Mögt ihr mich tausendmal mit Zwang
Auf eine Wendung schrauben –
Ich werde der Spirale Gang
Mir selbst zu ziehn erlauben!
Niemand ist gebildet,
solange er sich nicht in seiner Muttersprache verständlich ausdrücken kann!
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Mögt ihr mich tausendmal mit Zwang
Auf eine Wendung schrauben –
Ich werde der Spirale Gang
Mir selbst zu ziehn erlauben!
Niemand ist gebildet,
solange er sich nicht in seiner Muttersprache verständlich ausdrücken kann!
Es schwingt sich der Geist
in ewige Weiten,
Im Ringen nach Wissen
um göttliches Sein
Entflieht er der Enge
in rastlosem Streiten,
Bekrönt von der Freiheit
erhabenem Schein.
,,... Im Blick in unsere Geistesgeschichte bestätigen die Kultur Historiker, daß die Völker in allen Kulturepochen stets das Bild der Götter leben und verwirklichen, das sie in sich tragen. Das ist die Wirklichkeit des Lebens und auch einsichtig; denn sie leben sich selbst und geben ihrem Wesen Form und Gestalt. Und doch bleibt der Mensch sich selber ,,ein abgrundtiefes Rätsel, gestellt zwischen Himmel und Erde, Leben und Tod, ..."
Zum Mythos schrieb der Schweitzer Psychologe C.G.Jung, in den mythischen Schilderungen würden sich psychologische und spirituelle Prozesse widerspiegeln. Sie würden spontane Äußerungen des kollektiven Unbewussten, die Archetypen, d.h. seelische Muster, in unser Oberbewußtsein hinauf heben und von bleibender Gültigkeit sein.
Junge Faust um heilige Fahne.
Schritt und Tritt! Er drängt voran.
Ernst und Trutz und Stolz: Germane!
Und sie folgen, Mann bei Mann.
Edles Blut und auserkoren,
Zier im Siege und im Tod,
hält die Fahne, daß sie loht
allen, die ihr zugeschworen!
Ein grauer Morgen, der Herbststurm weht,
er peitscht die Wasser im nahen Fleet.
Bei den knorrig-verbogenen Weiden,
da warten die Pfaffen im römischen Tuch:
Heut’ will sich der Radbod entscheiden;
Vernichtung den Heiden, Bannstrahl und Fluch,
das soll uns der Fürst jetzt beeiden!
Bald wird er zertreten, der Friesen Spott,
es beugt sich ihr König dem Christengott.
Hier mag er die Taufe empfangen -,
Mondzeichen wie Wetter gelten ihm gleich.
Schon künden ihn Fahnen und Stangen,
er naht mit Gefolge über den Deich.
Erfüllung fand Beten und Bangen!
Der Bischof mit schmalem, wölfischem Blick
wirft hastig die Schafspelzkapuze zurück:
Beim gütigen Christ - Jetzt wogt sie heran.
Die brodelnde Menge gibt Einem Raum -,
da schreitet der stolze, gewaltige Mann,
dieser Friese, so hoch wie der Eichenbaum.
Ein neuer Vasall, den die Kirche gewann?
Die mönchischen Knechte stehen bereit,
dem Radbod zu helfen ins Täuflingskleid.
Ungläubig, sprachlos, im weiten Rund
harrt das Landvolk der Fischer und Bauern,
mit brennenden Augen - die Herzen wund,
im entsetzten, im heillosen Trauern.
Zerbricht nun der trutzige Friesenbund?
Von Böen zerrissen, erstirbt der Choral;
wer kennt eines Königs Entscheidungsqual?
Forschend schaut er über die Fremden hin,
sieht die huldvoll-höhnischen Mienen.
Bringen Buße und Taufe wahrhaft'gen Gewinn,
soll er wirklich dem Römergott dienen? -
Da erwacht sein friesischer Eigensinn:
Bischof, sag an - lasse Lüge und List -
eine Frage, die vordem zu klären ist.
