Ihr werdet erleben,
wie sie unser Land verschachern,
um ihre eigene erbärmliche Macht zu sichern!
Ich finde eine gewisse Befriedigung darin, daß ich sterben darf.
Vielleicht kann ich durch mein Vorbild helfen!
Jahr: 1923
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Ihr werdet erleben,
wie sie unser Land verschachern,
um ihre eigene erbärmliche Macht zu sichern!
Ich finde eine gewisse Befriedigung darin, daß ich sterben darf.
Vielleicht kann ich durch mein Vorbild helfen!
Westlerisch sein heißt:
Mit der Phrase der Freiheit auf Betrug ausgehen,
mit dem Bekenntnis zur Menschlichkeit Verbrechen in die Wege leiten,
mit dem Aufruf zur Völkerversöhnung Völker zugrunde richten.
Es leben die Philister
Ihre Gevattern und ihre Geschwister
Die Poetenverachter, Monetenbetrachter
Die Luchser, die Muckser
die Pfennigfuchser
Die Mucker und Achselzucker
Die Agio- und Taxenkucker
die Linsenleser
und Zinsenzähler
Die Couponschneider und Hungerleider
Die, wo andere vor Freude weinen
gleich mit dem Regenschirm erscheinen
und wo die Freude droht einzuschlagen
den Blitzableiter in der Tasche tragen
Die den Teufel scheuen
und sich wie Teufel freuen
Die nicht mehr mit dem Zopfe prangen
und doch an dem Zopfe hangen
Die Pantoffelgedrückten, Kartoffelentzückten
Wasser-Verprasser
Die sich mit der Schlinge der Mäßigkeit schnüren
und doch die Klinge der Gefräßigkeit führen
die in lauter Formen und Normen sich bewegen
in lauter Schmiegen und Biegen sich regen
Die auf dem Stuhle des Schlendrians sitzen
und in der Schule des Bocksbeutels schwitzen
Es leben die Philister
ihre Gevattern, ihre Geschwister
Denn – wenn die Philister nicht mehr leben,
so wird es auch keine Poeten mehr geben!
Wer sleht den lewen? wer sleht den risen?
wer überwindet jenen unt disen?
daz tuot einer der sich selber twinget
und alliu sîniu lit in huote bringet
ûz der wilde in stæter zühte habe.
geligeniu zuht und schame vor gesten
mugen wol eine wîle erglesten:
der schîn nimt drâte ûf unt abe.
Wer erschlägt den Löwen? Wer erschlägt den Riesen?
Wer überwindet jenen und diesen?
Das kann nur einer, der sich selbst bezwingt
und alle seine Glieder unter Kontrolle bringt,
der bannt in fester Zucht die ungefügen.
Vor Fremden mit schönen Posen und Manieren
kann man wohl für eine Weile brillieren:
Der hohle Glanz wird schnell verfliegen.
Eintauchen in einen Brunnen aus Zeit,
sich verlieren zwischen Generationen,
dem Labyrinth von Geschlechtern folgen,
das Irrlicht des Anfangs suchen.
Kriege erleben und Hungersnöte,
Seuchen und Feuersbrünste.
Dabei wie Gott sein,
ergriffen und unbeteiligt,
mit dem Wissen
von Jahrtausenden.
Tiefer und tiefer steigen,
um jene zu treffen,
die als erste den Boden bestellten,
der sie später verschlang
und mich trägt.
Ihre und meine
geborgte Heimat
auf Zeit!
Befreit euch von euren Ketten im Kopf,
dann bersten die Ketten,
die eure Körper fesseln, ganz von allein!
Solange wir reden, steht alles in Frage;
sobald wir handeln, nur noch das Gelingende That!
Alle Bücher dieser Welt
Bringen dir kein Glück,
Doch sie weisen dich geheim
In dich selbst zurück.
