4.
Du sollst deine Altvordern achten und lieben, ihre Eigenart nachtun, ihre Tugenden pflegen!
6.
Du sollst dich, dein Haus, deine Sippe rein halten vor Fremdlingen und keine Gemeinbürgschaft halten mit ihnen!
Der Denker sagt das Sein, der Dichter das Heilige! https://t.me/deutschedichter
4.
Du sollst deine Altvordern achten und lieben, ihre Eigenart nachtun, ihre Tugenden pflegen!
6.
Du sollst dich, dein Haus, deine Sippe rein halten vor Fremdlingen und keine Gemeinbürgschaft halten mit ihnen!
3.
Du sollst die Tage wichtiger deutschvölkischer Geschehnisse festlich begehen und deren Urhebern dankbar gedenken!
2.
Du sollst nicht leichthin Reden führen – Dein Wort sei wahr – Dein Handschlag ein Eid!
1.
Du sollst nur Gott allein fürchten, sonst nichts auf dieser Welt!
Unbekannt
Denk’ ich der Heimat, die so ferne,
Denk’ ich dein du schönes Vaterland
Noch einmal möcht’ ich dort so gerne
Mit Freunden gehen, Hand in Hand.
Denk’ ich der Rosen und der Nelken,
Die dort in jedem Garten steh’n,
Möcht’ einmal noch eh’ sie verwelken,
In diese Heimatgärten seh’n.
Möcht’ rasten unter deutschen Eichen
Und träumen süß vom Heimatglück,
Möcht’, ehe ihre Blätter bleichen
Zu meinem Heimatherd zurück.
Möcht’ wieder hören deutsche Lieder,
Die jeder biedre Landmann singt,
Nur einmal hören möcht’ ich wieder,
Das Lied, das tief in’s Herze dringt.
Das deutsche Lied, die reinen Töne,
Der Klang, der weich das Herz durchzieht
Gesungen, ach, von Deutschlands Söhnen ...
Nur einmal noch, sing mir dein Lied!
Es war einmal ein Sagenschatz
Von Ranken wild umwoben
Er war unsrer Ahnen heilger Platz
Darum sei Respekt geboten
Heimat aller göttlichen Wesen
Versteckt zwischen Bach und Stein
Im Wald soll die Seele genesen
So ward und wird es immer sein
Die Frauen von Nidden standen am Strand,
über spähenden Augen die braune Hand
und die Böte nahten in wilder Hast,
schwarze Wimpel flogen züngelnd am Mast.
Die Männer banden die Kähne fest
und schrieen: "Drüben wütet die Pest!
In der Niedrung von Heydekrug bis Schaaken
gehen die Leute im Trauerlaken!"
Da sprachen die Frauen: "Es hat nicht Not,
vor unsrer Türe lauert der Tod,
jeden Tag den uns Gott gegeben,
müssen wir ringen um unser Leben.
Die wandernde Düne ist Leides genug,
Gott wird uns verschonen, der uns schlug!" - - -
Doch die Pest ist des Nachts gekommen
mit den Elchen über das Haff geschwommen.
Drei Tage lang und drei Nächte lang
wimmernd im Kirchstuhl die Glocke klang.
Am vierten Morgen schrill und jach
ihre Stimme in Leide brach.
Und in dem Dorfe, aus Kate und Haus,
sieben Frauen schritten heraus,
sie schritten barfuß und tiefgebückt
in schwarzen Kleidern buntgestickt.
Sie klommen die steile Düne hinan,
Schuh und Strümpfe legten sie an,
und sie sprachen: "Düne, wir sieben
sind allein noch übriggeblieben.
Kein Tischler lebt der den Sarg uns schreint,
nicht Sohn und nicht Enkel der uns beweint,
kein Pfarrer mehr, uns den Kelch zu geben,
nicht Knecht noch Magd ist mehr unten am Leben -
Nun, weiße Düne, gib wohl acht:
Tür und Tor ist dir aufgemacht,
in unsre Stuben wirst du gehn,
Herd und Hof und Schober verwehn.
