-Sepp Kerschbaumer, geboren am 09.11.1913 in Frangart - verstorben am 07.12.1964 in Verona in Haft-
Jahr: 1964
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
-Sepp Kerschbaumer, geboren am 09.11.1913 in Frangart - verstorben am 07.12.1964 in Verona in Haft-
Wir haben erkannt, daß ungeahnte Kräfte in unserem Volke schlummerten, die nur des Anstoßes bedurften, um mit schier übermenschlicher Wucht hervorzubrechen. Ein Wunder ist´s vor unsern Augen, das erst spätere Jahrhunderte in ihrer überwältigenden Größe zu erfassen vermögen.
Jeder Deutsche empfindet es in seinem tiefsten Innern:
Das deutsche Volk ist hier ein Werkzeug göttlichen Waltens!
@DeutscheDD
Ehre der Arbeit – des Kopfes, der Hände,
Wo sie mit Eifer sich tummelt und regt!
Wo ist das Mißgeschick, das nicht verschwände,
Wird sich mit freudigem Herzen geregt?
Ehret die Arbeit! Sie würzet das Leben,
Kräftigt den Körper und adelt den Geist;
Seht, wie die Saaten sich goldig erheben,
Und wie der Himmel den Regen verheißt!
Bei uns gibt es nicht Edelinge,
die was gelten durch ihr Blut,
Jedes Rang ist jedes Klinge,
Und sein Wappen ist der Mut.
Wer nur immer kühn sein Schwert zog,
hält den Schild von Schande rein,
wer noch gestern unterm Heer zog,
Herzog kann er morgen sein!
Herrn Kaiser Karl zu Aachen
Kam's über die Augen schwer:
Ich fühl's, nicht wird mich wärmen
Die Frühlingssonne mehr.
Noch einmal muß ich umschaun,
Wie's steht in meinem Reich:
O wär' ich bei Awaren
Und Arabern zugleich!
Zugleich am gelben Tiber,
Zugleich am grünen Rhein:
Zu groß ist ach! das Erbe,
Der Erbe, weh! zu klein. –
Die Nächsten sind die Sachsen:
Bis dorthin reicht's wohl noch;
Sie kämpften dreißig Jahre,
Und ich bezwang sie doch! –
Er zieht mit Graf und Bischof
Nochmal durch Sachsenland:
Der Männer sieht man wenig: –
Tot sind sie, landverbannt.
Auf öder, brauner Heide,
Vom Eichbaum überragt,
Liegt ein Gehöft, den Dachfirst
Vom Roßkopf überschragt.
Welk über'n tiefen Ziehbrunn
Nickt der Holunder schwer:
Und frische Hügelgräber, –
Sehr viele! – rings umher. –
Ein Weib tritt auf die Schwelle:
Es zerren an ihrem Rock
Die Knaben mit dem Trutzblick,
Die Mädchen im Flachsgelock.
Sie gaffen auf die Fremden,
Auf die bunte Reiterschar:
Es beugt sich aus der Sänfte
Ein Mann in weißem Haar.
Er streicht den Kopf dem Jüngsten:
Der greift nach der Spange licht:
Wer ist's? forscht scheu die Mutter.
Herr Karl! – Kennst du ihn nicht?
Laut auf kreischt die Entsetzte
Und reißt die Kinder fort:
»Herr Karl! Der Tod!« – Sie verschwinden
Im nahen Buschwald dort. –
Der Kaiser nächtet im Kloster.
Leer ist's um den Altar:
Kein Laie, – nur die Mönche. –
Was scheint dort fern so klar?
Was leuchtet durch das Fenster?
O Herr – 's ist nicht geheuer:
Die Sachsen sind's im Walde
Bei Wodans Opferfeuer. –
Am andern Morgen rheinwärts
Der Kaiser kehrt die Fahrt;
Er schweigt. – Er betet manchmal;
Er streicht den weißen Bart.
Das Roß führt ihm ein Sachse,
Der alle Steige kennt.
Das Erdreich steht zutage,
Wo der Pfad die Hügel trennt.
Warm dampft es aus den Schollen, –
Karl beugt vom Sattel sich:
Rot ist hier rings die Erde,
Seit wann? Woher das? – Sprich!
Da hob der graue Führer
Zu ihm den Blick empor:
Grün war der Wiesenanger,
Die Heide braun zuvor;
Zweihunderttausend Sachsen,
Die starben blut'gen Tod: –
Davon ist in Westfalen
Die Erde worden rot.
