Tischsprüche
Unbekannt
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
Tischsprüche
Unbekannt
Die Gretl dagegen
Ist stets so viel brav,
So sauber allerwegen
Und ein kleinwinzig Schaf.
Ist gut Freund mit allen,
Tut niemand ein Leid,
Läßt sich sehr viel gefallen,
Ist zu allem bereit.
Nur schaut es halt immer
So ernsthaftig drein, –
Ja, leicht ist das nimmer,
Hansels Schwesterl zu sein!
Denn vor dem heißt's sich ducken,
Er spielt leicht den Herrn,
Da darf man nicht mucken, –
Nur so hat er's gern.
Sie ärgert sich wacker
Übern Hansl dabei
Und nimmt für den Racker
Doch wieder Partei.
Denn er bleibt doch ihr Bester,
Zu dem sie stets hält,
Und er liebt seine Schwester
Wie nichts auf der Welt.
Am Hütlein die Feder
Steigt trotzig empor:
Vor dem hüt' sich jeder,
Der hat's hinterm Ohr!
Mit 'nem Stocke wie seinem
Nimmt's niemand gern auf,
Der Hansl weicht keinem,
Verlaßt euch darauf!
Der kann was, der Lackel!
Fängt die Mäuse am Schwanz,
Hält am Bein fest den Dackel
Und am Flügel die Gans.
Kein Hund ist zu bissig,
Kein Baum ist zu hoch,
Keine Hecke zu rissig,
Zu finster kein Loch.
Bleibt hoch in den Ästen
Kein Apfel versteckt,
Er holt sich den besten,
Der am süßesten schmeckt.
Und Furcht kennt er nimmer,
Drohn Feind' ringsumher,
Der Hansl denkt immer:
»Viel Feinde, viel Ehr'!
Alle hassen sie uns, die, geeint durch den Haß, uns bekämpften.
Unseren Besitz, unsere Kraft, unser Können und unsere Freundschaft hassen sie, je nach Gesinnung und Zielen.
Ein Volk jedoch, ein einziges nur, haßt uns um unseres Wesens, haßt uns, nur weil wir noch leben.
Haßt uns Jahrhunderte lang unvermindert und maßlos, haßt mit sadistischer Blutgier und tierischer Wildheit, haßt uns im Leben und haßt noch den Toten!
Das Lied von der Heimat, das sing ich gern,
Es klingt so süß und klar,
Es führt mich heimwärts, Jahr um Jahr,
Durch Wälder, Felder, weit und fern.
Die Heimat, sie ist mein Gebet,
Mein Sehnen und mein Traum,
Sie ist der Quell, der nie versiegt,
Der Frieden, der mich umarmt.
Die Dörfer, die im Tale liegen,
Die Wiesen, grün und weit,
Die Berge, die zum Himmel ragen,
Das alles ist mein Leid.
Doch wenn ich heimwärts kehre,
Dann fühl ich mich geborgen,
Die Heimat, sie ist meine Welt,
Mein Herz, das schlägt in ihren Morgen.
Die Rechte ist ein rein mikroskopisches Phänomen, man muß sich sogar fragen, ob es überhaupt noch eine Rechte gibt. ... Viele Dinge, die als rechts gelten, sind es keineswegs – man denke nur an die seltsame Liebe vieler Rechter zu unserem Grundgesetz, an die Fata Morgana eines rechten Verfassungspatriotismus! Die Rechte bei uns spricht gerne über Metapolitik, landet aber nur in einer sehr kurzatmigen Bildungshuberei. Man begnügt sich mit einer Collage des rechten und konservativen Bildungsgutes der Vergangenheit – aber zu Discountpreisen. Drei Seiten hierüber, zwei Seiten darüber, da ist eine wirkliche rechte Häppchenkultur entstanden. Man sieht nicht den Sinn ambitiöser, strenger theoretischer Arbeit, man will rasch zu Potte kommen und wird es nicht, weil keine Ausmessung der Krise, der wahrhaft furchtbaren seelischen und spirituellen Situation des modernen Menschen geleistet wird.
Wir sind gebunden in Zeit und Raum,
Du und ich.
Wir wirken und weben und wissen es kaum
An der Gottheit Gewandung unterstem Saum
Stich für Stich.
Bis einmal einer der Großen sich naht
Irgendwann
Wenn die Zeiten reif, und in lodernder Tat
Aufreißt Jahrhunderte alte Naht,
ein einziger Mann.
Er greift aus brodelnder Tiefe Schoß
Maß und Macht.
Uralte Tafeln reißt er los
Und ragt und reckt sich riesengroß
Über Nacht.
Und was er kündet und verspricht,
wird zur Tat.
Und was zerbrechen muß, zerbricht,
Und alles Große drängt ans Licht,
sobald er naht.