Gott vergaß uns, er ließ uns verderben.
Sein verödetes Haus sollst du erben,
Kreuz und Bibel zum Spielzeug haben, -
Nur, Mütterchen, komm uns zu begraben!
Schlage uns still ins Leichentuch,
du unser Segen, einst unser Fluch. -
Sieh, wir liegen und warten ganz mit Ruh" -
- und die Düne kam und deckte sie zu.
Die Einheit der Kulturschaffenden zeigt uns aber auch die große Aufgabe kulturellen Schaffens, die vor uns steht, denn auf kulturellem Gebiete wird heute entschieden über die Ewigkeit des Volkes.
Nur durch kulturelles Schaffen, nur dadurch, daß die lebendige Weltanschauung vom schöpferischen Menschen den Glauben an seine Zukunft in diesem Volk lebendig erhält, seine Seele auf ein gemeinsames Ziel ausrichtet – nur dadurch werden wir die Zukunft dieses Volkes garantieren!
Was wir Weltgeschichte nennen,
Ist ein wüstverworrener Knäuel:
List und Trug, Gewalt und Schwäche,
Feigheit, Dummheit, Wahn und Greuel.
Doch die Riesen sind nur Zwerge,
Und die Herrn nur arme Knechte;
Ob sie gleich den Frevel wollen,
Fördern müssen sie das Rechte;
Dienen müssen sie der Ordnung,
Dienen, ob sie gleich das Wüste treiben;
Denn unsterblich ist das Gute
Und der Sieg muß unser bleiben!
Fester Wille – Brücke und Weg
Über tiefen Gründen.
Ehrliches Wollen – sicherer Steg
Über gähnenden Schlünden.
Flutet das Leben dunkel schwer,
Schlug dein Wünschen in Scherben,
Hohnlacht dem Hoffen, bricht deinen Mut,
Bis müd` du das Glück zu erwerben:
Trotzig im Kampf! Schön ist der Sieg,
Ob mühsam das Schreiten durch Dornen,
Denn wahrhaftem Mut bezwungen neigt
Sich endlich das Antlitz der Nornen!
Wie sinnlos die Welt dir erscheinen mag, vergiß nie, daß du durch dein Handeln wie durch dein Unterlassen dein redlich Teil zu dieser Sinnlosigkeit beiträgst!
Unbekannt
Unbekannt
Bruder, hold das Leben lacht!
Laß die fremden Zungen schwirren.
Laß sie suchen, laß sie irren,
Heimwärts träumen wir die Nacht.
Traum! Wo rot die Sonne glüht,
Wo die weißen Nebel fliegen, –
Muß die deutsche Heimat liegen,
Liegen rebenüberblüht.
Wird auch jetzt der Abendschein
Unser Hüttchen sanft umkosen, –
Schaumgekrönt vorübertosen,
Wird der sagenfrohe Rhein
Sehnsuchtsschwer mit lieber Hand
Pflückt ein Mädel Rosenblüten,
Fleht, es möge Gott behüten
All ihr Glück im fernen Land.
Schützen ihres Lebens Quell,
Daß die Fremde nimmer binde
Ihres Herzens Ingesinde, –
Ihren lieben Trautgesell. –
Bruder, hold das Leben lacht!
Laß die fremden Zungen schwirren,
Laß sie suchen, laß sie irren, –
Heimwärts träumen wir die Nacht!
Sturm von Westen zu uns dringt,
läßt seinen starken Atem spüren,
so kraftvoll, daß die Fessel springt,
die Angel bricht an Eisentüren.
Ob er sanft durch Täler schwebt
oder Bergeshöhen überwindet,
stets sein Freiheitsbanner weht,
ungezügelt, keine Kraft ihn bindet.