Dort ist alles, was du brauchst,
Sonne, Stern und Mond,
Denn das Licht, danach du frugst,
In dir selber wohnt.
Weisheit, die du lang gesucht
In den Bücherein,
Leuchtet jetzt aus jedem Blatt -
Denn nun ist sie dein.
Wer darf es wagen, sich ehrlich zu nennen, wenn er es nicht in bitterster Not bewiesen hat?
Wer darf sich überhaupt irgendeine Tugend beilegen, bevor er sie in den schwierigsten Lagen und Versuchungen erprobte?
Der römische Hirte läßt den Ablaß glänzen,
Die Altfrau Kirche weiß mit Indulgenzen
Von jeder Schuld Gewissen rein zu schaffen!
Er hatte seit Jahren nicht mehr gesät
Verstreut noch reifte ihm das Getreide
Zuletzt ließ er den Hafer ungemäht
Sein Pferd verlor sich auf der Weide.
Er brach eine Zeit noch Beeren vom Ast
Als müßte er einen Hunger stillen
Dann vergaß er auch diese letzte Last
Um seiner tieferen Ruhe willen.
Er saß vor der Hütte bei Tag und Nacht
Die Hütte verfiel in Wind und Regen
Allmählich wuchsen die Gräser sacht
Seinen Füßen und Knien entgegen.
Und wuchsen langsam durch seine Hand.
Er ward wie ein Sieb, ohne Außen und Innen.
Gleichmäßig und ganz ohne Widerstand
Konnten die Jahre durch ihn rinnen.
Sei in dem Reich von Asche
Der Flamme letztes Licht
Am Ende aller Tage
Lass Du den Glauben nicht
Das Reich der schwarzen Schatten
An eignem Wesen bricht
Verdammt vom ersten Anfang
Wollt es gelingen nicht
Der Geist ist aus der Flasche
Es bäumt sich auf der Wicht
Doch brüchig ist die Waffe
Mit der der Lügner ficht
Bleib treu beim letzten Male
Dann stehst Du im Gericht
Wie Du im Glauben standest
Die Sonne im Gesicht
Ihr bildet euch ein, durch eure erzieherischen Talente einen Menschen gewandelt zu haben, und doch habt ihr meist nur einen Komödianten, einen Heuchler oder einen Feigling aus ihm gemacht!
Noch Dunkelheit die Welt erfüllt
Und wild aus schwarzen Herzen quillt.
Doch selbst zur dunkelsten der Nacht
Darüber stets ein Sternenhimmel wacht -
Und bis die Sonn sich wieder zeigt:
Ist eine Frage nur der Zeit.
Stets aber halte dir bewusst:
Ob Licht schon bist oder die Nacht noch suchst?
Dein Wille stets dem Herzen folgt -
Die Liebe ist's, die dich befreit!
Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat.
Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.
Legt um euch alle nicht nur das einengende, goldene Band der sittlichen Menschlichkeit, sondern auch das Stahlband der gleichhohen Vaterlandspflicht! Verstärkt dieses Stahlband immer weiter, bis es zur ehernen Mauer wird, in deren Schutze ihr leben wollt und einzig und allein leben könnt inmitten der Brandung der europäischen Welt! Glaubt mir, diese Brandung wird andauern. Keine menschliche Stimme wird sie bannen, kein menschlicher Vertrag wird sie schwächen! Wehe uns, wenn die Brandung ein Stück von dieser Mauer abgebrochen findet. Es würde zum Sturmbock der europäischen Völkerwogen gegen die noch stehende Feste werden. Das hat uns unsere Geschichte nur zu oft gelehrt!
Luft, du bist stets zu Atmen da,
doch wer hat je dir schon gedankt?
Wo ich auch bin, bist du ganz nah;
Natur durch dich Leben erlangt.
So lang in mir du noch magst fließen,
seist, liebe Luft, hoch du gepriesen!
