Die Heimat, die Heimat, wie selig und schön,
Wo die Winde so lau und die Lüfte so weh’n,
Wo die Vögel so fröhlich im Walde so grün,
Wo die Quellen so helle, so silbern entfliehn.
Jahr: 1843
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Die Heimat, die Heimat, wie selig und schön,
Wo die Winde so lau und die Lüfte so weh’n,
Wo die Vögel so fröhlich im Walde so grün,
Wo die Quellen so helle, so silbern entfliehn.
Nur in dem Boden des allgemeinen Wohlstandes wurzelt der Nationalgeist,
treibt er schöne Blüten und reiche Früchte;
nur aus der Einheit der materiellen Interessen erwächst die geistige und nur aus beiden die Nationalkraft!
Das Bauerntum ist der Träger der substantiellen Sitte und Denkart, seßhafter Heimatsliebe, soliden Familiengefühls und unreflektierter Autoritätsgläubigkeit. Es bildet das stabilste Element der Gesellschaft, den Hemmschuh abstrakt nivellierender Politik und die Garantie stetiger Entwicklung des Staates.
Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk,
Das höchste Gut des Volkes ist sein Recht.
Des Volkes Seele lebt in seiner Sprache.
Dem Volk, dem Recht und unsrer Sprache treu
Fand uns der Tag, wird jeder Tag uns finden.
Pflichttreue ist eines der schönsten Wörter der lieben deutschen Sprache;
sie kann stolz sein, es zu besitzen!
Ihr lieben Herrn, was forschet ihr,
Ob ich wohl sei ein Dichter?
Ich habe nichts für euch gemacht,
Ich habe nur ans Volk gedacht,
Das Volk nur ist mein Richter.
Und wie des Volkes Noth und Pein
Mir ist ins Herz gedrungen,
So hab' ich was ich sah und fand
Zurück ins Volk, ins Vaterland
Auch wiederum gesungen.
Nun weiß von seiner Noth und Pein
Das ganze Volk zu singen;
Es fragt nicht, ob es euch gefällt,
Es singet frei durch alle Welt,
Das euch die Ohren klingen.
Deutschland muss größer werden!
So hör ich rufen allerwärts.
Ja, es muss größer werden,
muss reichen auf der Erden
in jedes Hirn und Herz!
Deutschland muss stärker werden!
Kraft blüh aus jedem Schuss und Streich!
Ja, es muss stärker werden,
muss gründen auf der Erden
der Menschheit goldnes Reich!
Deutsches Herz, verzage nicht;
tu, was dein Gewissen spricht,
dieser Strahl des Himmelslichts;
tue recht und fürchte nichts.
Baue nicht auf bunten Schein,
Lug und Trug ist dir zu fein,
schlecht gerät dir List und Kunst,
Freiheit wird dir eitel Dunst.
Doch die Treue ehrenfest
und die Liebe, die nicht lässt,
Einfalt, Demut, Redlichkeit
stehn dir wohl, du Sohn vom Teut!
Wohl steht dir das grade Wort,
wohl der Speer, der gerade bohrt,
wohl das Schwert, das offen sticht
und von vorn die Brust durchsticht.
Deutsche Freiheit, deutscher Gott,
deutscher Glaube ohne Spott,
deutsches Herz und deutscher Stahl
sind vier Helden allzumal.
Diese stehn wie Felsenburg,
diese fechten alles durch,
diese halten tapfer aus
in Gefahr und Todesbraus.
Deutsches Herz, verzage nicht;
tu, was dein Gewissen spricht,
redlich folge seiner Spur,
redlich hält es seinen Schwur.
Der Wind schlägt um!
Wir hören es am Toben uns'rer Feinde,
wissen es im Kreise uns'rer Freunde,
und mancher Enkel fragt nun schon: Warum?
- Der Wind schlägt um! -
Die Seele ringt sich frei aus tiefem Schlamme,
in deutschen Herzen lodert neu die Flamme!
Und manch gebeugter Nacken reckt sich stumm.
- Der Wind schlägt um! -
Der Deutsche kann nicht mehr in Knechtschaft leben.
