In allem ruht, wirkt und herrscht ein ewiges Gesetz, es sprach und spricht sich im Äußeren in der Natur, wie im Innern, in dem Geiste, und in dem beides Einenden, in dem Leben immer gleich klar und bestimmt aus!
Jahr: 1782 – 1852
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
In allem ruht, wirkt und herrscht ein ewiges Gesetz, es sprach und spricht sich im Äußeren in der Natur, wie im Innern, in dem Geiste, und in dem beides Einenden, in dem Leben immer gleich klar und bestimmt aus!
Der größte Lump im ganzen Land,
das ist und bleibt der Denunziant.
Heut gerne mit Moral und Haltung
In voller Qualitätsentfaltung
Und bist Du Anti, Trans und Klima,
dann grünst Du richtig, läuft es prima!
Dann bist Du Demokrat, kriegst Preis und Lob
Dann bist Du Pack nicht, und nicht phob!
Der Leugner, Schwurbler, Dumme, Krude,
hockt zwangsbeglückt in der Verschwörungsbude.
Er kann nicht für das Letzte kleben,
er muß nach nächsten Steuern streben.
Der zahlt die Zeche für den Handel.
Das bleibt sich gleich im Klimawandel!
Am 1. April sind alle Schafe hinter dem Wolf her.
Doch der fällt auf sowas nicht rein!
Von hier aus erklärt sich, daß die personalen Götter auf dem Rückzug sind, und zwar nicht, wie oftmals, in Regionen, sondern auf dem Erdball überhaupt. Es erklärt sich, daß die wiederhergestellte Monarchie ein immer schlechteres augurium hat und daß demokratische Formen auf unabsehbare Zeit vorherrschen werden, vom Weltregiment bis hinab in die kleinsten Zellen, bis in die Familie. Es erklärt sich, daß die Gefahr der Nationalkriege sich verringern, die der Bürgerkriege und Rassenzwiste dagegen wachsen wird.
Sei nicht geschickt, man wird dich wenig hassen,
Weil dir dann jeder ähnlich ist;
Doch je geschickter du vor vielen andern bist,
Je mehr nimm dich in acht,
dich prahlend sehn zu lassen.
Wahr ist's, man wird auf kurze Zeit
Von deinen Künsten rühmlich sprechen;
Doch traue nicht, bald folgt der Neid
Und macht aus der Geschicklichkeit
Ein unvergebliches Verbrechen!
Befreie dich vom Unwissen!
Es ist immer ein Zeichen von Unwissenheit, wenn man sich für allwissend hält.
Das einerseits – andererseits ist es eine verlogene Bescheidenheit, wenn man sich in Anlehnung an Sokrates rühmt:
Ich weiß, daß ich nichts weiß!
Irgendwas weiß jeder und wäre es nur, daß er mit geschlossenen Augen nicht sehen kann.
Das Vernünftigste ist:
Man bleibt ehrlich und gibt ruhig zu, daß man manches weiß und mehr nicht weiß!
Und ließest du die Heimat auch,
weltwärts gewendet das Gesicht,
kannst trennen dich von Baum und Strauch
von deiner Heimat nicht.
Sie ist von dir so sehr ein Teil:
wie Vater, Mutter, Weib und Kind,
die nicht von dir geschieden,
weil sie fortgegangen sind.
Vertriebest du aus deinem Tag
herzlos die Heimat Stück für Stück,
bei Nacht in deines Herzens Schlag
kehrt sie als Traum zurück.
Sie ist in deinem letzten Hauch,
ist in dem Blick, der dir zerbricht.
Denn ließest du die Heimat auch,
die Heimat läßt dich nicht!
Du fühlst das Blut in deinen Adern.
Du spürst der Ewigkeiten Hauch.
Du hörst die Rufe Deiner Ahnen
und ihre Lieder hörst Du auch.
Es ist der alten Sagen Klang.
Von wildem Kampf und kühnem Streit.
Du bist bereit zum letzten Gang.
Es ist so weit, es ist so weit.
Kannst Deine Beine nicht mehr fühlen,
selbst das Atmen fällt Dir schwer.
Du siehst den Lufttanz der Valkyren,
vor Dir im grauen Nebelmeer.