Was sich hart entgegenstellt,
kann der Starke niederringen,
doch wer sich frei ihm zugesellt,
dem verleiht er Adlerschwingen!
Ihr trugt den Tornister,
auch Affen genannt,
das Gewehr und den Stahlhelm
durch Sumpf und Sand.
Ob Regen, ob Sonne -
ihr wart stets bereit:
junge Soldaten
im feldgrauen Kleid.
Ihr mußtet marschieren
und jahrelang wandern,
nach Polen und Frankreich,
Rußland und Flandern.
Marschieren und kämpfen,
und immer bereit
still zu verbluten
im feldgrauen Kleid.
Feldzug! Vormarsch!
Oh, welch ein Wort,
es trug euch weit
von der Heimat fort -
in Länder, die ihr
nur aus Büchern gekannt,
nun ging es im Sturmschritt
durch ihren Sand.
Man sprach euch von Ehre,
von Treue und Pflicht,
marschieren und Kampf,
bis das Leben zerbricht.
Man sprach auch viel von
des Vaterlands Dank,
wenn am Endes des Kriegs
ihr zerschossen und krank.
Doch dann kam der Rückmarsch,
dem Feind blieb der Sieg.
Das Schicksal ist launisch
in so einem Krieg.
Am Ende galt Humanität
einen Dreck,
der Sieger riß euch
eure Orden weg.
Ihr wurdet Barbaren
und Mörder genannt,
von den Siegern bespien,
verhöhnt und verdammt.
Man trieb euch wehrlos
zusammen wie Vieh.
Und viele - sie starben.
Vergeßt sie nie!
Man schrie: "Eure Taten -
sie waren Verbrechen!"
Doch wird die Geschichte
einst anders sprechen.
Der Ostwind singt leis'
eine Melodie,
von dir, ruhmreiche
deutsche Infanterie.
Der höchste denkbare Grad der Gleichheit, der Communismus, ist, weil er die Unterdrückung aller natürlichen Neigungen voraussetzt, der höchste denkbare Grad der Knechtschaft!
Ich möchte sterben wie der Schwan,
Der, langsam rudernd mit den Schwingen,
Auf seiner blauen Wasserbahn
Die Seele löst in leisem Singen.
Und starb er, wenn der Abend schied
Mit goldnem Kusse von den Gipfeln:
Nachhallend säuselt noch das Lied
Die ganze Nacht in Busch und Wipfeln.
O würde mir ein solch Geschick!
Dürft' unter Liedern ich erblassen!
Könnt' ich ein Echo voll Musik
Dem Volk der Deutschen hinterlassen!
Doch Größern nur ward solch ein Klang,
Nur Auserwählten unter vielen –
Mir wird im Tode kein Gesang
Verklärend um die Lippen spielen.
Tonlos werd' ich hinübergehn,
Man wird mich stumm zur Grube tragen,
Und wenn die Feier ist geschehn,
Wird niemand weiter nach mir fragen!
Einige Tauben suchten sich an etwas Korn zu sättigen.
Ein Haushahn kam dazu, brauchte Gewalt und vertrieb die Tauben.
Im ersten Verdruß über das erlittene Unrecht sahen sie einen Geier, der eben über dem Hofe schwebte, und riefen ihn an, sie zu rächen.
Der Geier kam, zerriß den Hahn und bald darauf die Tauben, die sich über den Tod ihres Feindes freueten.
Ihr Staaten, die so leicht ein schlechter Nutz entzweit,
Die ihr als einzeln schwach, und stark, wann einig, seid,
O lernt bei diesem Bild die kleine Rache meiden
Und lieber den Verlust als Unterdrückung leiden.
Die Fabel malt euch vor, was allemal geschah;
Bleibt einig oder bebt; der Geier ist schon da!
