Wenn du dich gibst, dann gib dich ganz,
Und sinnvoll wird dein Tun und Streben. -
Die Halbheit macht zum Totentanz
Und sinnlos dein vermeintlich Leben!
Jahr: 1899
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Wenn du dich gibst, dann gib dich ganz,
Und sinnvoll wird dein Tun und Streben. -
Die Halbheit macht zum Totentanz
Und sinnlos dein vermeintlich Leben!
Wer sollte nicht durch die Beobachtung und den sinnenden Umgang mit der von der göttlichen Weisheiten geleiteten herrlichen Ordnung des Weltgebäudes zur Bewunderung des allwirkenden Baumeisters geführt werden!
Nicht außen ist die Heimat. Nicht die Stelle
Ist Heimat schon, wo unsre Wiege stand!
Nein, wir erschaffen uns das Vaterland
Erst in der eignen Brust geheimster Zelle.
Erst das ist Heimat, was den Weg zur Schwelle
Des Herzens aus der Welt der Dinge fand,
Was unauflöslich sich mit uns verband,
Das Liebgewordne, das Erinnrungshelle…
Das läßt sich nicht wie Nam' und Wappen erben
Durch ein Geborenwerden; das gebiert
Sich selbst aus Leid und Lust, Glück und Verderben:
Ein Stück Natur, das ein Stück Seele wird –
Das ist die Heimat, die man nie verliert,
Und mag man in der fernsten Fremde sterben!
Unbekannt
Süße Heimat! Häuschen am Wiesenhang, drin mir die Mutter sang Leise ihr Lied, Goldne Heimat! Schneeige Berge glühn. liebliche Täler blühn, ringsum herrscht Fried. Liebe Heimat! Wir gingen dort froh zu zwei'n, liebend durch Flur und Hain Himmlisch beglückt. Heilige Heimat! Sprache so hold und traut, hast mir die Welt erbaut, die mich entzückt. Was mir das Herz bewegt, hast du hineingelegt: Liebe und Glückestraum, Sehnsucht nach deinem Raum Ewige Bergheimat!
Unbekannt
Einmal im Jahr sollst Du der Mutter danken,
Obgleich ihr täglich tausend Dank gebührt,
Für all die Liebe ihres reichen Herzens,
Mit der durch`s Leben sie Dich hat geführt.
Einmal im Jahr laß` es die Mutter wissen,
Daß Du unsäglich lieb sie hast.
Sollst dankbar Du die müden Hände küssen,
Die für Dich schafften, unermüdlich, ohne Rast.
Einmal sollst du die Schritte zu ihr lenken,
Und wenn Du in der Fremde bist,
Sollst Du am Muttertage ihrer denken,
Sie fühlt es, daß ihr Kind sie nicht vergißt.
Einmal soll hell im Mutterherzen klingen,
Ein sel`ges Lied von ungetrübtem Glück,
Am Muttertag sollst Du Ihr Freude bringen,
Sie strahlt aus ihrem Auge Dir zurück!
Unbekannt
Unbekannt
Er stand so aufrecht frei im Leben
So stolzes Recht trug sein Gesicht
Sein ganzes Leben hat er hingegeben
In selbstgewählter Mannespflicht.
Als Frontsoldat bei jedem Einsatz
Auf Treu und Glauben oft gestellt
Voll Kampfesmut für seine Heimat
Sein deutsches Volk war seine Welt.
Im Waffenrock der grauen Heere
Das Haupt im Stahlhelm, selbstbewußt
Das Kreuz aus Eisen- hohe Ehre
Der Tapferkeit, schmückt seine Brust.
Solch Vorbild muß die Welt verstehen
Wenn sie empor zum Lichte strebt.
Nie wird der Traum vom Reich vergehen
So lang der Frontsoldat noch lebt!
Es schlägt uns einmal die letzte Stunde.
Einige weinen und klagen
und glauben, sie könnten das Leid nicht ertragen,
und wollen, von Trauer erschüttert, verzagen.
Das Schicksal riß eine Wunde.
Denkt doch an unser Wollen und Streben!
Wir haben geopfert, gerungen, gelitten,
wir haben geliebt und geglaubt und gestritten.
Hört doch der Toten eindringlich Bitten:
Lebt weiter unser begonnenes Leben!
Unbekannt
Wer die Ursache nicht erkannt hat, der ändert auch nicht seine Prägung, die ihn beherrscht.
Eine wirkliche Änderung der Ansicht erfolgt nur aus der Erkenntnis der Ursache, die schädigend war.
Die Wahrheit ist Erkenntnis und die ist Erlösung von dem, was unbewußt belastete – ist frei sein!