Die Klugheit des Fuchses wird oft überschätzt, weil man ihm auch noch die Dummheit der Hühner als Verdienst anrechnet.
Nicht jede Kapitulation ist gleichbedeutend mit einer Niederlage!
über den Hügeln einer anmutigen Landschaft
Grau und trüb und immer trüber
Kommt das Wetter angezogen; –
Blitz und Donner sind vorüber,
Euch erquickt ein Regenbogen.
Wilde Stürme, Kriegeswogen
Rasten über Hain und Dach;
Ewig doch und allgemach
Stellt sich her der bunte Bogen.
Frohe Zeichen zu gewahren
Wird der Erdkreis nimmer müde;
Schon seit vielen tausend Jahren
Spricht der Himmelsbogen: Friede!
Aus des Regens düstrer Trübe
Glänzt das Bild, das immer neue;
In den Tränen zarter Liebe
Spiegelt sich der Engel Treue.
Auch wird man einsehen, daß, Dummköpfen und Narren gegenüber, es nur einen Weg gibt, seinen Verstand an den Tag zu legen, und der ist,
daß man mit ihnen nicht redet!
Gefallen mit zweiundzwanzig Jahren
Im Ostfeldzug. Unser einziger Sohn.
Bescheiden wie damals die Parten waren
Auch diese. Der Dankbarkeit letzter Lohn.
Das Sturmabzeichen, die Nahkampfspange,
Das Kretaband und das EK zwei!
Wer fragt heut nach solchen Dingen schon lange?
Laßt Totes tot sein: Das ist vorbei!
Wirklich vorbei? Ist der Menschen Gedächtnis
So niederträchtig, so jämmerlich kurz?
Ist schon vergessen das große Vermächtnis
Der deutschen Jugend seit Deutschlands Sturz?
Ich will es nicht glauben. Das Lumpentreiben
Von heute kann nicht der Schlußpunkt sein.
Was groß war, wird groß auch in Zukunft bleiben
Und Opfermut wieder uns Würde verleihn.
Ich weiß es gewiß. Was sich hingegeben
In Treue, wird Kraft, die das Weltall umkreist.
Auch Deutschland, mein Deutschland wird sie erleben:
Die Wiedergeburt im Opfergeist!
Hinter uns liegen Trümmer und Gräber.
Vor uns liegt die Zukunft,
aus der uns die Feinde ausschließen wollen!
Den Leib vermodert und den Rock zerschlissen,
Hat man dich roh aus deiner Ruh gerissen…
Man hat dich aufgebahrt, vom Prunk geblendet,
Der Lärm der Lebenden hat deinen Tod geschändet.
Wir Kameraden, fremd im eignen Land,
Wir kennen keinen, der uns unbekannt.
Sind alle Brüder, was sagt Wort und Nam‘
Bei einem, der nicht mehr nach Hause kam?...
Sind wir denn selbst bisher nach Haus gekommen,
ist uns nicht mehr als Leben nur genommen?
Laßt ruhig ruhen, wen die Kugel traf,
Vergönnt den Toten ihren Totenschlaf.
Von Gruft und Gräbern auf die Blicke hebt:
Der Unbekannte, den wir suchen, lebt!
Der heut an sich noch glaubt und will die Tat,
Das, Deutscher, ist dein unbekannter Soldat!!!