Du kannst nicht nach ihnen rufen,
denn Deine Lippen sind zu schwer.
Doch sie scheinen Dich zu suchen,
denn nur für Dich -
kamen sie her.
Für Deine Heimkehr nach Walhall!
Sie nehmen Dich in ihre Arme
und Du fühlst ein letztes Glück.
Dann tragen sie Dich zu den Sternen,
Dein toter Körper bleibt zurück.
Du siehst das Schlachtfeld jetzt von Oben,
alles so unbedeutend klein.
Vor Dir das Leuchten goldner Tore.
Das muss sie sein, das muss sie sein.
Deine Heimkehr nach Walhall!
Wo ist die Werkstatt, drin die sichere Waffe,
Das Wort, zum Pfeil, zum Schwert, zum Helm und Schild
Geschaffen wird? Nicht wenig liegt daran,
Zu Schutz und Trutz es tüchtig zu besitzen.
Es recht zu schmieden, ist die große Kunst,
Ist unsrer Zeit fast einziges Bestreben;
Denn nicht mehr auf des Degens Spitze nur –
Auch auf der Lippen Schneide ruht die Welt.
Schlafe wohl, geliebtes Kind,
so viel tapfre Helden sterben,
ganze Völker gar verderben,
und die Zeit verstiebt wie Wind;
wie soll da ein Mensch bestehn ?
Muß dies Ganze doch vergehn.
Schlafe wohl! Wir Armen, wir
bleiben, was wir immer waren:
jung von Weisheit, alt von Jahren,
unverständig für und für,
stumm an Mund, an Augen blind,
Kinder, wie wir kommen sind!
Und geht es draußen noch so toll,
unchristlich oder christlich,
ist doch die Welt, die schöne Welt,
so gänzlich unverwüstlich!
Gehst du im frühen Lenze durch den Wald,
Des Lebens froh im erst so stillen Reiche,
So hasten sinnend deine Blicke bald
Am frischen Wuchs der nächsten jungen Eiche;
Denn neben zarten Laubes grünem Braun,
Das aus den Knospen bricht in krauser Fülle,
Ist fahles Laub an jedem Zweig zu schau’n –
Vom letzten Jahr die abgestorbne Hülle.
Es haftet fest und zäh an seinem Ort,
Es sträubt verdrossen sich und will nicht weichen;
Nur ab und zu führt lose Blätter fort
Der laue Frühlingswind als Siegeszeichen,
Und eh’ am Boden und auf Weihers Grund
Das letzte Blatt vermodert und verrottet,
Hat raschelnd es das Blühen in der Rund’,
Hat es den Frühling hundertmal verspottet.
Und soll das fahle, winterliche Laub
Nicht bis zum Sommer seinen Platz bewahren,
So muß mit sieghaft-fröhlichem Geschnaub
Der Frühlingssturm durch alle Wipfel fahren.
Das thut es nicht, das kosend-linde Wehn,
Vor dem die Knospen aller Blumen springen;
Vor sanftem Hauch wird welkes Laub bestehn –
Der Sturm allein kann grüne Eichen bringen!
Und niederrauschen muß in warmer Nacht
Der Regen auch in dichten schweren Güssen;
Dann wird das Laub, das zagend sich und sacht
Herausgewagt, gewaltig wachsen müssen.
Dann hat für Welkes keinen Platz der Baum,
Er kann’s nicht länger neben Grünem tragen –
Zu bloßem Spuk, zu bloßem bangen Traum
Wird jenes für den Wald nach wenig Tagen.
Und ist es anders wohl in der Natur,
Als in der Völker, in der Menschheit Leben?
Des Neuen spottet oft des Alten Spur,
Das trotzig sucht am alten Ort zu kleben,
Und in den Frühling einer neuen Zeit
Siehst du, gespenstisch fast, das Alte ragen
Und höhnend macht ein Überrest sich breit
Aus längst vergangnen, überwundnen Tagen.
Da gilt es auch, mit froher Sturmesmacht
Hinwegzufegen, was da hemmt das Sprießen,
Mit milder Fluth in lauer Frühlingsnacht
Das junge Laub, das zage, zu begießen;
Und kam nach langer winterlicher Noth
Herauf des Jahres heißersehnte Wende,
So sei auch aufgeräumt mit dem, was todt,
Und nicht verzögert sei des Alten Ende!