Wie viel Wahrheit erträgt, wie viel Wahrheit wagt ein Geist? Das wurde für mich immer mehr der eigentliche Wertmesser. Irrtum (- der Glaube ans Ideal -) ist nicht Blindheit, Irrtum ist Feigheit ... Jede Errungenschaft, jeder Schritt vorwärts in der Erkenntnis folgt aus dem Mut, aus der Härte gegen sich, aus der Sauberkeit gegen sich ... Ich widerlege die Ideale nicht, ich ziehe bloß Handschuhe vor ihnen an ... Nitimur in vetitum: In diesem Zeichen siegt einmal meine Philosophie, denn man verbot bisher grundsätzlich immer nur die Wahrheit.
Unbekannt
Ureigner Himmel, lang bewahrt in unsrer Erde,
darin Zeugnis der Ursprünglichkeit
im Gesetz des Sein, Vergehn und Werde,
erschaffen einst als Abbild für die Ewigkeit.
Heilge Sonne, allen Lebens Spenderin,
so stehst du gülden in der Mitte,
leuchtest uns des All-Eins weiten Sinn
und kündest vom Gesetz der Sitte.
Ein Glück ist allen deine wunderbare Wiederkehr,
ein verwandtes Zeichen steter Ahnenreihe,
als wenn dein Weg aus alter Zeit ein Tag nur wär.
Was du uns sagst, das bleibt, wie eine hohe Weihe!
Ich möchte kein Demokrat sein. Keiner, der anderen aufzwingt einer zu sein. Keiner, der medial verblendet die Keule der Pseudomoral schwingt und gegenüber Regimeorganen singt. Den eine Hausdurchsuchung bei Volkstreuen durch die Exekutive erfreut, anstatt daß er die Brauchtumspflege mitbetreut. Nein! Ich möchte kein Demokrat sein. Ich möchte kein Demokrat sein! Oder Möchtegern-Experte - oh wei. Der mit Lüge und Heuchelei, unerschrocken und gemein, daherkommt mit aufgesetztem Grinsen, gespickt mit Arroganz ohne Pein, zählt genüsslich sein Bestechungsgeld und Zinsen. Widerlich. Nein! Ich möchte kein Demokrat sein. Ich möchte kein Demokrat sein. Keiner, der sich erdreistet und die Meinungsfreiheit nur gewährleistet, wenn die Ansicht sich im Rahmen des gedanklich Erlaubten befind'. Demokraten eh die Minusmenschen schlechthin sind. Und wer nicht meiner Meinung ist, den sperr ich als politischen Gefangenen ein? Wie kann das denn bitteschön sein? Ich jedenfalls möchte nicht so ein Demokrat sein. Ich möchte kein Demokrat sein. Dem medial geschaffene Mehrheit und graue Masse alles und der Verstand und Volkssinn wenig gilt. Der in Wahrheit Diener der Plutokraten ist und deren Auftrag verbrämt aus seinem Munde quillt. Nein! Ich möchte kein Demokrat sein. Ich möchte kein Demokrat sein. Einer, der sein eigenes Volk verleugnet, ja schlimmer: Es befehdet! Und nur um des eigenen Vorteils willen ihm alsbald zu Munde redet. Ich sage laut: Nein! Ich möchte kein Demokrat sein. Ich möchte kein Demokrat sein. Einer der in Quasselbuden Nonsens spricht, um den heißen Brei redet und lügt, ihm glaubt man zu Recht nicht. Einer mit endlosen Debatten zum schlussendlichen Vielleicht und Jein." Wer Politik gegen das eigene Volk führt, der kann nur Demokrat sein. Deshalb möchte ich frei sein. Ich will kein Demokrat sein! Er führt unser Volk unmittelbar zum Freund Hein. Seine Botschaften sind mal offen, mal unterschwellig fein. Mit allen Fremden und Feinden des Landes macht er sich gemein. Verkauft uns für wenig, verrät uns für nicht viel. Nur Geldmachen und Profite auf ewig sind sein Ziel. Nein. Niemals. Nein. Ich will kein Demokrat sein. Ja mei, es ruft die Tat! Ich bin kein Schwätzer, erst recht kein Demokrat! Na und? Dafür bin ich frei, gemeinsinnig und gesund. Ich heuchle nicht oder übe Verrat. Bin durch und durch völkischer Aristokrat. Volkstreu und treu der Heimat, Kinder und Jugend, kommende Saat, kämpfen wir in Tugend gemeinsam für einen freien, deutschen Volksstaat.