Gerechtigkeit beginnt sich zu erheben.
Nicht jeder Richter macht den Rücken krumm.
- Der Wind schlägt um! -
Die Deutschen hören auf, sich zu bekriegen
und wissen: Nur gemeinsam kann man siegen!
Und lauter wird der Ruf um uns herum:
- Der Wind schlägt um! -
Die Muttersprache kann zu allem übrigen sagen:
Ohne mich könnt ihr nichts tun.
Wer mich verachtet, der wird wieder verachtet von seinem Zeitalter und schnell vergessen von der Nachwelt!
Sinnlos ist das Wort verschwendet
An den Höhrer, der nicht handelt!
Nimmer wird die Not gewendet,
Wenn ihr nicht euch selber wandelt.
Stimmen hallen in den Lüften,
Aller Winde leichter Raub;
Stimmen stiegen aus den Grüften,
Aber euer Ohr ward taub.
Hört die Worte hoher Ahnen,
Die seit langem nach euch suchen,
Folgt den Stimmen, die euch mahnen,
Daß nicht Enkel einst euch fluchen!
Wie könnt' ich dein vergessen,
Ich weiß, was du mir bist;
Wenn auch die Welt ihr Liebstes
Und Bestes bald vergißt.
Ich sing es hell und ruf es laut:
Mein Vaterland ist meine Braut.
Wie könnt' ich dein vergessen,
Dein denk' ich allezeit;
Ich bin mit dir verbunden,
Mit dir in Freud und Leid.
Ich will für dich im Kampfe steh'n,
Und sollt' es sein, mit dir vergeh'n.
Wie könnt' ich dein vergessen,
Ich weiß, was du mir bist;
So lang ein Hauch von Liebe
Und Leben in mir ist.
Ich such nichts, als dich allein,
Als deiner Liebe wert zu sein!
Ahn und Enkel fallen,
werden bald zunicht,
mächtig aus uns allen
wächst Du, Volk, ins Licht!
Totengräber, schaufle mir ein Grab,
Immer tiefer
Sinkt mein liebes Vaterland hinab,
Totengräber, schaufle mir ein Grab.
In den alten Eichenwäldern stand
Einst die Größe,
Schüttelte ein Wetter in der Hand.-
Schreckbar warst Du, deutsches Vaterland.
Aber nun- wie schrümpft die Riesin ein!
Buben lichten
Unsrer alten Größe Schattenhain;
Und das graue Heldenvolk wird klein.
Auslandsliebe, Weiberweichlichkeit,
freches Knien
Vor dem Modegötzen unsrer Zeit
Hat dich, armes Vaterland, erweicht.
Vaterland, das mir mein Leben gab,
Sieh mich weinen;
Ach, wie tief, wie tief sinkst Du hinab!-
Totengräber, schaufle mir ein Grab.
Im Krug zum grünen Kranze
Da kehrt ich durstig ein:
Da saß ein Wandrer drinnen
Am Tisch bei kühlem Wein.
Ein Glas war eingegossen,
Das wurde nimmer leer;
Sein Haupt ruht′ auf dem Bündel,
Als wär′s ihm viel zu schwer.
Ich tät mich zu ihm setzen,
Ich sah ihm ins Gesicht,
Das schien mir gar befreundet,
Und dennoch kannt ich′s nicht.
Da sah auch mir ins Auge
Der fremde Wandersmann,
Und füllte meinen Becher,
Und sah mich wieder an.
Hei, was die Becher klangen,
Wie brannte Hand in Hand:
»Es lebe die Liebste deine,
Herzbruder, im Vaterland!'