Der Wortschatz der deutschen Sprache besteht aus etwa 500.000 Wörtern. Zur sog. Standardsprache gehören etwa 75.000 Wörter. Ältere sprachbewußte Menschen mit deutscher Muttersprache beobachten betrübt und verärgert die Verdrängung der deutschen Sprache. Dies hat nicht zuletzt mit dem unterentwickelten Sprachbewußtsein der meisten Menschen mit deutscher Muttersprache zu tun. Scheinbar ist kein Ende in Sicht. Verglichen mit dem Stand zwischen etwa 1790 und 1970 geht das Hochdeutsche seit Ende der sechziger Jahre den Bach hinunter. Jüngeren Menschen, denen die Vergleichsmöglichkeiten fehlen, wird diese traurige Entwicklung kaum bewußt sein. Die Verdrängung deutscher Wörter ist kein Zufall, offensichtlich von mehr oder weniger geheim tätigen Denkfabriken vorangetrieben, um über eine deutsch-englische Mischsprache den Einstieg ins Angloamerikanische zu erleichtern und auf lange Sicht die deutsche Sprache abzuschaffen. Schon bis 1983 waren über 80.000 Anglizismen in die deutsche Sprache eingeschleppt worden (lt. Frankfurter Rundschau vom 7.2.1983). Mehr und mehr sind nur noch zweitrangige Wörter deutsch. Die neue deutsche Sprache ist nur noch für Halb- und Ungebildete da. Kaum ein junger Mensch stört sich heute noch an der deutsch-englischen Mischsprache. Nicht selten sind junge Leute nicht einmal in der Lage, ihre Kenntnisse und Überlegungen allgemeinverständlich auszudrücken. Englischen Begriffe deutscher Herkunft sind sogar im angloamerikanischen Sprachraum unbekannt, z. B. Handy. Ursache ist u. a., daß nicht nur sehr viele jüngere Deutsche die deutsche Sprache nicht voll beherrschen und auch nicht schätzen. Die Beschäftigung mit gutem deutschen Stil oder mit Wortfeldern, d. h. mit Wörtern gleicher oder ähnlicher Bedeutung, findet nicht mehr statt. Noch in den fünfziger Jahren gehörte zum Deutschunterricht die Spracherziehung. Ohne Abwechslungsreichtum, ein entwickeltes Sprachbewußtsein und eine ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache, es ist zu befürchten, daß in wenigen Jahren fast niemand mit deutschen Vorfahren die Sprache Goethes und Schillers vollständig verstehen kann. Das Deutsche wird auf den Rang des Rätoromanischen zurückfallen, das zwar eine Sprache ist, aber mit 35.000 Sprechern den Rang einer Mundart besitzt. Die überlieferte deutsche Sprache wird zerstört. Die deutsche Alltagssprache ist zu einer o.k-deutschen Schrottsprache verkommen und die deutsche Sprache stirbt ebenso wie das deutsche Volk. Wenn eine Sprache neue Begriffe fast ausschließlich aus fremden Sprachen entnimmt und laufend Eigenwörter durch Fremdwörter ersetzt, stirbt sie ab!
Als Beruf ist Politik für Herzlose und Unverantwortliche,
Religion für Arme im Geiste und Heuchler wie geschaffen!
Frisch auf, mein Volk, mit Trommelschlag im Zorneswetterschein!
O wag es doch, nur einen Tag, nur einen, frei zu sein!
Und ob der Sieg vor Sternenlicht dem Feinde schon gehört –
nur einen Tag! Es rechnet nicht ein Herz, das sich empört.
O wart in deiner tiefen Not auf keinen Ehebund;
wer liebt, der gehet in den Tod für eine Schäferstund:
und wer die Ketten knirschend trug, dem ist das Sterben Lust
für einen freien Atemzug aus unterdrückter Brust.
Lass deine Weisen fort und fort nur Tod und Schrecken sehn,
dem Volk soll vor Prophetenwort der Ruf der Ehre gehn.
Horch auf, der letzte Würfel fällt, dein Abend, er ist nah,
Noch einmal stehe vor der Welt in deiner Größe da!
O tret nur einen Augenblick aus deiner Sklaverei
und zeig dem grollenden Geschick, dass sie nicht ewig sei;
erwach aus deinem bösen Traum: reif ist, die du gesucht,
und schüttle nicht zu spät vom Baum, wenn sie gefault, die Frucht.
Wach auf! Wach auf! Die Morgenluft schlägt mahnend an dein Ohr–
aus deiner tausendjähr'gen Gruft empor, mein Volk, empor!