Rauscht ihr noch ihr alten Wälder
hoch vom Rennstieg euren holden Sang?
Wiegt ihr noch durch goldne Felder
graue Dome euren Feierklang?
Und du wunderkühle Sagenquelle
liebe Saale, spiegelst du noch helle
Berg und Burg und reifen, reifen Rebenhang?
Ja, es taucht aus trauten Fluren
und es glänzt mir her vom klaren Fluß
Vaterhaus und Wanderspuren
Schlägerklang und rascher Turnergruß
Hörselberg, aufspringt die wilde Pforte
Locken wehn im Wind und Mädchenworte
und die Lippe blüht vom ersten, ersten Kuß
Jahre, die da hingezogen
eure Pulse fühl ich warm und klar
und des Lebens bunter Bogen
überspringt was jung und selig war
Volle Ernte wogt zu meinen Füßen
und ihr rauscht, den Abend mir zu grüßen
Heimatwälder, auf mein weißes Haar!
Deutschland, Deutschland, o mein Heimatland,
Hoch auf deinen Bergen will ich stehen
Und nach Norden in die Ebnen sehen,
Schaun an deiner Herrlichkeit mich satt,
An den Dörfern schön in Obstbaumgärten
Und an mancher königlichen Stadt.
Deutschland, Deutschland, o mein Heimatland,
Eingeschmiegt dem Herzen deiner Hügel
Wohnen deine Kinder; warme Flügel
Deine Wälder über ihrem Haus.
Und du segnetest mit Mutterhänden
Ihnen Arbeit, Sehnsucht, Tanz und Schmaus.
Deutschland, Deutschland, o mein Heimatland,
Ja noch ragen Dome über Dächern;
Goldnes Bildwerk glänzt in den Gemächern,
Und im Hause brennt das ewige Licht.
Über saubrem Tisch und heiligen Schriften
Leuchtet deiner Kinder Angesicht.
Deutschland, Deutschland, o mein Heimatland,
Aber horch! – du hast sie irr gehn lassen –:
Nächtens weinen auf den dunklen Gassen
Viele heimatlos und ohne Brot.
Schläfst du, Mutter? Hungerwölfe schleichen,
Und die Wolken brennen blutigrot!
Deutschland, Deutschland, o mein Heimatland,
Weltenwende! Wolfszeit! Letzte Stunde!
An der Kehle schon der Hölle Hunde!
Rette deine Seele! ... Warte nicht,
Wie an Etzels Hof die Nibelungen,
Bis der Saal brennt und das Haus zerbricht!
Nichts hat in der Welt Bestand:
Was da kommt, muß scheiden,
Und so reichen sich die Hand
immer Freud und Leiden.
Dort, wo Tirol an Salzburg grenzt,
Des Glockners Eisgefilde glänzt,
Wo aus dem Kranz, der es umschließt,
Der Leiter reine Quelle fließt,
Laut tosend, längs der Berge Rand
Beginnt mein teures Heimatland.
Wo durch der Matten herrlich Grün
Des Draustroms rasche Fluten ziehn;
Vom Eisenhut, wo schneebedeckt
Sich Nordgaus Alpenkette streckt
Bis zur Karawanken Felsenwand
Dehnt sich mein freundlich Heimatland.
Wo von der Alpenluft umweht,
Pomonens schönster Tempel steht,
Wo durch die Ufer, reich umblüht,
Der Lavant Welle rauschend zieht,
Im grünen Kleid ein Silberband,
Schließt sich mein liebes Heimatland.