Da schüttelt Frost den Kaiser:
So tief – die Erde rot?
Herr Christus, lösche die Farbe:
Ich tat's auf dein Gebot.
Starr hat er in die Wolken, –
Auf den Boden starr gesehn:
Der Boden blieb derselbe: –
Kein Wunder ist geschehn. –
Schwer krank kam er nach Aachen
In seinen goldnen Saal:
Er raunte mit sich selber,
Hauptschüttelnd, manchesmal.
Er fragte: Ist's noch rot dort?
Als er im Sterben lag. –
Rot blieb Westfalens Erde
Bis auf den heut'gen Tag!
O lerne fühlen, welches Stamms du bist!
Wirf nicht für eiteln Glanz und Flitterschein
Die echte Perle deines Wertes hin!
Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen
mit des Schuhs geheimnisvoller Spur,
einen ersten schmalen Pfad zu schrägen
durch des Schneefelds jungfräuliche Flur -
Kindisch ist und köstlich solch Beginnen,
wenn der Wald dir um die Stirne rauscht
oder mit bestrahlten Gletscherzinnen
deine Seele leuchtende Grüße tauscht!
Im Selbsterhaltungskampf gibt es nur eine Tugend, die der unbegrenzten Treue zum eigenen Volke!
Sprecht nicht vom Frieden, da noch Niedertracht
Und Neid und Gier nach euern Gurgeln lauern.
Solang ihr einer Bestie Hoffnung macht,
Wird auch ihr Blutdurst ungebändigt dauern.
Sprecht von Versöhnung nicht zum tiefsten Haß,
Sprecht nicht von Liebe zum Vernichtungswillen.
Und macht das Mitleid euch die Augen naß --
Der Sieg wird alle, alle Schmerzen stillen!
Sie horchen fiebernd euerm Klagelaut
Und starren heiß nach euern Bettlerlippen.
Und wer von uns nach euerm Jammer schaut,
Dem fährt ihr Dolch von hinten in die Rippen.
Weh euch, wenn ihr an unsern Arm euch hängt:
Ihr rettet sie aus ihren schwersten Bangen!
Weh euch, wenn auch das Herz hinüber drängt,
Denn der Genickstoß wird euch dort empfangen!
Ermannt euch aus dem weinerlichen Krampf!
Nicht feig sein wegen kleinlicher Beschwerden!
Es gilt den Kampf ums Leben! Dieser Kampf
Muß durchgekämpft und durchgelitten werden!
Wir stehn bereit. Bereit zum letzten Hieb.
Den soll kein Locken und kein Winseln hemmen!
Drum, gute Hinterländler, seid so lieb:
Benehmt euch männlich! Nicht wie ekle Memmen!
Sprecht nicht vom Frieden, da noch Niedertracht
Und Neid und Gier nach euern Gurgeln lauern.
Solang ihr einer Bestie Hoffnung macht,
Wird auch ihr Blutdurst ungebändigt dauern.
Sprecht von Versöhnung nicht zum tiefsten Haß,
Sprecht nicht von Liebe zum Vernichtungswillen.
Und macht das Mitleid euch die Augen naß --
Der Sieg wird alle, alle Schmerzen stillen!
Sie horchen fiebernd euerm Klagelaut
Und starren heiß nach euern Bettlerlippen.
Und wer von uns nach euerm Jammer schaut,
Dem fährt ihr Dolch von hinten in die Rippen.
Weh euch, wenn ihr an unsern Arm euch hängt:
Ihr rettet sie aus ihren schwersten Bangen!
Weh euch, wenn auch das Herz hinüber drängt,
Denn der Genickstoß wird euch dort empfangen!
Ermannt euch aus dem weinerlichen Krampf!
Nicht feig sein wegen kleinlicher Beschwerden!
Es gilt den Kampf ums Leben! Dieser Kampf
Muß durchgekämpft und durchgelitten werden!
Wir stehn bereit. Bereit zum letzten Hieb.
Den soll kein Locken und kein Winseln hemmen!
Drum, gute Hinterländler, seid so lieb:
Benehmt euch männlich! Nicht wie ekle Memmen!
Du Kornblum‘ und Du Eichenlaub,
Du Schmuck auf unsern Hüten!
