Über das Kommen mancher Leute tröstet uns
nichts als die Hoffnung auf ihr Gehen!
Verrat spricht zierlich;
Treue rauh und schlicht!
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Über das Kommen mancher Leute tröstet uns
nichts als die Hoffnung auf ihr Gehen!
Verrat spricht zierlich;
Treue rauh und schlicht!
Es ist nicht die geringste,
tatsächliche Macht vonnöten,
um einen Terrorismus zu begründen,
es genügt, daß jedermann sich ducke!
Kein Augustisch Alter blühte,
Keines Mediceers Güte
Lächelte der deutschen Kunst,
Sie ward nicht gepflegt vom Ruhme,
Sie entfaltete die Blume
Nicht am Strahl der Fürstengunst.
Von dem größten deutschen Sohne,
Von des großen Friedrichs Throne
Ging sie schutzlos, ungeehrt.
Rühmend darfs der Deutsche sagen,
Höher darf das Herz ihm schlagen:
Selbst erschuf er sich den Wert.
Darum steigt in höherm Bogen,
Darum strömt in vollern Wogen
Deutscher Barden Hochgesang,
Und in eigner Fülle schwellend
Und aus Herzens Tiefen quellend,
Spottet er der Regeln Zwang!
Horch, liebliches Läuten!
Was will es doch sein?
O selig Bedeuten,
Ei, Frühling soll's sein!
Und hast du im Herzen
Noch Eis und noch Schnee,
Noch Sorgen und Schmerzen,
Nun fort mit dem Weh!
Schneeglöckchen rührt helle
Die Glöcklein so fein -
Wie ist's, du Geselle,
Du stimmst doch mit ein?
Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich.
Man wird ja auch kein Auto, wenn man in einer Garage steht.
Dass keine, welche lebt, mit Deutschlands Sprache sich
In den zu kühnen Wettstreit wage!
Sie ist, damit ichs kurz, mit ihrer Kraft es sage,
An mannigfalter Uranlage
Zu immer neuer, und doch deutscher Wendung reich;
Ist, was wir selbst in jenen grauen Jahren,
Da Tacitus uns forschte, waren,
Gesondert, ungemischt und nur sich selber gleich!
Ihr kalten Heuchler, sprecht von den Göttern nicht!
Ihr habt Verstand! ihr glaubt nicht an Helios,
Noch an den Donnerer und Meergott;
Tot ist die Erde, wer mag ihr danken?
Getrost, ihr Götter! zieret ihr doch das Lied,
Wenn schon aus euren Namen die Seele schwand.
Und ist ein großes Wort vonnöten,
Mutter Natur! so gedenkt man deiner!
Die menschliche Zufriedenheit oder Unzufriedenheit hängt zum großen Teile von seiner Weltanschauung ab!
Die Weisheit ist wie rotes Gold,
Das in der Berge Adern rollt;
Das Lied ist wie der Sonnenschein,
Von oben fließt's in's Herz hinein!
In Schutt und Stein verborgen ruht
Der Weisheit Schatz, das goldne Gut;
In Himmelsfernen, morgenhell,
Entspringt der frische Liederquell.
Der ernste Denker sitzt und sinnt
Daß er der Weisheit Schatz gewinnt;
Der Sänger auf zum Himmel sieht,
Und sieh, der Seele blüht ein Lied!
Das sind die alten Wege,
Die schattigen Alleen,
Des Parkes alte Stege,
Felsburg und kleine Seen.
Das sind die alten Gassen,
Der Marktplatz leer und breit,
Vollauf ist Raum gelassen
Für Kinderlustbarkeit.
Das sind die Laubengänge,
Die uns so wohl behagt,
Durch deren luft'ge Länge
Wir jauchzend uns gejagt.
Und hier am Hallenbaue,
Hier steht das Vaterhaus.
Ehrwürdig Haupt, o schaue –
Ich harre – schau heraus!
O Mutterbild, erscheine!
Geschwister, kommt ans Licht!
Der teueren Seelen keine
Darf fehlen. Säumet nicht!
Schön ist die Welt, sei du, o Mensch, auch schön,
Sei schön und gut, so wird's dir wohl ergehn.