Die Zeit verlangt ein männlich-kühnes Wort –
Ihr frommen nicht die Halben und die Lauen,
Die rechts und links bedenklich immerfort,
Die vor- und rückwärts ängstlich-zaudernd schauen.
In unsre Zelte laden die wir ein,
Die’s mit dem Neuen treu und ehrlich halten;
Wir werden Sturm und warmer Regen sein –
Dem Neuen Freund, doch Feind dem Todten, Alten!
Ein Erlöser hilft dir nicht.
Alles ist an dir gelegen,
Deiner Kräfte mutgem Regen,
Ein Erlöser hilft dir nicht.
Wer auf Fremdes Hoffnung setzet,
Wird im Lebenssturm zerfetzet,
Wie ein Rohr im Wind zerbricht.
Aber seinem Können trauen,
Nicht auf Himmelshilfe schauen,
Nicht auf Strafe, nie auf Lohn,
Ist des wahren Mannes Würde;
Tapfer trägt er seine Bürde,
Kniet nicht vor Jehovas Thron.
Mögen Schwache knechtisch flehen,
Bange nach dem Heiland sehen,
Ihrer Manneskraft mißtrau`n!
Uns erblühen Gotteswerke
Aus der Menschen Stolz und Stärke,
Die sich selbst ins Ewge bau`n!
Das war ein alter König, sein Herz war schwer und bang,
Er saß auf seinem Throne, und seufzte lang und lang.
Ach! sprach er, wie mich drückt das Herz,
Wie lastet mir das Haupt!
Ich möcht’ es gerne von mir werfen,
Doch darf ich’s nicht.
Wo wäre denn Vernunft und Recht?
Ich sehe nichts als Büttel und als Knecht.
Man stürmt und braust und peitscht nach Noten
Den Sklaven hier, dort den Heloten.
Das alt-meropische Geschlecht
Hat jederzeit, wo ihm Gefahren drohten,
Sich in die Wette feil geboten.
Kaum ruft es: "Dieser ist Tyrann!"
So straft's mit Wut und eilt und wählet dann
Den zehnfach schlimmeren Despoten!
Das Erste sei, daß man der Welt sich freue,
sich vor den Andern froh empfinden lerne
in stiller Nähe wie in bunter Ferne
das Alte frisch genieße wie das Neue.
Doch schaff dir auch ein Herz voll stolzer Treue,
eins in sich selbst und seinem tiefsten Kerne!
Der Freie traut durch Wolken seinem Sterne
Das Brandmal aller Sklaven ist die Reue!
Frühlingssegen
Der Schlehbusch am Wege
Schimmert in Blüthen,
An den Geländen
Des Thales entlang
Schreitet der Frühling
Mit segnenden Händen.
Über den Wiesen
Hängt Glockenklang,
Flüsternde Stimmchen
Erwachen im Dorn,
Und auf den Feldern,
Aus Schollen und Ritzen,
Lugt es hervor
Mit grünlichen Spitzen,
Das heilige Korn!
Das war ein Traum, ein schöner Traum,
Ein Traum von deutscher Freiheit,
Ein Traum von deutscher Einheit,
Ein Traum von deutscher Ehre.
Doch als ich aufgewacht,
Da war die Freiheit fort,
Die Einheit war verschwunden,
Und die Ehre war dahin.
Doch träumt' ich weiter, träumt' ich fort,
Von einem neuen Deutschland,
Wo Freiheit, Einheit, Ehre
Wieder blühen sollen.
Durch mühen, nicht durch schmeicheln
Redlich will ich lieber schwitzen,
Als die Heuchler-Bank besitzen.
Besser harte Fäuste strecken,
Als von fremdem Schweiße lecken.
Besser was mit Noth erwerben,
Als gut leben, furchtsam sterben!
Das ist seit dem Garten Eden
der logische Verlauf:
Wenn Frauen über Weiber reden,
dann hört die Dame auf.
Froh sah ich dich aufblühn,
du freudiger Held,
lang folg ich dir schwebend
und schweigend gesellt.