Du versprachst mir im Tode ein seliges Leben,
in goldprunkend-himmelsmächtiger Halle,
dein Gott wolle geistige Schätze mir geben -,
wo aber fänd' ich die Ahnen alle?
Dies' gestehe mir, ohne zu beben!
Da tritt der Kirchenmann dicht auf ihn zu:
Fürst, preise dich glücklich, Erster bist du!
Die anderen vor dir, die Missetäter,
die brät man im höllischen Feuer.
Deine verblendeten Vettern und Väter,
war’n heidnisch verworfene Ungeheuer -,
zur Verdammnis geschickte Verräter.
Ein Ruck fährt durch die hohe Gestalt,
Seine mächtige Stimme den Sturm überschallt:
Dann bleibe ich Heide -, des Odins Sohn -,
denn die Meinen kann ich nicht missen.
Ich verzichte auf euren nichtswürdigen Lohn,
lieber werd’ ich von Flammen zerbissen!
Und die Friesen brüllten im lachenden Hohn.
Mit den Geistern armseliger Christen,
wie könnt’ ich da feiern und fristen?
Wo die Wackeren, Weisen beisammen sind,
ob in Walhalls Licht - ob im Flammental,
dort will ich weilen mit Vater und Kind,
sei's die Hölle oder des Odins Saal -,
will seh'n, was die Norne mir spinnt!
Der Gleiche sein in Freud und Schmerzen,
In Sommers Pracht, in Eis und Schnee,
Im herben Ernst, im frohen Scherzen,
In Sturmesnot, im Traum am See.
Der Gleiche sein, wenn Not und Schande
Bedrückt wie zentnerschwere Last;
Der Gleiche sein, wenn zarte Bande
Bedrückend Herz und Sinn erfasst.
Das ist der edlen Geister Streben:
I'm Gleichmut Herz und Sinn zu weihn,
Um sich dem Höchsten hinzugeben,
Zu ruhen fest im ewigen Sein.
Zu fürchten haben wir jetzt eigentlich nichts mehr, alles zu hoffen! In diesem Zustand ist alles, was geschieht, jede neue Bewegung, jeder neue Stoß in der politischen Welt ein Prinzip neuer Hoffnung. So gehe ich jetzt mehr als je der Zukunft mutigen Schrittes entgegen.
Jeder Schlag des Herzens schlägt uns eine Wunde, und das Leben wäre ein ewiges Verbluten, wenn nicht die Dichtkunst wäre.
Sie gewährt uns, was die Natur versagt:
Eine goldene Zeit, die nicht rostet, einen Frühling, der nicht abblüht, wolkenloses Glück und ewige Jugend!
Ehret die Frauen! sie flechten und weben
Himmlische Rosen ins irdische Leben,
Flechten der Liebe beglückendes Band,
Und in der Grazie züchtigem Schleier
Nähren sie wachsam das ewige Feuer
Schöner Gefühle mit heiliger Hand.
Ewig aus der Wahrheit Schranken
Schweift des Mannes wilde Kraft,
Unstet treiben die Gedanken
Auf dem Meer der Leidenschaft.
Gierig greift er in die Ferne,
Nimmer wird sein Herz gestillt,
Rastlos durch entlegne Sterne
Jagt er seines Traumes Bild.
Aber mit zauberisch fesselndem Bicke
Winken die Frauen den Flüchtling zurücke,
Warnend zurück in der Gegenwart Spur.
In der Mutter bescheidener Hütte
Sind sie geblieben mit schamhafter Sitte,
Treue Töchter der frommen Natur.
Feindlich ist des Mannes Streben,
Mit zermalmender Gewalt
Geht der wilde durch das Leben,
Ohne Rast und Aufenthalt.
Was er schuf, zerstört er wieder,
Nimmer ruht der Wünsche Streit,
Nimmer, wie das Haupt der Hyder
Ewig fällt und sich erneut.