Bedenke. Fernst von Worten liegen Taten,
Fern liegt der Ernte Lust vom Streun der Saaten:
Wer nicht zu handeln, nicht zu säen wagt,
Von dem wird endlich Welt und Glück verklagt!
Ich glaube, das viele Bedenken und Erwägen hat der böse Feind als Unkraut auf die deutsche Erde gestreut!
In Hoffnung streut des Pflügers Hand
Den Samen in das Ahnenland.
In Hoffnung steigt trotz Sturm und Riff
Der Kaufmann in sein schwankes Schiff.
In Hoffnung zieht zu Kampf und Strauß
Der König auf die Walstatt aus.
In Hoffnung trägt des Jünglings Herz
Der Sehnsucht namenlosen Schmerz.
In Hoffnung senkt ins dunkle Grab
Das Weib den Gatten und den Vater hinab.
Und Hoffnung ließ auf dieser Erden
Noch keinen nimmer zu Schanden werden.
Drum, armes Herze, verzage du nimmer:
Was auch geschieht, so hoffe du immer!
Laß die breitgetretnen Plätze,
Steig nach unten, klimm nach oben;
Reiche Nibelungen-Schätze
Liegen rings noch ungehoben.
Und du schaust vom Grat der Berge
Fernes Meer und Ufer dämmern,
Hörst tief unten der Gezwerge
Erzgewaltig dumpfes Hämmern.
Mannagleich wird dich erquicken
Süße, starke Geistesnahrung,
Hell vor den gestählten Blicken
Glänzt die alte Offenbarung:
Wie der gröbste und der feinste
Faden sich zu einem Netz schlingt,
Wie durchs Größte und das Kleinste
Stets das gleiche Weltgesetz dringt.
Aber einmal, – schwer Geständnis, –
Einmal mußt du doch dich beugen,
Und am Ende der Erkenntnis
Steht ein ahnungsvolles Schweigen!
Wohl dem, der seiner Väter gern gedenkt,
der froh von ihren Taten, ihrer Größe,
den Hörer unterhält und, still sich freuend,
ans Ende dieser schönen Reihe sich geschlossen sieht!
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns des Lebens freun,
Denn bald kommt frost'geolden.
Die Tage des Herbstes zieh'n,
Die Lüfte wehen kühle;
Doch singt ein Lied, ein heitres Lied,
Von alten, guten Zeiten.
Der Nebel steigt, die Blätter fallen,
Doch wir, wir bleiben fröhlich;
Wir lassen uns vom Wein erfreun,
Bis uns der Winter holde.
Jeder Mensch verfügt über ein einmaliges und daher absolut einzigartiges Talentprofil, ein Talentmix, der ihm ermöglicht, ein bestimmtes Problem einer bestimmten Zielgruppe innovativ zu lösen und damit einen großen Nutzen zur Selbst- und Arterhaltung zu leisten!
Um deiner Heimat willen bist du da, du schuldest deinem Volk dein heißes Blut.
Um deiner Heimat willen bist du da, du mußt sie lieben mit der letzten Glut.
Dein Herz soll immerdar nur ihr gehören, sie war es, die die Väter kämpfen sah.
Nur ihr darfst du die Treue schwören, um deiner Heimat willen bist du da.
Uns alle doch beseelt die gleiche Frage, und für uns alle gibt es nur ein Ja.
Das sei der Schwur an jedem Tage: Um unsrer Heimat willen sind wir da!
Mut besteht nicht darin,
dass man die Gefahr blind übersieht,
sondern darin,
dass man sie sehend überwindet.
Dröhnt nicht im Westen jetzt ein fremder Laut?
Klingt weit und ferne nicht ein leises Summen?
Schon schwillt es an zu bösem, lautem Brummen,
das – wachsend – sich zu wilden Tosen staut.
Das größte Heer, das je am Himmel zog
-Die Flotte der Vereinten Nationen-
Trat an zum Morde an Zivilpersonen,
da es die Elbe brausend überflog.
Vom Himmel hoch, da heulen nun herab
Brandbomben - tausendfach – und sausen nieder
Und darüber hin, auf silbernem Gefieder
Kreist kalt der Mörder, der das Nest zertrat.
An hunderttausend sterben in der Wucht
Des ersten Schlages noch an Ort und Stelle.