Oft küßt' ich des Schlummernden
Schläfe gelind
und leise die Locken,
die dir wehen in dem Wind.
Hoch flog ich zu Häupten,
- du kanntest mich kaum -
durch die Wipfel der Wälder,
dein Trost und dein Traum.
Ich brach vor dem Bugspriet
durch Brandung dir Bahn,
vor dem Schiffe dir schwamm ich,
weiß-schwingig, ein Schwan.
Ich zog dir zum Ziele
den zischenden Pfeil,
aufriß ich das Roß dir,
das gestrauchelt am Steil.
Oft fing ich des Feindes
geschwungenes Schwert,
lang hab' ich die Lanzen
vom Leib dir gewehrt.
Und nun, da die Norne
den Tod dir verhängt,
hab' ich dir den schnellsten,
den schönsten geschenkt.
"Sieg!" riefest du selig,
"Sieg, Sieg allerwärts!"
da lenkt' ich die Lanze
dir ins herrliche Herz.
Du lächeltest lieblich -
ich umfing dich im Fall -
Ich küsse die Wunde -
und nun auf - nach Walhall!
Wenn wir den letzten Atemzug getan, der letzte Hauch,
unseren irdischen Körper verlassen hat.
Begibt sich unsere Seele auf ihren letzten Weg.
Sie durchschreitet scheinbar mühelos die granitene Mauer
des Geistes und der Zeit, die unser irdisches Dasein vom
zeitlosen Sein trennt.
Sie geht auf ihren Weg,
getrieben von einer geheimnisvollen Unruhe,
einer Sehnsucht nach jenem fernen
frühlingshaften Ort am Horizont der Zeit.
Ihrer Heimat, dort, wo ewiger Friede,
ewige Freude und die ewige Liebe
ihre gemeinsame Wohnstatt teilen.
Dort ruht Sie sich aus, wartet mit Freude
und voller Zuversicht, geduldig,
bis ihre Lieben zum freudigen
Wiedersehen eintreffen,
um mit ihr zu sein für immer, zeitlos auf ewig!
Du hast dem Büchlein Sorgfalt und Sinn abgefühlt, die ich ihm gewidmet und verliehen habe; Es ist in dem lieben Deutschland verschollen und mit vielem andern Guten und Nützlichen von den Sandweben des Tags zugedeckt, wird aber immer doch wieder einmal wie der Bernstein ausgeschwemmt oder gegraben!
Oh, leide nun, einst freies Volk,
Und büße deiner Väter Sünden,
Die im Verrat an Brüdern münden,
Als der Verblendung blind gefolgt!
Als sie der Freiheit ihr Geschlecht
Beraubt durch scharfe Schwerterklingen,
um für den Adelsstand zu dienen,
Wohl sein allein sei Herrscherrecht.
Besinne dich, einst stolzes Volk!
Aus Leiden soll Erkenntnis mehren,
Allein die Bruderschaft zu ehren,
Nur in der Einigkeit Erfolg!
Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang.
Wir sagten: Deutschland
und nannten das Reich,
das uns die Seelen versengte,
brünstig im Kreis der Verschwörer.
So nur, Vermummte,
durften wir nicht dienen,
Kinder des größeren Vaterland.
Du aber, Heimat,
warst unseren Herzen verloren,
dein Name, geschändet,
schmeckte bitter
den widerwilligen Lippen.
Vergeudet schien uns all deine Fülle
und jede Blüte
zu früher Welke verworfen.
Fruchtlos dünkt uns dein Stamm...
Doch er, selbst in der Mitte
des Herzens heimlich erbebend,
schaute das holde Gefilde,
das seine Kindheit geboren,
nannte es: Heimat, Heimat.
Bekannte sich selbst ihm verschworen.
Wenn Kinder und Enkel einst singen,
singet nicht nur der Freiheit
stolzeren Namen,
singt nicht nur des wachsenden Reiches
hohe Gewalt und Würde,
singet, daß uns zur Mutter
wiedergegeben wurde,
ewig zu dauern
die Heimat!
Manche Pisa-Jünger werden auch dann nicht bessere Rechtschreibung lernen, wenn man ihnen öfter Suppe mit Buchstabennudeln serviert...