Wo Mannesmut und Frauentreu'
Die Heimat sich erstritt aufs neu'
Wo man mit Blut die Grenze schrieb
Und frei in Not und Tod verblieb;
Hell jubelnd klingt's zur Bergeswand:
Das ist mein herrlich Heimatland!
Die Sonne ging blutrot unter
und mit ihr schwand die Nacht
wir zogen im Städtchen ganz munter
und gaben auf rotes Gesindel acht.
Da plötzlich wie wilde Tiere
stürzten 100 Mordbanditen einher
sie schlugen auf uns wie auf Stiere
und schossen mit Revolver und Gewehr.
Wir stellten uns mutig zur Abwehr
doch die Übermacht, die war zu stark
eine Kugel durchbohrte meinen Körper
und ich fiel aufs Pflaster hart.
An meinem Krankenbett die Mutter
ihr gutes Gesicht voll Kummer und Schmerz
ach liebe, gute Mutter
ich sterbe für Ihn und sein Werk.
Die Mutter spricht, mein Sohn du mußt leben
ich rufe jedoch mit letzter Kraft
Deutschland soll leben
und wenn wir sterben müssen!
Unbekannt
Wenn ich eine Ziege seh',
muß ich an zu Hause denken.
Höre ich das traute Mäh,
kann ich mich zurückversenken
in die Zeit der bloßen Füße.
Vor mir seh' ich Hof und Feld.
Tiere bringen ihre Grüße
aus der bunten Kinderwelt.
Wenn ich eine Ziege seh',
denk ich an zerrissne Hosen,
und zum Dank für jedes Mäh
möcht ich ihr den Bart liebkosen.
Friedlich grast die Bergmannskuh
unter Silberbirkenstämmchen.
Gab uns Milch und noch dazu
um die Osterzeit ein Lämmchen.
Die Kaninchen, Täubchen, Entchen,
Stare, Spatzen, groß und klein,
bringen mir ein lustig Ständchen,
selbst der Kater stimmt mit ein.
Lieblich klingt das weiche Mäh,
Heimatklänge mich umschmeicheln.
Wenn ich eine Ziege seh',
muß ich hingehn – und sie streicheln.
Unbekannt
Auch bei Hofe aß man früher nicht immer Wildschwein und Fasan vom Grill, so manchem Ritter war das mit der Zeit sogar total schnuppe.
Es galt damals schon:
Viel besser schmeckt ein Eintopf und besonders die Kartoffelsuppe!
Die ganze deutsche Literatur
Ist leider für Gelehrte nur.
Gelehrte haben sie gemacht,
Und nie dabei ans Volk gedacht.
Was nützet Wissenschaft und Kunst?
Das ist ja eitel Schein und Dunst,
Wenn beides nicht zum Volke dringt,
Für all' und jeden Früchte bringt.
Was nützt dem Volke der Poet,
Wenn's Volk sein Singen nicht versteht?
Ins Herz des Volkes drang noch nie
Gelehrter Herren Poesie.
Laßt euern Wissensqualm und Dunst,
Und übet reine deutsche Kunst!
Werft allen Plunder über Bord,
Singt ein verständlich deutsches Wort!
Ich grüße die Stillen im lauten Land,
Sie alle, die in dem brausenden Brand
Kraft behielten, stille zu sein —
Sie grüß' ich: haltet aus! bleibt rein!
Bleibt, was ihr seid: bleibt still und stark!
Bleibt in den deutschen Bäumen das Mark!
Sendet die Kraft in die Wipfel empor:
Durch euch nur braust der Wipfel Chor.
Ihr weilt in der Enge, ihr wirkt im Haus,
Fernfunken aber sendet ihr aus
Zum Helden, der sich im Felde rührt:
Gedanken, darin er die Heimat spürt.