Lass kommen, was da kommen mag: blitz auf, ein Wetterschein!
Und wag's, und wär's nur einen Tag, ein freies Volk zu sein!
Ein junger Sproß mit Tatendrang
erblickt das Licht der Erde,
er zeigt: "Es geht auch anders lang"
mit stolzester Gebärde.
Er weiß nicht, daß der Apfelbaum,
aus dem er treibt die Blüte,
einst hatte diesen gleichen Traum,
in dem er sich bemühte.
Jetzt ist er alt und voller Moos,
treibt trotzdem schöne Blüten,
er hält es für das schönste Los,
die Sprossen zu behüten!
Ich kenn' ein Kind, das mag nicht schlafen,
Es liegt im Bett und ist noch wach;
Ich schleich' mich leis' zur Tür herein,
Ob's wohl für mich ein Plätzchen hat?
Ich bin der gute Knecht Ruprecht,
Mit meinem Sack und meinem Stab,
Und bring' den Kindern, was sie lieben,
Ob's nun ein Apfel oder'n Stab.
Die lieben Kleinen, die ich find',
Die sind so brav und fromm und rein,
Die sollen alle was bekommen,
Ein Apfel, Nüsse oder'n Schein.
Doch wenn ich einen finde,
Der nicht brav und fromm und rein,
Der soll von meinem Stabe nichts,
Als einen Schlag auf seinen Hintern sein.
Wann das Veilchen blüht und der Kuckuck singt
Und die Nachtigall flötet im Busch,
Wann die Jugend munter zum Reigen springt
Und es rauscht durch die Blätter husch! husch!
Dann führet zum Baume, zum Quell
Die Gesellin der frohe Gesell,
Dann paart sich die Liebe im Busch.
Sei willkommen, Frühling, du süßer Gast!
Sei willkommen, du fröhlicher Mai!
Der die Freude bringt und die Sorge haßt.
Noch sind Leben und Jubel uns frei.
Auf! liebliches Mädchen, zum Tanz!
Weil dir blühet der liebliche Kranz
Der Jugend, ein fröhlicher Mai.
Wann der Winter schneit und das Alter friert,
Dann du wünschest und weinest umsonst;
Wer die Blume pflückt, die den Frühling ziert,
Der verstehet die glücklichste Kunst.
Süß Liebchen, wir kommen zur Stell' –
Wie dir glänzen die Äugelein hell!
Frau Luna, ihr Sternlein mit Gunst!
Das Rad, der Arbeit großes Rad
Steht heute stille, Kamerad.
Es ruhen die Maschinen
Und alle, die wir dienen,
Im Feld der Arbeit aus.
Die Hand, des Volkes schwere Hand,
Trägt heut` die Fahne durch das Land.
Aus allen Herzen schwingen
Sich Freude und nur Singen.
Bekränzt drum jedes Haus!
Das Rad, der Arbeit großes Rad
Saust morgen wieder, Kamerad!
Dann donnern die Maschinen.
Aus unsrem harten Dienen
Blüht unserm Volk die Tat!
Heb' unverzagt das Haupt empor,
Will dich das Unglück niederdrücken.
Wie schauerlich der Abgrund auch,
Er läßt sich dennoch überbrücken.
Nicht immer weilt das Glück im Thal,
Oft weilt's auf steilem Felsenrücken;
An Stellen, wo du's nie geahnt,
Kannst du die schönsten Blumen pflücken!
Wahrlich es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen,
nicht das Besitzen, sondern das Erwerben,
nicht das Da-Sein, sondern das Hinkommen,
was den größten Genuß gewährt.