Doch angebrandet kommt die nächste Welle
Und trifft ins Herz der wüsten, irren Flucht.
Vom, Bombenbersten ist die Luft durchgellt.
In Panik tobt die Masse durch die Straßen,
verbrannt, verstümmelt über alle Maßen,
und trampelt nieder, was da strauchelnd fällt.
Der Kinder blondes Haar wird schwarzer Staub,
und blaue Augen schmelzen aus den Höhlen.
Gedankenschnell verkohlen und verschwelen
der Menschen Häupter in der Hitze Raub.
Vom Feuerscheine ist der Strom umloht!
Die Silbervögel stürzen immer wieder
auf dieses Meer von Weibern, Kindern nieder,
und Bordgeschütze spenden reichen Tod.
Ein Dutzend Kilometer im Quadrat
Des heißen Brand und Tod zuletzt ihr eigen.
Wo noch vor Stunden eine deutsche Stadt,
da schwelen Trümmer, und Ruinen zeigen
aufwärts zum Tor, durch das der Mörder trat,
und klagen an als schamhaft stumme Zeugen.
Ringsum das Tagwerk grauenhafter Wut:
Verschmorte Kinder an verkohlten Brüsten,
verrenkt – ein Meer von Gliedern, Schultern, Hüften,
gegart, gesotten in verkohltem Blut.
Da lag ein Heer von Leichen hingestreut,
umarmend sich im Tode, Kinder Frauen,
und ich, bestellt – ein Zeuge all dem Grauen –
hielt ich als Kriegsversehrter mühsam Schritt.
Gekommen war ich in der Locken Blond-
Doch meine Jugend brach! Brach nicht am Tode,
sondern am Leide, das der Tod verschont
Weiß ward mein Haar, als ich dem Aufgebote
Endlich entrann und wieder heim – zur Front –
Und vor den Feind kam, der von Osten drohte.
Ich hatte einst ein schönes Vaterland,
Die Eichen standen vor dem Haus in Reih'n,
Und über mir die alte Linde stand,
Die ganze Nacht im Traume rauschte sie'n.
Und wenn der Sturm die Linde brach,
Und wenn die Eichen stürzten um,
Und wenn der Blitz die Dörfer schwärzte,
Und wenn die Flammen loderten,
So war es doch mein Vaterland,
Und was ich dort verlor,
Das kann ich hier nicht finden,
Und was ich hier gewinne,
Das kann ich dort nicht missen.
Feuertanz vom Himmel
Lüstern grellt hinab
Soldaten Christi Humanisti
Dresden sinkt ins Massengrab
Phosphorglut zur Elbe
wallend greift das Kind
des Albions Flieger tapfre Krieger
Mauer bricht im Aschewind
Sturmesbrand die Lunge
Brüllend reißt entzwei
Sir Churchills Heere Ruhm und Ehre
Asphalt schluckt des Flüchtlings Schrei
Hitzestoß zum Keller
Gierig schlägt ans Herz
MG-Piloten Freiheitsboten
Glocke stummt in Todes Schmerz
Du prächtig Wort: "Lieber tot als Sklav !"
O, brause du wie Nordlandssturm
durch alle deutschen Herzen hin,
vom meerbespülten Friesenland
bis zu der Alpen Hochgebirg,
und von den Alpen bis zum Meer
erdröhne donnernd wieder her,
rings alles rüttelnd aus dem Schlaf,
du stolzes Wort: "Lieber tot als Sklav !"
Der Deutsche im Angesicht von gestern und heute,
ist uneigennützig, braucht keine Beute -
seinen Verdienst, sein Seelenheil,
findet der deutsche Mensch allerweil,
im Blühen seiner müßig gesetzten Saat,
in dem, was endlich erwächst, aus seiner Tat.
Nicht Geldlohn, noch Lob sind ihm hohen Wertes,
zeigt sich Unrecht ihm, so bekämpft er es,
ohn‘ Eigennutz streitet und ficht er, der Sohn -
Friede, Heil und Glückseligkeit sind sein schönster Lohn.
Ob das Blutband im Unheil verwoben ist,
oder ob Fremdes Blut erfährt Leid und List -
ist in seinem Empfinden nicht mindergewichtet -
der Deutsche sieht es - der Deutsche richtet.