Unsere Fahne,
stolz weht sie im Wind.
Schwarz, weiß und rot
sind die Farben, mein Kind.
Schwarz ist die Sonne
und weiß ist die Haut.
Rotes Blut fließt zur Erde,
vom Feind der uns raubt.
Wir bleiben bestehen,
auch nach Sonnenuntergang.
Wir werden triumphieren,
mit unserer Fahne voran!
Tischsprüche
Und so wiederholt sich von Schule zu Schule das Schauspiel des Kampfes zwischen Gesetz und Geist, und immer wieder sehen wir Staat und Schule atemlos bemüht, die alljährlich auftauchenden paar tieferen und wertvolleren Geister an der Wurzel zu knicken. Und immer wieder sind es vor allem die von den Schulmeistern Gehaßten, die Oftbestraften, Entlaufenen, Davongejagten, die nachher den Schatz unseres Volkes bereichern. Manche aber – und wer weiß wie viele? — verzehren sich in stillem Trotz und gehen unter.
Die Deutschen sind nicht durch fremde Völker verbastardet, sie sind keine Mischlinge geworden, sie sind mehr als viele andere Völker in ihrer angeborenen Reinheit geblieben und haben sich aus dieser Reinheit ihrer Art und Natur nach den stetigen Gesetzen der Zeit langsam und still entwickeln können; Die glücklichen Deutschen sind ein ursprüngliches Volk!!
Das Glitzern seh‘ ich noch.
Die Kälte spüre ich nicht mehr.
Gefrorenes Haar in fahlem Licht.
Vor Stunden noch war hier ein Weg, verbindend die Dörfer des Schlafs.
Noch wäre es leicht, zu leicht vielleicht, aufzustehen und weiterzugehen.
Der Weg noch da, aber unsichtbar nun für schneeblinde Augen.
Ich brauche keine Nacht mehr, um nicht zu sehen.
Werden sie kommen, die Wölfe?
Mein Heulen wird lauter sein als das ihre.
Welche Glocken läuten da?
Ist ein Dorf erwacht?
Ich stehe auf.
Schnee fällt von mir ab und etwas Leben.
Das Läuten kommt von vorn, dort irgendwo muß Norden sein.
Ich drehe mich um und suche eine Richtung!
Wenn wir Jungen einen breiten Graben überspringen wollten und nicht den Mut dazu hatten, warfen wir wohl den Hut oder die Pantoffeln zuerst hinüber. Dann mußten wir ja nach. So werfe ich jetzt oft ein Wort voraus – dann muß ich ja auch nach!
In dieser Welt, von Übeln
krank, vom Blute rot,
tut Geist und Schönheit,
tut ein Flecklein Himmel not,
ein Glücklicher, der nichts
vom Pfuhl des Jammers weiß,
ein Edler, rein von Schuld,
ein Held, deß Helmbusch weiß!
Entgegen unseren Grundsätzen veröffentlichen wir heute einen Beitrag als Weiterleitung. Im Geiste und in Trauer verbunden...
Die Glocken läuten. Wir gedenken den Opfern eines Kriegsverbrechen.
Hätten die Alliierten dieses erlitten, wir könnten uns nicht retten vor Spielberg-Filmen. Aber es waren ja nur Deutsche…
So ist, was kühn das Herz gewollt, zerschellt,
Der Hoffnung Grün umhüllt mit Trauerflören,
Es glimmen unter jener Trümmerwelt
Nur Wünsche noch, die nicht der Welt gehören,
Nicht jener Macht, die grausam sich gefällt
In ewigem Vernichten und Zerstören.
Ruh aus, empörtes Herz, in dem Gedanken,
Daß Hoffnungszweige sich ins Jenseits ranken!
Licht wirft keinen Schatten.
Gutes steht für sich allein.
Streb' zum Heil,
wie wir's einst hatten.
Du bestimmst dein Sein!
Spüre, welch treue Gefährten,
wohlgesonnen mit dir gehen,
dir freundlich zugeneigt sind,
die immer zu dir stehen.
Das Reich im völkischen Gleichklang,
indem du dein Volk die Treue hältst,
im Innen, der Persönlichkeit,
liegt der Wille zum Anfang.
Sei der König deiner Selbst!
Lass das Böse außen vor,
hab's aber bewusst im Blick,
sei notwehrbereit,
kein Narr, kein Tor,
dann lächelt dir das Glück.
Richte deinen Blick nach innen:
Was willst du? Was willst du nicht?
Tue dich auf's Schöpferische besinnen.
Sei ein Leuchtturm, der neuen Zeit das Licht.
Spür' in ehrlichem Herzen,
neues Licht entflammt zuweil,
in tiefer Erkenntnis, voll Opfer, voll Schmerzen,
aus heißer Leidenschaft blüht
deutsches Volksseelenheil!