Ein Bursche ging heimwärts den Waldweg entlang
Er sah all die Tiere, im Walde zuhaus'
Er ging ihn so traulich, mit sicherem Gang
von all diesen Tieren nahm keines reiß' aus
Gleich fröhlich und sehnend sein Herze ihm pocht
weil heimlich die Liebe hat in ihm gekocht
Im Dorf war man emsig mit allem zugang'
Die Burschen, sie richten den Maibaum schon auf
Es flogen die Bänder, so bunt und so lang,
sie schichteten Balken für's Feuer hinauf
Bald lodern die Flammen- he Leute, herbei!
Wir tanzen zusammen heut' Nacht in den Mai
Ref.
Beltane Beltane, du heiliges Fest
die Nächte noch frisch und das Jahr noch so jung
Gar feiern die Menschen in Freude du läßt-
das Feuer der Liebe kommt heiß nun in Schwung
Beltane Beltane, du feurige Lust
Es finden sich Herzen, die lang sich gewußt
"Geh Tochter und eile geschwind in den Wald,
wir brauchen noch Pilze und Bärlauch dazu-
und kehr' rasch zurück, denn wir essen schon bald,
ich schneide die Kräuter und Brot noch im nu!
Bald treffen sich alle auf festlichem Platz
Dort triffst du dann auch deinen all-liebsten Schatz!"
Der Bursche, selbst noch von der Waldluft behaucht
ging heimwärts vom Auftrag des Vaters daheim
zu holen das Holz, das im Hause gebraucht
zu stapeln sodann es hoch zu einem Feim
All seine Gedanken bei einer nur sind,
die ihn hat verzaubert- vor Liebe er blind!
Ref.
Beltane Beltane, du heiliges Fest
die Nächte noch frisch und das Jahr noch so jung
Gar feiern die Menschen in Freude du läßt-
das Feuer der Liebe kommt heiß nun in Schwung
Beltane Beltane, du zarte Magie
verliebt sein im Frühling- unsterblich wie nie!
Die Stimmung der Leute im Dorfe ist froh,
es spielen die Lieder, die jeder hier kennt
gar mancher schon Morgens dem Heime entfloh
zu löschen mit Bier, was im Halse ihm brennt
Ein Scherzen und Lachen und auch mancher Blick
mit tanzender Seele erhofft sich das Glück!
Beim sammeln am Boden das Mädel nun war
Die Schürze gefüllet mit Pilzen und Lauch
vernahm sie die Schritte, da wurd' ihr gewahr
ein Bursche beladen an Rücken und Bauch
Sie ahnt es bereits und dann wurde ihr klar
kein and'rer als selber der Liebste es war!
Ref.
Beltane Beltane, du heiliges Fest
die Nächte noch frisch und das Jahr noch so jung
Gar feiern die Menschen in Freude du läßt-
das Feuer der Liebe kommt heiß nun in Schwung
Beltane Beltane, in dir ist die Macht
zu schenken den Frühling nach eisiger Nacht
Als nun auch der Bursche sein Liebchen erblickt
die Schritte verhaltend, ganz langsam der Gang
Sein Atem, sein Auge vor Starre verzückt
Das Holz fiel zu Boden, nach Worten er rang
Vergessen war alles, was Holz, Pilz und Lauch
so sehr webt die Liebe mit all ihrem Hauch
Die Zeit und die beiden, sie standen ganz still
die schmutzigen Hände einander gefasst
kein einziges Wort über Lippen mehr will,
es bebten die Herzen, frei von jeder Last
Als langsam der Tag gegen Abend sich neigt
Im Dorfe schon lodernd sich Feuerschein zeigt
Ref.