Zeig‘ unsern Feinden allezeit,
Daß jedem Trotz wir bieten:
Der frevelnd schmälert unser Recht,
Den freien Deutschen macht zum Knecht.
Treu zueinander stehen wir
Im Unglück stark, drum sei’s Panier
Kornblum‘ im Eichenlaube
Geduld! Es kommt der Tag, da wird gespannt
Ein einig Zelt ob allem deutschen Land!
Geduld! Wir stehen einst um ein Panier;
Und wer uns scheiden will, den morden wir!
Geduld! ich kenne meines Volkes Mark!
Was langsam wächst, das wird gedoppelt stark.
Geduld! Was langsam reift, das altert spat!
Wenn andere welken, werden wir ein Staat!
Geduld! Es kommt der Tag, da wird gespannt
Ein einig Zelt ob allem deutschen Land!
Geduld! Wir stehen einst um ein Panier;
Und wer uns scheiden will, den morden wir!
Geduld! ich kenne meines Volkes Mark!
Was langsam wächst, das wird gedoppelt stark.
Geduld! Was langsam reift, das altert spat!
Wenn andere welken, werden wir ein Staat!
- Höchstrichterlich vorgetragen am 11.09.2025 -
(Hier wurde die Beugung der BRD Rechtsstaatlichkeit wieder einmal öffentlich vorgeführt und untermauert)
- Höchstrichterlich vorgetragen am 11.09.2025 -
(Hier wurde die Beugung der BRD Rechtsstaatlichkeit wieder einmal öffentlich vorgeführt und untermauert)
Willst Du ernten, mußt du selbstlos säen,
soll dein Feld dereinst voll Ähren stehen.
Säe,- sorg nicht, wie dein Körnlein fällt!
Wachstum steht in deines Volkes Rat!
Saat und Ernte braucht die ganze Welt
und sie setzt auch auf deine Tat!
Ahnungsgrauend, todesmutig
Bricht der große Morgen an,
Und die Sonne, kalt und blutig,
Leuchtet unsrer blut'gen Bahn.
In der nächsten Stunden Schoße
Liegt das Schicksal einer Welt,
Und es zittern schon die Lose
Und der eh'rne Würfel fällt.
Brüder, euch mahne die dämmernde Stunde,
Mahne euch ernst zu dem heiligsten Bunde,
Treu, so zum Tod, als zum Leben gesellt!
Hinter uns, im Graun der Nächte,
Liegt die Schande, liegt die Schmach,
Liegt der Frevel fremder Knechte,
Der die deutsche Eiche brach.
Unsre Sprache ward geschändet,
Unsre Tempel stürzten ein;
Unsre Ehre ist verpfändet.
Deutsche Brüder, löst sie ein!
Brüder, die Rache flammt! Reicht euch die Hände,
Daß sich der Fluch der Himmlischen wende!
Löst das verlorne Palladium ein!
Vor uns liegt ein glücklich Hoffen,
Liegt der Zukunft goldne Zeit,
Steht ein ganzer Himmel offen,
Blüht der Freiheit Seligkeit.
Deutsche Kunst und deutsche Lieder,
Frauenhuld und Liebesglück,
Alles Große kommt uns wieder,
Alles Schöne kehrt zurück.
Aber noch gilt es ein gräßliches Wagen,
Leben und Blut in die Schanze zu schlagen.
Nur in dem Opfertod reift uns das Glück.
Nun, mit Gott! wir wollen's wagen,
Fest vereint dem Schicksal stehn,
Unser Herz zum Altar tragen
Und dem Tod entgegen gehn.
Vaterland, dir woll'n wir sterben,
Wie dein großes Wort gebeut!
Unsre Lieben mögen's erben,
Was wir mit dem Blut befreit!
Wachse, du Freiheit der deutschen Eichen,
Wachse empor über unsere Leichen!
Vaterland, höre den heiligen Eid!
Und nun wendet eure Blicke
Noch einmal der Liebe nach;
Scheidet von dem Blütenglücke,
Das der gift'ge Süden brach!
Wird euch auch das Auge trüber;
Keine Träne bringt euch Spott.
Werft den letzten Kuß hinüber!
Dann befehlt sie eurem Gott!
Alle die Lippen, die für uns beten,
Alle die Herzen, die wir zertreten,
Tröste und schütze sie, ewiger Gott!
Und nun frisch zur Schlacht gewendet,
Aug' und Herz zum Licht hinauf!
Alles Ird'sche ist vollendet,
Und das Himmlische geht auf.