Land, verlassen und entrechtet, Land geknebelt und geknechtet
von des fremden Zwingvolks Heeren
immer sagtens deine Zähren, deine Hoffnung immerzu
Ein Stück Deutschland bist auch Du, ein Stück Deutschland bist auch Du!
Land, wo deutsch die Worte klingen, Land, wo deutsch die Lieder singen
Land, wo deutsche Wälder rauschen, Kinder deutschen Müttern lauschen
jeder sagt immerzu: Ein Stück Deutschland bist auch du!
Land, das deutsche Quellen laben, Land, das deutsche Pflüge graben
Land, wo deutsch der Ambos klingt, deutsche Faust den Hammer schwingt
hoffend handelnd immerzu wurdest ein Stück Deutschland du!
Ich gönne Jedem seinen Glauben;
Er fühle sich glücklich drin,
Nur hab` er gleich=gerechten Sinn,
Auch mir den meinen zu erlauben!
Heilig Vaterland! In Gefahren
deine Söhne sich um dich scharen.
Von Gefahren umringt, heilig Vaterland
Alle stehen wir Hand in Hand!
Bei den Sternen steht, was wir schwören
Der die Sterne lenkt, wird uns hören
Eh der Fremde dir deine Kronen raubt
Deutschland, fallen wir Haupt bei Haupt!
Heilig Vaterland, heb zur Stunde
Kühn dein Angesicht in die Runde
Sieh uns all entbrannt, Sohn bei Söhnen stehn
Du sollst bleiben, Land, wir vergehn!
Weltenweiter Wandrer,
walle fort in Ruh...
Also kennt kein andrer
Menschenleid wie du.
Wenn mit lichtem Leuchten
du beginnst den Lauf,
schlägt der Schmerz die feuchten
Augen zu dir auf.
Drinnen liegt – als riefen
sie dir zu: versteh! –
Tief in ihren Tiefen
eine Welt von Weh...
Tausend Tränen reden
ewig ungestillt, –
und in einer jeden
spiegelt sich dein Bild!
Unbekannt
Die Bäume steh´n in Blüte
Draußen ist Tag
Doch schwer ist mein Gemüte
bang tönt der Glocke Schlag
bang tönt der Glocke Schlag.
Wie bin ich so alleine
O bittre Zeit
die töricht ich verweine
Doch groß ist unser Leid
groß ist der Menschen Leid.
Dicht hinterm Zellenfenster
grünt schon der Wald
Wir aber sind Gespenster
und werden jung schon alt
gefangen jung schon alt.
Nur Gitter ohne Ende
sind um uns her
Ach! Unsre schwachen Hände
zerbrechen sie nicht mehr
zerbrechen sie nicht mehr.
Und doch! Sie müssen weichen
wie Deutschlands Nacht
Sind doch, die hier bleichen
der Heimat stärkste Wacht
der Heimat stärkste Wacht.
Unbekannt
Im Schachspiel offenbart sich durchaus, ob jemand Phantasie und Initiative besitzt oder nicht. Man hat vom Schach gesagt, daß das Leben nicht lang genug dazu ist, - aber das ist ein Fehler des Lebens, nicht des Schachs. Man soll vor allem groß spielen, im Schach wie im Leben, und nicht wie ein Krämer. Alle Berechnung in Ehren, aber das Entscheidende bleibt stets das Unberechenbare, das Wagnis, das coûte que coûte.
Das Land, wo unsere Wiege stand,
ruft im Traum uns zu,
kommt und zündet eine Kerze an,
zur Ehre eurer Ahnen.
Die Tränen, die gefallen sind,
waren Abschied von der Vergangenheit.
Der Sturm der Zeit hat uns vertrieben,
das Heimweh ist geblieben.
Verlassen ruhen nun die Ahnen,
in dem weiten Steppenland .
Die Natur muß sich erbarmen,
und Blumen auf die Gräber tragen.
Die Lerche singt schon viele Jahre,
am verlassenen Familiengrab.
Wir können dankbar sagen,
gut, daß es Euch gab!
Pflückt einen Kranz,
Und haltet Tanz
Auf grünen Auen,
Ihr schönen Frauen,
Wo junge Main
Uns Kühlung streun!
Jahr: 1776
Immer gab es Zeitgenossen,
die Zerstörung nur genossen,
den Krawall, Verwüstung, Mord,
die betrieben sie wie Sport.
Heute sind es Terroristen,
die nach der Vernichtung dürsten.
Sie zerstören viel im Land,
unbeteiligt vom Verstand!
Oh, wie ich mir leidtue.
Oh, wie ich mir heimlich, mit List, mit Heuchelei vor mir selbst leidtue.
