Auch bei Hofe aß man früher nicht immer Wildschwein und Fasan vom Grill, so manchem Ritter war das mit der Zeit sogar total schnuppe.
Es galt damals schon:
Viel besser schmeckt ein Eintopf und besonders die Kartoffelsuppe!
Jahr: 1933
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Auch bei Hofe aß man früher nicht immer Wildschwein und Fasan vom Grill, so manchem Ritter war das mit der Zeit sogar total schnuppe.
Es galt damals schon:
Viel besser schmeckt ein Eintopf und besonders die Kartoffelsuppe!
Ich grüße die Stillen im lauten Land,
Sie alle, die in dem brausenden Brand
Kraft behielten, stille zu sein —
Sie grüß' ich: haltet aus! bleibt rein!
Bleibt, was ihr seid: bleibt still und stark!
Bleibt in den deutschen Bäumen das Mark!
Sendet die Kraft in die Wipfel empor:
Durch euch nur braust der Wipfel Chor.
Ihr weilt in der Enge, ihr wirkt im Haus,
Fernfunken aber sendet ihr aus
Zum Helden, der sich im Felde rührt:
Gedanken, darin er die Heimat spürt.
Bleibt still und stark, bleibt stark und still!
Der über uns waltet, weiß, was er will:
Schmieden will er aus Zorn und Zucht
Ein Volk der Würde, ein Volk der Wucht!
Die ganze deutsche Literatur
Ist leider für Gelehrte nur.
Gelehrte haben sie gemacht,
Und nie dabei ans Volk gedacht.
Was nützet Wissenschaft und Kunst?
Das ist ja eitel Schein und Dunst,
Wenn beides nicht zum Volke dringt,
Für all' und jeden Früchte bringt.
Was nützt dem Volke der Poet,
Wenn's Volk sein Singen nicht versteht?
Ins Herz des Volkes drang noch nie
Gelehrter Herren Poesie.
Laßt euern Wissensqualm und Dunst,
Und übet reine deutsche Kunst!
Werft allen Plunder über Bord,
Singt ein verständlich deutsches Wort!
Nur ein Starker kann Fremden Freund sein!
Wer fernen Göttern opfert und ist seines Landes Gottheit fern,
Wer fernem Lande Liebe gibt und nicht der Heimat wissend zugehört,
Ist Knecht und wird Verräter sein –
Ist todeswürdig, ohne eigenen Wert!
Seinem Wort und Winke solltest du nicht trauen!
Unser Blut hat weite Fahrt:
Schwarze Nacht auf Tageshelle,
Morgensturz auf Wogentürmen,
Schlucht und heiteres Gefälle,
Aber unter Glück und Stürmen
Lebensvoll die Menschenwelle
Wächst uns Blut aus deutscher Art.
Unser Blut hat weite Fahrt!
Ihr seid viel Tausend hinter mir,
und ihr seid ich und ich bin ihr.
Ich habe keinen Gedanken gelebt,
der nicht in euren Herzen gebebt.
Und forme ich Worte, so weiß ich keins,
das nicht mit euren Wollen eins.
Denn ich bin ihr und ihr seid ich,
und wir alle glauben,
Deutschland, an dich!
Heimat, wenn ich deinen Atem spüre,
wenn ich in vollen Zügen trinke,
was deinem Schoße entquillt, –
und wenn ich deine Lieder höre,
das Raunen
deiner windumspielten Wälder,
in denen sich in leichtem Wogen
Die Berge und die Zinnen widerspiegeln,
dann weiß ich:
Du bist Hort mir,
du bist Friede, –
und immer werden meine Träume,
alle meine Wünsche,
all mein Sehnen
münden nur in dir,
die du meines Lebens Anfang,
ganzer Inhalt,
und auch letztes Ende bist!
Heil’ge Mutter, die uns alle trägt!
Die der wechselnden Geschlechter Reigen
blühend sah ans Licht des Morgens steigen
und die müden Kinder dann in Schweigen,
lächelnd ihrer flücht’gen Lust und Klage,
still zum Schlafe legt!
Heil’ge Mutter, die uns alle trägt,
neue Jugend strömt durch deine Glieder,
Braut des starken Lebens heißt du wieder,
die die Stirn sich kränzt mit blauem Flieder,
die des Schleiers grüne Ährenseide
um die Schultern schlägt!
Heil’ge Mutter, die die Müden hegt!
Über meiner Qual und Wonne Streiten
magst du morgen deine Scholle breiten, –
laß mich heut durch deinen Sommer schreiten
und so viel des süßen Rausches trinken,
als mein Herz erträgt!
Jahr: 1956
Un is de Spraok auk nich so sacht,
Auk nich so smiedig un so glatt,
So is se äs de Eekenbaum,
So fast un trü – dat aolle Platt.
Un glaiwet mi, et ligg dorin
Doch auk en warmen weeken Klank,
Un well’t versteiht, de find’t en baoll
Un singt up Platt den schönsten Sank!
Nur wer dich kennt,
Nur wer die Runen gelesen,
Die Gottes Hand in dich schrieb,
Kennt seines Lebens allgültig Gesetz.