Tischsprüche
Die Unendlichkeit der Welt nach dem Größten wie nach dem Kleinsten hin und die Gewissheit ihrer Einheit eröffnet dem forschenden Geist eine so ungemessene Bahn der Gedanken, daß seine größte Kühnheit nie verwegen genug sein kann!
So werden längst vergessene Voreltern wieder lebendig.
Kreuze und Leichensteine sind längst verschwunden,
jede Spur ihres Daseins scheint verwischt zu sein.
Ist aber wirklich nur ihr Name
in den Kirchen- u. Grundbüchern erhalten geblieben?
Nein!
Ihr Sein und Wesen lebt noch in den Enkeln und Urenkeln weiter, denn:
Wir alle sind nicht wir, sondern hängen mit unserem
Sein und Tun von denen ab, die vor uns waren!
Lieb Kindlein, komm, ich trage dich,
lehn recht dein Köpfchen her an mich;
ich sing dir eine Weise
von Vögelein und Blümelein,
die wollten Fahrtgenossen sein
auf deiner ersten Reise.
Sieh nur! Doch deine Augen sind
so voll von Schlaf, mein trautes Kind,
ich will dir alles sagen:
Wir wandern durch ein großes Feld,
das hat der liebe Gott bestellt,
das Feld muss Sterne tragen.
Und horch - was schläfst du nur so schwer!
ein lieblich Singen läutet her,
wir nahen deinen Schwestern,
die waren auch so krank wie du,
ich sang sie alle fein in Ruh -
vor tausend Jahren und gestern.
Die häuslichen Freuden der Menschen sind die schönsten der Erde,
und die Freude der Eltern über Ihre Kinder ist die heiligste Freude der Menschheit!
Das Ziel des Rechts ist der Friede,
das Mittel dazu der Kampf!
Die Festigkeit besteht im Widerstand gegen das Unglück; nur Feiglinge beugen sich unter das Joch, schleppen ergeben ihre Ketten und ertragen ruhig die Unterdrückung.
Drei Lieder trag‘ ich im Herzen
drei Lieder von gutem Klang,
die sollen in Freuden und Schmerzen
mich leiten ein Leben lang.
Das erste von den drei Liedern,
das singt von der seligen Zeit,
da ich mit fröhlichen Brüdern
getragen das Burschenkleid.
Als mir das zweite erklungen,
da trug ich Helm und Gewehr.
Drin haben die Vöglein gesungen
von Heimat und Wiederkehr.
Das dritte darf ich nicht nennen,
und singen dürfen wir’s nicht,
wie unsere Herzen auch brennen
in Treue und Zuversicht.
Doch wenn einst die Ketten gefallen,
die Fahnen, die heiligen, wehn,
wird bei dem Liede uns allen
das Auge in Tränen stehn.
Je älter man wird, desto mehr verallgemeinert sich alles, und wenn die Welt nicht ganz und gar verschwinden soll, so muß man sich zu denen halten, welche sie aufzubauen im Stande sind!
Tischsprüche
Kennst du erst einige deiner Vorfahren, dann willst du auch noch mehr von ihnen wissen und möchtest gern noch weitere kennenlernen, bis deine Ahnentafel ganz vollständig und fehlerfrei ist.
Bald hast du nicht nur deine Ahnen, sondern sie haben dich.
Und ist da noch irgendwo eine Lücke in deinen Aufzeichnungen, so läßt dir der Ahnherr oder die Ahnfrau keine Ruhe, weder bei Tage noch in der Nacht, und verfolgt dich im Wachen, Träumen und Schlafen, bis die Lücke ausgefüllt ist!
Ein Wort nur steigt herauf
und bricht durch Mauern und durch Wälle;
bleibt leuchtend steh'n im Tageslicht. —
Ein Wort nur trägt in sich
den Glauben der geformten Werke;
prägt in den Stein sein Angesicht:
Deutschland! —
Ein Wort nur steht im Raum
und wirkt durch Größe, Kraft und Stärke,
wenn viele Namen still vergeh'n. —
Ein Wort nur blickt dich an
und gibt dir Glaube, Macht und Wille;
bleibt leuchtend über allem stehn:
Deutschland! —
Wenn Jemand schlecht von deinem Freund spricht,
Und scheint er noch so ehrlich: glaub' ihm nicht!
Spricht alle Welt von deinem Freunde schlecht:
Misstrau' der Welt und gib dem Freunde Recht!
Nur wer so standhaft seine Freunde liebt,
Ist wert, dass ihm der Himmel Freunde gibt.
Ein Freundesherz ist ein so selt'ner Schatz,
Die ganze Welt beut nicht dafür Ersatz;
Ein Kleinod ist's voll heil'ger Wunderkraft,
Das nur bei festem Glauben Wunder schafft -
Doch jedes Zweifels Hauch trübt seinen Glanz,
Einmal zerbrochen wird's nie wieder ganz.