Aber, zufrieden mit stillerem Ruhme,
Brechen die Frauen des Augenblicks Blume,
Nähren sie sorgsam mit liebendem Fleiß,
Freier in ihrem gebundenen Wirken,
Reicher als er in des Wissens Bezirkennd in der Dichtung unendlichem Kreis.
Streng und stolz sich selbst genügend,
Kennt des Mannes kalte Brust,
Herzlich an ein Herz sich schmiegend,
Nicht der Liebe Götterlust,
Kennet nicht den Tausch der Seelen,
Nicht in Tränen schmilzt er hin,
Selbst des Lebens Kämpfe stählen
Härter seinen harten Sinn.
Aber, wie leise vom Zephir erschüttert
Schnell die äolische Harfe erzittert,
Also die fühlende Seele der Frau.
Zärtlich geängstigt vom Bilde der Qualen,
Wallet der liebende Busen, es strahlen
Perlend die Augen von himmlischem Tau.
In der Männer Herrschgebiete
Gilt der Stärke trotzig Recht,
Mit dem Schwert beweist der Scythe,
Und der Perser wird zum Knecht.
Es befehden sich im Grimme
Die Begierden wild und roh,
Und der Eris rauhe Stimme
Waltet, wo die Charis floh.
Aber mit sanft überredender Bitte
Führen die Frauen den Szepter der Sitte,
Löschen die Zwietracht, die tobend entglüht,
Lehren die Kräfte, die feindlich sich hassen,
Sich in der lieblichen Form zu umfassen,
Und vereinen, was ewig sich flieht.
Die Tyrannei eines einzelnen scheint keine Grenzen zu kennen,
aber die Leiden eines ganzen Volkes werden eine Grenze haben!
Wo ist Gott? Im Meeresrauschen!
Wo ist Gott? Im Eichenwald!
Kehr in dich und lerne lauschen,
Seinen Atem hörst du bald!
Wo ist Gott? Im Duft der Linde
Und im Lied der Nachtigall!
Und im Hauch der Frühlingswinde,
Überall im Weltenall!
Zum Richtigsein des Menschen gehört die Tugend des Maßes und der Zucht, wodurch der Mensch sich schützt gegen die Selbstzerstörung durch Genuss.
Es steht ein Stein am Wege,
Ein alter, grauer Stein;
Es grub in ihn der Steinmetz
Kreuz und Beil hinein.
Als Untatsangedenken
Er dort am Wege steht;
So meldet die Bauernkunde,
Die von dem Steine geht.
Keiner wurde vergessen,
Jedem ward sein Teil;
Ein Kreuz bekam der eine,
Der andere das Beil!
Denn mit den fremden Worten auf der Zunge
Kommt auch der fremde Geist in unsre Brust,
Und wie sich mancher, von dem Prunk geblendet,
Der angebor'nen heil'gen Sprache schämt,
Und lieber radebrechend seiner Zunge
Zum Spott des Fremden fremde Fesseln aufzwingt,
So lernt er auch die deutsche Kraft verachten
Und schwört die angeborne Treue ab!
Ich werde nie ablassen, zu kämpfen,
bis das Vaterland aus der Gefangenschaft unter den gottlosen Pfaffen,
der härtesten und schimpflichsten von allen, befreit ist;
und Deutschland kommt allmählich zu sich und fängt an,
den Trug, durch den es eingeschläfert war, zu erkennen!
Nicht nach Haufen von Geld steht deutschen Gemüts Verlangen,
nicht nach Schätzen begehrt’s, doch stets nach leuchtenden Ehren!
Das wahre Vaterland ist das Land,
wo man die meisten Menschen trifft,
die einem gleichen!
Lass' sie nur hetzen,
lass' sie nur schrei'n;
die Saat, die sie setzen,
wird niemals gedeih'n.
Es siegt ewig Wahrheit
und Tat hat Gewicht -
Lug und Gemeinheit
obsiegen doch nicht!
