Ein farb- und heimatloses Deutsch ist mir zuwider.
Der Wein soll eine Blume haben, in der man die Bodenständigkeit erkennt.
Ein Anklang an die Mundart seines Stammes gibt dem Sprecher erst Persönlichkeit!
Jahr: Kein Jahr vorhanden
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Ein farb- und heimatloses Deutsch ist mir zuwider.
Der Wein soll eine Blume haben, in der man die Bodenständigkeit erkennt.
Ein Anklang an die Mundart seines Stammes gibt dem Sprecher erst Persönlichkeit!
Wie schön ist es,
eine Heimat zu haben und eine Heimat,
mit der man durch Geburt,
Erinnerungen und Liebe verwachsen ist!
Wir sehen im täglichen Leben oft, daß die Menschen ein verschieden langes inneres Leben führen.
Der eine lebt äußerlich achtzig oder neunzig Jahre, und auch seine Seele bildet sich immer weiter;
der andere lebt äußerlich ebensolange, aber seine Seele ist mit fünfzig, mit dreißig, mit fünfzehn, mit zehn Jahren stehengeblieben;
nur Erfahrung, Ausdrucksweise und äußere Umgangsformen sind dem Alter seines Leibes entsprechend!
Ihr stützt euch auf Geschichte
Und sucht nicht, was ihr suchen sollt,
Und findet, was ihr finden wollt
Das nennet ihr Geschichte!
Den deutschen Frauen danket! Sie haben uns der Götterbilder freundlichen Geist bewahrt,
Und täglich sühnt der holde klare
Friede das böse Gewirre wieder!
Jahr: 1770 - 1843
Man kann eine fremde Sprache noch so gut kennen, es gibt Stellen, die sich weigern, uns ihren ganzen Gehalt oder ihren wahren Sinn mitzuteilen.
Nur in der Muttersprache kennt man den ganzen Gefühlsinhalt der Wörter!
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis’ die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus!
Mutter, wir haben die Heimat verloren
das Haus, wo unsere Ahnen geboren,
das Feld, das redlich uns ernährt,
den Wald, dem unser Herz gehört,
den Bach, der unser Nachbar war,
das Schwalbennest vom letzten Jahr,
den First, auf dem Amsel sang,
das Glöcklein, das vom Kirchtum klang.
Daß uns aus Steinen Brot geworden
und das der Fremde dunkle Pforten
sich aufgetan zu schmaler Rast,
um abzutun die harte Last! −
Dein Herz, o Mutter, ganz allein
kann Heimat in der Fremde sein!
Es birgt in alle Ewigkeit
die Heimat über Raum und Zeit!
Was spricht so viel dein loser Mund, –
Gieb mir Dein Wort durch Thaten kund!
Die Menschen werden durch Gesinnungen vereinigt,
durch Meinungen getrennt!
Nur wer des Lebens Tiefen kennt,
Und wem das Leid hart angerührt,
Wer hell wie eine Fackel brennt,
Ob Liebe er, ob Haß verspürt,
Wer immer kämpfend vorwärts geht
Und nie an Nicht`ges sich verprasst,
Wer alles Menschliche versteht-
Der hat das Leben recht erfaßt!
Du glaubst, du hast sie jetzt gefunden,
die Weisheit, in ein Buch gebunden,
und bist kaum schlauer als zuvor.
Weil du nicht weißt, du armer Tor,
dass dir nur Zugang wird gewährt
zu dem, was bereits dir gehört.
Wo immer du auch blickst hinein,
wird Spiegel deiner selbst nur sein!
Das reife Feld, wer heimst es ein,
Wer nimmt ihm seine Bürde ab,
Wer bringts zur Ruh im Abendschein,
Bereitet ihm das Wintergrab?
Und all die Blumen fallen mit,
Die, weiß und rot und gelb und blau,
Erzittern vor dem Schnitterschritt,
Wenn er beginnt im Morgengrau.
Das dacht ich im Vorübergehn,
Als ich den reichen Segen sah.