Fühlst Du durch die Winternacht
Durch der kalten Sternlein Zittern
Durch der Eiskristalle Pracht
Wie sie flimmern und zersplittern,
Fühlst nicht nahen laue Mahnung,
Keimen leise Frühlingsahnung?
Drunten schläft der Frühlingsmorgen
Quillt in gährenden Gewalten
Und, ob heute noch verborgen,
Sprengt er rings das Eis in Spalten:
Und in wirbelnd lauem Wehen
Braust er denen, die's verstehen.
Hörst Du aus der Worte Hall,
Wie sie kühn und trotzig klettern
Und mit jugendlichem Prall
Klirrend eine Welt zerschmettern:
Hörst Du nicht die leise Mahnung,
Warmen Lebensfrühlings Ahnung?
Es bleibt daher wohl nichts weiter übrig, als zu tun, was unsere Vorfahren getan haben:
Nicht zu handeln und zu beobachten ohne zu denken, und nicht zu denken ohne zu handeln und zu beobachten; ja, uns so zu gewöhnen, daß unsere ganze Natur, mit allen ihren Fähigkeiten, zusammen und einzeln, so gut es nur gehen mag, wirken könne!
Dem Land wo meine Wiege stand,
Ist doch kein andres gleich,
Es ist mein liebes Vaterland
Und heißt: Das Deutsche Reich.
Und böten fremde Länder mir
Noch mehr von Freud` und Glück,
Das Heimweh führte mich doch zu dir,
Mein Deutschland, mich zurück!
Es gibt für den charakterfesten Mann kein überzeugenderes Mittel,
daß er das rechte getroffen,
als wenn ein gewisses Gesindel darüber vor Ärger fast bersten möchte.
Edel ist der Wehr im Geist.
Edel fließt im Blute.
Edel ist, wer denkt gescheit.
Edel ist der Tugend Stube.
Edel ist der Wehr im Geist.
Der Edle tut das Gute.
Edel ist, wer Stärke zeigt.
Wer edel schreibt, hat Mute!
Wie verblüffend tiefsinnig kann ein Kindermund plaudern!
Als ich meinem Nichtchen von 4 Jahren den Tod ihrer Großmutter mit stillen Worten begreiflich zu machen suchte, sagte diese kleine Prophetin einer ganz neuen Weltanschauung:
"Weiß schon, Großmama ist einfach zurückgeboren!"
Trutz euch!
Ihr kriegt mich nicht nieder,
Ohnmächtige Tröpfe!
Ich komme wieder und wieder,
Und meine steigenden Lieder
Wachsen begrabend euch über die Köpfe!
Jeder Mensch bekommt bei seiner Geburt eine kleine Werkzeugkiste mit auf den weiteren Lebensweg, Inhalt und Umfang der Kiste unterscheiden sich von Kind zu Kind. Wir nutzen sie täglich. Im Laufe des Lebens, durch Erfahrungen und Ausbildung erlernen wir unser Handwerk und unsere Ausrüstung einzusetzen; es kommt neues Werkzeug hinzu - wir spielen auf unseren Instrumenten. Der eine geht sorgsam mit seiner Kiste und pfleglich mit dem Inhalt um, ist um Mehrung seiner Fähigkeiten bedacht. Ein anderer denkt, der Koffer ist ohnehin unendlich voll, die Zange verrostet, die Säge wird zahnlos, der Hobel stumpf und der Koffer ertrinkt im Schmutz und Unrat. Am Ende seiner Tage wird letzterer feststellen, daß er nicht dazu in der Lage war, aus der Fülle seiner Möglichkeiten zu schöpfen und ein Werk zu schaffen, das ihn selbst überdauert und jenen gerecht zu werden, die ihm die Kiste vererbten. Der erste jedoch schuf aus dem kleinen Grundstock seiner Kiste, die ihm in die Wiege gelegt wurde, neues Werkzeug, daraus eine ganze Werkstatt und letztlich ein Fundament, ein Haus, eine Heimstatt, einen Ruhe- und Kraftpol, aus dem er wiederum stetig schöpfen konnte. Er fand eine Gefährtin. Sie legten ihre Werkstätten zusammen und schreinerten eine kleine Wiege. Sie suchten sich einzelne Werkzeuge aus ihren Beständen aus- und packten sie in eine kleine Werkzeugkiste
O Heimatslied aus Volkesmund,
So schneidighell wie Schwerterklang,
So kühn, wie’s je in heißer Stund‘
Aus starken Männerkehlen drang;
Bald zarter Liebe, Leid und Lust,
Der eignen Schönheit unbewußt,
Bald dämmrigschauernd Ammenlied,
So gleichbewegt wie Glockenton,
Vom Abglanz alter Zeit durchglüht,
Vom Volke fast vergessen schon –
Ihr Lieder, wild und wehmutsschwer,
Wer weiß, ob ich euch nochmals hör!
