Eine Handvoll Heimaterde nahm ich von der Heimat mit, als ich schied, habe in ein Linnensäckchen eingenäht sie mitgebracht, unter meinem Kissen liegt sie in der Nacht.
Wenn ich schlafe, führt mein Träumen mich in flaches Steppenland, wo der glitzernd gelbe Sand in der Sonne Gluten flimmert und auf den Akazienbäumen goldig schimmert, wo den Horizont begrenzt ein endlos scheinend Halmenmeer, hin und her wogt es wie der Wellen Schaum, rauscht es wie ein leises Singen, Heimatlieder mir erklingen weich im Traum…
O heiliger deutscher Wald,
Wie bist du tief und alt,
Wie rauscht dein grüner Dom
So wundersam und fromm!
Du birgst in deinem Schoß
Heilige Stätte, still und groß,
Wo altes deutsches Ahnenblut
Für unsere Freiheit glühend ruht.
Du sahst der Helden Zug,
Der Väter ersten Pflug,
Du birgst der Treue Pfand -
Des Deutschen heilig Vaterland.
Und rauscht es durch dein Laub,
So klingt es ernst und traut,
Als ob der alten Geister Schar
Noch wandelt unter uns - so nah!
Jahr: 3825 n. St. (nach Steinhagen)