Das Erste sei, daß man der Welt sich freue,
sich vor den Andern froh empfinden lerne
in stiller Nähe wie in bunter Ferne
das Alte frisch genieße wie das Neue.
Doch schaff dir auch ein Herz voll stolzer Treue,
eins in sich selbst und seinem tiefsten Kerne!
Der Freie traut durch Wolken seinem Sterne
Das Brandmal aller Sklaven ist die Reue!
Wo wäre denn Vernunft und Recht?
Ich sehe nichts als Büttel und als Knecht.
Man stürmt und braust und peitscht nach Noten
Den Sklaven hier, dort den Heloten.
Das alt-meropische Geschlecht
Hat jederzeit, wo ihm Gefahren drohten,
Sich in die Wette feil geboten.
Kaum ruft es: "Dieser ist Tyrann!"
So straft's mit Wut und eilt und wählet dann
Den zehnfach schlimmeren Despoten!
Jahr: Kein Jahr vorhanden