Selbst in schlimmsten Zeiten – in größter Not –
wenn alles was er liebt ist nah dem Tod,
steht ihm die Befreiung des Eigenen,
nur im ganzheitlichen Dienst aller Leidenden.
Sein Bestreben ist das Heil aller Wesen
auf der gesamten Mutter Erde.
Selbstlose Taten zeichnen sein Leben,
sind sein Vermächtnis, sind sein Erbe.
Es ist wahrlich kein Zwang, der ihn dabei leitet.
Sein Ahn ist ihm Vorbild, das vor ihm reitet,
sein Blut ist ihm Weiser,
der deutsche Allgeist sein Meister.
Des deutschen Volkes Hochgeist weiß,
dass er sein muss, wie er ist,
dass er handeln muss, wie er handelt
und, dass seine Taten im allgroßen Reigen,
den Weg zur Freiheit, den Weg ins Lichte zeigen!
Kameradschaft ist stärker als das Sterben.
Kameradschaft ist größer als der Tod.
Kameradschaft ist etwas Überirdisches.
In ihr glüht der Funke der Ewigkeit!
Die Geschichte der Völker gibt uns Kunde von den ohnmächtigen Bemühungen der politischen und kirchlichen Gewalten um Erhaltung des körperlichen und kirchlichen Sklaventums der Menschen;
die künftige Geschichte wird die Siege der Freiheit beschreiben, welche die Menschen durch die Erforschung des Grundes der Dinge und der Wahrheit erlangen!
Wir bauten gemeinsam das Schicksals-Schiff
Ich den Kompaß im Blick, Du das Ruder im Griff
Hol ein den Anker, es geht guter Wind
Die Segel gehißt, der Kurs ist bestimmt!
Leben ist Meer und die Liebe ein Schiff
Umschiffend in stürmischer See jedes Riff
Die Reise begannen wir einst zu zweit
Nun steht unsere Mannschaft bereit!
Die Sterne am Himmel lenken den Kahn
Er schneidet die Gischt auf wogender Bahn
Herrscht auch mal Flaute, die See spiegelglatt
Wir packen die Ruder und zwingen die Fahrt!
Leben ist Meer und die Liebe ein Schiff
Umschiffend in stürmischer See jedes Riff
Die Reise begannen wir einst zu zweit
Nun steht unsere Mannschaft bereit!
Ob Regen heut rinnt, ob Sonn morgen scheint
Seite an Seite stehn wir vereint
Im letzten Hafen finden wir Ruh
und schweben in Funken dem Sternenzelt zu!
Das Leben war mehr, unsre Liebe ein Schiff
umschiffte in stürmischer See manches Riff
Vollendet das Schicksal, die Reise zu zweit
Die Mannschaft fährt weiter, die Flotte bereit!
Ja, er wird kommen, der neue Kampf, sie wird aufblitzen, die neue Flamme der deutschen Begeisterung und des deutschen Ruhmes. Wie ein Strom, der, anfangs klein und namenlos, von Meile zu Meile seines Laufes immer von neuen Bächen und Quellen gemehrt und geschwellt wird und endlich in freudiger Fülle dem Meere zu braust, so wird die Meinung, eine öffentliche und deutsche Meinung, die jetzt kaum hier und da als ein stilles Bächlein rieselt, das von vielen frechen Händen mit Unrat besudelt und mit Schutt verstopft wird, endlich als ein voller und mächtiger Strom durch das ganze Volk dahin brausen und durch keine ängstlichen Späher und Auflaurer mehr zu hemmen sein.
Die Elenden, welche ein böses Gewissen plagt, oder deren satte und faule Dummheit die ganze Welt wie den Ochsen an seiner Krippe wiederkäuen lassen möchte, mögen es versuchen, wie sie wollen, die Kühnheit der Geister zu lähmen und die Freiheit der Gedanken zu schmälern, es wird ihnen nicht gelingen. Denn wahrlich, die Zeit wird kommen, wo mehr als ein Verräter, den die Gutmütigkeit des Volkes bis jetzt verschont hat, mit Zittern fliehen wird!
Ob wir überleben, ist weder sicher noch die Hauptsache.