Nur wer auf deiner Erde gelegen,
In traumloser Nacht
Die Seele den ewigen Sternen verbunden;
Nur wer in deine Erde Samen geworfen,
Wer dich umgrub mit Harke und Spaten,
Wer mit dem Pflug deinen Leib zerbrochen,
Wer dich feierte auf unendlichen Sonnenwanderungen,
Wer sein Blut in dich schüttete,
Bei der Ernte seinen Schweiß in deine Furchen geträufelt,
Nur der hat ein Recht, dich sein Eigen zu nennen,
Dich, Heimat, zu rufen,
Daß du ihr beistehst
In den Stunden der großen, unendlichen Not,
Die über die einzelnen kommt und über die Völker,
Wo sie keine Freude mehr haben und keine Hilfe,
Wo kein Heil winkt und kein Morgen;
Wo immer nur Nacht ist und Nacht,
Nacht ohne Sterne, Nacht ohne Antwort,
Wo immer nur zurückkehrt der Ruf,
Der Hilferuf, den keiner hört.
Nur wer diese Not erfahren und dich gefunden,
Deine Antwort vernommen und die Tröstung
Verspürt deiner unsäglichen Stimme,
Die Kraft empfangen aus deiner Gewalt,
Nur der darf nennen: mein Land,
Heimat und Hort seines Lebens,
Nur dem ist verstattet, daß er stolz sich bekenne
Zu dir, als Quell seines Blutes!
Als Deutschland stürzte, waren wir noch Knaben.
Wir waren jung, und hatten kein Panier.
Der Sieg lag draussen vor dem Feind begraben.
Deutschland war Nacht. Und Deutschland waren wir.
Wir fielen mit im Schmerz des jähen Falles,
und waren mit zertrümmert und zerschellt
und liebten Deutschland, Deutschland über alles,
und hatten nichts mehr lieber in der Welt.
Doch da das Volk, das dämmernde, das fahle,
noch zagend zittert und verwundert steht,
bauen wir der Treue eine Kathedrale,
die ragend über dem Jahrhundert steht.
An unsrem Wege standen nicht Paläste.
Wir wurden arm geboren. Unsre Not
verdrängten keine lauten Freudenfeste.
Uns ward das Los gegeben: Schaffen oder Tod.
Da ward ein Glaube uns an hohe Sendung,
ein reines Feuer ward in uns entfacht.
Wir wußten: Dieses Niederganges Wendung
wird nur von opferndem Geschlecht gebracht.
Dem Volk, dem Land, der Stunde zu gehören,
gelobten wir und beteten das Licht
herab mit Schwielenhänden, die uns ehren.
Die kleinste Tat war gern geübte Pflicht.
Doch beim Gesang der grünen Wipfelkronen,
beim leisen Zittern heller Birkengerten
erlernten wir, daß unsre harten Fronen
des Segens großer Taten nicht entbehrten.
Wir wurden unter vielen Hammerschlägen
stahlhart und groß, das Schwere zu vollbringen:
Das Leben nicht nach Glück und Gunst zu wägen
und mit dem Licht der Tat die Not zu zwingen.
Wozu sollen wir immer Fremde nachahmen,
als ob wir Griechen oder Römer wären?
Laßt uns unsere Menschen
nach unserer Gestalt malen,
ohne poetische Farben aus einem
fremden Himmelsstriche zu holen.
Nur die Reinen können sich getrauen,
ihre Seelen letztem Dienst zu weih'n,
nur die Reinen dürfen weiterbauen
und Gestalter unsres Schicksals sein.
Wer sich prüft und aufrecht hat befunden,
der ist Aug' in Auge schon vermählt,
reift entgegen hohen Sommerstunden,
baut entschlossen eine neue Welt.
Wer sich bindet, hat sich schon verloren,
tritt als Glied in eine Kette ein;
doch zu Hohem ist er auserkoren:
Korn und Sämann seinem Volk zu sein!
Vergeßt nicht die Geschichte, die euch lehrte, daß selbst hochbegabte Völker nach dem Zerfall ihrer Familien untergingen, daß ihre Länder und Kulturschätze zum Raube fremder Einwanderer wurden. Es gibt keine deutsche Geschichte und Zukunft ohne ausreichendes deutsches Blut. Auf die Kinder unseres Blutes kommt es an! Wenn das Blut unser einziger, wahrer Reichtum ist, dann sind die gesunden, kinderreichen Familien die größten Schatzkammern unseres Volkes, und die Kinder die Träger und Sicherer lebendiger Ewigkeit. Familienpflege ist immer zugleich auch Dienst am Volke, Sorge und Wille zur gesicherten Zukunft gesunder Geschlechter! Die endgültige Zerstörung der Familie würde das Ende jedes höheren Menschentums bedeuten!
Kein Parteigeist je entweihe,
Keine Zwietracht je entzweie
Söhne eines Vaterlands!