Bleibt still und stark, bleibt stark und still!
Der über uns waltet, weiß, was er will:
Schmieden will er aus Zorn und Zucht
Ein Volk der Würde, ein Volk der Wucht!
Unbekannt
Die meisten Deutschen haben nur ein Gebet:
Herr, unsere tägliche Illusion gib uns heute.
Unbekannt
Nur ein Starker kann Fremden Freund sein!
Wer fernen Göttern opfert und ist seines Landes Gottheit fern,
Wer fernem Lande Liebe gibt und nicht der Heimat wissend zugehört,
Ist Knecht und wird Verräter sein –
Ist todeswürdig, ohne eigenen Wert!
Seinem Wort und Winke solltest du nicht trauen!
Wenn Du langsam durch die Straßen schlenderst,
wie Du schreitest Durch Dein junges Leben:
ganz für Dich und dennoch hingegeben…
oft die Richtung, Schritt und Blick veränderst-
bleibst Du manchmal vor Scheibenwänden
länger stehn. Denn hinter ihnen harren
Männer eindrucksvoll und Frau’n mit starren
zarten Angesichtern, die Dich lächelnd blenden,
warten, daß Du sie bewunderst, bieten
alles – Fleisch und Tuch – Dir festlich an -:
Innen aber sind sie nichtig. Draht und Porzellan…
Und Du wendest Dich. Siehst neben Dir
Menschen nach den Masken blicken, die
nunmehr jenen zeigen Haut und Zier…
und erschrickst, denn plötzlich gleichen sie:
die Modelle, den Gesichtern draußen…
beide glatt und glänzend, unverhehlt
eines Wesens: tadellos von außen.
Gut getüncht. Nur daß die Seele fehlt.
Allem Anfang kann man wehren
Jedem Kind den Krieg erklären
Und verrückte Träume als Verrat verschrei'n
Doch aus Kindern werden Leute
Und die Utopie von heute
Wird die Wirklichkeit von Übermorgen sein
Nichts lähmt die Kraft in den Flügelschlägen
Wenn es die Schwalben nach Süden zieht
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied
Man kann alle Unbequemen
An die kurze Leine nehmen
Für den Geist der Freiheit gibt es keinen Zaum
Träumer, die die Welt gestalten
Kann die Macht gefangen halten
Aber keine Macht der Welt fängt einen Traum
Mag' der Gedanke auch Furcht erregen
Daß unser'n Träumen Gewalt geschieht
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied
Ganze Völker kann man knechten
Unterdrücken und entrechten
Und dem Freiheitsdrang
Den Weg der Flucht verbau'n
Immer werden Idealisten
Wagemutig gleich Artisten
Sich auf's dünne Hochseil
Ihrer Hoffnung trau'n
Die stärkste Kette ist nichts dagegen
Sie ist so stark wie ihr schwächstes Glied
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied
Den Prometheus kann man fassen
Und an Felsen schmieden lassen
Man kann Gott zum Teufel jagen
Und an Kruzifixe schlagen
Der Fluch fängt Feuer und führt zum Segen
Wie eine Zündschnur zum Dynamit
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied
Man kann alle Querulanten
Zu Verbrechern und Verbannten
Und für vogelfrei und abschußreif erklär'n
Man kann Engelsflügel lähmen
Doch wer weiß, wohin wir kämen
Wenn die letzten Engel abgeschossen wär'n
Solang' wir singend die Welt bewegen
Bestimmen wir, was mit uns geschieht
Du kannst den Sänger in Ketten legen
Aber niemals sein Lied!
Unbekannt
Unser Blut hat weite Fahrt:
Schwarze Nacht auf Tageshelle,
Morgensturz auf Wogentürmen,
Schlucht und heiteres Gefälle,
Aber unter Glück und Stürmen
Lebensvoll die Menschenwelle
Wächst uns Blut aus deutscher Art.
Unser Blut hat weite Fahrt!