Faßt euch an, ihr deutschen Brüder!
Jede Nerve sei ein Held!
Treue Herzen sehn sich wieder.
Lebewohl für diese Welt!
Hört ihr's? Schon jauchzt es uns donnernd entgegen.
Brüder, hinein in den blitzenden Regen!
Wiedersehn in der besseren Welt!
Die Weltgeschichte spottet allem Wahne,
Wonach dereinst auf diese wilde Erde
Der Friede sinkt mit heiterer Gebärde,
Glücktrunken schwingend seine weiße Fahne.
Solange noch die dunklen Nornen weben
In alles, was da ist, des Schicksals Faden,
Solange noch das Meer an den Gestaden
Das Land bestürmt, bestimmt der Kampf das Leben.
Der Mensch ist nur ein Rädchen im Getriebe.
Nie wird er seine Fesseln sprengen können.
Das Schwert wird jeden festen Knoten trennen,
Denn nur im Vaterland herrscht Vernunft und Liebe!
Alles Notwendige ist erträglich!
Andreas Hofer, geboren am 22.11.1767 am Sandhof bei St. Leonhard in Passeier – erschossen von französischen Besatzungstruppen am 20.02.1810 in Mantua-
Dass Du ein Deutscher bist,
Sei deine Ehre und Pflicht,
Wahre dir Herz und Geist
Treuer als Ruf und Gesicht.
Daß Du ein Deutscher bist,
Bleibe dein Glück, deine Not;
Meide den leichten Gewinn,
Diene dem harten Gebot!
Stähle im Glauben dein Schwert,
Pflüge in Demut dein Feld,
Weil Du ein Deutscher bist,
Bürge der weißen Welt!
Es ist leichter zu glauben
als zu zweifeln;
der Märtyrer des Zweifels ist großartiger,
als der Märtyrer des Glaubens!
Es ist leichter zu glauben
als zu zweifeln;
der Märtyrer des Zweifels ist großartiger,
als der Märtyrer des Glaubens!
Getreues Deutschland, zittre nicht,
Mag dir der Feind gleich dräuen!
Schau unverzagt ins Angesicht
Dem wuthentflammten Leuen!
Nicht lenkt der Mensch den Krieg.
Die Götter geben und nehmen den Sieg.
Doch den getrosten Muth,
Den Muth der Wunder thut,
Giebt die gerechte Sache!
Gerecht ist deiner Krieger Kampf,
Gerecht dein Kampf, das glaube!
Nicht lockt uns eiteln Ruhmes Dampf,
Nicht schnöde Lust zum Raube.
Es gilt für Seel' und Leib,
Für Gut, Ehr', Kind und Weib,
Für Freiheit und den Heerd,
Für alles was uns werth,
Was köstlich uns und heilig!
D'rum denke der vergang'nen Zeit,
Gedenk der großen Ahnen,
Und laß der Väter Tüchtigkeit
Zu gleichem Ernst dich mahnen!
Mild war ihr Sinn im Rath,
Ein Wetterstrahl die That.
Es wagten Herr und Knecht
Für Pflicht, Gesetz und Recht
Getrost Gut, Blut und Leben.
Denk, wie zu deinem Untergang
Sich Ost und West verbanden!
Heiß war der Kampf und hart der Drang;
Doch ward der Feind zu Schanden.
Des schnöden Varus Hohn,
Des furchtbar'n Etzel Drohn,
Des stolzen Ludwig Wuth
Brach sich am Heldenmuth,
O Deutschland, deiner Braven!
O Deutschland sey der Väter werth,
Und laß an deinen Wällen,
An deiner Starken gutem Schwert
Des Feindes Grimm zerschellen!
Trotz' seiner Macht und Wuth!
Du stehst in unserer Hut.
Wer freudig wagt, obsiegt!
Der Feige nur erliegt!
Der Tapfre fällt frohlockend!
Getreues Deutschland, zittre nicht,
Wie sehr der Leu auch schnaube!
Es sey dein Hort, das Recht dein Licht,
Dein Schild und Schwert der Glaube
Wohl auf, du stolzer Recke!
Wohl her zu Streit und Tod!
Beschirme Leut' und Land!
Halt' uns in deiner Hand,
Wir siegen oder fallen!