Ernte im Seelisch - Geistigen bedeutet zu erkennen und zu verinnerlichen was uns zugewachsen ist. Kann unserem Volke größeres zu Teil werden, als den Welten - Sinn des ganzen Zeitkreises von rd. 26 000 Jahren zu verstehen? Von diesem Kreis, der sich an der Zeitenwende nun schließt, spricht Schiller. Darin eingeschlossen liegt auch das Dunkel, die ganze Last, die den Völkern, die der Menschheit in den zurückliegenden Jahrhunderten auferlegt wurde. Wir können es nicht fassen. Dem Worte Schillers dürfen wir entnehmen: Der Sinn der Welt wächst unserem Volke zu, ist dessen Bestimmung. Das heißt, das wahrhaft Göttliche im Kosmos, im Weltall, erwacht in unserem Innern und wird im Volke sich seiner selbst wieder bewußt. das Erkennen und Wirken unserer Kulturschaffenden, das Wilhelm von Humboldt in der Gedankenwelt Friedrich von Schillers (beispielhaft) beschrieben hat, wird Allgemeingut des Volkes:
Dieser Glaube an die dem Menschen unsichtbar innewohnende Kraft, die erhabene und so tiefe wahre Ansicht, daß es eine innere geheime Übereinstimmung geben muß zwischen ihr und der das ganze Weltall ordnende und regierende, da alle Wahrheit nur Abglanz der ewigen, Ursprünglichen sein kann, war ein charakteristischer Zug in Schillers Ideensystem.
Das Weltempfinden unseres Volkes. In diese hier beschriebene Ideenwelt hinauszuwachsen ist die Wiedergeburt der Religion als Aufgabe des deutschen Geistes, das bestimmte Ziel aller seiner Bestrebungen. (Schelling) Die Religion mit neuem Gottesbegriff, gewaltiger und vor allem richtiger als der bisherige!.
Wer Korn sät, sät Heiligkeit!
Dies ist ein Jahrtausende alter Bauernspruch, ein Wort aus jener Zeit, in der wir noch wußten, was Säen und Ernten für den Erhalt des Lebens bedeuten und für den Erntesegen darum auch in rechter Weise dankten.
Sie ist an Geist und Herzen ohne Tadel,
Verbindlich gegen jedermann,
Und, was man fast nicht glauben kann,
Bei allem dem, von altem deutschem Adel!
Deutsche Kunst in uns aufzunehmen heißt:
In Kontakt mit dem Seelenleben unserer Vorfahren treten.
Deutsche Kunst verstehen heißt:
Uns selbst verstehen, unsere angeborenen Anlagen und was das Schicksal aus ihnen gemacht hat, unser Selbstgeschaffenes und unser Erworbenes, unser Erreichtes und unser Versäumtes, unser Glück und unsere Verluste!
Denn niemals, wohin ich mich auch, durch die Umstände gedrängt,
wenden muss, wird mein Herz ein anderes Vaterland wählen als das,
worin ich geboren bin!
Ich bin aus Deutschlands Mitte, aus dem Herzen des Landes,
Wo die Flüsse sich vereinen und die Wälder sich neigen.
Dort, wo die alten Eichen stehen, bin ich geboren,
Und die Liebe zu diesem Boden, die trage ich in meinem Herzen.
Die Felder, die Wiesen, die Dörfer, die Städte,
Alles ist Heimat, alles ist vertraut.
Die Sprache, die Lieder, die Bräuche, die Sitten,
Alles gehört zu uns, alles ist unser Gut.
Und wenn ich auch weit fortgehe, in fremde Länder,
Bleibt doch mein Herz hier, bleibt meine Seele hier.
Denn Heimat ist mehr als ein Ort, mehr als ein Land,
Heimat ist das, was uns verbindet, was uns trägt und hält.
Ich hatte einst ein schönes Vaterland,
Die Eichen standen vor dem Haus in Reihen,
Und wenn der Lenz kam, war es wie ein Märchenland,
Und alles blühte, alles war voll Freude und Vertrauen.
Nun ist es anders, und ich weiß nicht, wie,
Ein fremdes Volk hat sich in unser Land gedrängt,
Und wo die Eichen standen, da sind Stümpfe nur,
Und wo die Freude war, da ist nur noch Verlangen.
Doch in der Seele hab' ich noch das Bild,
Das schöne, alte, deutsche Vaterland,
Und wenn ich träume, träume ich von ihm,
Und in dem Traum ist alles wie es war.
Über den Bach sich beugen,
tief das Haupt verneigen
vor dem reinen und klaren
in dem hellen und wahren
Wasser, das Vater und Mutter,
Schwester und Bruder,
Sein und Leben
und alles dir ist!