Menschen ohne Nachdenkvermögen
sind Sklaven ihrer Vorurteile.
Von allen Idealen ist mir nur eines geblieben:
Meine Nationalität.
Diese lasse ich mir nicht rauben.
Ich war, bin und bleibe ein Deutscher.
Es ist Zeit, daß wir Deutsche Österreichs uns darauf besinnen, daß wir Deutsche sind!
Du mußt an Deutschland glauben,
so fest und klar und rein,
so wie du glaubst an die Sonne,
den Mond und den Sonnenschein!
Steh und falle mit eignem Kopfe,
Thu das Deine, und thu es frisch!
Besser stolz an dem irdnen Topfe
Als demüthig am goldnen Tisch:
Höhe hat Tiefe,
Weltmeer hat Riffe,
Gold hat sorgliches Schlangengezisch.
Bau dein Nest, weil der Frühling währet,
Lustig bau’s in die Welt hinein.
Hell der Himmel sich droben kläret,
Drunten duften die Blümelein –
Wagen gewinnet,
Schwäche zerrinnet:
Wage! dulde! die Welt ist dein.
Steh nicht horchend was Narren sprechen;
Jedem blüht aus der Brust sein Stern.
Schicksal webt sich an stygischen Bächen,
Feigen webt es sich schrecklich fern:
Steige hinnieder!
Fasse die Hyder!
Starken folget das Starke gern!
Sonn'entgegen!
Nicht der Pflicht nur zu genügen,
was sie fordert und verlangt,
nicht der Stunde nur zu leben,
was sie nimmt und was sie dankt ...
einem stolzeren Wollen gelte
unseres Tages Ziel und Lauf:
über Sturm und über Wolken
Sonn'entgegen trag's uns auf!
Sonn'entgegen aus des Alltags
nebeldumpfem Sorgenspuk
mit dem Siegtrotz froher Jugend
über Not und Last und Druck ...
und wenn andere töricht finden,
was sie uns so "träumen" sehn,
unsere Losung sei und bleibe:
nie im Alltag aufzugehn!
Gib dem Menschen, was des Menschen,
doch lass Gott, was Gott gehört:
nicht dem Kampf nur um dein Morgen
auch dir selbst sei etwas wert!
Auch dir selbst, Freund, und der Jugend,
die so stolz die Stirn uns schirmt
und auf Feuerflügeln jauchzend
unsere Seelen aufwärts stürmt.
Und noch heut, so lang uns frohe
Zuversicht noch führt zum Sieg,
lasst entscheiden uns und wählen:
mit wem Frieden, mit wem Krieg!
Freunde, Männer lasst uns werden,
die da stolz im Kampfe stehn,
treu und furchtlos, festverschworen:
nie im Alltag aufzugehn!
Die Realisten haben uns die Sklaverei gebracht,
sie haben seit Jahrtausenden Kriege gemacht,
die Realisten haben uns auf Scheiterhaufen verbrannt,
sie haben uns in Anstalten und GULAGs verbannt,
die Realisten haben den Haß gegen allem geweckt,
und haben uns in Gefängnisse gesteckt,
die Realisten schürten die Feindschaft der Rassen,
sie haben ganze Völker verschwinden lassen,
die Realisten ließen uns am Hungertuch nagen,
sie haben Frauen und Kinder geschlagen,
die Realisten haben die Sinnlosigkeit der Konsumwelt geschaffen,
sie bedrohen uns mit ihren atomaren Waffen,
die Realisten haben die Umwelt zerstört,
weil sie glaubten, daß auch die Natur auf sie hört,
doch weil sich die Realität
nicht nach den Realisten will richten,
sind die Realisten dabei, die Realität zu vernichten!
Wenn wir uns vereinigen,
wenn wir unsere Fehden vergessen,
wenn wir in der Stunde der Gefahr,
in der Stunde gemeinschaftlicher Not uns entschließen könnten,
Deutsche zu sein,
so trotzen wir jeglichem Sturme!