Volksfeste sind notwendig; sie waren, seit Völker bestehen, ein mächtiges, prächtiges, weitreichendes Mittel, den einzelnen Stämmen die Zusammengehörigkeit zu einem untrennbaren Ganzen zu versinnlichen, und was kann es Erhabeneres, Ermutigenderes geben, als wenn die kolossale Menge, die von nah und fern aus allen Gauen zusammengeströmt ist, aufwogt in Freuden bei den Gedanken des Vaterlandes!
Der Bauer vom Riedhof fand ein Schwert,
Verrostet, tief unten im Moor,
Er rieb es blank und hielt es wert
Und hing es auf am Tor.
Und als der Bauer im Sterben lag,
Da raunten die Nornen ihm zu:
Den Ältesten ruf vor dem neuen Tag,
Dann gehe zur ewigen Ruh.
Und laß ihn schwören auf das Schwert,
Daß er immer zum Hofe hält
Und heilig bleiben Haus und Herd
Und Sitte und Recht nicht fällt.
Wenn einst den Schwur der Erbe bricht,
Dann glänzt das Eisen nicht mehr,
Das Schicksal geht über ihn zu Gericht,
Das Urteil wird hart und schwer.
Das Wort ward erfüllet seit der Zeit.
Die Waffe blieb rein und blank,
Und bargen die Stunden auch Not und Leid,
Der Acker bot fruchtbar den Dank!
Alles fing damit an, Fremdarbeiter anzuwerben,
als Staatsgäste wurden sie empfangen,
uns als Volk langsam zu beerben.
Ganz langsam, ganz behutsam,
bloß kein Unmut erwecken,
Brot und Spiele, Ablenkung,
Buntheit soll uns schließlich schmecken.
Bald war Einwanderung ach so notwendig,
wurde ökonomisch begründet,
das Ministerium war zuständig
und Massenzuwanderung verkündet.
Das Rad der Überfremdung,
es in Salamitaktik rollt,
jedes Jahr immer mehr,
Familiennachzug ist politisch gewollt.
Das Boot ist schon lange voll.
Zum Integrieren sind's längst zu viele.
Hohe Kriminalität ist nicht toll.
Dahinter stecken Volksaustauschs-Ziele!
Deutschland gehört uns und nicht den Migranten,
nicht Hinz und Kunz oder freche Scheinasylanten.
Es reicht, es ist vorbei!
Jetzt ist damit Schluss!
Viel zu lange waren wir tolerant,
sind bunt genug im Überdruss.
Jetzt stehen wir wieder für uns ein,
ein Volk - Hand in Hand.
Wir wollen wieder Deutsche in Deutschland sein,
sonst sind wir morgen fremd im eigenen Land!
Gute Reise, guten Heimflug!
Für Kriminelle und Asylbetrug!
Tschüsskowski den Fremden,
Deutschland bleibt in uns'ren Händen!
Sie zwingen uns ihr Dogma auf, doch die Wahrheit wird sie entthronen
Denn freie Gedanken reichen immer weiter als Kanonen.
Wenn sie unsere Fahnen verbieten, lasst sie es tun, wir scheißen drauf.
Denn wir ziehen in unseren Herzen sie noch stolzer wieder auf.
Ihre Schläge werden härter sie fürchten schon den neuen Tag,
denn der Amboss ist immer härter als jeder Hammerschlag.
Der zahme Vogel singt von Freiheit, doch der wilde Vogel fliegt
Und noch niemals hat das Schwert über den Geist gesiegt.
Auf dass der Adler wieder fliegt.
Mächtig sind seine Schwingen, die Krallen scharf wie Klingen.
Wie unser Stolz blieb er auf ewig unbesiegt.
Auf dass des Reiches Adler endlich wieder fliegt.
Mächtig sind seine Schwingen, niemand kann ihn bezwingen.
Wie unser Stolz blieb er auf ewig unbesiegt...
Wenn der Reichsadler wieder über Deutschland fliegt.
Aus goldenen Ketten schmiedet Schwerter und ihr Ende ist in Sicht
Weil dann endlich aus dem Nebel eine neue Schöpfung bricht.
Waidwund geschossen, voller Hass, ja so verfolgt uns der Tyrann.
Doch irgendwann hat er mehr Feinde als er töten kann.
Die Wahrheit bleibt das Antiserum, wie viel Gift sie auch verstreuten
Und wir hören schon von weitem ihre Totenglocken läuten.
Der zahme Vogel singt von Freiheit, doch der wilde Vogel fliegt
Und noch niemals hat das Schwert über den Geist gesiegt.
Auf dass der Adler wieder fliegt. Reichsadler flieg!
Deutsche Heimat, deine Lande
Nur noch einmal frei der Bande
Mit versehntem Aug`zu grüßen
Und auf wandermüden Füßen
Deine Erde zu betreten,
Ist mein Beten.
Nur noch einmal deine Felder,
Deine dunkeldichten Wälder,
Wo auf grünen Kieferzweigen
Sprießend helle Kerzen steigen,
Deine Wälder zu betreten,
Ist mein Beten.
Nur noch einmal deine Heiden,
Deine Blumenhügelweiden,
Die in roten Lichtern glänzen,
Buntgeschmückt von Blütenkränzen.