Auch meine Ahnen
waren Schmiede,
drum bin ich
auf der Eisenstraße
ganz daheim,
sie hämmerten
und glühten,
schufen Hufe,
sie lachten
voller Fleiß und Freud
ins Feuer
und
schmiedeten
die Räder,
bis sie rund.
Wenn mir das Leben heut
zu hart erscheint,
denk ich der Ahnen,
blas heftig in die Glut
und pack das Eisen an,
auch wenn es heiß!
Es halte der Enkel im Herzen die Taten,
Die einstmals von Ahnen zum Heil ihm geschahn.
Er hüte die Früchte und wahre die Saaten,
Und denke beim Planen und achte im Raten
Des Werks, das die Väter vor Zeiten getan.
Zerfielen zu Staub auch die Ahnen, die alten
Bebauer des Grundes, auf dem wir nun stehn,
So wirkt im Enkel doch weiter ihr Walten,
Denn wenn dieses Volk die der hohen Gestalten
Vergäße, so wird es in Schande vergehn!
Drum hütet die Güter,
Die Ahnen euch spenden
Seid Schirmer, seid Hüter,
Mit sorglichen Händen
Das Werk zu vollenden!
Du deutsche Eiche stehst im Sturm,
kräftig und mit fester Rinde,
stabiler als der Eiffelturm,
ohne Schrauben und Gewinde.
Du deutsche Eiche hast erlebt,
manchen Krieg und Hungertage,
und du bist trotzdem noch bestrebt,
hart zu sein, in jeder Lage.
Du deutsche Eiche bist gesund,
und hältst dem größten Unheil stand,
du bist bekannt in aller Mund,
und wirst geliebt im ganzen Land.
Du deutsche Eiche spürst sofort,
wenn Gewitterwolken toben,
und wenn es grollt in jedem Ort,
ist dein Widerstand zu loben.
Du deutsche Eiche bist Symbol,
und Vorzeigbaum auf dieser Welt,
du bist ein starker Ruhepol,
der wunderschön ist und gefällt.
Du deutsche Eiche voller Saft,
sollst wachsen stets und alle Zeit,
uns Mut eingeben und viel Kraft,
für Liebe und für Menschlichkeit.
Wie oft in alten Geschlechtern
ein altes Erinnern erwacht!
Da denkt der Enkel wohl Pläne,
die einst der Ahnherr gedacht.
Da trägt der Enkel die Züge
des Ahnen und spricht wie er!
Bleib du, wie du es immer warst, der Scholle
Getreuer Sohn – wie auch die rasche Welt,
Die wandelbare, ewig unruhvolle,
Ihr Schwert und ihre Siegesfahnen stellt.
Pflüg deine Erde, säe deine Saaten
Und tu das Rechte, grad und ohne Scheu,
Wie es in schwerster Zeit die Väter taten,
Nur ihrem Volke und sich selber treu.
Ich steh in Waldeschatten
wie an des Lebens Rand,
die Länder
wie dämmernden Matten,
der Strom
wie ein silbern Band.
Von fern nur
schlagen die Glocken
über die Wälder herein.
Ein Reh
hebt den Kopf erschrocken
und schlummert
gleich wieder ein.
Der Wald aber rührte
die Wipfel
im Traum von der Felsenwand,
denn der Wind geht
über die Gipfel
und segnet das stille Land.
Ich bin aus Deutschlands Mitte, dort, wo die Eichen stehen,
Wo die alten Lieder klingen, die uns die Väter sangen.
Dort, wo die Flüsse rauschen, wo die Wälder rauschen,
Dort, wo die Herzen schlagen, die für das Vaterland glühen.
Ich bin aus Deutschlands Mitte, dort, wo die Glocken läuten,
Wo die alten Sitten herrschen, die uns die Väter lehrten.
Dort, wo die Felder blühen, wo die Dörfer liegen,
Dort, wo die Seelen weben, die für das Vaterland weben.
Ich nahm den Stab zu wandern,
Durch Deutschland ging die Fahrt,
Man pries mir ja vor andern
Der Deutschen Sinn und Art.
