sturm um unsere Berge rennt,
Höre Stämme stöhnen, Astwerk fauchen,
Seh den Nebel um die Halden rauchen,
Fühle, wie sich alle Kronen neigen.
Wenn das Sternlicht über ihnen brennt.
Wilder Geist wie Wetterwolke
über uns zusammenzieht:
Ach, wie hilft man unserm Volke,
daß ihm nicht ein Leid geschieht?
Wetterschäden zu verhüten,
gibt es ja ein Mittel jetzt:
Für des wilden Geistes wüten
gibt‘ s ein Mittel auch zuletzt.
Hänget an die Blitzableiter
Titel, Würden, Orden, Geld,
Und das Wetter wird gleich heiter,
und beruhiget ist diese Welt!
Das Volkslied erblüht auf heimatlichem Boden
wie die bunten Blumen auf den Wiesen!
Treue Liebe bis zum Grabe
Schwör ich dir mit Herz und Hand;
Was ich bin und was ich habe,
Dank ich Dir mein Vaterland!
Nicht in Worten nur und Liedern
Ist mein Herz zum Dank bereit,
Mit der Tat will ich's erwidern
Dir in Not, in Kampf und Streit.
In der Freude wie im Leide
Ruf ich's Freund und Feinden zu:
Ewig sind vereint wir beide,
Und mein Trost, mein Glück bist Du.
Treue Liebe bis zum Grabe
Schwör ich dir mit Herz und Hand;
Was ich bin und was ich habe,
Dank ich dir, mein Vaterland!
Die Dynamik eines Menschenlebens liegt in den Gedankenkräften,
die dem Körper die Richtung geben!
Der Staat stützt sich auf Adel und Kirche,
Die beide sich wieder nur stützen auf ihn.
Das gleicht dem Versuch des Baron Münchhausen,
Sich am eigenen Zopf aus dem Sumpfe zu ziehn.
Deutsche Freiheit lebet nur im Liede.
Deutsches Recht es ist ein Märchen nur.
Deutschlands Wohlfahrt ist ein langer Friede –
Voll von lauter Willkür und Zensur!
Das ist unser Beruf, das ist die erste Aufgabe des Tages,
daß wir Gerechtigkeit und Menschlichkeit üben lernen und Tapferkeit der Seelen und Ernst der Sitten,
wodurch unsere Väter gelobt wurden, als uraltes deutsches Erbe voranstellen.
Dann werden wir nicht untergehen!
Das schönste Los,
daß uns auf Erden bereitet werden kann,
ist ungestörtes Familienglück!