Wenn man dieses verschlagene Gewebe von Selbstbetrug, ehrlichem Willen, Eitelkeit, Bescheidenheit, Feigheit und Wahrheitsliebe zerreißen und ordnen könnte − die Seele aufräumen!
Unbekannt
Unbekannt
Daß der Gemäßigte nie gewinnt,
Und daß die Menschen immer waren
Wie sie noch sind!
Einsam am stillen Weiher steht
Ein Denkmal altersgrauer Zeit,
Und leis um diese Stätte weht
Der milde Hauch Vergangenheit!
So steht der arme Mensch allemal mit zugebundenen Augen vor deinem scharfen Schwerte, unbegreifliches Schicksal!
Und wenn du es aufziehest und schwingest, ergötzet ihn das Pfeifen und Wehen desselben kurz vor dem Schlage!
Unbekannt
O tiefes Wunder, daß in dir
Mein Leben Kraft geworden ist,
Daß du so ganz Erfüllung mir
Und Antwort meinem Wesen bist, –
Daß mein verschwiegnes frühstes Leid
Stumm weiterklagt in deinem Blut,
Vergeßne Freude fernster Zeit
Als Glanz in deiner Seele ruht!
Daß heiß dein Herz in meinem schlug,
Daß dein Geschick in meinem schlief,
Schon lange, eh mein Schoß dich trug,
Und eh ich dich beim Namen rief.
Ich bin dir nie so nah als nachts,
Wenn rings um uns das Dunkle schweigt,
Geheimnisvoll lebendig nur
Dein Atem fällt, dein Atem steigt.
Ich denke jener holden Zeit,
Da du in mir versenkt geruht,
Da unser Atem einer war
Bewegt von eines Lebens Flut.
Ich denke einer fernern Zeit,
Wenn uns die stumme Nacht umgibt:
Einst ruhn wir wieder ganz vereint
Mit allem, was wir je geliebt!
Unbekannt
Es war eine Schnupftabaksdose
Die hatte Friedrich der Große
sich selbst geschnitzelt aus Nußbaumholz.
Und darauf war sie natürlich stolz.
Da kam ein Holzwurm gekrochen.
Der hatte Nußbaum gerochen
Die Dose erzählte ihm lang und breit.
Von Friedrich dem Großen und seiner Zeit.
Sie nannte den alten Fritz generös.
Da aber wurde der Holzwurm nervös
Und sagte, indem er zu bohren begann
Was geht mich Friedrich der Große an!
Wenn die Könige sich raufen,
müssen Bauern Haare lassen.
Diese Wahrheit kennen alle,
die sich mit dem Schach befassen.
Vater unser, der Du bist
in dem Himmel und auf Erden
Vater, der Du unser vergißt?
Was soll nur aus Deutschland werden?"
So klagt ein verzweifelter alter Mann,
seine Schreie verhallen im Wind
und in hilfloser Not muß er zusehen dann,
wie in tödlichem Schweigen die Zeit verrinnt.
Sein Erleben zeugt von vielfältigem Leid,
von Krieg, Vertreibung und Not.
Für Deutschland war er zu sterben bereit
Und nun gleitet sein Land in den Tod!?
Sie irren umher in finsterster Nacht,
ein Volk von verlorenen Blinden!
Vater, nur Du allein hast noch die Macht,
laß sie ihr Augenlicht wiederfinden!
Da reift ein Entschluß in dem treuen Mann,
er will es noch einmal wagen,
will ein Licht entzünden, so hell er nur kann,
will den Schein in die Seelen tragen.
Hier Vater, nimm, was Du einst mir gegeben,
mein Herz, das die sorgende Not verzehrt,
nimm es im Tausche für Deutschlands Leben,
dann ist es tausend Tode wert!
Vor der Feldherrenhalle – so hat er´s im Sinn –
Auf Deutschlands historischen Steinen,
gibt Reinhold Elstner sein Leben hin,
erhofft sich die Rettung der Seinen.
Doch nichts besseres weiß der umnachtete Geist,
als auszulöschen die Spuren vom Opfer, mit welchem die Steine gespeist!
Fort eilen zum Tanze die Knechte und Huren.
Das Fanal ist erloschen, es nahen die Schatten,
sie breiten ein Leichentuch sacht;
und der träge Träumer im Wohlstand, dem satten,
weiß nicht, für wen es gedacht.
Da liegen die Blumen am peinlichen Ort,
um ein ehrendes Zeichen zu setzen;
am anderen Tag sind die Blumen fort,
sie könnten das Volk verhetzen!
Nur die Tränen sind frei noch, als einziger Dank;
Und mein Deutschland, mein Deutschland, s o k r a n k!
Wofür entscheidest du dich?