Und leise kam ein sanftes Wehn,
Klang wie Misericordia.
Am andern Morgen, noch vor Tag,
Als wieder ich vorüberging,
Hört ich den ersten Sensenschlag,
Der scharf einblitzte wie zum Ring.
Ein alter Bauer, Ackerzucht,
Mit weißem Haar und weißem Bart,
Schlägt in den Roggenstrich mit Wucht,
Sein Auge mustert streng und hart.
Nur selten kommandiert er Stop
Und wischt sich von der Stirn den Schweiß,
Dann mäht er wieder grad und grob,
Die Sonne wütet juliheiß.
Schon geht der dritte Tag zu End,
Ein letztes Fleckchen steht noch da.
Wo schwach die Abendsonne brennt,
Klingts leis Misericordia.
Nun holt er aus, die Sense singt,
Da still – wer ist der andre Mann,
Der hinter ihm die Sense schwingt?
Das ist der große Welttyrann.
Der Alte stürzt dahingerafft,
Denn Mensch, wie Frucht sind Erntegut.
Tief aus der Erde quillt die Kraft,
Und in die Erde tropft ihr Blut.
Indessen bammelt sich der Tod
Ein Sternblümchen ans Beckenbein
Und bummelt, todesunbedroht,
Gemächlich durch die Felderreihn.
Jene Hand, die da und dorthin
süßlich grüßt, sie ist bedacht,
daß sie hüben, so wie drüben
schmeichelnd sich Vertrauen macht.
Aber just vor solchen Händen
nimm mit Vorsicht Dich in Acht:
Gar geschmeidig, haben oft sie
einen – Dolchstoß beigebracht!
Die Welle weiß, wohin sie geht,
Der Sturm, wohin sein Atem weht,
Die Saat fühlt ihren Bodenstand,
Der Wald, die Flur, das Wurzelland,
Und alles Tier hat Rast und Statt
Und wird noch seines Friedens satt,
Uns aber ist der Heimat Recht
Geschändet und geraubt.
Wir lebten alle recht und schlecht
Und haben treu geglaubt,
Geglaubt, daß Heimat heilig sei
Und frei vor Raub, vor Schändung frei.
Sei`s geklagt: die tiefste Not
War nicht der Krieg, war nicht der Brand.
Die Heimat war uns Wort im fremden Land,
Und fremdes Brot ist hart und schwer.
Weit ist es von der Heimat her.
Nur eines wird der bösen Lust
Zu Raub nicht und zu Mord:
Wir trugen tief in unsrer Brust
Die Heimat mit uns fort;
So bettelarm und vogelfrei
Wir sind, die Heimat steht uns bei.
Die Welle weiß, wohin sie geht,
Der Sturm, wohin sein Atem weht,
Die Saat fühlt ihren Bodenstand,
Der Wald, die Flur, das Wurzelland,
Und alles Tier hat Rast und Statt
Und wird noch seines Friedens satt.
Wir haben nur das Herzensgut,
In dem die alte Heimat ruht,
Aus ihm blüht Liebe uns und Rat,
Es hält uns hoch, ruft uns zur Tat!
Aus grauem Schimmer der Vergangenheit
verbunden sind Jahrhunderte mit unsichtbarem Band.
Dir nie zu Angesicht gelangt - und doch verwandt -
finden in jeder Geburt sie neu Geborgenheit.
Dem jungen Leben immer wieder Antlitz geben,
wenn das Gesetz der Wiederkehr sie schaltet.
Aus dem Teilchenmeer zum Ganzen streben,
göttlich wohl, doch ohn' ein' Gott, der darin waltet.
Sie kehrten aus, mag sein vor langer, ferner Zeit,
In Schlummer, ruhend, ihre eigene Wesenheit.
Doch kehr'n sie ein in Wort und Tat,
wenn neu gesät wird ihre Art.
So führt ihr Weg hin, durch die Ewigkeit,
hinein in kommende Unendlichkeit,
wenn niemand bricht die heiligen Bahnen,
begonnen einst durch deine Ahnen!
