Strahle fröhlich uns du treues
Frohsinn bringend‘ Leuchtgestirn,
woll’n uns baden in deinem Glanze,
nichts am Leib als Leinenzwirn.
Aufstrebend geht der Blick gen Himmel,
liebvolle Rufe schall’n empor,
dir, du da sitzt, auf deinem Throne,
gilt unser Preisen- steht unser Chor.
Wärm‘ die Herzen, wärm die Seelen,
großer gold’ner Feuerball.
Schein hernieder und erleuchte
unserer Heimat' Berg und Tal.
Bring‘ uns Leben, bring uns Nahrung,
du Erwecker allen Seins,
überall herrscht munt’res Treiben,
alles lebt, dank deines Scheins.
Hatt'st du nun lange uns beehrt,
mit Schaffenskraft und warmem Licht,
so nahmst zur Stärkung du dir Zeit,
wir übten solang gern Verzicht.
Nach dunkler Jahreskreisgezeit
bricht lang ersehnt durch's Wolkenzelt,
dein herrlich heilvoller Strahl,
der Wald und Wiesen frisch erhellt.
Du malst die schönsten Bilder uns,
wenn du kommst und wenn du gehst,
du zeigst uns weise Lehr und Rat,
wenn nach dem Dunkel du erstehst.
Aufstrebend geht der Blick gen Himmel,
liebvolle Rufe schall’n empor,
dir, du da sitzt, auf deinem Throne,
gilt unser Preisen- steht unser Chor.
Die Sonne ist versunken,
Nacht über Wald und Feld,
im Dunkel tief ertrunken
all süße Lust der Welt.
Laß fahren Herz, laß fahren,
sei stark in Not und Pein,
bald wird auf Nordlands Erde
ein neuer Frühling sein!
Und liegt im Schnee begraben
das Land so weiß und weit
und rufen rauh die Raben,
erfüllt ist bald die Zeit.
Es soll uns nimmer schrecken
ein Dunkel noch so groß,
das Licht wird neu geboren
aus ew'gem Mutterschoß!
Ist eine Nacht der Nächte,
da wächst das Wunder leis,
die ewgen Rauhemächte
bezwingen Nacht und Eis!
Laß helle Kerzen brennen
im Saal und Innern dein,
bald wird auf Nordlands Erde
ein neuer Frühling sein!