Drum: wird ein solches Kleinod dir beschert,
O trübe seinen Glanz nicht, halt es wert!
Zerbrich es nicht! Betrachte alle Welt
Als einen Ring nur, der dies Kleinod hält,
Dem dieses Kleinod selbst erst Wert verleiht,
Denn wo es fehlt, da ist die Welt entweiht.
Doch würdest du dem ärmsten Bettler gleich,
Bleibt dir ein Freundesherz, so bist du reich;
Und wer den höchsten Königsthron gewann
Und keinen Freund hat, ist ein armer Mann!
Eines geht mich an und eines weiß ich, das ich das meine tun und eher untergehen soll, als mich einer fremden Macht blind ergeben.
Die Vorsehung geht mit dem All der Dinge und mit dem Menschengeschlechte ihren ewig dunklen Weg, den ich nimmer verstehen werde.
Aber auch in meine Hand ist eine Vorsehung gegeben:
Wenn ich für das Allgemeine empfinde, handle, strebe, so fühle ich auch in mir – wie klein oder groß ich sei – eine Kraft, welche das Weltschicksal ändern kann!
Sie erzählen schon seit Jahren,
alle Menschen müssen sparen.
Doch sie sparen ohne Schranken
nur bei Armen, Kindern, Kranken,
bei den Kleinen, der Kultur,
immer die bekannte Tour.
Spart mal an Parteiengeldern
und an Managementgehältern.
Spart am großen Kriegsgerät,
das uns nur im Wege steht.
Spart an Direktorenposten
und an den Verwaltungskosten.
Spart an Staatspräsentationen
und an Luxus-Staatspensionen.
Spart euch jede Heuchelei,
spart ihr selber nicht dabei!
Wärme mir einer das verdroschene Märchen von Redlichkeit auf,
wenn der Bankerott eines Taugenichts und die Brunst eines Wollüstlings das Glück eines Staats entscheiden!
Deutschen sind so alte Leute,
Lernen doch erst reden heute.
Wann sie lernen doch auch wolten,
Wie recht deutsch sie handeln solten!
Tischsprüche
Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat,
Da hilft der Mut, der Augenblick, die Regung:
Das Schwerste dieser Welt ist der Entschluß.
Mit eins die tausend Fäden zu zerreißen,
An denen Zufall und Gewohnheit führt,
Und aus dem Kreise dunkler Fügung treten,
Sein eig'ner Schöpfer, zeichnen sich sein Los,
Das ist's, wogegen alles sich empört,
Was in dem Menschen eignet dieser Erde
Und aus Vergang'nem eine Zukunft baut!
Der Zweck der Moral ist, auf einer Höhe anzukommen, wo die Sinnlichkeit so erzogen ist, daß sie diesen Pflichten von selbst sich fügt, auf einer Höhe, wo das Gute zur Neigung wird, Sittengesetz und natürliche Lust übereinstimmen.
Das ist Tugend!
Einen Felsen,
der mir im Wege steht,
umgehe ich so lange,
bis ich Pulver genug habe,
ihn zu sprengen.
Die Gesetze umgehe ich,
bis ich Kraft gesammelt habe,
sie zu stürzen!
Unbekannt
Schneebedeckt schläft alle Welt,
das Sonnenlicht möcht wärmen.
Glitzerschön ein Baum am Feld
er träumt von Frühlingsfernen.
Es ist still auf meinem Gang;
ein kahler Strauch am Wege
erstarret einen Winter lang,
am ewig ruhend Stege.
Darunter graues Wasser rinnt
ganz schüchtern grad entlang,
bis wieder Frühlingsluft gewinnt,
mit Duft und Quellgesang!
Beleget den Fuß
Mit Banden und mit Ketten
Dass von Verdruss
Er sich kann nicht retten,
So wirken die Sinnen,
Die dennoch durchdringen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!
Wer Weisheit nur aus Büchern lernt
Und selbst nicht weise denkt und lebt,
Wird immer mehr von ihr entfernt,
Je mehr er ihr zu nahen strebt.
Das Leben soll die Erde sein,
darin die Weisheit Wurzeln schlägt,
Und pflanzt ihr hier den Kern nicht ein,
Wächst auch kein Baum, der Früchte trägt!
Tischsprüche
Ein gut Gedicht ist wie ein schöner Traum,
Es zieht dich in sich, und du merkst es kaum;
Es trägt dich mühlos fort durch Raum und Zeit,
Du schaust und trinkst im Schaun Vergessenheit,
Und, gleich als hättest du im Schlaf geruht,
Steigst du erfrischt aus seiner klaren Flut!