Beltane Beltane, du heiliges Fest
die Nächte noch frisch und das Jahr noch so jung
Gar feiern die Menschen in Freude du läßt-
das Feuer der Liebe kommt heiß nun in Schwung
Beltane Beltane, das Leben ist schön
wenn treue Gefährten gemeinsam besteh'n
Gegessen die Mutter alleine längst hat
Der Vater des Burschen schlug Scheite allein
gar eilig ergriffen sind Holz, Pilz und Blatt
Als unsere beiden am Platz treffen ein
Im Dorf wusste jeder ja lang schon Bescheid
Ab heut' gehen zwei ihren Weg nun zu zweit
Und siehe wie prächtig die Braut ward geschmückt,
die Bänder am Baum wie die Bänder im Haar
sie flogen beim Tanze herum wie verrückt
als eben beschlossen der Lebensbund war
Nicht nur uns're beiden, sie feiern ein Fest
Heut Nacht blüht die Liebe in manch' Liebesnest
Ref.
Beltane Beltane, du heiliges Fest
die Nächte noch frisch und das Jahr noch so jung
Gar feiern die Menschen in Freude du läßt-
das Feuer der Liebe kommt heiß nun in Schwung
Beltane Beltane, die Bänder im Haar
erhoffen vom höchsten ein fruchtbares Jahr
Bei einem Wirte, wundermild;
da war ich jüngst zu Gaste;
ein goldner Apfel war sein Schild
an einem langen Aste.
Es war der gute Apfelbaum,
bei dem ich eingekehret;
mit süßer Kost und frischem Schaum
hat er mich wohl genähret.
Es kamen in sein grünes Haus
viel leichtbeschwingte Gäste;
sie sprangen frei und hielten Schmaus
und sangen auf das beste.
Ich fand ein Bett zu süßer Ruh
auf weichen, grünen Matten;
der Wirt, er deckte selbst mich zu
mit seinem kühlen Schatten.
Nun fragt′ ich nach der Schuldigkeit,
da schüttelt′ er den Wipfel.
Gesegnet sei er allezeit
von der Wurzel bis zum Gipfel!
Auch die perfekteste Maske
kann das wahre
häßliche Gesicht
nicht verbergen.
Es gibt Menschen,
die kein hohes Ross brauchen,
um andere zu überragen!
Du hast Bataillone, Schwadronen,
Batterien, Maschinengewehr,
du hast auch die größten Kanonen.
Mein Michel, was willst du noch mehr?
Du hast die beträchtlichsten Steuern,
deine Junker, die plagen sich sehr,
um dir das Brot zu verteuern.
Mein Michel, was willst du noch mehr?
Du hast zwei Dutzend Monarchen,
Lakaien und Pfaffen ein Heer,
beseeligt kannst du da schnarchen.
Mein Michel, was willst du noch mehr?
Du hast ungezählte Paragraphen,
die Gefängnisse werden nicht leer,
du kannst auch in Schutzhaft drin schlafen.
Mein Michel, was willst du noch mehr?
Du hast Kohlrüben und Eicheln,
und frägst du nach and'rem Begehr,
so darfst du am Bauche dich streicheln.
Mein Michel, was willst du noch mehr?
Knechtische Gesinnung entsteht durch strenge tyrannische Herrschaft!
Jeder,
der sein inneres Selbst nicht zu regieren weiß,
regierte gar zu gern des Nachbars Willen,
eignem stolzem Sinn gemäß.
Der denkbar höchste Grad der Lüge ist dann erreicht, wenn das Urteilsvermögen zwischen Wahrheit und Falschheit aufhört und der Lügende seiner eigenen Lüge glaubt und sich darüber entrüstet, daß andere in seine Worte Zweifel setzen!
Herrlich hast du stets gestritten,
wenn der Feind das Reich bedrang;
menschlich hat dein Herz gelitten,
als dich Recht zur Härte zwang;
Deine Härte ist nur Segen!
Deine Ehr von Flecken rein,
ist so leuchtend wie Dein Leben,
unsere Herzen, sie sind Dein!
Möge Deutschland nie glauben, daß man in eine neue Periode des Lebens treten könne ohne ein neues Ideal. Möge es bedenken, daß wirkliches Leben von unten auf, nicht von oben her wächst, daß es erworben, nicht gegeben wird!