Wer von Erbsünde spricht, macht es sich leicht, auf den Kampf zu verzichten.
Jeder Schurke kann sich auf die Erbsünde berufen und mit ihr seine Schwachheit wirkungsvoll bemänteln.
Man setzt an die Stelle der Erbsünde den Begriff Erbkampfes.
Der Erbkampf ist jedem, der reinen Blutes ist, angeboren.
Er ist der Ausdruck der nach Gestaltung drängenden Sehnsucht.
Wer von verderbten Vätern ist, mag von Erbsünde sprechen.
Wer sich seines Blutes freut, wird sich gegen das Wort Erbsünde im heiligen Zorn erheben. –
Die Gemeinschaft muß eifersüchtig darüber wachen, daß alle Lehren ausgeschaltet werden, die den Erbkampf verdrängen, die die Weltfreude aufheben, die das Bekenntnis zur Kraft entwerten wollen!
Kennst Du nicht das Licht des Lebens,
Kennst Du seine Schatten nur,
Nicht des Lebens goldne Sonne,
Nur des düstern Nebels Spur?
Zage nicht, die Truggestalten
Schwinden hin gleich eitlem Schein,
Dorten wird die Tugend leuchten,
Und das Blendwerk dunkel sein!
Ihr bösen Teutschen, man sollt' euch peitschen,
Daß ihr die Muttersprach' so wenig acht't.
Viel lieber gestritten
Und ehrlich gestorben,
als Freiheit verloren
und Seele verdorben!
Ich kenn ein Kind, das mag nicht schlafen,
Es liegt im Bett und ist noch wach;
Ich schleich mich leis' zu ihm hinauf,
Doch still! Da kommt der Weihnachtsmann.
Er hat den großen Sack bei sich,
Darin sind schöne Sachen drin;
Er legt sie auf den Tisch hinein,
Und geht dann wieder leis davon.
Ich aber bleib bei dem Kinde hier,
Bis es die Augen zudrückt;
Dann leg ich ihm den Apfel hin,
Und geh auch wieder leis hinaus.
Ihr Deutschen unter fremden Sternen,
In meergeschiedenen weiten Fernen,
Ihr sollt die Sprache nie verlernen.
Die wohllautreiche, starke, milde,
Die schönheitvollen Klanggebilde,
Die in des alten Lands Gefilde
Dereinst zu euch die Mutter sprach;
In euren Herzen tönt sie nach:
Wer sie vergißt – dem Weh und Schmach!
Die Sprache Shakespeares trägt der Britte
Ich lob' ihn drum! – wie seine Sitte
Getreu in fremder Lande Mitte:
Und Schiller soll vergessen sein?
Ihr deutschen Männer rufet: Nein!
Ihr deutschen Frauen, stimmet ein,
Und eure Mädchen soll'n und Knaben
Als köstlichste von allen Gaben
Das Kleinod deutscher Sprache haben!
Die Sippe steht
wie ein Wald
um den Garten
des Tages.
Der Tag sagt:
Hochzeit.
Und die Sippe
Sagt: ja!
Der Uralte
spricht den Segen.
Und als das Paar
die Ringe tauscht,
krabbelt das
jüngste Tännchen
käferhurtig
über den Boden,
bis es der Vater
zurück in der Schonung
holt.
Sechs vollbärtige Eichen
und sechs blonde Birken
stehen Spalier.
Im Schutz des Hains
wächst schon das Neue
gegen den Schwund
der Zeit!
Wenn der uralte
Allvater
Mit gelassener Hand
Aus rollenden Wolken
Segnende Blitze
Über die Erde sät,
Küß ich den letzten
Saum seines Kleides,
Kindliche Schauer
Treu in der Brust.
Denn mit Göttern
Soll sich nicht messen
Irgendein Mensch
Hebt er sich aufwärts
Und berührt
Mit dem Scheitel die Sterne,
Nirgends haften dann
Die unsichern Sohlen,
Und mit ihm spielen
Wolken und Winde.