Deine Heiden zu betreten,
Ist mein Beten.
Deutsche Heimat, deine Erden
Nur noch einmal vor dem Sterben
Mit dem durst´gen Mund zu küssen
Und in letzten Scheidegrüßen
Deine Gräber zu betreten,
Ist mein Beten…
Nicht in Dom oder Fürstengruft,
er ruh' in Gottes freier Luft
draußen auf Berg und Halde,
noch besser tief, tief im Walde;
Widukind lädt ihn zu sich ein:
"Ein Sachse war er, drum ist er mein,
im Sachsenwald soll er begraben sein."
Der Leib zerfällt, der Stein zerfällt,
aber der Sachsenwald, der hält,
und kommen nach dreitausend Jahren
Fremde hier des Weges gefahren
und sehen, geborgen vorm Licht der Sonnen,
den Waldrand in Efeu tief eingesponnen
und staunen der Schönheit und jauchzen froh,
so gebietet einer: Lärmt nicht so! -
Hier unten liegt Bismarck irgendwo!
Mein Volk,
Blüh ewig, Volk.
Strom ausgespannt von Mitternacht zu Mitternacht,
Strom, groß und tief von Meer zu Meer,
Aus deiner Tiefe stürzen Quellen,
Urewig speisend dich,
Das Volk.
Mein Volk,
Blüh ewig, Volk.
Du träumst die Zukunft an die Brust.
Einst wird kein Tag mehr deinen Traum zerschlagen,
Die Berge deiner Seele werden in den Himmel ragen
Und uns erheben,
Uns,
Das Volk.
Ich bin ein Baum im Walde Volk.
Und meine Blätter speist die Sonne.
Doch meine Wurzeln schlafen ihren Schlaf der Kraft
In dir,
Mein Volk.
Mein Volk,
Einst werden alle Dinge knien
Vor dir.
Denn seine Seele wird entfliegen
Hoch über Schlote, Städte in dein eigenes Herz.
Und du wirst blühn,
Mein Volk.
Mein Volk.
In dir!
Wo stehen unsere letzten Burgen,
die noch nicht genommen sind,
wo singt der Wind die alten Lieder,
die noch nicht verklungen sind?
Wo sind die Menschen, die uns hören,
wo sind die Menschen, die uns verstehen,
die mit uns altes Glück beschwören,
die mit uns neue Wege gehen?
Wann kommt die Zeit das Korn zu senken
in dürre Erde, die noch ruht?
Wann wollen wir die Fackel schwenken
und streiten für uns Glück und Gut?
Wann kommt die Zeit zum Neuerwachen,
wann ruft uns der Fanfarenton?
Wir wollen alle munter machen,
unsere Banner wehen schon!
Wer sind die Leute, die mit Mut
und Zuversicht zu Werke gehen,
die dann des Reiches Blüte einst
als Lohn der langen Arbeit sehen?
Wir sind die neue Kraft im Lande!
Wir sind des Volkes junger Spross!
Wir sprengen alle süßen Bande
und singen laut mit Stolz und Trotz:
Wer, wenn nicht wir?
Wo, wenn nicht hier?
Und wann, wenn nicht jetzt?
O wie raunt, lebt, atmet in deinem Laut
der tiefe Gott, dein Herr; unsere Seele,
die da ist das Schicksal der Welt.
Du des Erhabenen
starres Antlitz,
mildes Auge des Traumes,
eherne Schwertfaust!
Eine helle Mutter, eine dunkle Geliebte,
stärker, fruchtbarer, süßer als all deine Schwestern;
bittern Kampfes, jeglichen Opfers wert:
Du gibst dem Herrn die Kraft des Befehls
und Demut dem Sklaven.
Du gibst dem Dunklen Dunkles
und dem Lichte das Licht.
Du nennst die Erde und den Himmel:
deutsch!
Du unverbraucht wie dein Volk!
Du tief wie dein Volk!
Du schwer und spröd’ wie dein Volk!
Du wie dein Volk niemals beendet!
Im fernen Land furchtbar allein,
das Dach nicht über dem Haupte
und unter den Füßen die Erde nicht:
Du einzig seine Heimat,
süße Heimat dem Sohn des Volkes.
Du Zuflucht in das Herz hinab,
du über Gräbern Siegel des Kommenden,
teures Gefäß ewigen Leides?
Vaterland uns Einsamen, die es nicht kennt,
unzerstörbar, Scholle dem Schollenlosen,
unserer Nacktheit ein weiches Kleid,
unserem Blut eine letzte Lust,
unserer Angst eine tiefe Ruhe:
Sprache unser!
Die wir dich sprechen in Gnaden, dunkle Geliebte!
Die wir dich schweigen in Ehrfurcht, heilige Mutter!
Hinaus muß der Jüngling ins stürmende Leben,
Denn Einsamkeit bildet, veredelt ihn nicht;
Gedrängt von dem Schicksal muß mutig er streben,
Dann übt er die Kräfte, erprobt seine Pflicht.