Das Wahre ist das Ganze.
Das Ganze aber ist nur das durch seine Entwicklung sich vollendende Wesen.
Es ist von dem Absoluten zu sagen, dass es wesentlich Resultat, dass es erst am Ende das ist, was es in Wahrheit ist; und hierin eben besteht seine Natur, Wirkliches, Subjekt oder Sichselbstwerden zu sein!
Unbekannt
Hüte dich vor Männern, die stets in der bedingten Form mit könnte sein, dürfte und vielleicht sprechen.
Es kann ja aus Bescheidenheit stammen, oder auch aus Feigheit!
Diese aber ist stets der Gegensatz zu allem, was als männlich gilt!
Unbekannt
Gebt euren Kindern schöne Namen,
darin ein Beispiel nachzuahmen,
ein Muster vorzuhalten sei.
Sie werden leichter es vollbringen,
sich guten Namen zu erringen,
denn Gutes wohnt dem Schönen bei!
Das Krebsgewächs der Diktaturen schießt empor bei Konjunkturen. Weh Dir, hast du ne andre Meinung als Dir vorgeschrieben in der Zeitung. Vater zittert vor dem Sohn, ist im Haushalt ein Spion? Spitzel lauschen an den Türen, nur um auszuspionieren. Das Volk bekommt den scheuen Blick, erst rechts, dann links und dann zurück bevor sie mal zu sprechen wagen und nur vertrauten Freunden sagen, wie ihnen so zu Mute ist, wie die Gesinnungsfolter sie zerfrisst. Schon ist es ein geflügelt Wort: "Der größte Lump im ganzen Land das ist und bleibt der Denunziant!"
Der Frostriese flieht – gut traf der Streich -
Hinab zu Nifelheims Schatten;
Ostara, sie segnet das sieghafte Reich,
Schmückt Wälder, Wiesen und Matten.
Ein Läuten durchklingt die Stadt und das Land,
Macht durch die Welten die Runde;
Von einem, der einst den Tod überwand,
Singt jauchzend die fröhliche Kunde.
Es lodern die Flammen, die Feuer rings auf
In allen heimischen Landen,
Und jubelnd hallt`s durch die Berge im Lauf:
Der Frühling ist wieder erstanden!
Die Fackel geht von Hand zu Hand -
Wenn einem sie der Tod entwand,
Nimmt sie der nächste wieder auf;
Der flammende Stafettenlauf
Geht weiter...
Die Zeit rinnt schnell, und niemand frägt
Wie lang die Fackel jeder trägt.
Nur daß sie rein und leuchtend brennt,
Und daß in ihr ein Herz mit brennt,
Ist wichtig
So tragen denn auch ich und du
Die Fackel fernen Zielen zu
Ein kleines Stück - Mag hell sie lohn!
Vor uns im Dunkeln warten schon
Die andern
Die Fackel geht von Hand zu Hand -
Wenn einem sie der Tod entwand,
Nimmt sie der nächste wieder auf;
Der flammende Stafettenlauf
Geht weiter...
Geh nur immer grade
Fort auf deinem Pfade!
Nur nicht so mit schwerem
Bündel dich belade!
Ob dich Sonne senge,
Oder Tau dich bade;
Geh nur immer grade
Fort auf deinem Pfade!
Frage nicht, wie bald man
Dich zur Einkehr lade,
Nicht, wieweit der Strom noch
Hat zum Meergestade!
Geh nur immer grade
Fort auf deinem Pfade!
Wenn es länger währet,
Ist es eine Gnade;
Wenn es schneller endet,
Ist es auch kein Schade:
Geh nur immer grade
Fort auf deinem Pfade!
Unbekannt
Ich habe gewagt und gesungen,
Da die Welt noch stumm lag und bleich,
Ich habe den Bann bezwungen,
Der die schöne Braut hielt umschlungen,
Ich habe erobert das Reich.
Ich habe geforscht und ergründet
Und tat es euch treulich kund:
Was das Leben dunkel verkündet,
Die heilige Schrift, die entzündet
Der Herr in der Seelen Grund.
Wie rauschen nun Wälder und Quellen
Und singen vom ewigen Port:
Schon seh ich Morgenrot schwellen,
Und ihr dort, ihr jungen Gesellen,
Fahrt immer immerfort!
Und so, wenn es still geworden,
Schaut er vom Turm bei Nacht
Und segnet den Sängerorden,
Der an den blühenden Borden
Das schöne Reich bewacht.
Dort hat er nach Lust und Streiten
Das Banner aufgestellt,
Und die auf dem Strome der Zeiten
Am Felsen vorübergleiten,
Sie grüßen den alten Held!
Jahr: 1857