Steht er mit festen,
Markigen Knochen
Auf der wohlgegründeten,
Dauernden Erde,
Reicht er nicht auf,
Nur mit der Eiche
Oder der Rebe
Sich zu vergleichen.
Was unterscheidet
Götter von Menschen?
Daß viele Wellen
Vor jenen wandeln,
Ein ewiger Strom:
Uns hebt die Welle,
Verschlingt die Welle,
Und wir versinken.
Ein kleiner Ring
Begrenzt unser Leben,
Und viele Geschlechter
Reihen sich dauernd
An ihres Daseins
Unendliche Kette!
Heimat,
wir lassen dich nicht!
Du, unser Traum, unser Sehnen, Land, du des Lachens, der Tränen, Du unser Lied, unser Licht.
Brüder in Ost und West, Widersteht den Gewalten!
Haltet, um standzuhalten, Deutschland im Herzen fest!
Hier ist das deutsche Reich zu Ende,
Und drüben gilt ein andres Geld,
Doch deutscher Geist und deutsche Hände,
Die gelten in der ganzen Welt!
Wer sich selbst verläßt, der wird verlassen;
das Volk, das an sich selbst verzweifelt,
an dem verzweifelt die Welt,
und die Geschichte schweigt ewig von ihm.
Unser Volk ist in einem jeglichen von uns!
Gib mir ein Auge, wie die Sonne klar,
und mache mir dein Wesen offenbar.
Gib einen Geist mir, wie die Lüfte frei,
damit ich nur in dir gebunden sei.
Gib einen Glauben mir, wie Felsen fest,
der sich von keinem Sturm erschüttern läßt.
Und gib ein Herz mir, wie die Quelle rein,
und tauche tief mich in die Fluten ein.
Was ist nur los im reichen deutschen Land,
in dem angeblich Milch und Honig fließt,
jedoch der Rentner nur mit Flaschenpfand
am Sonntag eine Currywurst genießt?
Politiker, seid ihr denn alle blind,
kann euch überhaupt nichts mehr schockieren?
An jeder Straßenecke weint ein Kind,
muss wegen euch – dahin vegetieren!
Die Wut des Volkes, die Angst der Kinder
wird in naher Zukunft eskalieren,
ihr Politiker, ihr Menschenschinder,
dann ist Schluss mit – Armut ignorieren.
Viele Menschen schenkten euch Vertrauen,
konnten sich auch Jahre nicht beklagen,
heute kann man nicht mehr auf euch bauen,
ihr seid keinen Tag mehr zu ertragen.
Das einzige, das für euch zählt, ist Geld,
eure Diäten werden ständig mehr,
für diesen Mammon wird das Volk gequält,
doch dafür setzt es sich bald hart zur Wehr.
Politiker – Herren wie auch Damen,
die nächste Wahl sie kommt – das ist sicher,
und keiner zeigt für euch Erbarmen,
ihr werdet abserviert – mit Gekicher!
Als ich, mit der Welt zerfallen,
Schweigend ging umher,
Da fragten die lieben Menschen:
Was quälet dich so sehr?
Ich sagte ihnen die Wahrheit;
Sie haben sich fortgedrückt
Und hinter meinem Rücken
Erklärt, ich sei verrückt!
An einem Sommermorgen
da nimm den Wanderstab,
es fallen deine Sorgen
wie Nebel von dir ab.
Rings Blüten nur und Triebe
und Halme von Segen schwer,
dir ist, als zöge die Liebe
des Weges nebenher.
So heimisch alles klingt
als wie im Vaterhaus,
und über die Lerchen schwingt
die Seele sich hinaus!
Ein Deutscher,
der sein Vaterland abstreift wie einen alten Rock,
ist für mich kein Deutscher mehr!