Im Umgang mit Menschen, die tadeln und loben,
Dort wird er gezwungen, sich selbst zu beschau'n;
Er wird dort gedemütigt, wird dort gehoben,
Und lernet ertragen, und lernt sich vertrau'n.
So reifet der Jüngling, und kehret er dann
Zurück in die Heimat, dann ist er ein Mann!
Heiliges Wort, hoch über Zeiten und Sternen.
Friede am fremdesten Ort, Trost noch in dunkelsten Fernen.
Schimmernder Spiegel der Welt, da sich im Rahmen der Enge zeitlos dein Antlitz erhält, schön und in lieblicher Strenge.
Bild du aus blühendem Stein, wie auch die Wetter dich trafen.
Schiff meiner Sehnsucht fahr ein - immerzu winkt mir dein Hafen!
Min Modersprak, wa klingst du schön!
Wa büst du mi vertrut!
Weer ok min Hart as Stahl un Steen,
Du drevst den Stolt herut.
Du bögst min stiwe Nack so licht
As Moder mit ȩrn Arm,
Du fichelst mi umt Angesicht
Un still is alle Larm.
Ik föhl mi as en lüttjet Kind,
De ganze Welt is weg.
Du pust mi as en Værjahrswind
De kranke Boss torecht.
Un föhl so deep: dat ward verstan,
So sprickt dat Hart sik ut,
Un Rau vunn Himmel weiht mi an
Un Allns is wedder gut!
Min Modersprak so slicht un recht,
Du ole frame Rȩd!
Wenn blot en Mund min Vader" seggt,
So klingt mi’t as en Bȩd,
So herrli klingt mi keen Musik
Un singt keen Nachdigal;
Mi lopt je glik in Ogenblick
De hellen Thran hendal.
Nennt ihn nicht Deutschland, euren Staat von heute;
Deutschland ist mehr, ist alles deutsche Land;
es ist nicht alles deutsche Land auch Reich.
Des Torsos aus dem Jahre Einundsiebzig
kläglichen Torso aus dem Jahre Neunzehn,
könnt ihr nicht Deutschland heißen, nein!
Nennt "Deutsches Reich" ihn und empfindet Scham
darüber, wie so klein es ist, das Reich der Deutschen,
wie wenig "Deutschland" noch in seinem Wesen,
wie sehr noch Kolonie des Kapitals,
wie wenig Zeichen uns des ewigen Bundes,
wie wenig Heimat unsren Seelen noch
uns dreißig Millionen Deutscher außer
den engen Grenzen eures Deutschen Reichs!
So lang nennt Deutschland nicht dies Deutsche Reich,
solang der Unterschied von Staat und Volk
nicht schon im Herzen eurer Kinder brennt
schmerzhaft und groß; solang ihr noch nicht wißt,
wo überall man "Heimat" sagt und "Volk"
und Bismarck denkt und Schiller, Eichendorff,
Andreas Hofer, Friedrich der Große,
und über Luther hin der Freiheit Ahnen
und Kaiser alt im Sagenglanz des Reichs...,
solang ihr noch nicht wißt, wie groß es ist,
D e u t s c h l a n d, nennt Deutschland nicht dies Deutsche Reich!
Singt ihr das Deutschlandlied, dann sei's Erkenntnis,
singt ihr das Deutschlandlied, dann sei es Sehnsucht,
Sehnsucht nach der Erfüllung Deutschen Reichs;
Staat unter vielen Staaten; denn ihr sollt
das Heilige nicht eitel nennen, Deutsche!
D e u t s c h l a n d i s t g r ö ß e r!
Nicht wie die Ritter, welche mit goldenen Sporen einherstolzieren, die von den Kaisern mit Gunst und Torheit zu Rittern geschlagen sind. Die echten Ritter sind vom harten Geschick geschlagen und geprägt, ihr Sporn ist die Treue und ihr Schwert ist der Glauben an das ewige Bestehen der Geschlechter und, daß dieselbe Herrlichkeit aus dem Stamme immerdar wiedergeboren werde!
Du hast dich für den Einsatz hergerichtet,
Die freie Meinung, sie wird heut vernichtet.
Die Stiefel an, mit Schild und Schwert
Für etwas Geld, ist es das wert?
Du wirst beeinflußt und auf Haß getrimmt
Weshalb die Unterdrückung hier gewinnt.
Bist du gar schon so verkommen,
Willst dort gar nicht mehr entkommen?
Ein Wurm, ein Knecht, ein Speichellecker
Und auch Ihr williger Vollstrecker.
Du hast dich ganz ins Totentuch gehüllt,
wieder einmal nur deine Pflicht erfüllt?
Du weißt es selbst, siehst auch die Scherben,
Dürfen Meinungen gebrochen werden?
Lebe nicht in dieser Selbstverdammung,
Besinne dich deiner Volksabstammung.
Laß dich nicht weiter nur benützen,
denn deutsches Blut muß Deutsche schützen!
Roter Mond überm Silbersee,
Feuerglut wärmt den kalten Tee,
Kiefernwald in der Nacht,
Und noch ist der neue Tag nicht erwacht.