Wie man aber später von uns denken wird, ist so wichtig wie daß man an uns denken wird.
Darin liegt auch unsere Zukunft.
Danach müssen wir hier leben, solange wir atmen.
Ein Deutschland, das an uns denkt, wird ein besseres Deutschland sein!
Es ist viel einfacher, für einen Irrtum zu sterben, als für eine Wahrheit zu leben.
Deutscher, der du die bittere Gegenwart leidest, der du geschlagen, bedrückt und verachtet bist unter den Völkern, der du die wehrlosen Hände rachsüchtigen Feinden hinhalten mußt; Deutscher, dem Wohlstand und Wohlfahrt zerbrachen, dem aus Gewinn und Genuß hoffärtiger Tage Armut und Ärgernis, Not und Verzweiflung kamen; Deutscher, den mehr als die Rachsucht der Feinde und mehr als die Not die Leichtfertigkeit schreckte, darin er sein Volk am Rand der Verkommenheit tanzen und Niedertracht über die Guten Gewalt haben sah; Deutscher, bedenke die Herkunft! Bedenke, daß deine Gegenwart gefüllt mit dem Schicksal all deiner Vergangenheit ist! Deutscher, laß ab von der Klage! Denn siehe, was dir geschah, geschieht deinen Vätern: deine Väter sind gegenwärtig in dir, weil dein Schicksal die Wage des Guten und Bösen aus ihrer Vergangenheit ist. Deutscher, sei ehrfürchtig deinen Großen; ob sie ihr Werk nur mühsam vermochten gegen dein träges, törichtes Herz, ob sie hinrauschten wie Adler oder mit gläubiger Einfalt durch deine taube Genügsamkeit gingen: alle sind deine Väter, und alle sind gegenwärtig in dir! Deutscher, sei deiner Vergangenheit trächtig, wie der Mittag von seinem Morgen gefüllt ist; Tracht und Trotz all ihrer Männer, Tat und Gedanken all ihres Schicksals bist du! Deutscher, sei deiner Gegenwart tapfer, weil du der Erbhalter bist größerer Dinge, als die an dem Tag hängen: Gutes und Böses will werden, wie Unkraut und Saat wird, und der Acker bist du! Deutscher, sei gläubig der Zukunft, der du die bittere Gegenwart leidest: Kinder und Kindeskinder, und alles, was über sie kommt, Stärke und Schwäche, Demut und Stolz, Hoffart und Kleinmut, alles, was einmal deutscher Lebenstag wird, alles bist du!
Wer niederträchtig,
eigennützig,
kriechend denkt,
ist überall Sklave;
wer edel,
uneigennützig,
großmütig denkt,
ist überall frei!
Viele der Ahnen findest du hier.
Von jedem führt eine Spur zu dir.
Von jedem ein Tropfen Blut in dir rinnt,
Der deine Bahn im geheimen bestimmt.
Ihr Tun und Denken schwingt in dir wieder -
Drückt das Gewicht ihrer Fehler nieder,
Hebt dich ihr Reichtum, ihr sehnendes Streben,
Kraft und Richtung soll es dir geben.
Hast versenkt du dich in ihr Geschick,
In ihr Kämpfen und Mühen, ihre Not, ihr Glück -
Dann blicke vorwärts und sei bereit,
Dein Werk zu tun zu deiner Zeit.
Liebe dies Leben! Umfasse es tief!
Erfühle den Sinn, wozu es dich rief!
Doch verlangt es von dir ein Ja oder Nein,
Bedenk, es gehört nicht dir allein!
Jeder Menschenkopf ist eine Sonne und seine Gedanken sind die überall hindringenden unsichtbaren Strahlen.
Könnten wir sie, wie bei der Sonne, mit unseren leiblichen Augen schauen, so würden sie uns in ihrer Gesamtheit erscheinen wie ein großer Lichtkreis, an dessen Ausdehnung und Leuchtkraft leicht zu erkennen wäre, einen Stern wievielter Größe wir vor uns haben!
Niedrigkeit und schlechte Sitten,
Lug und Trug und Schand und Schund
sind auf Erden wohlgelitten,
ist nur Geld damit im Bund!