Dem Lande blieb ich ferne,
Wo die Orangen glühn;
Erst kennt ich jenes gerne,
Wo die Kartoffeln blühn!
Französisch klingt wie ein elegantes Streichorchester,
Italienisch hat mehr Cello dabei und sonores Blech.
Aber die deutsche Sprache ist ein Orgelspiel!
Eh daß der Bauer untreu wird.
eh muß die Erd vergehen,
daß er kein festen Stand mehr findt,
seinen Mann im Streit zu stehen.
Eh daß der Bauer untreu wird,
müssen die Stern zerbrechen,
daß für den Bauern kein Licht mehr ist,
zu rechten und zu rächen.
Eh daß der Bauer untreu wird,
eh muß er selbst verderben ---
doch Bauerntreu und Bauernstolz
sind stärker als das Sterben!
Nun schließt sich bald der Ring, die Tage enden;
Mein Heimatland, ich kehr zu dir zurück.
Ganz still und leis’ will ich dir wiedergeben
Mein Herz und all mein reiches, schönes Leben.
Denn ich bin fertig, all die goldnen Ähren
Sind ausgereift und harren auf den Schnitt.
So gönn’ mir du, daß man zur Ruh mich bette,
Mein Heimatland, die letzte Schlummerstätte.
Ich liebte so die Blumen und die Sterne,
Den grünen Wald, der Vöglein süßen Sang,
Das große Leuchten in der weiten Ferne,
Der Meereswellen heimatlichen Klang.
Ich geh’ nun fort, doch laß ich euch hinieden
Das ewge Licht und heilgen Frieden!
Laß sie man ruhig so weitermachen.
Eines Tages wird die Reaktion schon kommen und das Niedersachsenblut sich melden.
Dann findet sich auch der Führer.
Das innerste Wesen eines Volkes läßt sich auf die Dauer nicht unterdrücken!
Es gibt überhaupt keinen Grund, daß wir nationale Gefühle oder Symbole verbergen.
Was haben wir verbrochen, daß wir nicht zeigen können, daß wir Deutsche sind?
Deutsches Herz,
verzage nicht!
Thu, was dein
Gewissen
Spricht!
Die Lehre von der Spaltung in Westdeutschland und Ostdeutschland ist irrig, falsch und verrucht.
Es ist eine Lehre von einem bösen Feind ausgegangen.
Es gibt ein Westdeutschland und es gibt ein Ostdeutschland wie es eine rechte und eine linke Hand am Menschen gibt.
Aber der Mensch ist eins und hat nur einen Sinn und ein Herz, und Deutschland ist ein und soll nur einen Sinn und ein Herz haben!
Soll unser Muttersprache Fluß
versumpfen und verstocken,
Weil ihm den eignen Lauf versperrt
der Wust von fremden Brocken?
Fleiß ziert Deutschland, wenn es nähret,
treu ist Deutschland, wo es wehret,
groß ist Deutschland, wenn es lehret,
Pflug und Schwert und Buch es ehret!
Dich vor allem, heilige Muttersprache,
Preis ich hoch; denn was mir an Reiz des Lebens
Je gewährt ein karges Geschick, ich hab es
Dir zu verdanken.
Spröde schilt der Stümper dich nur; mir gabst du
Alles; arm an eigenen Schätzen bin ich,
Doch verschwenderisch wie ein König schwelg ich
Stets in den deinen.
Mancher Völker Sprachen vernahm ich; keine
Ist an Farbe, plastischem Reiz, an Reichtum,
Wucht und Tiefe, keine sogar an Wohllaut
Ist dir vergleichbar!
Singe, wem Gesang gegeben,
In dem deutschen Dichterwald!
Das ist Freude, das ist Leben,
Wenn's von allen Zweigen schallt.
Nicht an wenig stolze Namen
Ist die Liederkunst gebannt;
Ausgestreuet ist der Samen
Über alles deutsche Land.
Deines vollen Herzens Triebe,
Gieb sie keck im Klange frei!