Der Schnee, der gestern noch in Flöckchen
Vom Himmel fiel,
Hängt nun geronnen heut' als Glöckchen
Am zarten Stiel.
Schneeglöckchen läutet; was bedeutet's
Im stillen Hain?
O komm geschwind! Im Haine läutet's
Den Frühling ein.
O kommt, ihr Blätter, Blüt' und Blume,
Die ihr noch träumt,
All' zu des Frühlings Heiligtume!
Kommt ungesäumt!
O lernet doch ihr armen Knecht‘ und Wichte,
o lernt doch unseres deutschen Volks Geschichte,
und preist nicht groß und herrlich jene Zeit,
die Zeit der niedrigsten Erbärmlichkeit!
Doch nein, ihr bleibt bei eurem dummen Schwätzen,
ihr wollt der guten Zeit ein Denkmal setzten –
Wohlan, so gießt die Zopfzeit dann in Erz,
und gießt hinein des deutschen Volkes Schmerz!
Von Außen woll'n sie dich bekehren,
dich fügsam machen und belehren,
was richtig für dich, was für sie wahr,
doch du bist nicht beeinflussbar.
Dein Geist zum Denken,
wird dich lenken,
wohin du siehst oder auch gehst,
zu welcher Seite du dich drehst.
Deine Gedanken und dessen Handlung,
führen zu deiner wahrhaftigen Wandlung,
warst manipuliert aus jeder Richtung,
deine jetzigen Ziele, entspringen deiner Dichtung!
Ein getreues Herze wissen
Hat des höchsten Schatzes Preis.
Der ist selig zu begrüßen,
Der ein treues Herze weiß.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.
Läuft das Glücke gleich zu Zeiten
Anders, als man will und meint,
Ein getreues Herz hilft streiten
Wider alles, was ist feind.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.
Gunst, die kehrt sich nach dem Glücke
Geld und Reichtum, das zerstäubt,
Schönheit läßt uns bald zurücke,
Ein getreues Herze bleibt.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze.
Nichts ist Süßers als zwei Treue,
Wenn sie eines worden sein.
Dies ist's, das ich mich erfreue,
Und sie gibt ihr Ja auch drein.
Mir ist wohl bei höchstem Schmerze
Denn ich weiß ein treues Herze!
Geh', o Mensch, und säe Thaten
In den Acker deiner Zeit,
Deines Wohlthuns edle Saaten
Reifen für die Ewigkeit.
Darfst du heut' nicht Früchte schauen,
Lerne auf die Zukunft bauen;
Wenn schon lang dein Hügel grün,
Kann dir noch die Ernte blüh'n!
Muß ich im Gefängnis sitzen,
Wird die Zeit mir lang;
Muß vor Ungeduld ich schwitzen,
Mir wird doch nicht bang!
Fünfmal hunderttausend Streiter
Stehen für mich ein;
Ziehn die Kreise immer weiter,
Bald wird Frühling sein!
Bin ich auch zur Zeit gefangen,
Ist die Seele krank,
Wächst in mir auch das Verlangen:
Deutscher Freiheitsdrang -
Will ich in Geduld mich fassen,
Warten auf die Zeit,
Die doch, trotz Verbot und Hassen,
Endlich mich befreit.
Dann marschieren Sturmkolonnen
Durch befreites Land.
Arbeiter, der Fron entronnen,
Reichen sich die Hand.
Und am Himmel, immer weiter
Über Kampf und Tod
Geht es auf und leuchtet weiter
Deutschlands Morgenrot.