Sachs halte Wacht
Die Väter haben gerungen
sie haben die Feinde bezwungen
Sie haben für Heimat und Blut
vergossen das teure Blut
Sachs halte Wacht
Sachs halte Wacht
Was dir deine Väter erworben
wofür sie gelebt und gestorben
das sei dir ein heiliger Hort
das wahre mit Schwert und mit Wort
Sachs halte Wacht
Sachs halte Wacht
Will man deine Ehre dir rauben
die Sprache, die Sitte, den Glauben
dann reiße das Schwert heraus
dann rücke zum Kampfe hinaus
Sachs halte Wacht!
Die graue Frau geht still und groß durchs Land...
Und hin zum fernen, bleichen Abendrot
hebt sie bedeutend ihre hag`re Hand
und spricht: Ich scheuche langsam Gram und Not.
Ich helfe dir, du wundes, müdes Herz -
ich richte auf, was hilflos ist und matt -
und meine Wege weisen zukunftswärts,
wenn auch die Zukunft keine Rosen hat.
Und weiter geht die ernste graue Frau:
Du einst so stolzes deutsches Volk, du weinst.
So heb den Blick empor zum Himmelsblau,
das ist so blau und tief und treu wie einst.
Ist`s nicht, als ob ein Segen nieder rinnt?
Ein Mahnen tönt: Sei treu! Sei stark! Bleib fest!
Nur seichte, leichte Spreu verweht der Wind!
Verlassen ist nur, wer sich selbst verläßt!
Und wenn ich dich auch harte Pfade führ` -
es sprießt, es grünt, es reift in Feld und Au; -
trag` deine Last – und ich – ich helfe dir - -
ich bin die Arbeit - spricht die graue Frau...
Es ist so wundersam und fein ...
Kaum kann's die zart'ste Seele fassen ...
Wenn einer mutterseelenallein
Die wirren Wege ist gegangen ...
Und einer kommt mit zagem Schritt
Und fragt mit schüchterweichem Bangen:
O darf ich mit?
Willst du mich mitzieh'n lassen?
Es ist so wundersam und fein ...
Mit lieben Worten kaum zu sagen ...
Erst glücklos auf der Welt zu sein ...
Dann traumhaft an der Hand des andern
Mit einem glückverklärten Herz
Durch das verheißene Land zu wandern
Und Freud und Schmerz ...
Gemeinsam mit dem Einen tragen!
Es ist so wundersam und fein ...
Kaum kann's die zart'ste Seele fassen ...
Wenn einer mutterseelenallein
Die wirren Wege ist gegangen ...
Und einer kommt mit zagem Schritt
Und fragt mit schüchterweichem Bangen:
O darf ich mit?
Willst du mich mitzieh'n lassen?
Es ist so wundersam und fein ...
Mit lieben Worten kaum zu sagen ...
Erst glücklos auf der Welt zu sein ...
Dann traumhaft an der Hand des andern
Mit einem glückverklärten Herz
Durch das verheißene Land zu wandern
Und Freud und Schmerz ...
Gemeinsam mit dem Einen tragen!
Brüder, eh der Becher kreise zu des Festes frohem Glanz,
singet eine ernste Weise, denkt des deutschen Vaterlands!
Unsern Brüdern, die ihr Leben, wie es unser Bund gebeut,
brav und ehrlich hingegeben, sei das erste Glas geweiht.
Gern als seines Heiligtumes Hüter zoget ihr das Schwert.
Ja, es war ein Land des Ruhmes und des Bluts der Besten wert.
Eure Gräber, sie zerfallen unbekränzt und unbekannt.
Hört, wir schwören es Euch allen, Euch und unserm Vaterland.
Niemals wollen wir vergessen, wem ihr starbet euren Tod.
Was du warst, was du besessen, Land des Leidens, Land der Not,
wollen nicht als Knechte sterben, betteln nicht im Bußgewand.
Nein, in Gram und Schmach verderben, sollst du nicht, lieb Vaterland.
Deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein und deutscher Sang,
sollen in der Welt auf´s neue gelten mit dem alten Klang.
Danach laßt uns alle streben, schwört es Brüder, Hand in Hand.
Was wir tun, so lang wir leben, sei für dich, lieb Vaterland!
Jeder erste Becher, Brüder, sei gemischt mit Bitterkeit.
Stets das erste uns´rer Lieder, toten Brüdern dieser Eid.
Und so wollen wir es halten bis die Schmach ein Ende fand,
bist du auferstehst im Glanze, altes, deutsches Vaterland!