Säuselnd wandle deine Liebe,
Donnernd uns dein Zorn vorbei!
Singst du nicht dein ganzes Leben,
Sing doch in der Jugend Drang;
Nur im Blütenmond erheben
Nachtigallen ihren Sang.
Kann man's nicht in Bücher binden,
was die Stunden dir verleihn,
Gieb ein fliegend Blatt den Winden!
Muntre Jugend hascht es ein.
Fahret wohl, geheime Kunden
Nekromantik, Alchymie.
Formel hält uns nicht gebunden
Unsre Kunst heißt Poesie.
Heilig achten wir die Geister
aber Namen sind uns Dunst;
Würdig ehren wir die Meister,
aber frei ist uns die Kunst!
Nicht in kalten Marmorsteinen,
nicht in Tempeln dumpf und tot,
In den frischen Eichenhainen
Webt und rauscht der deutsche Gott.
Kam ein kalter Wind aus östlichen Bezirken,
schüttelte am Weg die weißen, schlanken Birken-,
dunklen, schweren Sang aus Rußlands weiten Steppen
hört' ich ihn durch meine stille Heimat schleppen,
Westwind brachte herben Ruch vom Haff und Meere
Nebel und der Regenwolken schwarze Heere, —
klang aus ihm wie wanderfroher Wellen Brausen
und gestraffter Segel helles, hartes Sausen.
So bedrängt von großen, fremden Einsamkeiten,
so verlockt von abenteuerlichen Weiten,
lagst du, Heimat, eingeengt auf schmalem Raum,
lag ich, Knabe, in des Werdens wirrem Traume,
Wärme warst du, Glück und ewig neues Wunder,
Haus und Hecke, Bank und blühender Holunder
aber hinter deinen nahen, offnen Grenzen
winkte unbekannter Länder Märchenglänzen,
Durch der Tage Fülle und geschwellte Süße
liefen ruheloser Winde wunde Füße,
riefen Sehnsucht und ein nimmermüdes Fragen,
bebte einer Daina scheu verhalt'nes Klagen.
Ach, ich ging wie blind durch deinen bunten Garten,
trug in mir ein qualvoll friedeloses Warten,
barg gespanntes Lauschen auf das Lied der Ferne,
gierig Spähen nach dem Schimmer fremder Sterne.
Aber nun, nach vieler Wege Wahn und Wirrung
und verführten Herzens Irrtum und Verirrung,
brennt in mir des Heimwehs unlöschbares Feuer,
bist du meiner Seele wieder nah und teuer.
Doch ich steh' vor deinen hart verschloss'nen Toren,
ewig bist du, Heimatland, für mich verloren,
Sturm der Zeit hat dich dem Mutterland entrissen,
und ich wandle in des Leides Finsternissen.
…keiner weiß wo es anfängt, keiner, wo es aufhört.
Es hat keine Grenzen in dieser Welt…
Man hat es im Herzen oder… man findest es nirgends und nie…
Wenn ich an die Wälder und Seen Ostpreußens denke, an die weiten Wiesen und alten Alleen, dann bin ich sicher, daß sie noch genauso schön sind wie damals, als sie mir Heimat waren. Vielleicht ist dies der höchste Grad der Liebe: zu lieben, ohne zu besitzen.
Wo einer denkt, entsteht ein kleiner Funke,
Wo tausend denken, wird daraus ein Licht!
Ein Tröpfchen Wasser reicht noch nicht zum Trunke,
Und ein Erkenntniskorn genügt noch nicht.
Erst wenn dasselbe viel Millionen fühlen,
Erst wenn uns allesamt ein Ding bewegt,
Kann unser Handeln jenen Wert erzielen,
Der die Gewähr für beßre Zukunft trägt.
Aus der Gemeinschaft muß Erlösung kommen,
Denn sie allein befruchtet unsern Geist,
Aus ihr hat mancher schon die Kraft genommen,
Die Mauern und Gebäude niederreißt.
Wo einer schreitet, geht sein Schritt verloren,
Wo tausend schreiten, ist ihr Gang voll Wucht,
Drum haben wir uns unlösbar verschworen
Und fügen uns in Ordnung, Sinn und Zucht!