Sterne steh'n hoch am Firmament,
Solche Nacht findet nie ein End`,
Dieses Land, wild und schön,
Und wir dürfen seine Herrlichkeit seh'n.
Grauer Fels, Moos und Heidekraut,
Weit entfernt schon der Morgen graut,
Fahne weht, schwarz weiß rot,
Das Gras schimmert unterm Morgentau!
Wir wollen nicht reden
Allerorten
Von kommenden Fehden
Mit großen Worten.
Wir wollen nicht sagen,
Was wir denken,
Nicht unser Klagen
Im Rausch ertränken.
Nicht mit dem Munde
Wollen wir streiten,
Nur auf die Stunde
Uns vorbereiten.
Wir wollen schweigen
Und handeln im Stillen;
Wir wollen uns beugen
Einem Willen.
Wir wollen als Freunde
Die Hand uns geben
Einer Gemeinde –
Und danach leben!
Die Heimat hat sich schön gemacht und Tau blitzt ihr im Haar.
Die Wellen spiegeln ihre Pracht wie frohe Augen klar.
Die Wiese blüht, die Tanne rauscht, sie tun geheimnisvoll.
Frisch das Geheimnis abgelauscht, das uns beglücken soll.
Der Wind streift auch durch Wald und Feld, er raunt uns Grüße zu.
Mit Fisch und Dachs und Vogelwelt stehn wir auf du und du.
Der Heimat Pflanzen und Getier behütet unsre Hand,
Und reichlich ernten werden wir, wo heut noch Sumpf und Sand.
Wir brechen in das Dunkel ein, verfolgen Ruf und Spur.
Und werden wir erst wissend sein, fügt sich uns die Natur.
Die Blume öffnet sich dem Licht, der Zukunft unser Herz.
Die Heimat hebt ihr Angesicht und lächelt sonnenwärts!
O du bist deutsch, wie meiner Adern Blut:
Deutsch ist dein Herz, dein Wesen, Weg und Wollen,
deutsch deiner Giebel Zier, der Herde Glut,
und deutsch nun deine Not, dein Gram und Grollen.
Deutsch hieß der Ahnen Arbeit, die hier schuf,
deutsch der Geschlechter tausendjährige Treue,
deutsch war, deutsch ist, deutsch bleibt dein Gottberuf:
Grenzmark zu sein, daß man die Heimat scheue.
Deutsch ist der Ströme Fluten, deutsch das Schiff,
das hafenwärts die reichen Frachten landet;
deutsch ist das Meer, das jäh an steilem Kliff
mit wildempörten Wellen brandet.
Deutsch ist das Korn, das frei im Winde steht,
deutsch sind die Seen, deutsch die Ackerkrume,
deutsch ist die Wolke, die am Himmel geht,
und deutsch der letzte Halm, die letzte Blume!
Gelehrte deutsche Männer,
Der deutschen Rede Kenner,
Sie reichen sich die Hand,
Die Sprache zu ergründen,
Zu regeln und zu ründen
In emsigem Verband.
Indes nun diese walten,
Bestimmen und gestalten
Der Sprache Form und Zier:
So schaffe du inwendig
Thatkräftig und lebendig,
Gesamtes Volk, an ihr!
Ja, gieb ihr du die Reinheit,
Die Klarheit und die Feinheit,
Die aus dem Herzen stammt!
Gieb ihr den Schwung, die Stärke,
Die Glut, an der man merke
Daß sie vom Geiste flammt!
An deiner Sprache rüge
Du schärfer nichts, denn Lüge,
Die Wahrheit sei ihr Hort!
Verpflanz' auf deine Jugend
Die deutsche Treu' und Tugend
Zugleich mit deutschem Wort!
Zu buhlerischen Girren
Laß du ihn niemals kirren,
Der ernsten Sprache Klang!
Sie sei dir Wort der Treue,
Sei Stimme zarter Scheue,
Sei echter Minne Sang!
Sie diene nie am Hofe
Als Gauklerin, als Zofe!
Das Lispeln taugt ihr nicht
Sie töne stolz! Sie weihe
Sich dahin, wo der Freie
Für Recht, für Freiheit spricht!
Wenn so der Sprache Mehrung,
Verbesserung und Klärung
Bei dir von statten geht,
So wird man sagen müssen,
Daß, wo sich Deutsche grüßen,
Der Atem Gottes weht!
Nicht sank in Schwachheit unserer Sprache Kunst,
seitdem verhallt ist früher Heroen Schritt –
wir wandeln weiter ihre Bahnen
tönenden Fußes – und schauen lichtwärts.
Wir meistern, stolz nicht minder wie jene, noch
das Wort, und kunstreich meißelt die sichre Hand
aus deutscher Sprache reinstem Marmor
nimmer vergänglicher Formen Schönheit.
Denn für der Menschheit heilige Güter schlägt
auch uns das Herz. Die fröhliche Flammengluth,
die ewig zu den Sternen deutet,
loht auch in uns von dem Grund der Seelen.
Wie Göttern einst der lockigen Hebe Hand
geschenkt den Nectar ewigen Jugendmuths,
so wollen wir in alten Schalen
reichen den schäumenden Wein der Zeiten!