Mein Herz, sei nicht beklommen,
Noch wird die Welt nicht alt.
Der Frühling ist wiedergekommen,
Frisch grünt der deutsche Wald.
Seit Ururvätertagen
Stehen die Eichen am See,
Die Nachtigallen schlagen,
Zur Tränke kommt das Reh.
Die Sonne geht auf und unter
Schon lange vieltausendmal,
Noch immer eilen so munter
Die Bächlein ins blühende Tal.
Hier lieg ich im weichen Moose
Unter dem rauschenden Baum,
Die Zeit, die wesenlose,
Verschwindet als wie ein Traum.
Von kühlen Schatten umdämmert,
Versink ich in selige Ruh;
Ein Specht, der lustig hämmert,
Nickt mir vertraulich zu.
Mir ist, als ob er riefe:
Heija, mein guter Gesell,
Für ewig aus dunkler Tiefe
Sprudelt der Lebensquell!
Wie auf schönen klaren und tiefen Bronnen,
spiegeln sich auf häßlichen seichten Pfützen
Sterne und Sonnen.
Aus dem Schmutzigen wie dem Reinen, immer
strahlt ihr Bild im nämlichen makellosen
göttlichen Schimmer.
Denn das Reine bleibt ewig fort das Reine,
ob die Hände, die es berühren, edle
oder gemeine.
Und das Große kann nie der Schmutz verdunkeln,
doch den Pfuhl sogar läßt leuchtende Größe
golden erfunkeln!
Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat!
Des Löwen Zahn, der muthig mich zerreißt,
Wenn er durch sein Gebrüll heraus mich fordert,
Ihn fürcht' ich nicht, ich hab' ihn nie gefürchtet,
Weil Heldenmuth vor Heldenmuth mich schützt.
Hier gilt's den Wechselkampf – er oder ich! –
Gleich sind die Waffen, ehrlich ist der Kampf.
Weit anders ist der Strauß mit böser Arglist,
Mit Schlangentücke und Verrätherei,
Die ungeseh'n unaufgefordert naht;
Vor diesem Nachtgespenst beschützt kein Muth.
Was langsam schleichend hundertfüßig naht,
Was eiskalt plötzlich dir am Rücken sitzt,
Was da ist, eh du weißt, woher es kam,
Das ist's, was mich in der Natur erschreckt!
Hier frommt kein Schwert, hier sei auf deiner Hut!
Ja, vor der Feigheit darf ein Held erzittern.
Die Verbreitung der Wahrheit ist die erste Forderung der Sittlichkeit,
und an der Betätigung dieses Grundsatzes unterscheidet sich die neue Zeit von der alten,
deren Moral darauf hinauslief,
keine Wahrheit zu verbreiten und nur einzelnen Bevorzugten sie vorzubehalten!
Es gibt Zeiten, in denen der Mensch durchaus nur seiner eigenen Bildung nachgehen kann;
Je höher er diese aber steigert, je unfähiger wird er für den Verkehr mit der Welt!
Wie schaurig rauscht das Schicksal durch die Nacht!
Hoch fliegt der Purpur um die stolze Eiche,
Die Papppeln zücken Schwerter wie zur Schlacht,
Aufschluchzend neigt die Weide sich zum Teiche.
Dazwischen singt der Sturm auf seiner Geige
Ein wildes Lied – die Saite reißt entzwei,
Und durch den Aufruhr der empörten Zweige
Blitzt weiß der Himmel wie ein Schrei!
Man muss schon etwas wissen,
um verbergen zu können,
daß man nichts weiß!
Mit großen Augen blick ich in die Nacht.
Der Schmerz hält bei mir seine treue Wacht
und schaut mich an in tiefer, heiliger Ruh.
Der Sommerwind trägt durch mein Fensterlein
von reifen Ähren mir den Duft herein, –
und unter Tränen lächle ich dazu.
Ein banger Seufzer zittert durch die Flur.
Mir ist, als sänge leise die Natur
das Rätsellied vom Werden und vom Sein.