Wenn die Welt Gottes Schöpfung ist – und wessen Schöpfung sollte sie sonst wohl sein –, müssen die Naturgesetze, nach denen das All des Stirb und Werde sich verwandelt und entwickelt, göttliche Gesetze sein. Die Gesetze, die in dieser Gesetzmäßigkeit für uns Menschen von besonderer Gültigkeit sind, sind aber die Gesetze, die unsere Erbwelt und unsere Umwelt gestalten. Deshalb ist für uns die Rassenerkenntnis die höchste Erkenntnis. Deshalb steht aber auch die wissenschaftliche, politische und weltanschauliche Pflege der Naturkunde und der Lebenskunde für uns an erster Stelle. Auf ihr muß sich ja alles andere aufbauen. Wenn für uns also das Leben, die Rasse, die Arbeit, die Natur, die Heimat hohe und höchste Werte sind, dann nicht aus Willkür, sondern weil über alle diese Dinge der Weg zu Gott, zum Sinn des Lebens, zu einer lebensgerechten Ordnung, Sittlichkeit und Gläubigkeit führt.
Der Herbstwind fährt übers Stoppelfeld,
Er weht über Acker und Brache.
Ein neues Jahrtausend beginnt in der Welt,
Du schlafendes Deutschland erwache!
Der Papst hockt in Rom auf seidenem Thron,
es hocken bei uns seine Pfaffen.
Was hat einer deutschen Mutter Sohn
Mit Papst und mit Pfaffen zu schaffen?
Man hat unsre Ahnen als Ketzer verbrannt,
der heuchelnden Kirche zur Ehre.
In Asiens Wüsten, im jüdischen Land,
Verbluteten deutsche Heere.
Rot floß die Aller von Sachsenblut,
Die Stedinger wurden erschlagen.
Als Ablaß wurde der Bauern Gut
Von Mönchen ins Welschland getragen.
Die Zeit verging - doch der Pfaffe blieb,
Dem Volke die Seele zu rauben.
Ob er's römisch oder lutherisch trieb,
Er lehrte den jüdischen Glauben.
Doch nun sind die Jahre des Kreuzes vorbei,
Das Sonnenrad will sich erheben.
Wir werden aus eigener Kraft nur frei,
Dem Volke die Freiheit zu geben.
Wir brauchen zum Himmel die Mittler nicht,
Uns leuchten ja Sonne und Sterne;
Und Blut und Schwert und Sonnenlicht,
Sind Weiser in jegliche Ferne.
Ich bekenne mich zu meiner Muttersprache.
Immer weniger Menschen beherrschen sie.
Aber beherrschen heißt ja nicht, fehlerlos schreiben.
Beherrschen heißt, sich ihrer Möglichkeiten, ihres inneren Reichtum zu bedienen wissen.
Das aber ist eine lebenslange, beglückende Aufgabe!
Ihr schwärmt vom Weltgerichte,
ahnt nicht der Bösewichte,
der'n Geist sich nur im Lichte
der Wahrheit offenbart.
Ihr Toren folgt Propheten,
die Euch die Lüg' vorbeten,
obgleich sie alles treten,
was uns'rer Weis' und Art.
Dem Kampf wollt ihr entsagen
und auch nicht alles wagen
da's Euch im Unbehagen
erscheinet viel zu hart.
Ihr wähnt Euch zu entziehen
dem Unheil, das gediehen,
doch ist es nur ein Fliehen,
das Euch vor nichts bewahrt.
Seid dieses Mal nicht schlauer
und wisset es genauer:
Es bräche jede Mauer,
wär'n wir nur nicht zu zart.
Ich weiß ein strahlend Zeichen
vor dem die Gegner weichen,
wenn sich in deutschen Reichen
das Volk um es geschart.
So lasset all den Flitter;
herauf zieht ein Gewitter!
Es braucht eherne Ritter
zu solcher großen Fahrt.
Bauernstand ist Ehrenstand,
erhält die Stadt, erhält das Land.
Er ist der Pionier der Zeit
und bleibt es bis in Ewigkeit.