Ich stand allein in heißem Ringen
und weinte leis in schöner Nacht —
Da kam ein märchenhaftes Klingen
vom Alpsee in der Vollmondpracht.
Es sprachen tausend Silberwellen
zu meinem Herzen sanft und traut,
die rieselschnellen Silberquellen
der Wasserfälle sangen laut;
Der hohen Berge tiefe Wälder
umrauschten mich mit zartem Lied,
und fern des ebnen Landes Felder
erklangen, silberweiß umblüht.
Und was da flüsterte und rauschte
war wie ein Gruß auf Wiedersehn!
Ich fühlte zärtlich, da ich lauschte:
mein Heimatland, wie bist du schön!
Will mein die Macht sich nicht erbarmen,
die meines Schicksals Fäden spinnt?
Laß, Heimat, mich in deinen Armen!
O Heimat, halte fest dein Kind!
Da hüllte sich der Mond in Schleier,
es wurde grau das reine Licht —
doch meine Tränen flossen freier.
Und leichter schien mir jede Pflicht!
Und brennt auch das Feuer auf heimlichen Plätzen
in den Mulden und Gräben und hinten im Tal -
es brennt doch nach uralten, heil'gen Gesetzen
und ist uns ein uraltes, heiliges Mal.
Können wir unser Fest auch nicht offen begehen
und feiern es so, wie der Kampf es gebeut,
denn in uns ist Hoffnung, daß nie wird vergehen
der Brauch uns'rer Ahnen auch in künftiger Zeit.
Hoch schlagen zum nächtlichen Himmel die Flammen,
hoch schlagen die Herzen - frei ist unser Sinn.
So wie wir hier stehen: im Kreise zusammen.
so sind wir des werdenden Volkes Beginn!
Land der ewigen Gedanken,
Deutschland, Deutschland, Jugendland!
Stehe fest und sonder Wanken,
Land der ewigen Gedanken,
In der Zeiten Wirbelbrand.
Land der unbesiegten Liebe,
Deutschland, Deutschland, Herzensland!
Mitten in dem Machtgetriebe,
Land der unbesiegten Liebe,
Halte du in Treuen stand.
Land der schwielen harten Hände,
Deutschland, Deutschland, Arbeitsland!
Fühle deine Zeitenwende,
Land der schwielenharten Hände,
Halt den Knechtegeist gebannt!
Was kann dir aber fehlen,
Mein teures Vaterland?
Man hört ja weit erzählen
Von deinem Segensstand.
Man sagt: du seist ein Garten,
Du seist ein Paradies;
Was kannst du mehr erwarten,
Wenn man dich selig pries?
Ein Wort, das sich vererbte,
Sprach jener Ehrenmann:
Wenn man dich gern verderbte,
Daß man es doch nicht kann.
Und ist denn nicht ergossen
Dein Fruchtfeld wie ein Meer?
Kommt nicht der Most geflossen
Von tausend Hügeln her?
Und wimmeln dir nicht Fische
In jedem Strom und Teich?
Ist nicht dein Waldgebüsche
An Wild nur allzu reich?
Treibt nicht die Wollenherde
Auf deiner weiten Alb?
Und nährest du nicht Pferde
Und Rinder allenthalb?
Hört man nicht fernhin preisen
Des Schwarzwalds stämmig Holz?
Hast du nicht Salz und Eisen
Und selbst ein Körnlein Golds?
Und sind nicht deine Frauen
So häuslich, fromm und treu?
Erblüht in deinen Gauen
Nicht Weinsberg ewig neu?
Und sind nicht deine Männer
Arbeitsam, redlich, schlicht?
Der Friedenswerke Kenner
Und tapfer, wenn man ficht?
Du Land des Korns und Weines,
Du segenreich Geschlecht,
Was fehlt dir? – All und eines:
Das alte, gute Recht!
Deiner Sprache, deiner Sitte, deinen Toten bleibe treu!
Steh in deines Volkes Mitte, was sein Schicksal immer sei!
Wie die Welt auch dräng' und zwinge, hier ist Kraft, sie zu bestehn;
trittst du aus den heilgen Ringe, wirst du wehrlos untergehn.
Bleibe treu! Bleibe treu!
Wie die Welt auch um dich werbe, deine Brüder lasse nicht!
Deiner Väter treues Erbe zu behüten, sei dir Pflicht!
Gleich der Welle in dem Strome füge in dein Volk dich ein!
Stürzen kann die Mau'r im Dome, wenn sich losgelöst der Stein.
Füg' dich ein! Füg' dich ein!
Wahre deines Volkes Ehre; nie sei dir sein Name feil!
Stehe fest in seiner Wehre, fühle dich als seinen Teil!
In des Lebens Leid und Wonne bleibe treu auf guter Wacht!
Lieb dein Volk im Glanz der Sonne, in des Sturmes dunkler Nacht!
Bleibe treu! Bleibe treu!
In seinen Liedern hat der Deutsche gelacht und geweint, geträumt und geklagt, gekämpft und gerungen, gezürnt und gebetet; sie sind deshalb ein Stück deutschen Geistes- und Gemütslebens!