Der Feigen waren mehr denn der Streitbaren,
der Dummen mehr denn der Klugen –
Mehrheit setzte sich durch…
Wem unser Weg zu steil...
Volk in der Wurzel krank,
Bruder und Schwester sank,
Sinnloses Treiben.
Zank in den eigenen Reih'n, -
Narren ihr! Ganz allein
Fest noch zu bleiben!
Sei's drum! Narr - oder Held - !
Lachend zum Kampf gestellt!
Herrische Narren!
Dessen wir harren.
Wem unser Weg zu steil,
Wem seine Seele feil,
Der mag sich wenden!
Wir streiten unsren Streit,
Jedwede Stund' bereit,
Wie's auch mag enden!
Einer muß voran, zu zeigen,
Daß es gibt noch einen Mund,
Der, wenn andre furchtsam schweigen,
Mannhaft tut die Wahrheit kund.
Einer muß voran in Nöten,
Wenn es heißt: Wo ist ein Mann,
Der das Herz hat, vorzutreten?
Sei der Eine! Geh' voran!
Die Trommel schlägt, zum Krieg hinaus
Mit Spießen, Degen, Flinten!
Fürwahr, es ist ein harter Strauß!
Wir ziehn hinaus mit Mann und Maus,
Und keiner bleibt dahinten.
Und als die wilde Schlacht begann,
Da sollten wir uns schlagen.
Da sprach ich: gebt mir meinen Mann –
Was geht mich euer Krieg denn an? –
Will mich mit ihm vertragen.
Der Rath war überraschend neu
Den Tapfern wie den Feigen.
Ein jeder sprach: bei meiner Treu!
Ich bin kein Tieger, bin kein Leu,
Ich will mich menschlich zeigen.
Und so auch dachte bald der Feind,
Er ließ die Fahnen senken:
Wir wollen brüderlich vereint,
So lang' uns noch die Sonne scheint,
An etwas Bessers denken. –
Da zechten wir auf den Vertrag,
Und sangen Friedenslieder;
Und als vorbei war das Gelag,
Sprach Jeder: ach, wann kommt der Tag,
Wann schlagen wir uns wieder!
Im Blick in die heutige Zeit, weiß unser Volk nichts mehr von diesem Grundsatz, sein Leben und ,,seine Welt" zu gestalten. Und jedes Empfinden für Kultur ist in ihm erloschen. Den Völkern unseres Kulturkreises geht es ebenso. Wir erleben täglich, daß mit jeder Erschlaffung der seelisch - geistigen Schöpferkraft, des Kulturschaffens, der fortschreitende Zerfall der Welt einhergeht. Mit der völligen Erlahmung dieser Kraft bricht das weitaus größere, das den Volkstod bringende Chaos herein. Das ist unsere Zeit.
O Seele! Seele, Schönheit der Natur! ... Allduldende Natur! Du hast mich nun, du hast mich, und es dämmert zwischen dir und mir die alte Liebe wieder auf. Du rufst, du rufst, du ziehst mich nah und näher an. Und hier ist kein Bedenken mehr. Es ruft das God,
Ohne Opferbereitschaft aus Idealismus
ist eine Volksgemeinschaft
auf die Dauer nicht möglich!
Ich bin der Glaube an die Macht der Sonnen,
Und meine Inbrunst zeitigt alle Strahlen!
Ich walle aus mir selber in die Zahlen
Und halte mich von Ewigkeit umsponnen.
In mir erschöpfen nimmer sich die Bronnen;
Mein Ich entstammt ja festen Wahlen
Der Ringnatur in ihren Wandelqualen:
Drum werde ich. Doch hat mich nichts begonnen!
Ich bin! und weil ich bin, so will ich leben.
Und da ich leben will, bin ich ein Wesen:
Doch ewig nur, als wahrstes Sein und Streben!
Ich bin nur ich in meinem Micherlesen,
Und um zu werden muß ich mir entgegenschweben,
Denn nur auf mir beruht das Urgenesen.