Eine heulende Wüstenei ist auch heute wieder das arme Deutschland und die Kinder des Landes gehen ratlos in die Irre zwischen den blutigen Fremdlingen!
Man schreit und lärmt und ereifert sich,
man findet es dumm und lächerlich
und gegen allen Anstand und Brauch,
man ruft die Polizei zu Hilfe,
und diese kommt und verbietet es auch
und sperrt die Straßen und rasselt mit Ketten
und tut, soviel sie irgend kann,
die bedrohte Bürgerruhe zu retten.
Und ein paar Jahre später, gib acht,
ist alles, worob man den Lärm gemacht,
wofür man ereifert sich und erregt,
wogegen man Himmel und Hölle bewegt …
kein Mensch weiß, wie es eigentlich kam:
so selbstverständlich, so alltäglich,
so eingefügt in den ganzen Lauf
und mit Sitte und Anstand so wohl verträglich,
als wär man's gewöhnt so von Jugend auf!
Deutscher Aar reck dein Gefieder
stolz vom Meer zur Alpenwand;
kraftvoll aus den Trümmern wieder
stiegst Du auf, mein Vaterland,
Jubel aus Millionen Kehlen!
Wie die Väter dich gewollt,
prangst du, Deutschland, Braut der Seelen,
nun im Brautschmuck Schwarz-rot-gold!
Schwarz der Heimatscholle Farben,
rot das Blut, das für sie floß,
golden ist die Last der Garben,
die aus ihrem Schoße sproß.
Brüder, laßt die Banner lohen,
weit das alte Tuch entrollt:
alle Freien, alle Frohen
grüßt das heilge Schwarz-rot-gold!
Unter diesem Banner wohnen
soll, was gut und schön und recht,
keine Herren, keine Drohnen,
doch ein fröhliches Geschlecht-
und der kommenden Geschlechter
Liebe sei der Ehrensold
jeder Arbeit, jedem Fechter
unterm Banner Schwarz-rot-gold!
Auf, ihr Jungen, schwört’s den Alten,
schwört’s, ihr Alten, Hand in Hand
an dem Wahlspruch treu zu halten:
Ehre, Freiheit, Vaterlang!
Ewig soll das Reich bestehen,
ob die Hölle tobt und grollt,
ewig soll das Banner wehen,
Deutschlands Banner Schwarz-rot-gold!
Frisch auf, mein Volk! Die Flammenzeichen rauchen;
Hell aus dem Norden bricht der Freiheit Licht.
Du sollst den Stahl in Feindesherzen tauchen.
Frisch auf, mein Volk! - Die Flammenzeichen rauchen,
Die Saat ist reif; ihr Schnitter, zaudert nicht!
Das höchste Heil, das letzte, liegt im Schwerte.
Drück dir den Speer ins treue Herz hinein!
Der Freiheit eine Gasse! - Wasch die Erde,
Dein deutsches Land, mit deinem Blute rein!
Es ist kein Krieg, von dem die Kronen wissen;
Es ist ein Kreuzzug; ’s ist ein heil’ger Krieg.
Recht, Sitte, Tugend, Glauben und Gewissen
Hat der Tyrann aus deiner Brust gerissen;
Errette sie mit deiner Freiheit Sieg!
Das Winseln deiner Greise ruft: Erwache!
Der Hütte Schutt verflucht die Räuberbrut;
Die Schande deiner Töchter schreit um Rache,
Der Meuchelmord der Söhne schreit nach Blut.
Zerbrich die Pflugschar, laß den Meißel fallen,
Die Leier still, den Webstuhl ruhig stehn!
Verlasse deine Höfe, deine Hallen!
Vor dessen Antlitz deine Fahnen wallen,
Er will sein Volk in Waffenrüstung sehn.
Denn einen großen Altar sollst du bauen
In seiner Freiheit ew’gem Morgenrot;
Mit deinem Schwert sollst du die Steine hauen!
Der Tempel gründe sich auf Heldentod!
Was weint ihr, Mädchen, warum klagt ihr, Weiber,
Für die der Herr die Schwerter nicht gestählt,
Wenn wir entzückt die jugendlichen Leiber
Hinwerfen in die Scharen eurer Räuber,
Daß euch des Kampfes kühne Wollust fehlt?
Ihr könnt ja froh zu Gottes Altar treten.