Alle Länder habe ihre Zungen und sprechen in Regeln gefasst, auch in ihren Chroniken und Handelsbücher verzeichnet, wo etwas Ehrlichs und Mannlichs gehandelt oder etwas Künstlichs und Höflichs ist geredet worden von den Ihren. Allein wir Deutschen haben solches vergessen, das unser geringe geachtet, wie ehrlich es auch gewesen, und auf andere Leute und fremder Nation Wesen, Sitten und Gebärde gegaffet, gleich als hätten unsere Alten und Vorfahren nie nichts gehandelt, geredet, gesetzt und geordenet, das ihnen ehrlich und rühmlich nachzusagen wäre!
Was dich auch bedrohe,
Eine heilige Lohe
Gibt dir Sonnenkraft.
Laß dich nimmer knechten;
Laß dich nie entrechten.
Gott gibt den Gerechten
Wahre Heldenschaft.
Was auch daraus werde,
Steht zur Heimat Erde;
Bleibe wurzelstark!
Kämpfe, blute, werbe
Für dein höchstes Erbe;
Siege oder sterbe,
Deutsch sei bis ins Mark!
In der Abendsonne letztem Schein
weilte ich hoch über dir, du Deutscher Rhein.
Steil herab von witter altem Felsendom
blickte ich versonnen auf den grauen Strom.
Aus Worms einst kam mit dir des Reiches Kunde
aus höchster Fürsten kaiserlicher Tafelrunde.
Einst stark und strahlend wie die Sonnen,
warst nach tausend Jahren du verronnen.
Du aber, mächtger Strom, versiegtest nicht,
rauschst mir immerzu als raunendes Gedicht.
Oh heilges Reich, wie er sollst du bestehn,
darfst, wie Vater Rhein, niemals vergehn.
So stieg herab vom Karst ich in die Nacht,
dorthin, wo meine Ahnen standen Wacht,
hinab vom Sitz der wunderschönen Loreley
und mein so arg bedrücktes Herz ward frei.
Die Zukunft Deutschlands wird davon abhängen, was für Menschen in ihm geboren werden. Wenn die Tüchtigsten auf Nachkommenschaft verzichten, die Gesunkenen und Farblosen dafür aber acht und zehn Kinder in die Welt setzten, müssen die Eigenschaften des gesamten Volkes sich in kurzer Zeit verschlechtern. Die Zukunft Deutschlands liegt im Geburtensieg der einen oder der anderen!
Land, Land mit dem harten Gesicht deiner Berge,
du Vaterland.
Ernst ist dein Antlitz,
prüfend siehst du uns an
mit nackten Wänden, drohendem Schatten und hellem Grat.
Nah sind die weißen Gipfel
und rufen, rufen, rufen uns auf —
du Vaterland.
Land, Land mit dem alten Lied deiner Wälder,
du Mutterland.
Gütig rauscht deine Weise,
heimlich strömen ins Ohr
der Buchen und Tannen Gesänge, der Eichen Lied,
das Lied unsrer Fichten
und rufen, rufen, rufen uns auf —
du Mutterland.
Land, Land mit den fröhlichen Augen der Seen,
du Kinderland.
Träume verklären die Stirne,
lächelnd hebst du den Blick,
hurtig sind deine Quellen, flink springt der Bach
nach den Wiesen und singt in der Sonne.
Wir schweigen, verhalten den Atem und horchen auf,
du Kinderland.
Land, Land mit den klopfenden Adern der Ströme,
der Söhne Land.
Brausend wandern die Wasser,
wie leuchtende Fahnen fliegen sie weit
zwischen Brücken und Städten und Äckern,
stürmen ins Meer
und rufen, rufen die Herzen ins Feld,
du Deutschland!
O diese Tage, diese Riesentage,
Da vor der Grösse des Schreitens der Atem stockt im Mund!-
Aufsteht von der Erde die uralt dunkle Sage,
Die Schatten der Vorwelt schreiten wieder um`s Erdenrund.
Schreiten einher die Recken in unaufhaltsamen Zuge,
Von ihren Taten Grösse nebelhoch gereckt.
Hinter ihnen ersticken die Flammen in schwarzem Betruge,
Die nach ihnen gierig die Neidzungen geleckt.
Sie schreiten wie aus der Nacht. O sieh, es funkelt verborgen
Von ihrer Waffen Licht! Silberne Winde wehn!
Du siehst die blutrote Welt wie ein dämmerndes Tor aufgehn:
Siehe, die deutschen Recken, wie schreiten sie licht in den Morgen!
Der Bauer ist der ewige Mensch, unabhängig von aller Kultur, die in den Städten nistet.
Er geht ihr vorauf, er überlebt sie, dumpf und von Geschlecht zu Geschlecht sich fortzeugend, auf erdverbundene Berufe und Fähigkeiten beschränkt, eine mystische Seele, ein trockener, am Praktischen haftender Verstand, der Ausgang und die immer fließende Quelle des Blutes, das in den Städten die Weltgeschichte macht!