Geheimnisvoll weht es durch mein Gemach;
ich singe träumend ein paar Töne nach, –
und unter Tränen lächelnd schlaf ich ein!
Schlageter, Schlageter, du Held aus Eisen und Stahl,
Du standest für Deutschland, für Freiheit und Ideal.
Dein Mut war unerschütterlich, dein Wille unerschrocken,
Du hast für dein Vaterland dein Leben hingegeben, ohne zu zögern.
Schlageter, Schlageter, dein Name leuchtet hell,
Ein Symbol des Widerstands, ein Mahnmal, das uns befällt.
Du kämpftest gegen die Feinde, die unser Land bedrohten,
Dein Opfer wird uns stets in Erinnerung bleiben, unvergessen.
Schlageter, Schlageter, du bist ein leuchtendes Beispiel,
Für Tapferkeit und Opferbereitschaft, für Treue und Ehre im Leben.
Dein Andenken lebt in unseren Herzen weiter,
Du bist ein Held, den wir niemals vergessen werden.
Wir tragen im Geiste das Testament,
im Herzen das Bild unsrer Ahnen.
Wir gehen die steinigen Wege zu End,
den Kommenden Straßen zu bahnen.
Wir schlagen die Brücke in diese Zeit.
Was unsere Väter begannen
in harter Zucht der Vergangenheit,
ist mit uns im Wehen der Fahnen.
Wir halten mit unserer letzten Kraft
die Heimat in schwieligen Händen,
für unseres Blutes Bruderschaft
das Blatt des Schicksals zu wenden!
Wo andere scherzen und lachen und schrein,
wo andere weinen und barmen,
sind wir mit unseren Sternen allein,
das Land in zitternden Armen.
Wir sprechen nicht viel von Opfer und Fron
und nichts wird uns jemals vergütet.
Der Glaube ist unser höchster Lohn:
Wir haben das Feuer gehütet!
Wie sich die Pflanze
noch an ärmstem Ort
die Kraft zum Schönsein
aus der Tiefe nimmt-
so wirkt in dir
ein gleicher Wille fort,
der dich bewußt
zu gleichem Tun bestimmt!
Fass' es, Mensch, und wirf zusammen
Alles nun in einen Brand,
Was zur Schwäche mag verdammen,
Was mit Feigheit dich umwand.
Soll dich etwas so bedrohen,
Dass es willenlos dich beugt?
Gib's dem Feuer! Lass es lohen!
Sei der Geist, der selbst sich zeugt!
Deine Flamme sei die Stunde,
Deine Wiege der Moment –
Sei mit jener Macht im Bunde,
Die kein Recht von gestern kennt.
Wisse, Schuld wird ungeheuer,
Die ihr Konto nie zerreißt –
Lass es lohen! Gib's dem Feuer!
Sei der Zeuger, sei der Geist!
Mach dich von Sehnsucht frei und leb im Licht!
Haus nicht im Träumerschloß mit Spiegelwänden!
Du glaubst, das ist die Welt, was sie dir blenden, –
Ach nein, die Welt, mein Junge, ist das nicht.
Es ist ein tückisches Spiel des schiefen Schliffs
Und oft wohl gar Betrug, was sie dir zeigen.
Hinaus! Schlag sie entzwei, aufs Pferd zu steigen
Beherzten Sprungs und festen Zügelgriffs!
Ich bin der Knecht Ruprecht, immer getreulich und pünktlich. Ich komme aus dem Walde, wo die Tannen rauschen, wo die Eule schreit und der Wolf heult. Ich bringe den Kindern die schönsten Gaben, wenn sie brav und fromm sind. Aber wehe dem bösen Buben, der nicht gehorchen will! Dem schlag ich mit meiner Rute die Beine wund. So, nun merkt euch das und seid brav und fromm, dann kommt der Heiland auch zu euch und bringt euch das ewige Leben.
Was ist die Wahrheit, die mich verband:
Ich suchte dich und fand mein Vaterland.