Für Wunden gab er zarte Sorgsamkeit,
Gab euch in euern herzlichen Gebeten
Den schönen, reinen Sieg der Frömmigkeit.
So betet, daß die alte Kraft erwache,
Daß wir dastehn, das alte Volk des Siegs!
Die Märtyrer der heil’gen deutschen Sache,
O, ruft sie an als Genien der Rache,
Als gute Engel des gerechten Kriegs!
Luise, schwebe segnend um den Gatten!
Geist unsers Ferdinand, voran dem Zug!
Und all ihr deutschen, freien Heldenschatten,
Mit uns, mit uns und unsrer Fahnen Flug!
Der Himmel hilft, die Hölle muß uns weichen.
Drauf, wackres Volk! Drauf! ruft die Freiheit, drauf.
Hoch schlägt dein Herz, hoch wachsen deine Eichen.
Was kümmern dich die Hügel deiner Leichen?
Hoch pflanze da die Freiheitsfahne auf!
Doch stehst du dann, mein Volk, bekränzt vom Glücke,
In deiner Vorzeit heil’gem Siegerglanz:
Vergiß die treuen Toten nicht und schmücke
Auch unsre Urne mit dem Eichenkranz!
So weit die deutsche Sprache klingt,
all wo man deutsche Lieder singt,
wo deutsche Menschen Korn gesät,
wo eine deutsche Wiege steht,
da fühlt mein Herz, was Heimat ist,
was Lieb und Treu, die nie vergisst.
Und keine Grenze trennen kann,
was Blutes Einheit hält in Bann,
was Brauch und Sitte alter Zeit,
was deutscher Fleiß und Fertigkeit,
was Einheit schmiedet, uns umringt –
so weit die deutsche Sprache klingt!
Mehrheit ist Unsinn, Verstand ist stets bei wenigen nur gewesen.
Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat?
Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl?
Er muss dem mächtigen, der ihn bezahlt, um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen.
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.
Der Staat muss untergehen, früh oder spät, wo Mehrheit siegt, und Unverstand entscheidet!
Nun wir uns wieder gefunden,
Volk, in deinem Schoß,
Sind unsere Augen selig
Und vom Schauen groß.
Wir spüren all deiner Dinge
Tiefen, heiligen Sinn
Und sprechen still und verhalten
Deinen Namen hin.
Und hören deine dunkle
Stimme in unserem Blut
Und wissen, daß wir immer
An deinem Herzen geruht!
Noch steht der Ahorn leuchtend bunt am Anger,
schon liegt Herbstlaub auf der letzten Aster,
das Morgenlied der Amsel klingt nun banger,
früher Mond zeigt sich in reinstem Alabaster.
Am Hang die Heckenrosen werden lichter,
und nur das Rot der Hagebutte ziert den Strauch,
Farben verblassen, unsere Welt wird schlichter,
und von Norden weht ein kalter Hauch.
Schon glitzern Eiskristalle an den kahlen Zweigen,
Traumgebilde, die ein Sonnenstrahl zerbricht,
Nebel hüllt das Land in ahnungsvolles Schweigen,
darüber die Gewalten drängen hin zum Licht.
Heißt tatengewillt und voll Schwung sein,
trotzen den engen, den ängstlichen Gleisen,
die uns von Halbheit zu Halbheit weisen ...
Lieber den Malstein der Grenze zerschlagen,
lieber das Leben, das schäumende wagen,
Kämpfe und Stürme, die wild uns umwehn,
lachend bestehn!
Jungsein
Heißt glühend bereit zum Sprung sein.
Was uns scheidet von Müden und Alten,
sind nicht die Krücken, sind nicht die Falten:
ewiges Licht hellt die Runen der Jahre,
ewiger Lenz blüht um silberne Haare,
wenn nur gleich göttlichen Falken der Geist
sonnenwärts kreist.
Wundersam das Jahr begann,
Der Winter lag im weißen Schoß,
Der Frühling kam mit Blütenspross,
Der Sommer war am Schönsten dann,
Der Herbst das Blätterwerk,
Mit goldenem Kleide übergoss,
Der Wald gleicht einem Zauberberg.
Schon weiß der raue Wind,
dass alles wieder neu beginnt!
Im Böhmerwald, bewehrt mit Wall und Toren,
In dem mein lieber Vater ward geboren.
Deutsch war der Mann, kerndeutsch sein Heimatland,
Eh’ Slawenlist es Stück für Stück entwandt!