Stark hinterm Pfluge sah ich einen schreiten,
die Hände hielten fest des Pfluges Griff,
die Erde quoll frisch duftend aus den Seiten
und ich begriff.
Wir wollen weiter in der Seele pflügen.
Die Saat geht auf, es kommt die neue Zeit,
vernichtet werden all die großen Lügen!
Wir sind bereit!
Nie ist Feindes Freundschaft ohne Tücke,
Nie das Wort des Feindes eine Brücke!
Das Mutterherz ist der schönste und unverlierbarste Platz des Sohnes, selbst wenn er schon graue Haare trägt.
Und jeder hat im ganzen Weltall nur ein einziges solches Herz!
Wo das Recht ist,
da wohnen von selber schon Freie,
und immer wo Freie sind,
waltet das Recht!
Die Freiheit, das Recht!
Ach, einsam sein! Wie stolz und einsam stand
Ich in der Heimat! Glücklich. Denn ich wollt's!
Ich war ein Baum, der aus dem Unterholz
Allein hinaussah in das weite Land.
Doch jetzt bin ich ein Baum, vom Uferrand
Hinweggerissen, als der Winter schmolz,
In dieses Großstadtstromes Wogenbrand –
Und wieder bin ich einsam – doch nicht stolz…
Denn was ist mir die wildbewegte Flut?
Was bin ihr ich? – Nur herrenlose Trift, –
Ein Teil der Masse, – im Gewühl allein – !
Und grausam fühl ich eins: Entwurzelt sein
Ist das gemeinste Schicksal, das uns trifft!
Die Heimat aber ist das höchste Gut!
Ja, lieber Vater, ich will Soldat werden, will das hier gewonnene glückliche und sorgenfreie Leben mit Freuden hinwerfen, um, sei's auch mit meinem Blute, mir ein Vaterland zu erkämpfen.
Nenn's nicht Übermut, Leichtsinn, Wildheit!
Vor zwei Jahren hätte ich es so nennen lassen;
jetzt, da ich weiß, welche Seligkeit in diesem Leben reifen kann, jetzt, da alle Sterne meines Gefühls in schöner Milde auf mich nieder leuchten, jetzt ist es ein würdiges Gefühl, das mich treibt, jetzt ist es die mächtige Überzeugung, daß kein Opfer zu groß ist für das höchste menschliche Gut, für seines Volkes Freiheit.
Vielleicht besagt Dir Dein bestochenes väterliches Herz:
Theodor ist zu größeren Zwecken da; er hätte auf einem anderen Felde Wichtigeres und Bedeutenderes leisten können; er ist der Menschheit noch ein großes Pfund zu berechnen schuldig."
Aber, Vater, meine Meinung ist die:
Zum Opfertode für die Freiheit und für die Ehre seiner Nation ist keiner zu gut, aber sind viele zu schlecht dazu!
Ehe schützt wie eine Mutter ihr Kind.
Ehe deckt den Gefährten.
Ehe steht wie ein Soldat für
die Ehre des Kameraden ein!
Unbekannt
In deine Erde erzverkrallt,
wir wollen wurzelnd bleiben,
von dir soll nimmer die Gewalt
der Menschen uns vertreiben.
Und ob uns auch die falsche Welt
mit Lug und schnöden Schlingen,
mit roten Waffen hält umstellt,
den Geist kann keiner zwingen.
O deutsche Heimat, schlicht und echt
noch ringst du schwer in Banden;
allein an deinem reinen Recht
bricht die Gewalt zuschanden.
Du wächst dich eisern an der Not,
zur Kraft wird dir die Wunde,
und deine Sterne sind nicht tot;
sie harren deiner Stunde.
Ich gehe langsam in den Laubengängen und zwischen den Wiesen hin und kann den Fuß auf keine Stelle setzen, die nicht vor langer, langer Zeit, oder vor einer noch nicht fernen, ein mir teurer Mensch betreten hat. Sie alle haben den dankbaren, fruchtbaren Boden unserer Heimat geliebt, und wenn ich über ihn hinschreite, umgeben sie mich, die Erbin dieser Liebe, sie mir ins Dasein, ich ihnen in den Tod getreu. Die Erinnerung knüpft ihre feinen, starken Fäden, trägt mir liebe Bilder, liebe Worte zu.