Ich war ein Blatt in unbegrenzten Raum,
nun bist du Heimat mir und bist mein Baum.
Wie weit verweht, vergingen ich im Wind,
wärst du nicht Kraft, die von der Wurzel rinnt.
Ich glaube an dich, denn du bist die Nation,
Ich glaube an Deutschland,
weil du bist Deutschlands Sohn!
Manche Touristen sind ständig mit Fotografieren beschäftigt,
damit sie sich hinterher ansehen können, was sie alles verpasst haben.
Ich hatte einst ein schönes Vaterland,
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nickten sanft.
Es war ein Traum.
Das schöne Land, so sonnig, war es nicht,
Die Bürger stritten, und der König war ein Wicht.
Doch träumt’ ich fort von einem deutschen Reich,
Wo Freiheit herrscht und Liebe ohne Gleich.
Halt dich entfernt, teil dich nicht jedem mit,
Und flieh die Schwätzer, Lungrer, Schmecker,
Sieh nur, es ist ein kleiner Schritt
Vom Teller- bis zum Speichel-Lecker!
Immer strebe hin zum Einen,
das dich ganz erfüllt.
Ob im Großen, ob im Kleinen,
sei du stets sein Spiegelbild.
In den heißen Kampfestagen
wie in tiefen Stunden,
immer wirst du selbst getragen,
bist geheim gebunden.
Stets umschwebt, umwebt dich leis
deines Volkes Schicksalsruf.
Und du schaffst in diesem Kreis
nur, was es in dir erschuf!
Hier hab’ ich so manches liebe Mal
Mit meiner Laute gesessen,
Hinunter blickend ins weite Thal,
Mein selbst und der Welt vergessen.
Und um mich klang es so froh und so hehr,
Und über mir tagt’ es so helle,
Und unten braus’te das ferne Wehr
Und der Weser blitzende Welle.
Wie liebender Sang aus geliebtem Mund,
So flüstert es durch die Bäume,
Und aus des Thales offenem Grund
Begrüßen mich nickende Träume.
Da sitz’ ich aufs Neue und spähe umher,
Und lausche hinauf und hernieder;
Die holden Weisen rauschen nicht mehr,
Die Träume kehren nicht wieder.
Die süßen Bilder wie weit, wie weit,
Wie schwer der Himmel, wie trübe!
Fahr’ wohl, fahr’ wohl, du selige Zeit,
Fahrt wohl, ihr Träume der Liebe!
Wie wird verlorene Freiheit wiedergewonnen?
Durch einen aus der Tiefe des Volkes kommenden Stoß und Sturm der sittlichen Kräfte!
Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen.
Nichts, als was in uns selbst schon lebendige That ist,
kann es außer uns werden,
und es ist mit Schöpfungen des Geistes wie mit organischen Bildungen:
Nur aus der Blüthe geht die Frucht vor!
Die Hoffnungen auf ewigen Frieden, auf ungestörtes Völkerglück und dergleichen schöne Sachen mehr sind nur Hoffnungen von Kindern und Toren.
Ohne Kampf keine Entwicklung, und weil die Gesellschaft die rastlos fortschreitende Entwicklung ist, so bleibt es ihre Bestimmung, zu kämpfen, so lange überhaupt ihre labyrinthische Laufbahn währt.
Frieden gibt nur der Tod!
Ein Freund ging nach Amerika
Und schrieb mir vor einigen Lenzen:
Schicke mir Rosen aus Steiermark,
Ich hab’ eine Braut zu bekränzen!
Und als vergangen war ein Jahr,
Da kam ein Brieflein gelaufen:
Schicke mir Wasser aus Steiermark,
Ich hab’ ein Kindlein zu taufen!
Und wieder ein Jahr, da wollte der Freund,
Ach, noch was anderes haben:
Schicke mir Erde aus Steiermark,
Muss Weib und Kind begraben!
Und so ersehnte der arme Mann
Auf fernsten, fremden Wegen
Für höchste Freud’, für tiefstes Leid
Des Heimatlandes Segen.